Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, Mein Sohn (4 Jahre) hat derzeit eine Phase, wo er immer Horrorszenarien entwickelt, aus denen wir ihn befreien muessen (z.B.: Piraten haben mich mit schweren Ketten an ein Schiff gekettet). Wenn wir ihn "befreit" haben, kommt sofort das naechste Szenario (Jetzt bin ich ins Wasser gefallen und ein Hai ist dabei, mein Bein abzufressen). Das geht so lange, bis es mir reicht und ich ihm sage, dass ich bei soo vielen Katastrophen leider auch nichts mehr machen kann. Was kann das bedeuten? Er sieht so gut wie nie fern (wir haben keinen Fernseher), Filme gibt es nur gelegentlich und dann auch nur kindgerecht (Sesamstrasse, Astrid Lindgren, Augsburger Puppenkiste). Er ist im Kindergarten, die Abloesung hat gut geklappt, er geht insgesamt gerne hin, obwohl er manchmal sagt, dass er sich dort langweilt (er ist einer der aeltesten seiner Gruppe). Liebender Vater ist ebenfalls vorhanden, der sich wie ich viel kuemmert. Was koenne wir tun? Vielen Dank
Hallo, irgendwoher müssen diese Inhalte aber kommen, die Ihr Sohn nachspielt. Jedenfalls denkt sich das kein Kind von selbst aus. Angekettete Piraten und zuschnappende Haifische stammen irgendwie aus der "Karibik-Ecke". Ist Ihr Sohn nicht doch heimlich mit solchem Filmmaterial gefüttert worden? Was passiert im Ki-ga? Ältere Kinder, die so etwas zu Hause im Film gesehen haben und in den Ki-ga mitbringen? Auf jeden Fall sind solche Horrorszenarien attraktiv für kleine Kinder und somit "ansteckend". Es ist schon richtig, daß Sie da nur z.T. mitspielen und dann die Sache an der endlosen Ausdehnung sterben lassen. Vielleicht könnten Sie das Geschehen jeweils noch relativieren und die Inhalte damit entschärfen. Auf diese Weise nehmen Sie dann dem Piraten in Ihrem Sohn förmlich den Wind aus den Segeln. Viele Grüße
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