Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, mein Sohn (5) hat eine Sprachstörung. Nach 1 1/2 Jahren Logopädie spricht er nun recht verständlich, leider ist immer noch ein starker Disgrammatismus vorhanden. Erstaunlich ist, daß er an manchen Tegen grammatikalisch fast korrekt spricht, an anderen Tagen nicht einen richtigen Satz sagt. Wir haben uns immer viel Zeit für unser Kind genommen, ihm viel vorgelesen, mit ihm viel unternommen. Ansonsten ist unser Sohn völlig normal entwickelt, (Bestätigung durch KA/ Uni-Klimiken) und hat viele Freunde. Wie kommt es zu einem starken Disgrammatismus, der an manchen Tagen nicht (kaum) vorhanden ist. Wäre es möglich, daß dahinter eine Art psychische Blockade steckt ? Wie können wir unserem Sohn noch helfen ? Vielen Dank für Ihre Meinung Babu
Hallo, der Dysgrammatismus ist eigentlich ein typisches Zeichen einer Sprachentwicklungsstörung und nicht einer Sprachstörung, die durch Lautanbahnungsprobleme verursacht wird. D.h. die Sprachkonstruktion wird in Gehirn nicht richtig erfaßt und verschaltet und nicht die Mundmotorik. Offenbar gehört bei solchen Schwierigkeiten auch eine gewisse Aufmerksamkeitslenkung und Konzentrationsleistung zum fehlerlosen Gebrauch. Beides kann von Tag zu Tag verschieden sein. Auch Angst und Unsicherheit können sich ungünstig auswirken. Sorgen Sie also wenigstens zu Hause für einen entspannten Umgang mit der Störung. Die ständige Übung wird die Problematik mit der Zeit immer weiter verbessern. Viele Grüße
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