Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth ! http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=31393&forum=155 Wir waren in der letzten Woche bei der für uns zuständigen Sprachheilbeauftragten. Selekt. Mutismus hat sie nach dem Gespräch ausgeschlossen da mein Sohn dafür zuviel nonverbal mit ihr kommunizierte, sich unbefangen im Raum bewegte und vor ihr mit mir gesprochen hat. Nachdem ich ihr meinen Sohn beschrieben habe, würde sie eher auf Hochbegabung tippen. Er weiß das er manche Worte nicht perfekt aussprechen kann, also läßt er es lieber. So ähnlich hat er es mir auch schon mal gesagt als ich ihn fragte warum er in manchen Situationen nicht sagt. Er ist in allem sehr perfektionistisch und will immer alles direkt perfekt können. Zudem ist er schüchtern, sehr "verkopft" und wenig selbstbewußt. Wie können wir ihn stärken ? Was kann ich tun damit er "lockerer" wird ? Vielen Dank für ihr tolles Forum! Tanja
Liebe Tanja, das Thema Hochbegabung kommt heutzutage schnell auf den Plan und wird immer gerne gebracht, wenn man mit bestimmten Verhaltensweise eines Kindes nicht so richtig klar kommt. Aber ausgeschlossen ist ds natürlich nicht, nur testen können Sie es eigentlich erst im Schulalter. Das perfektionistische Empfinden eines Kindes ist aber eigentlich mehr Charakterangelegenheit als Leistungsbeschreibung und gehört in den emotionalen Bereich. Sie sagen mit Recht, Ihr Sohn hat noch kein gut ausgebildetes Selbstbewußtsein. Da er sich keine Fehler leisten kann, entwickelt er einen hohen Anspruch an sich selbst, der es aber verhindert, "einfach drauf los" etwas zu tun. Er denkt vorher schon darüber nach, ob es ihm gelingen wird, oder ob er sich blamieren könnte. Und da er sich auf keinen Fall blamieren möchte, tut er es besser gar nicht. Das gilt auch für das Sprechen. Sie haben zwei Möglichkeiten: auf der einen Seite stärken Sie das Selbstbewußtsein (s. gezielter Suchlauf unter dem gleichen Stichwort). Auf der anderen Seite üben sie spielerisch Fehler zu machen und trotzdem nicht ausgelacht zu werden. Spielen Sie mit den Kindern "Pleiten und Pannen" und machen Sie sich einfach nur einen Spaß daraus. Kinder finden das toll und als Erwachsene müssen sie sich das dann auch nicht mehr im Fernsehen "auf Kosten Anderer" ansehen. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt