Namana
Guten Tag, Unsere Tochter ist 19 Monate alt und schläft seit Ihrer Geburt in unserem Zimmer und seit ca. 10 Monaten im eigenen Gitterbett. Irgendwann holen wir sie zu uns ins Bett, wo sie den Rest der Nacht schläft. Von Durchschlafen ist sie leider noch weit entfernt. Zwei Entwicklungen wecken das Bedürfnis etwas zu verändern. Zum einen kommt im April unser zweites Kind zur Welt, zum anderen, wandert der Zeitpunkt in der Nacht zu dem sie zu uns kommt immer weiter nach vorne. Mit dem zweiten Kind würde es natürlich sehr eng im Elterbett und wir sorgen uns, ob die Kinder sich nicht gegenseitig wecken. Unsere Tochter schläft nach dem Abendritual, mit Schnuffeltuch, ohne Körperkontakt, in ihrem Bett ein während das begleitende Elternteil still anwesend ist. Nachts versuchen wir gestuft zu beruhigen. Wenn die Aufwacher immer näher aneinander liegen oder sie zu wach im Bett steht und weint oder ruft, holen wir sie rüber. In den seltenen Nächten wo sie die ganze Nacht im eigenen Bett schläft verpasst sie oft die letzte Schlafphase und ist dann schon ab 5 oder halb 6 wach, statt wie meist zwischen 6 und 7. Dann ist sie schnell übermüdet, weint viel und schläft in der Folgenacht tendenziell schlechter. Wie gehen wir am Besten vor, dass zumindest wieder länger in ihrem eigenen Bett schläft? Mittelfristig soll sie in ihrem eigenen Zimmer in einem größeren Bodenbett schlafen, wo es die Möglichkeit gibt sich dazuzulegen. Macht es Sinn beide Themen zusammenzulegen oder geht man das lieber nacheinander an? Vielen Dank und viele Grüße!
Guten Tag, ich kann gut verstehen, dass Se sich ein stabileres Schlafverhalten ihrer Tochter wünschen, auch in Hinblick auf das Baby. Eltern schaffen Gewohnheiten und aus den Gewohnheiten werden Wünsche. Also bevor Sie ein besseres Schlafverhalten erwarten können, müssten Sie ihre Tochter lehren, wie es richtig geht. Momentan schläft sie mit ihrer beruhigenden, wachen Anwesenheit ein und beim Erwachen siedelt sie um ins Elternbett. Das ist derzeit ihre Normalität der Nacht. Mein Vorschlag: 1. @ Eigenregulation: eigenregulative Strategien stärken, also Kuscheltier mit Bedeutung aufladen (Schnuller selbstständig handhaben lassen). Warum? Weil ihre Tochter das "Ganzkörperkuscheltier Elternteil" im Elternbett bevorzugt. Wenn sie in ihrem eigenen Bett zurecht kommen soll, dann muss sie lernen im eigenen Bett zu bleiben und eigene Weiterschlafstrategien zu entwickeln. Derzeit wird sie kommentarlos ins Elternbett transferiert, da das am wenigsten Gegenwehr und schnellstes Weiterschlafen gewährleistet. Damit lernt sie: das Elternbett ist der richtige Platz und die Elternteile sorgen für das Weiterschlafen. 2. @ Einschlafen unabhängiger: Ich würde beim Einschlafprozess ihrer Tochter die eigene Aufmerksamkeit größtmöglich von Einschlafen des Kindes abziehen. Am besten selber wegschlafen (Fake-Schlaf). Warum? weil ein schlafendes Elternteil nicht zur Regulation zur Verfügung steht. Das kann schrittweise verstärkt werden bzw. vom Kind gelernt werden: wegschlafen, wegdrehen, wegrücken, und irgendwann auch weggehen. Allerdings nicht mit Gegenwehr und Drama, sondern mit schrittweisem Lernen und Akzeptanz. Wenn Ihre Tochter selbstständig einschlafen kann, ist sie auch nicht mehr abhängig von der elterlichen Anwesenheit in der Nacht. (was Sie sich ja in Zukunft nachts wünschen - wenn sie im eigenen Zimmer schlafen soll). Wenn Sie dem Kind beim Einschlafen regulierende Anwesenheit geben, können sie nicht erwarten, dass das Kind beim nächtlichen Erwachen, im Schlafphasenwechsel plötzlich alleine zurecht kommt. 3. @ Weiterschlafen: Das Weiterschlafen im Kinderbett, lernt man durch das Weiterschlafen im Kinderbett. Klingt banal, stellt aber eine große Umstellung dar, da ihre Tochter ja den nächtlichen Bettwechsel gewöhnt ist. Ich würde diesen Schritt versuchen, gerne kann dabei auch der Papa helfen. Häufig gelingen den Vätern die Überredungskünste nachts etwas leichter. Sie ist ja optimalerweise direkt neben dem Elternbett, sodass anfangs auch eine tröstende Hand möglich ist. Der springende Punkt wird sein, dass sie lernt sich selbstständig wieder himzulegen. Natürlich dürfen Sie es ihr zeigen, am Schlafsack etwas Richtung Matratze ziehen und auf die Matratze klopfen und ihr weich und geschmeidig zureden. Nicht jedesmal sofort aus dem Bett nehmen, wenn sie aufsteht, sondern ihr zeigen dass das Hinlegen jetzt angesagt ist. Natürlich können Sie sie auch herausnehmen, bevor sie eskaliert. Jedoch soll sie mitbekommen, dass sie wieder abgelegt wird. Legen Sie sie schlafend ab, haben Sie 2 Std. später wieder das gleiche Phänomen. 4.@ achten Sie in diesem Alter darauf, dass es nicht komplett dunkel ist. Damit sie sehen kann, "ah ja da liegen die Eltern, "die sagen eh nur immer alles ist gut, leg dich hin und such die Kuschel". Sie kann dadurch lernen, dass alles gut ist und sie beruhigt weiterschlafen kann. Leider ist es mit ziemlich Aufwand verbunden, aber ich empfehle trotzdem es vor der Geburt des Babys zu kläre, dass jeder in seinem Bett schläft. Das Ausquartiern ins eigene Zimmer ist in dem Moment kein Problem mehr, wenn ihr Kind verstanden hat, wie es selbstständig wieder in den Schlaf finden kann und auch nichts anderes von Ihnen erwartet. Für das eigene Zimmer empfehle ich trotz der Größe des Bodenbettes, eine Dazulegematratze für das Elternteil. Legt sich das Elternteil regelmäßig ins Bodenbett dazu, ist es die gleiche Situation, welche Sie momentan haben. Es ist moralisch komplett neutral! Es dürfen natürlich die Kinder auch mit ihren Elternteilen schlafen, solange alle Beteiligten es genießen. Es wird allerdings zur Gewohnheit und kann die ersten Kinderjahre auch ziemlich belasten. Am besten Sie verändern dann etwas, wenn Sie ganz sicher sind - dann haben Sie auch sichere Botschaften. Alles Gute und herzliche Grüße Daniela Dotzauer Ich
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