Frage: Kurzer Tagschlaf (6 Monate)

Banana_for_scale

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Guten Tag Frau Holtschlag, Meine Tochter (genau 6 Monate) schläft sehr wenig. Durchschnittlich sind es am Tag ca. 10 Stunden und 40 Minuten - ich weiß das, weil wir es regelmäßig tracken. Dabei schaffen wir ganz selten mehr als 12 Stunden insgesamt, weil ihre Tagschläfe einfach so kurz sind: in der Regel kommen wir auf drei Schläfchen à 30 Minuten, dabei ist es egal ob wir stillen, tragen, im Kinderwagen, Auto oder sonstige Kontaktschläfchen halten... Mehr ist einfach nicht drin. Ob auf dem Sofa oder im Schlafzimmer (kühl und abgedunkelt), mit Kontakt oder ohne. Sie wacht einfach ganz oft auch schon nach 20 Minuten auf und kann nicht weiter schlafen, obwohl wir ihr auch die Zeit geben und nicht sofort hochnehmen sondern erst ruhig sprechen, schht machen, Hand auflegen auf den Bauch und am Kopf, die Stirn streicheln und erst zu guter Letzt auf den Arm nehmen. Was können wir noch tun? Ich bin am verzweifeln und mache mir ernsthaft Sorgen, ob sie sich gut entwickeln kann mit so wenig Schlaf. Machen wir etwas falsch?


M. Holtschlag

M. Holtschlag

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Liebe Banana, Babys sind stark und man muss sich nicht immer gleich Sorgen machen. Für die Entwicklung der Kleinen ist es wichtig, zu gucken, wie sie in den Wachphasen ist. Ist sie konzentriert, kann sie sich auch mal alleine beschäftigen, wirkt sie zufrieden und glücklich? Wenn das so ist, wird sie sich auch mit wenig Schlaf weiter entwickeln. Um sie trotzdem darin zu unterstützen, dass sie auch mal in die für die Hirnentwicklung wichtigen Tiefschafphasen zu kommen, wäre es zunächst einmal gut, sie weniger elterngesteuert einschlafen zu lassen. Ich wiege die Kinder auch in den Schlaf, aber ich lasse sie den letzten Schritt vor dem Ablegen immer mitbekommen und sozusagen alleine gehen. Wie ich das genau mache, habe ich auf meiner Website unter Schlafberatungen beschrieben. Diese Beschreibung ersetzt natürlich keine persönliche Beratung in der man auch mal auf Details gucken kann. Auch ist es wichtig, am Tage nicht bei jedem kleinen Konflikt einzugreifen, sondern ihr auch mal Zeit zu geben, selber eine "Lösung" zu finden. Ich würde sie auch etwas früher hinlegen und die Interaktion insgesamt ein wenig entschleunigen. Dieses kleine Köpfchen ist noch unreif und braucht für die Reizverarbeitung, auch die in der Interaktion, oft mehr Zeit als wir denken. Last but not least würde ich sie konsequent massieren, auch das unterstützt die Kinder in der Verbesserung der Reizverarbeitung und das dabei frei gesetzte Oxytocin gibt sehr viel Ruhe und Kraft mit. Wie ich die Kinder mit Massage begleite, zeige ich gerne online. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Gelassenheit mit der Kleinen und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Margit Holtschlag


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