Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ergänzung allabendliches Erwachen

Frage: Ergänzung allabendliches Erwachen

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Hallo Dr. Posth, leider waren meine Angaben vergangene Woche viel zu unvollständig.. Also: Kind, 12 Mon erwacht abends immer nach ca 30 Min, das seit ca 8 Monaten! Er schläft im Elternschlafzimmer im eigenen Bett. Abends sind wir natürlich nach dem Zubettbringen erstmal nicht mehr im Raum. Zur Zeit wird er, nach deutlichen Müdigkeitsanzeichen, in den Schlaf gesungen und dabei schieben wir sein Bett auf Rädern hin und her. Im Laufe der letzten Monate haben wir aber einige Variationen gehabt, Babybalkon (mochte er nicht) Wiege bis er zu groß war, Einschlafstillen. Alles mit dem gleichen Ergebnis. Es ist dunkel im Zimmer und recht ruhig, allerdings kann man schon an und wann ein Auto o ä hören. Er schläft zügig ein, nach dem 1.Erwachen kann es bis zu 25 Min dauern, bis er wieder schläft. Ca 2x die Woche wacht er anschließend bis ca 23h noch mehrmals auf. Nachts wird er einmal gestillt, wird bald agestillt. Sicherlich kamen auch einige Zähne, aber 8(!!) Monate..? Herzlichen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Sie haben Recht. 8 Monate lang kommen keine Zähne. Einschlafritual und Schlafsituation sind ja offenkundig kindgerecht und ruhig genug scheint es auch zu sein. Was kann es dann sein? Als erstes dächte ich da noch an das Stillen zum Einschlafen. Die Muttermilch macht nur kurzfristig satt und scheint das Appetitzentrum zu rhythmischem Wiederwachwerden anzuregen. Wichtig für die Ernährung des Säuglings. Nicht alle Säuglinge sprechen gleich gut darauf an, ihr Sohn möglicherweise doch. Also hieße das, in Ihrem Fall das Abstillen in Angriff zu nehmen. Zuvor können Sie natürlich versuchen, kräftig zuzufüttern, und zwar ausreichend eiweißreiche Breie. Die andere Möglichkeit: Schlafprobleme in der Einschlafphase i.S. einer Schlafstörung. Darüber weiß man derzeit noch relativ wenig. Es gibt aber eine kinderärztliche Forschung zum angeborenen Schlafverhalten (z.B. Dr. Wiater in Köln-Porz). Was in solchen Fällen einmal erlaubt ist, ist die Anwendung eines schlafanbahnenden Mittels. Da nimmt man (neben pflanzlichen Präparaten) ein Antihistaminikum, das sehr müde macht, aber sonst keine schädlichen Wirkungen ausübt (Sedaplus-Saft). Aber so etwas bitte immer nur in Abstimmung mit dem Kia/KiÄ. Ich denke, nun kommen Sie einen Schritt weiter. Viele Grüße


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