Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Post, unser Sohn 3,5 Jahre alt, hatte bis vor kurzem eine Phase, die sich durch extremes Grenzen austesten und auch Agressivität bemerkbar machte. Dies richtete sich vor allem gegen uns und gegen die Erzieherinnen im Kindergarten. Auslöser war die plötzliche?! Eifersucht auf seine 7,5 Monate alte Schwester. Tagsüber ist jetzt wieder alles i.O., aber sobald der Papa auftaucht, dreht er wieder voll auf. Dabei kümmert sich der Papa viel um ihn und unternimmt auch öfter etwas mit ihm alleine. Die absolute Steigerung ist allerdings, wenn dann noch der Opa kommt, dann ist Stress vorprogrammiert. Er bekommt von beiden wirklich viel Aufmerksamkeit und unsere Tochter eher wenig, aber das kann ja nicht ewig so weitergehen.....Was würden Sie uns raten?
Hallo, ich weiß nicht, wie das "Aufdrehen" zu verstehen ist. Positiv betrachtet würde ich vermuten, daß Ihr Sohn stark um seinen Vater wirbt, um die Bindungsbeanspruchung seiner Schwester von Ihnen für sich selbst auszugleichen. Ist das Aufdrehen aber aggressiv gefärbt, dann stimmt das Vater-Sohn-Verhältnis noch nicht richtig, und es wäre zu fragen, wie Ihr Mann mit seinem Sohn umgeht. Manchmal sieht man ja nicht richtig, was sein Kind von einem wirklich braucht. Vielleicht versuchen Sie einmal gemeinsam zu analysieren, was hinter dem Verhalten Ihres Sohnes stecken könnte, denn es scheint ja eine Botschaft darin zu liegen. Viele Grüße
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