Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, ich habe eine Frage zu einem Thema, welches uns als Eltern sehr belastet. Unsere Zwillinge sind 7 Monate alt (geb. 36+2). Direkt nach der GEburt kamen beide mit Anpassungsstörung in einen Brutkasten. Ich brauchte eine Ausschabung und habe sehr viel Blut verloren, war daher die ersten Tage auch sehr schwach. Wir haben die ersten Lebenstage unsere Kinder nur zum Flasche geben und Wickeln bekommen, kuscheln war nicht drin. ERst als ich den Baby blues bekam durften wir dann doch kuscheln und die Kinder mit aufs Zimmer nehmen. Auf einmal hieß es, wir hätten das schon längst gedurft, hätten da nur nach fragen müssen. Da die Kinder an Monitoren hingen, sind wir gar nicht auf die Idee gekommen zu fragen, sondern davon ausgegangen, wir würden informiert werden. Wir fragen uns jetzt, welche Folgen dieser späte Erstkontakt (7.Tag) für die beiden hat? Sind sie deswegen so sensibel? Wir fragen uns aber immer wieder, inwiefern die beiden durch traumatisiert sind. MuckelsMama
Hallo, die Mutter- oder Vater-Kind-Bindung ist nicht das Ergebnis von ein paar Tagen, selbst wenn die ersten Tage im Leben des Menschen sind. Ich betone immer wieder, daß die Bindungsqualität das Ergebnis eines Nettoeffektes ist, der sich aus gelungenen, hochwertigen Bindungserlebnissen und mißlungenen oder minderwertigen ergibt. Wenn also der Start unglücklich verlaufen ist, aber die Zuwendungsintensität und Einfühlsamkeit der Mutter oder des Vater danach beständig und verläßlich, dann entsteht trotzdem eine stabile, tragbare bindung mit allen Qualitätsmerkmalen. Es spricht aber für einen schlechten Stil der Äezte und des Krankenhauspersonals, die eigenen Versäumnisse im Nachhinein den Patienteneltern in die Schuh zu schieben. Viele Grüße
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