Lena_2309
Hallo, Meine Tochter 4,5 Monate schreit seit c.a. 4 Wochen vor dem Einschlafen. Leider wird das Schreien immer länger und stärker bis sie endlich dann mal einschläft. Egal was ich probiere...Wachfenster länger oder kürzer, Routinen, abgedunkelte Umgebung, weißes Rauschen, Nähe....etc. Es läuft immer alles gleich ab. Ich warte auf die ersten Müdigkeitsanzeichen (habe aber auch schon probiert sie davor hinzulegen) und versuche sie in den Schlaf zu stillen. In den Schlaf stillen hat zuvor eigentlich fast immer ohne Probleme geklappt. Sie dockt dann meist immer an und ab und findet nicht in den Schlaf. Ich lasse sie dann im Bett liegen und irgendwann fängt sie an zu quengeln und meckern...dann probiere ich es wieder...und immer so weiter bis sie dann letztendlich schreit. Ich habe auch schon versucht die Situation aufzulösen. Da wird sie dann irgendwann extrem aufgedreht und strampelt wild und lacht und schreit abwechselnd. Ich gebe mir wirklich mühe. Sie schläft bei mir im Bett und ich gebe ihr sehr viel Nähe. Es macht mich sehr traurig, dass ich es nicht schaffe sie ausreichend zu beruhigen, dass sie auch mal wieder ohne schreien in den Schlaf findet. Es ist außerdem egal ob der Tag aufregend oder langweilig war. Für paar Tage letzte Woche hat das Schlafen wieder super geklappt. Aber seit 3 Tagen jetzt ist es wieder Katastrophe und ich weiß einfach nicht weiter. Meist fängt sie schon an zu weinen wenn ich sie nur in das Bett lege. Als ob das für sie schon eine richtige Druck/Zwangsituation geworden ist. Hätten sie einen Tipp?
Liebe Lena, es sollte eine Mama nicht traurig machen, wenn sie ihr Kind vermeintlich nicht beruhigen kann. Kinder lassen ihre Gefühle immer dort, wo sie sich am sichersten fühlen. Darauf kann man sich etwas einbilden. Ausserdem ist ein Kind, was schreit, nicht traurig. Es macht sich Luft, weil es noch keine Worte hat, mit denen es erzähle könnte, was es alles erlebt hat. Wichtig ist es, dass wir einander in der gefühlsmäßigen Situation annehmen, in der sich unser Gegenüber gerade befindet. Nur so kann man lernen, was Empathie ist. Mir scheint es auch, dass Sie schon viele Strategiewechsel versucht haben, es dauert aber 2 Wochen, bis sich eine Routine einstellt. - Und es dauert 5 Minuten, bis ein kleines Kind eine Situation überhaupt versteht. Das bedeutet, versuchen Sie insgesamt langsamer in der Interaktion zu werden und deutlich mehr Pausen ein zu legen. Ausserdem bitte immer Ruhe bewahren und auch ausstrahlen und es nicht zu einem Konflikt auf Augenhöhe kommen lassen. Wir wissen einfach ein bischen mehr über das Leben als diese kleinen Menschen. Bitte überlegen Sie auch noch mal, ob Sie das Einschlafstillen so gestalten können, dass die Kleine den lezten Schritt in den Schlaf noch mitbekommt. Nur so kann man die Orientierung behalten. Von weißem Rauschen halte ich wenig, es ist einfach die falsche Konditionierung. Immer das gleiche Lied ist sehr viel einfühlsamer. Die Kleine lernt gerade sehr viel Neues, und das kann einen auch schon mal etwas überfordern. Meine Empfehlung wäre, am Tage mehr "Mini-Krisen" begleiten und nicht immer sofort eingreifen, um ihr so Zeit zu geben, selber eine Lösung zu finden. Dabei empathisch sein. Abends ab 17.00 Uhr sehr langweilig sein und mit dem schlafen legen rechtzeitig anfangen. Auf meiner Website habe ich im Blog einen Artikel zum trösten und weinen, vielleicht hilft der Ihnen auch weiter. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit der Kleinen und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Margit Holtschlag
cacaca
Liebe Lena, ich fühle mit dir-diesen Text hätte ich exakt vor 4 Monaten schreiben können. Bei uns war es Dauerübermüdung. Glaub mir, ich habe mich verrückt gemacht - analysiert - Tagebuch geführt - Selbstzweifel - Vorwürfe, usw. Es hat alles nichts genützt. Im Nachhinein hätte ich mir das Leben einfacher gemacht, wenn ich die Situation einfach so akzeptiert hätte. Und die kurzen Zeiten wirklich für mich genutzt hätte und mir nicht den Kopf darüber zerbrochen hätte, was ich nicht besser machen könnte....., Mit ~ 6 Monaten wurde es allmählich besser - Dauernuckeln und in den Schlaf weinen (aufgrund Übermüdung, Überreizung, wurde laaaangsam weniger...) Mittlerweile (8,5 Monate) klappt das abendliche einschlafen nach 15 Minuten. Das war ein langer langer Weg. Die Kleinen werden dann einfach "robuster" - ich bin mir sicher das wird sich bei euch auch legen. Versuch dir keine Vorwürfe zu machen, ich weiß das klingt einfacher als es ist. "Mutter sein ist nur für diejenigen schwer, die sich auch wirklich bemühen." Wünsch die von Herzen alles Liebe - und viel Kraft!
Lori08
Du bis nicht allein damit! Wir haben gerade genau das gleiche Problem. Auch ca. 4,5 Monate alt und sobald ich sie ins Bett lege, fängt sie an zu schreien, obwohl davor alles entspannt war und ich sie tagsüber problemlos im Liegen im Bett stillen kann. Meistens hilft dann nur noch auf dem Ball Wippen und beruhigen, bis sie fast eingeschlafen ist und dann im Halbschlaf Andocken und einschlafen. Es ist wie verhext. Könnte vielleicht auch die 4-Monats-Schlafregression sein?
Lena_2309
Hi Lori, Danke für deine Nachricht. Ja ich tippe auch auf die 4 Monats Regression... Tatsächlich ist es bei uns jetzt seit paar Tagen wieder besser und sie schläft wieder ohne schreien. Haben aber nix verändert...es ist wohl wirklich dann einfach eine Laune oder Stressabbau etc... Ich drücke euch die Daumen, dass bei euch die Phase auch bald ein Ende nimmt. Für mich ist/war das Geschrei leider sehr schlimm :(
Die letzten 10 Beiträge
- Tagsüber schlafen lieber im Bett oder mit Körperkontakt
- 18 Monate alt und fordert plötzlich wieder die Pre Flasche
- Mittagsschlaf 2,5 Jahre
- Schlimmer Schlaf seit Monaten..
- Organisation Tagschlaf 9 Monate
- Nächtliches Aufwachen
- Nächte sanft verändern
- stillkind nach Trennung über Nacht bei Vater
- Weinen bei jedem Aufwachen
- Nächtliches Weinen