Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine Tochter (4,5) geht seit Sommer in den Kg. Der Anfang war sehr schwierig (schnelle Trennung erwünscht, Festhalteversuche, schweres Trauma, dann 4 Wochen sanfte Eingewöhnung auf meinen "Wunsch"), seitdem geht sie liebend gerne. Aber seit 1,5 Wochen nicht mehr, es ist spielzeugfreie Zeit im Kg (noch 7 Wochen). Sie sagt, das Spielzeug soll wiederkommen, aber ich glaube, ihr fehlt der gewohnte Ablauf. Zu Hause spielt sie mit Freunden u. Bruder (2) schön u. ausdauernd die tollsten Rollenspiele, im Kg fällt es ihr schwer, sich in einer größeren Gruppe zu behaupten. Sie malt gerne, spielt lieber ruhig in Kleingruppen. Die Erz. haben sich sehr um sie bemüht, aber es wurde nicht besser. Heute morgen hat mein Mann sie weinend wieder mit nach Hause gebracht, sie will nicht dableiben. Die Erz. meinen, wir dürfen sie nicht wieder mit nach Hause nehmen, sie gewöhnt sich schon dran. Wie kann ich ihr helfen? Vielen Dank für Ihre Hilfe Maka
Liebe Maka, wenn es erst einmal zu einem manifesten Trauma gekommen ist, sind die weiteren Voraussetzungen für das Gelingen zumindest geschmälert. D.h. jeder neu aufkommende Konflikt wird dann regressiv beantwortet, also mit Rückzug und Zuhause-bleiben-wollen. So ist es auch gekommen. Jetzt aber wieder mit Härte zu kontern hieße, das alte Trauma erneut aufleben zu lassen. Was dann passiert, können Sie sich leicht ausmalen. So betrachtet ist es richtig, daß Ihr Mann Ihre Tochter wieder mit nach Hause genommen hat. Daran "gewöhnen" wird sich Ihre Tochter dann nicht, wenn es ihr im Ki-ga gefällt und sie sich dort verwirklichen kann. Das scheint aber im Moment nicht der Fall zu sein. Daher ist es wichtig, daß Sie sich mit den Erzieherinnen zusammen setzen und einen Plan erarbeiten, wie der Aufenthalt im Ki-ga für Ihre Tochter wieder attraktiv gemacht werden kann. Grundsätzlich gehört ein 4,5 Jahre altes Kind in den Ki-ga. Viele Grüße
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