Mitglied inaktiv
lieber hr. dr. posth, wir stehen im moment vor der entscheidung unserem sohn wachstumshormone zu spritzen o. nicht. er hat keinen hormonmangel, wird aber wenn er so weiterwächst(frühchen) nicht mal 1,58 cm gross. meine frage an sie ist: bekommt er durch das tägliche spritzen (er wäre knapp 4 jahre wenn wir anfangen) nicht eine macke?- ich meine wenn wir ihn jeden tag gegen seinen willen spritzen müssen?? und bekommt er nicht den eindruck vermittelt "ich bin nicht normal... bei mir stimmt was nicht" ? oder meinen sie das die aussicht auf eine angleichung zur normalgrösse solche seelischen traumas überwiegt? vielen dank für ihre mühe! katrin
Liebe Katrin, wenn erwiesenermaßen ein Wachstumshormonmangel vorliegt und das Skelettalter entsprechend retardiert ist, ist die Gabe von Wachstumshormon gerechtfertigt. Die Injektionen entsprechend etwa denen von Insulin beim Diabetes mellitus. D.h. hier muß die Psychologie bis zu einem gewissen Grade hinter der körperlichen Therapie zurücktreten, was nicht heißt, daß man die notwendigen Eingriffe so schonungsvoll wie möglich gestaltet. Aber beim Diabetes geht es auch, und es ist sehr erstaunlich, wie die Kinder nach einer gewissen Zeit regelrecht mitarbeiten. Unter einem Kleinwuchs würde Ihr Sohn lebenslang u.U. sehr zu leiden haben. 1.58m ist allerdings noch ein grenzwertiger Kleinwuchs. Viele Grüße
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