Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, ich glaube mein Sohn (fast 4) ist sowas wie kaufsüchtig.... Oft geht es schon morgens los - "kann ich mir heute was kaufen?" . Wenn wir irgendwo hin fahren will er immer erstmal nur wissen ob er sich dort was kaufen kann. Im Zoo freut er sich nicht über den Zoo, sondern erst einmal über den Zubehörladen..... Im Spielparadies läuft er als erstes zur Theke.... Kaufen wir nichts, weint er ganz bitterlich, nicht quengelig, sondern wirklich wie am Böden zerstört und tief traurig. Wenn er etwas bekommen hat, ist er superglücklich und das liebste Kind. Freut sich richtig über seine "Beute" und zeigt sie freudig rum. Er gibt sich auch mit wenig zufrieden, also ein kleines, günstiges Teilchen. Sagt selber oft "das ist bestimmt zu teuer, das kann ich mir ja vielleicht zum Geb. wünschen". Sollten wir das Kaufen total unterbinden, weil er so darauf fixiert ist ? Vielen Dank ! LG Tanja
Liebe Tanja, bei einem 4jährigen Kind muß man sich das Kaufbedürfnis noch etwas anders vorstellen als beim Erwachsenen. Das Kind hat noch keine Erkenntnisse über den Wert von Gegenständen und die Begrenzung der eigenen finanziellen Mittel. Für ein Kind ist das Kaufen so etwas wie eine persönliche Aufwertung bzw. ein Verschaffen von positiven Attributen. Daher der mächtige Stolz, wenn Ihr Sohn tatsächlich etwas bekommen hat und daher auch seine Zufriedenheit, wenn das Gekaufte eigentlich nichts wert ist. Was Sie sich aber fragen müßten ist, woher dieses starke Bedürfnis nach materieller Selbstattributierung kommt. ersetzt er sich damit andere fehlende Anerkennung? Sie schreiben sonst nichts über seine Lebensumstände. Vielleicht schreiben Sie noch einmal mehr über Ihren Sohn. Viele Grüße
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