Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafen "verlernt"?

Frage: Einschlafen "verlernt"?

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Unser Sohn (16,5 Monate) hat seit er ein Jahr ist bis vor einigen Wochen zufrieden im eigenen Zimmer geschlummert. Hinlegen zu Mittag und am Abend mit Ritual (schaukeln und singen) klappte einwandfrei. Wir konnten ihn dann wach ins Bettchen legen und nach einem letzten Lächeln ist er ohne Probleme eingeschlafen, nachdem wir aus dem Zimmer gegangen sind. Seit ein paar Wochen weint er , wenn man ihn wach ins Bett legt und kann nachts nicht wieder einschlafen mit schaukeln und singen. Er schläft aber sofort weiter, wenn wir ihn zu uns ins Bett holen. Ich habe das Gitterbett jetzt wieder ins Schlafzimmer gestellt und wenn er nachts aufwacht, im Bett aufsteht und beginnt zu weinen und die Ärmchen auszustrecken, nehme ich ihn zu mir ins Bett. Rundherum werden wir traktiert, dass das nicht gut und ein Rückschritt ist. Machen wir das Richtige? Ich bin halt kein Fan von der Ferberbermethode (mit F wie Folter) und kenne auch kein Säugetier das solche Methoden anwendet. Vielen Dank und LG, Sabine


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Sabine, lassen Sie sich nichts einreden. Sie reagieren vollkommen richtig. In meinem Forum werden Konditionierungsmethoden zum Schlafen oder Essen abgelehnt. Es ist gar nicht ungeöhnlich, dass ein Kleinkind mit ca. 1 1/2 Jahren, nachdem es bisher im Urvertrauen auf seine Sicherheit alleine eingeschlafen ist, plötzlich die Anwesenheit seiner Bezugspersonen braucht. Das hängt mit den Fortschritten im Bewusstwerden des Selbst zusammen und den damit verbundenen größeren Erkenntnissen zur persönlichen Situation. Sagen wir, das Kind wird vorübergehend skeptisch und muss sich die Sicherheit noch einmal beweisen. Ist dieser Prozess abgeschlossen, schläft Ihr Sohn auch wieder im eigenen Bett durch und ab 3-4 Jahren auch ohne Probleme im eigenen Zimmer. Viele Grüße


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