Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

am Ende!! Nachtrag!!!!

Frage: am Ende!! Nachtrag!!!!

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Vielleicht ist es hilfreich für Sie,wenn Sie unseren Tagesablauf etwas kennen:Ich steh um 5Uhr auf.Mein Sohn ca.5.30(Frühaufsteher wie ich),mein Mann um 6Uhr,um 6.30 fährt er zur Arbeit.Meine Tochter wird gegen 8Uhr wach.Den Großen bring ich um 8.45 in den Kiga.Danach schläft die Kleine ca.2 Std,ohne Probleme.Um 11.45Uhr hol ich meinen Sohn wieder ab.Danach Essen,dann darf/will er sich 1Std ausruhen.Nach der Pause darf er sich aussuchen,was wir unternehmen.Wenn wir Glück haben und die Kleine schläft nochmal,spielen wir meist irgendwelche Gesellschaftsspiele.Wenn nicht,gehen wir auf Spielplatz oder in den Garten.Nochmal Essen,Obstteller als Zwischenmahlzeit.Gegen 17Uhr kommt mein Mann heim.Abendessen um 18Uhr.Um 19.00 Uhr geht mein Sohn zu Bett,schläft auch schnell ein.So,das war unser Tagesablauf.Dazwischen Geschrei von der Kleinen,Hausarbeit,Kochen,Waschenusw.ich kann mich nicht mal 30 Min.hinlegen,Babysitter habe ich keine.Wenn das so weitergeht,geb ich sie her.WIR SIND AM ENDE!!!!!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, jeder, der selber Kinder großgezogen hat, kennt solche Gefühle und auch die Verzweiflung, die einen manchmal packt. Aber interessanterweise ist das später alles so gut wie vergessen. Wenn man dann die Eltern aus irgendwelchen Gründen noch einmal fragt, wie es denn mit ihrem Kind in der frühen Kindheit gewesen ist, dann sagen die allermeisten, es sei alles unproblematisch verlaufen (??) Das bedeutet doch, daß viele dieser Gefühle Momentaufnahmen in einem sich überschlagenden Alltag sind, aber keine grundlegenden Störungen. Das Wichtigste ist, zu verstehen, daß kein Kind Schlafmangel aus Absicht betreibt. Auch kommt kein Kind auf die Welt, um seine Eltern mit irgendetwas zu quälen! Vielmehr handelt es sich bei diesen Problemen um Eskalationen von verschiedenen ineinander greifenden Ursachen. Dabei ist die Reaktion des Kindes häufig nur der sensible Ausdruck der gesamten familiären Situation. Da ich von hier aus über das Forum nicht therapeutisch tätig werden kann, würde ich Ihnen empfehlen, eine sogenannte Beratungsstelle für Erziehungsfragen anzusteuern. Die sind kostenlos! Und meist bekommt man sofort einen Termin. Parallel sollten Sei sich darum bemühen, jemenden zu finden, der Sie entlasten kann. Z.B. mit der Tochter während des Mittagsschlafs spazieren gehen, so dass Sie in Ruhe ein wenig schlafen können. Auch Ihr Mann braucht eine ruhige Auszeit. Teilen Sie sich die Nächte mit der Bewachung und Betreuung Ihrer Tochter. Oder wechseln Sie ab. Ganz wichtig ist das ruhige entspannte Einschlafritual mit der Einschlafbegleitung. Wenn ein Sgl./Kk. schon unter Spannung einschläft, ist das baldige Wachwerden und ängstliche Schreien vorprogrammiert. Wie ist es mit Sattsein für die Nacht? Wie ist es mit der angenehmen Schlafumgebung? Schläft Ihre Tochter bei Ihnen? Wo der Bruder? Günstige Regelungen sind die Voraussetzung für ruhiges schlafen. Zähne dürfen auch nicht gerade durchbrechen, sonst Zahnungsprogramm! Wahrscheinlich können Sie jetzt schon direkt etwas ändern. Ansonsten unbedingt Hilfe von außen holen! Viele Grüße


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