Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschulung

Frage: Einschulung

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, meine Tochter wird nächstes Jahr am 13.10. 6 Jahre alt. Sie ist ein Kann-Kind und ich könnte sie einschulen, was ich auch überlege. Zum einen will sie etwas lernen und seit ich sie "vorsorglich" bei der Vorschule angemeldet habe, geht sie lieber in den Kindergarten, weil sie dann ein "Lernprogramm" hat. Unsere beiden Nachbarskinder kommen auch in die Schule. Was halten Sie grundsätzlich von einer früheren Einschulung? Ich weiss, dass es auch auf das Kind ankommt, aber vielleicht kann man entwicklungsbezogen eine Aussage machen. Ist es ein Problem, wenn sie dann immer die Jüngste ist, auch für spätere Zeiten (Pupertät ...)? Kann es sein, dass sie jetzt gut in der Schule mitkommt und bei weiterführenden Schulen sich dann zeigt, dass sie doch noch zu jung ist und mit den anderen nicht mithalten kann? Über Ihre immer sehr hilfreiche und kompetente Antwort würde ich mich freuen.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, der 6. Geburtstag ist grundsätzlich ein sehr starres Datum für die Beurteilung, ob ein Kind schulfähig ist oder nicht. In anderen Ländern werden die Kinder sowieso schon früher eingeschult. Daher geht man auch in Deutschland jetzt hin, die Stichtagsregelung aufzuweichen. Zum Teil spürt ein Kind selbst ganz gut, wann es sich für die Schule eignet und wann nicht. Aber Eltern, Erzieherinnen, Kinderärzte/innen und Schulärzte/innen können gut zu dieser Entscheidung beitragen. Wenn sich also Ihre Tochter jetzt in der nächsten Zeit im "Vorschulki-ga" bewährt, würde ich Ihnen auch zu einer Einschulung im nächsten Jahr raten. In ihrer Schullaufbahn spielt das später kaum je eine Rolle, dazu entwicklen sich die Kinder allein körperliche schon viel zu unterschiedlich. Viele Grüße


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