Liebe Frau Holtschlag, ich habe eine Frage bezüglich unseres Sohnes, der 16 Wochen alt ist. Seit etwa der 8. Woche lässt er sich tagsüber kaum noch ablegen. Eine Ausnahme ist die Federwiege – diese klappt mal besser, mal schlechter. Allerdings schläft er dort immer nur maximal 45 Minuten, meist eher etwa 30 Minuten, also nie länger als einen Schlafzyklus. Zuvor hat er sehr gerne in seinem Nest geschlafen. Zusätzlich ist es so, dass er sich seit einigen Wochen in nahezu jedem Schlaf weinend oder schreiend in den Schlaf begleitet. Wir haben sowohl tagsüber als auch abends feste Einschlafrituale: Tagsüber wird er zum Einschlafen in eine Decke eingewickelt, der Raum wird abgedunkelt und ich summe ihm „LaLeLu“. Sein Kuschelesel begleitet ihn dabei immer. Wenn er tagsüber in der Trage schläft (zu Hause), wird der Raum ebenfalls abgedunkelt und auch hier wird „LaLeLu“ gesummt. Abends ist das Einschlafritual etwas ausführlicher. Die letzte Wachphase verbringen wir bereits abgedunkelt auf der Couch. Dort ziehen wir ihn aus und massieren ihm sanft die Beine (das ist das Einzige, was er dabei mag). Anschließend gehen wir in sein Zimmer und machen den Kuschelbär-Tonie an, der sehr ruhige Musik spielt und in sanftem Licht leuchtet. Danach geht es ins Bett: Er bekommt seinen Schlafsack an, wird ins Beistellbett gelegt und mit „LaLeLu“ in den Schlaf gesummt. Auch hier ist sein Kuschelesel dabei. Er schläft dann meist beim Einschlafstillen ein (was ich ursprünglich nicht wollte, sich aber so eingeschlichen hat) und schläft seit ein paar Tagen zumindest in der ersten Nachthälfte dann in seinem Beistellbett. Da unser Sohn insgesamt sehr viel schreit, waren wir bereits in einer Schreibabyambulanz. Dort wurde uns empfohlen, das Einschlafen sowohl in der Federwiege als auch im Beistellbett tagsüber weiterhin zu üben. Wie erwähnt, klappt die Federwiege, aber im Beistellbett schreit er so stark, dass ich ihn nach 10-15 Minuten wieder herausnehme. Danach schläft er meist in meinem Arm ein. Insgesamt schläft er tagsüber also entweder in meinem Arm, in der Federwiege oder in der Trage. Hier muss ich noch erwähnen, dass lediglich der erste Schlaf am Tag in der Federwiege gelingt. Nur die Schläfe mit viel Körperkontakt dauern länger (bis zu zwei Stunden), wobei meist auch nur ein Schlaf pro Tag länger ist (wir kommen tagsüber insgesamt auf eine Schlafdauer von ca.3 1/2 - 4 Stunden). Zudem schläft er nachts sehr unruhig und wird alle 2–4 Stunden gestillt. Ich versuche beim Aufwachen zunächst, ihn anderweitig zu beruhigen, aber meist steigert sich das Weinen so stark, dass ich ihn dann stille. Besonders unruhig ist er in der zweiten Nachthälfte. Nun zu meinen Fragen: 1. Haben Sie eine Idee, wie ich unseren Sohn tagsüber sanft daran gewöhnen kann, alleine bzw. ohne Körperkontakt zu schlafen? Und wie man dies behutsam Schritt für Schritt einführen kann? Und ab wann werden die Schläfe in der Regel länger als 30–45 Minuten? Zudem ist unser Sohn nach so kurzen Schläfen (ca. 30 Minuten) häufig sehr schlecht gelaunt und wirkt nicht wirklich erholt. Außerdem schläft er auch beim Autofahren oder im Kinderwagen meist nur etwa 30 Minuten. 2.Wie könnte man die Stillabstände nachts verlängern bzw. die Nächte insgesamt für unseren Sohn angenehmer gestalten? Tagsüber trinkt er nach Bedarf etwa alle 2,5–3,5 Stunden.  Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Herzliche Grüße