Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Frage zum Posting vom 27.04.09 - Nahrungsverweigerung in der Kinderkrippe

Frage: Frage zum Posting vom 27.04.09 - Nahrungsverweigerung in der Kinderkrippe

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Sehr geehrter Dr. Posth, ganz erschrocken habe ich Ihre Antwort auf mein Posting gelesen. Da mein Sohn in der Krippe in der Eingewöhnung so gut wie nie geweint hat und auch wenn ich da war bei der Erzieherin auf dem Arm blieb, bin ich davon ausgegangen, er fühlt sich wohl. Dem ist also anscheinend nicht so. Da ich die Eingewöhnung leider nicht abbrechen kann (muss im August wieder arbeiten), habe ich mir nun überlegt, meinen Sohn vor der Krippe zu füttern und danach solange bis es mit dem Essen dort klappt. Wie gesagt, für mich hat es den Eindruck, dass er dort gern ist - wahrscheinlich hat er nur die Erzieherin noch nicht als Bezugsperson akzeptiert. Oder irre ich mich in diesem Fall wieder? Kann ich ihm schaden, wenn ich ihn dorthin bringe? Sollte ich zudem mit dem Stillen aufhören / reduzieren, um unsere Bindung ein wenig zu lösen oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun? Bisher stille ich noch 2 Mal am Tag und 2 Mal in der Nacht. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, es ist genauso, wie Sie es jetzt andeuten. die Tatsache, dass ein Kind ohne großen Protest in der Ki-ta bleibt und dort auch nicht nur traurig in der Ecke sitzt und auf den Moment warte, wieder abgeholt zu werden, ist noch kein Beweis dafür, dass es ihm auch wirklich gut geht. Verdrängungsmechanismen und Anpassungzwang können Vieles beim Kind bewirken, machen es aber nicht glücklich. Die Kinder lernen zu "vermeiden". Die inneren Spannungen entladen sich dann an anderer Stelle, häufig auch in psychosomatischer Weise! Nahrungsverweigerung, Wiedereinnässen und Schlafstörungen sind die Spitzenreiter der aufkommenden Schwierigkeiten. Versuchen Sie es jetzt erst einmal so zu machen, wie Sie vorhaben, und bitten Sie die Lieblingserzieherin Ihres Sohnes, sich intnesiver und deutlicher ihm zuzuwenden (Prinzip: Bezugsbetreuerin). Das Stillen sollten Sie meiner Meinung nach jetzt tatsächlich beenden. Viele Grüße


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