Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

13 Wochen und weint beim einschlafen immer kurz

Frage: 13 Wochen und weint beim einschlafen immer kurz

Himmelsbach

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Hallo Dr. Dotzauer, meine Tochter 13 Wochen versuchen wir seit einigen Tagen auf verschiedenen Weise tagsüber zum Schlafen zu bekommen. Was auch klappt jedoch weint sie dabei mehrmals kurzzeitig. Ich habe das Gefühl das sie Angst davor hat  Ging es denn so etwas bzw was können wir dagegen tun?  Danke 


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Guten Tag, Welche Erfahrungen Ihre Tochter mit dem Einschlafen bisher gemacht hat, was sie dabei erlebt und wie sie es integriert hängt von Ihrem Verhaltensangebot ab. Sie schreiben es klappt das Einschlafen, jedoch weint sie dabei mehrmals kurzzeitig. Weinen ist eine Ausdrucksform von Babys im Moment, wenn sie sich unwohl fühlen oder wenn sie sich aufregen, und das kann verschiedenen Ursachen haben. Für differenzierte Gefühle wie Angst oder Erwartungsangst braucht es ein reiferes Nervensystem und entsprechende Erfahrungen. Und ich glaube nicht, dass Sie die Einschlafsituation angstauslösend gestalten. So ist das Schreien eher als Abwehrschreien zu verstehen: Im Sinne von:"ich check nichts!" oder "ich will das nicht so". Meist kennen die Kinder den Weg nicht zur Entspannung und es gibt unterschiedliche Formen der elterlichen Co-Regulation. Bei Abstimmungsdifferenzen gelingt es primär nicht das Baby über das Wohlgefühl in die Entspannung zu führen, das Baby zeigt Abwehrverhalten zB überstreckt sich und weint. Wenn jetzt die Trage oder der begrenzende Arm dieses Abwehrverhalten verstärken, kann es in einen Machtkampf ausarten. Manchmal führt es trotzdem zum Einschlafen, manchmal nicht. Es ist dann eher zufallsgesteuert. Allerdings kann das Kind dann keine positive Erfahrung mit dem Schlaf verknüpfen. Meine Empfehlung an dieser Stelle ist es, nicht in einen Machtkampf einzusteigen und sich primär um das Wohlgefühl zu kümmern. Sollten dabei Unklarheiten aufkommen ist das Mittel der Ablenkung immer eine gute Idee. Eine veränderte Position, eine veränderte Stimme, veränderte Lichtsituation, oder ein Ortswechsel, ein Schnullerangebot oder notfalls nochmals zur Beruhigung stillen, können das Hineinsteigern in die Aufregung meist stoppen und es gibt eine neue Chance, sich dem Einschlafen zu widmen. Ich empfehle eine immer gleiche, positiv verknüpfte Einschlafroutine mit aufrechtem Tragen, singen und sanft bewegen, bis zu einem Signal der Entspannung. Dann erst langsam in die Ellenbeuge rutschen lassen und ohne Blickkontakt das Baby am Anfang einschlafen lassen, später schläfrig ablegen. Alles Gute dabei Daniela Dotzauer PS wenn es sich um nur kurzes Meckern handelt, ist das kein Problem.


Kathrinj

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Liebe Frau Dotzauer, wir haben das selbe "Problem". allerdings weint sie nur recht kurz (2 bis max 5 min) und dabei wechselt sich eher weinen und meckern ab. Dann schläft sie.  sie schreit sich also nicht in Rage... und findet ja irgendwie trotzdem zur Entspannung. Sollte ich trotzdem versuchen das zu vermeiden? Wir haben schon so ziemlich alles durch (gefühlt...) und sind ratlos... oder sind wir dann einfach schon zu spät mit unserer Routine? Obwohl sie vorher noch "glücklich" wirkte ... lg 


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