Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine Kleine ist nun 14 Monate alt. Vor ca. 6 Wochen hatte sie Durchfall (Rotavirus) zudem auch Erbrechen dazukam. Einen Tag zuvor war ich mit ihr beim Kinderarzt, der meinte wenn es sich verschlimmert, sollte ich wiederkommen. Ich wollte warten bis sie wach wird, damit wir zum Arzt gehen. Nachdem sie wach wurde, war sie schon schwach gewesen und auf einmal hatte sie einen Krampfanfall. Ich rief den Rettungswagen, im Krankenwagen hatte sie noch 2 x einen Anfall. Wir wurden dann auch in die Kinderklinik transportiert. Dort bekam sie aufgrund des Flüssigkeitsverlustes Infusion und es wurde auch ein EEG gemacht, das unauffällig war. Fieberkrampf war es nicht, da sie kein Fieber hatte, die Blutergebnisse waren auch i.O. Es hieß, dass ihr Körper einfach schwach war und sie aus diesem Grund wahrscheinlich krampfte. Ich bekam aber trotzdem Diazepam Desitin rectal tube 5 mg mit, falls sie noch mal krampfen sollte. Am Sonntag war ich arbeiten und dann dachte ich, ruf doch mal zu Hause an, mein Mann sagte mir ganz hysterisch, er wollte sie zum schlafen bringen, da sie müde war und auf einmal habe sie gekrampft. Er habe soeben den KW alarmiert. Sie wurde noch mal in die Kinderklinik gebracht und es wurde wieder ein EEG geschrieben, das wieder unauffällig war. Die Kinderärztin dort sagte mir, dass es wahrscheinlich Epilepsie sei die Veranlagung dazu besteht. Meine Mann und seine beiden Geschwistern hatten als Kinder Epilepsie. Mein Neffe, der Sohn seines Bruders, ebenso. Sein Onkel und sein Opa sind ebenfalls Epileptiker. Die Kinderärztin sagte uns, wir sollten nun entscheiden, ob wir sie medikamentös behandeln lassen wollen oder ob wir noch mal warten und schauen, ob sie wieder einen Krampfanfall bekommt. Heute war ich mit ihr beim Kinderarzt, dieser gab mir eine ÜW für eine andere Kinderklinik um dort nochmals ein EEG machen zu lassen. Er möchte sich noch eine 2 Meinung einholen, bevor er das Medikament verschreibt. Er sagte mir, dass jenes Mittel sehr stark ist und wenn man es vermeiden kann, sollte man es auf jeden Fall. Was sagen Sie? Es war ein furchtbares Erlebnis. Ich arbeite 18 Std. in der Woche, in dieser Zeit passt mein Mann auf die Kleine auf und wenn er es nicht schafft, rechtzeitig von der Arbeit zu kommen, dann passen die Großeltern auf. Ich weiß nicht was ich machen soll. Meine Kleine hat viel Temperament, wenn sie sich sehr aufregt, dann hält sie die Luft an und das schon seit dem sie auf der Welt ist. Liegt es evtl. daran? Was kann ich für ihre Entwicklung tun? Wie muss ich sie behandeln wenn sie Epilepsie hat? Darf ich dann, in Maßen natürlich, mit ihr laut werden (NEIN sagen). Manchmal ist sie sehr schreckhaft, kommt aber nicht immer vor. Sie kam per Saugglocke auf die Welt und hatte auch eine Sepsis. Ist das schreckhafte sein, die Luft anhalten beim Weinen (nicht immer) und die Sepsis vielleicht auch ein Auslöser gewesen? Sie macht auch oft einen verträumten Eindruck, ist aber sonst sehr aufgeweckt. Sie sagt schon auf Italienisch: es ist meins und zeigt auf sich, Mama, Papa etc. Kann auch ein paar Wörter auf Portugiesisch und Deutsch. Sie spricht auch manchmal nach. Was können wir tun, dass sie in der Entwicklung nicht zurückbleibt und am wichtigsten natürlich, was können wir ihr seelisch gutes tun außer all unsere Liebe zu schenken. Sind momentan hilflos. Habe gehört das Medikament macht Kinder oft aggressiv, was können wir tun?
Hallo, neben einer möglichen Epilepsie müssen auch Unterzuckerung und Calcium-Mangel als Ursachen des Krampfens ausgeschlossen sein. Ich gehe davon aus, daß das der Fall ist. Um welche Form einer Epilepsie es sich handelt, hängt vom Krampfgeschehen ab, also wie das aussah und vom EEG-Befund. Der ist offenbar aber negativ, so daß noch keine Klarheit über die Epilepsieform besteht, wenn es denn eine ist. Der Faktor der Erblichkeit spricht allerdings dafür. Sie haben Zeit!! Überstürzen Sie nichts. Einzelne wenige Krämpfe schaden dem Gehirn so gut wie nicht, auch wenn es anders aussieht. Lassen Sie ein klare Diagnose machen, denn nach dieser richtet sich die Wahl des Medikaments. Man kann also auch nichts pauschal über die Antiepileptika sagen. Auf jeden Fall würde ich davon absehen, jetzt bei der Unklarheit der Sachlage schon Luminal (Phenobarbital) oder so etwas aus "Schutzgründen" zu geben. Diazepam zur Beendigung eines länger dauernden Krampfes ist sicher in Ordnung. Viele Grüße
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