Frage: Nachtschlaf Horror

MichiMaus

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Hallo,  Ich bin sehr verzweifelt, unsere zwillinge 32+6 per Kaiserschnitt geholt sind mittlerweile 9 Monate "unkorriegiert",  sie waren eigentlich schon immer 10 Stunden Schläfer nachts, seit ein paar Tagen ist einer schon vor 5 wach und brabbelt und turnt im Bett, der andere Zwilling schläft im andern Zimmer aber auch ab 5 wach. In der Nacht ist es auch sehr unruhig und müssen 1x füttern, wir haben kaum noch Schlaf und sind seit Monaten am Limit. Die Tage jetzt brechen uns das Genick.  Machen wir etwas falsch? Wir bringen Sie meistens um 19 ins Bett, später ist nicht möglich. wenn Sie Müdigkeitszeichen zeigen, Augen reiben, gähnen, vorher machen wir schon ruhige Abendroutine, Licht im Wohnzimmer gedimmter, kein arges spielen mehr und so bald sie müde wirken, ab in Schlafsack, Abendfalsche und dann ins Bett. Sie schlafen tagsüber ca 3 Stunden mehr auf keinen Fall. Können wir irgendetwas verändern, oder ist das nur eine Phase? Wie muss ich den Schlaf betrachten und rechnen??? korrigiert oder unkorrigiert?Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe. Liebe Grüße 


M. Holtschlag

M. Holtschlag

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Liebe MichiMaus, für die Schlafbetrachtung gilt das korrigierte Alter, also 7,5 Monate. 3 Stunden Tagschlaf sind auch schon sehr gut, allerdings auf 2 Schlafphasen verteilt. Ja, und 2 Kinder sind einfach anstrengender als 1 Kind. Ich denke, dass die Kinder vor einem wichtigen neuen Entwicklungsschritt stehen, wie z.B. der Fortbewegung. das kann einen kleinen Menschen schon mal ganz schön umtreiben.  Ich habe den Eindruck, dass Sie glauben, dass Kinder durch Schlafentzug besser schlafen, das stimmt nicht. Tagschlaf fördert Nachtschlaf und ich persönlich bringe die Kinder immer etwas früher ins Bett, als ich das geplant hatte. Vielleicht brauchen die beiden auch noch eine Vorschlafruhe, einfach eine Pause im Kinderwagen bis 17.00 Uhr. Danach nur noch "langweilig" sein. Achten Sie auch noch mal genau darauf, wie engagiert Sie am Tage in der Interaktion sind und ob Sie die kleinen Krisen des Alltags auch mal erlauben. Kinder müssen sich auch mal etwas Luft machen dürfen, sollten dabei aber immer liebevoll begleitet werden. Wenn wir sie immer direkt abfangen, kann es sein, dass sie die Anspannung, die sie nicht loswerden konnten, mit in die Nacht nehmen. Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass Sie noch mal gucken, wie Sie selber am Tage mehr Ruhephasen finden und ob es etwas gibt, was Sie entlasten kann. Vielleicht spüren die Kinder auch, dass Sie am Limit sind, das kann sich gegenseitig hochschaukeln. Wie ich die Kinder ablege, habe ich auf meiner Website unter Schlafberatungen beschrieben. Gerne kann ich Ihnen auch eine persönliche Schlafberatung anbieten. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Ruhe, Kraft und Gelassenheit und natürlich ganz viel Freude mit den beiden. Herzliche Grüße, Margit Holtschlag


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