Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Essensprobleme

Frage: Essensprobleme

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Sehr geehrter Hr. Dr. Posth, meine Tochter ist 13 Monate. Sie war noch nie ein wirklich guter Esser. Sie wurde ein halbes Jahr voll gestillt,dann habe ich"ganz normal" mit der Beikosteinführung begonnen. Da sie vor allem mittags aber immer schon Probleme machte,habe ich bis kurz vor ihrem 1.Geburtstag sogar noch mittags gestillt. Dann klappte es für ein paar Wochen ganz gut,jetzt macht sie mittags sogar schon ein riesen Theater,wenn ich sie nur in ihren Stuhl setzen möchte.Auch auf dem Schoß mag sie dann nichts essen.Soll ich sie dann wieder stillen?Oder hungern lassen? Oder konsequent m. Tränen in den Stuhl und dannn warten,bis sie was ißt? Sie ist ansonsten normal entwickelt,gut gelaunt u.körperlich fit. Sie wird morgens um 5 und abends um 19Uhr gestillt. Um 8 Uhr frühstücken wir gut und Abendbrot klappt auch super. Ich weiß nicht weiter,langsam sollte das doch mal was werden mit dem Essen. Was mache ich falsch?!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: frühkindliche Essprobleme Hallo, vermutlich machen Sie gar nichts falsch. Säuglinge und Kleinkinder um den 1. Geburtstag herum machen sehr häufig solche Ernährungs- oder Essprobleme, wofür ich in der Ragel das Zahnen verantwortlich mache. Einen anderen Grund kann ich bisher jedenfalls nicht ausmachen. Ich vermute, daß beim Zahdurchbruch oder Zahnungsproblemen der Appetit leidet und die Kinder automatisch auf die ursprünglich Ernährungsforum umstellen, nämlich Stillen oder Flasche. Es kann aus sein, daß sie das warme Essen nicht an dem überempfindlichen Zahnfleisch ertragen. Die vorübergehenden Rückschritte in der Ernährungsform haben nichts zu bedeuten und sollten von den Eltern respektiert werden. Vermutlich beginnen an solchen "Klippen" langanhaltende Ess-Störungen, wenn nämlich Eltern jetzt aus Angst, Ihre Kinder würden nicht genug zu essen bekommen, sie zum Essen "unter Tränen" zwingen. Das also ist ganz falsch, ebenso wie das "Hungernlassen" bis das Kind endlich ißt. also Geduld und auf die Signale des Kindes hören. Man kann ja immer wieder liebevoll die warmen Mahlzeiten wieder anbieten. Viele Grüße


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