Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

einschlafen

Frage: einschlafen

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Lieber Dr. Posth, unser Sohn (26 Monate) war ja nun mal ein Schreibaby und ein schlechter Schläfer obendrein (wie der Vater), von Anfang an hat er bei uns geschlafen und ich muss sagen, dass schlechte Nächte inzwischen die Ausnahme geworden sind. Ist er nachts mal sehr unruhig, so krabbelt er unter meine Decke, kurz darauf kann ich ihn wieder in sein angehängtes Bettchen zurückschieben. Ist die Not größer, so behalte ich ihn bei mir, aber das ist nur noch selten notwendig. Nun sagen Sie ja, man sollte die Kinder besser nicht auf dem elterlichen Bauch einschlafen lassen. Zu unserem Einschlafritual gehört noch die Flasche (stark verdünnte Milch), ich sitze dabei im Bett und mein Sohn zwischen meinen Beinen. Dann kuschelt er sich ein und schläft ein. Wenn er mal nicht so schnell einschlafen kann, nehme ich ihn auf meinen Bauch, das hat ihn oft beruhigt und mich stört das nicht. Aber in letzter Zeit krabbelt er nun immer öfter in sein Bettchen rüber, um dort ohne direkten Körperkontakt einzuschlafen, ich liege dann nur daneben. Vorher übergibt er mir noch seine Stoffkatze, die ich dann im Arm halten soll. Er will das so, war früher undenkbar. Hat das etwas mit fortschreitender Loslösung zu tun? LG, Moni


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Moni, ja, das würde ich so interpretieren. Wobei die Loslösung im Falle Ihres Sohnes sich auf zwei Aspekte seines Verhaltens bezieht. Einmal findet er jetzt die Kraft, allein und ohne direkten Körperkontakt einzuschlafen, zum anderen verzichtet er auf Anteile des Einschlafrituals. Was jetzt noch fehlt ist das wachsende Bedürfnis, dass ihn der Vater jetzt zu Bett btringt und sich erst einmal neben ihn legt. Diese Entwicklung spricht dafür, ein Kind allein entscheiden zu lassen, wann es sich in Richtung auf die Selbstregulation zubewegt. Leider funktioniert das nicht immer so glatt und viele Eltern haben schon viel früher aufgegeben, an diese Entwicklung zu glauben. Also ein gewisses Risiko, jetzt ein großes Problem zu haben, war es schon. Ich freu mich aber für Sie und Ihren Sohn, dass es ein aktives Fortkommen in der Loslösung gibt. Viele Grüße


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