Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe im Internet gelesen das ein Geburtstrauma auch Sprachprobleme auslösen kann. Meine Tochter hatte leider keine schöne Geburt, sie wurde vorm Termin eingeleitet und endete mit stark abfallenden Herztönen, einer Zanngengeburt. Meine Tochter war immer extrem schüchtern und hat sehr früh stark und auch sehr lange gefremdelt. Gesprochen hat sie erst mit 2,5. Und jetzt spricht sie immer noch sehr "verwaschen". Und auch nur mit sehr guten Bekannten nach einer langen Aufwärmphase. Wenn wir die Bekannten am nächsten Tag wieder treffen, ist es die gleiche Situation. Ihre Aussprache finden viele Leute "komisch". Kann z.b. ein Gebutstrauma oder auch durch den Druck der Zange irgendetwas im Sprachzentrum "defekt" sein ? Bestimmte Buchstaben(-Kombinationen) kriegt sie einfach nicht hin. Bei der U8 hat sie nichts gesagt und unser KiA meinte wir sollten erst nochmal abwarten. Sie spricht ja noch nicht lange... Das beruhigt mich aber nicht. Ohren sind i.O.! LG Carina
Liebe Carina, die Ära, daß ein Geburtstrauma für alle möglichen Formen der Entwicklungsverzögerung oder -störung veranwortlich gemacht wurde, ist eigentlich vorbei. Ein Zangengeburt kann nur dann traumatisch sein, wenn durch sie ein Schädelbruch verursacht worden ist. Dann gibt es immer eine massive "Geburtsgeschwulst" auf dem Kopf, verursacht durch eine Einblutung in die Knochenhaut (Kephalhämatom). Die Beule am Kopf ist unübersehbar. Das Sprachzentrum sitzt aber auch viel weiter vorne im Frontalhirn, wo die Zange normalerweise gar nicht anpackt. Schüchternheit und selektiver Mutismus (Nichtredenwollen mit bestimmten Menschen) hat psychosoziale Ursachen. Mangelhaftes Selbstbewußtsein und Aggressivität stecken dahinter. Die Aussprache wiederum ist ein drittes Problem, das mit der Mundmotorik und manchmal auch mit schlechten Hören zu tun hat. Ihr KiA/KiÄ könnte im laufenden Jahr einen Sprachtest machen, um sich über den Sprachentwicklungsstand Ihrer Tochter ein Bild zu machen. viele grüße
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