Mitglied inaktiv
Hallo, unsere 2jährige Tochter wurde in ihrem ersten Lebensjahr aus verschiedenen Gründen 4x operiert. Dazu kamen natürlich die mir Krankheiten einhergehenden Blutentnahmen, Pickse in die Finger und andere unangenehme und mit Schmerzen verbundene Sachen. Körperlich geht es ihr inzwischen sehr gut, sie hat aber eine auffällig hohe Schmerztoleranz. Sie sagt zwar oft "aua", wenn sie sich stößt o.ä., weint aber selten und hat z.B. bei einer durchgeführten Impfung keinen Ton von sich gegeben. Uns macht das ein bisschen Sorgen, dass sie Schmerz anscheinend nicht richtig wahrnimmt. Kann man ihre Körperwahrnehmung diesbezüglich durch Übungen (z.B. Massagen)verbessern? Oder stellt regeneriert sich das Schmerzempfinden nach einiger Zeit von selbst wieder, wie unser KiArzt sagt? Vielen Dank für Ihre Antwort. MfG Nina
Liebe Nina, weder noch. Meine Erfahrung ist die, daß die Stärke der Schmerzempfindung überwiegend ein ganz persönliches Merkmal jedes einzelnen Menschen ist. D.h. der Grad der Schmerzempfindung ist angeboren. Zwar gibt es Krankheiten, die die Schmerzempfindung herabsetzen und das ist tatsächlich gefährlich für den betroffenen Menschen, aber es gibt in dem Sinne keine Schmerzgewöhnung. Was so aussieht, wie eine solche, ist wahrscheinlich nur die Verminderung der begleitenden Angst. Angst erhöht die Schmerzempfindung, Angstlosigkeit vermindert sie. Das ist höchstwahrscheinlich der zweite Grund, warum Ihre Tochter so schmerzfrei erscheint. Viele Grüße
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