Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mag er keine Kinder?

Frage: Mag er keine Kinder?

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Hallo, mein Sohn ist knapp 2,5 Jahre & ein lieber, sehr lebhafter Junge. Wir gehen 2 Mal die Woche in die Spielgruppe. Mir ist aufgefallen, dass er lieber alleine spielt. Bis vor Kurzem hat er sich jedes Spielzeug von anderen abnehmen lassen, ohne weinen etc., er hat sich einfach was anderes genommen. Mittlerweile sagt er schon mal "Das ist meins" und drückt das andere Kind behutsam weg. Ich sehe aber, dass die anderen Kids in dem Alter schon mal gemeinsam spielen oder einfach die Nähe der anderen suchen. Meiner möchte das fast gar nicht. Zuhause freut er sich immer auf die Gruppe. Wenn ich ihn frage, sagt er, dass er gerne hin möchte. Aber wenn ich frage, ob er denn dann zB mit Jasmin zusammen mit den Autos spielen möchte, sagt er:"Nein, will ich nicht, lieber alleine spielen." Ist das noch normal? Soll ich ihn einfach mehr animieren? Möchte nicht, dass er ein Außenseiter wird, noch laufen ihm die anderen Kids regelrecht hinterher & er geht stur einfach weg ;) Danke & liebe grüße


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, viele Eltern sind sehr irritiert, wenn ihr Kind nicht bereitwillig mit den anderen Kindern spielt. Aber Kleinkinder sind untereinander automatisch immer starke Rivalen. Diese Rivalität auszuhalten und sich durchzusetzen, dazu besitzt im Alter von 2 1/2 noch längst nicht jedes Kind die nötigen Fähigkeiten. Allerdings macht es dann keinen Sinn, dem gemeinsamen Spiel auszuweichen. Richtig wäre es, wenn die Eltern ihre scheuen und defensiven Kinder anfangs begleiten und ihnnen den Rücken stärken, wenn es um Auseinandersetzungen geht. Es muß aber beim aufmunternden Blick oder eine freundlichen Aufforderung bleiben. Das Anstacheln zur Gegenwehr ist oder das mächtige Einschreiten zugunsten des eigenen Kindes ist keine gute Sache. Es verbietet sich aus zwei Gründen. Erstens versteht das Kind meist gar nicht, was die Eltern von ihm wollen, da ihm eine solcher Auftritt innerlich fremd ist. Zweitens geben die Eltern damit kein gutes Vorbild ab, und das Vorbild ist jetzt ein wichtiges Erziehungsmittel. Es ist auch kein Fehler, wenn Eltern erst einmal regelrecht mitspielen, damit sich das eigene Kind integrieren lernt. Viele Grüße


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