Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Umgang mit Säugling

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Frage: Umgang mit Säugling

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Hallo, ich hätte gerne mal Ihre Meinung zu folgendem Problem. Mein Sohn ist fast 4 1/2 Monate. Es ist mein erstes Kind und und anfangs habe ich noch sehr auf Ratschläge meiner Mutter gehört. Ihre Ansicht, dass man auch einen Säugling nicht so viel auf den Arm nehmen soll, teile ich nun nicht mehr und bereue es zutiefst, darauf gehört zu haben. Nun muss ich aber dazu sagen, dass mein Kleiner anfangs gar nicht auf den Arm wollte! Wenn er schlief, und das tat er anfänglich ja oft, ließ ich ihn schon liegen. Warum sollte man ihn dann auch hochnehmen? Wenn er schlief, habe ich ihn dann auch mal ein halbes Stündchen alleine gelassen, um Hausarbeit zu erledigen, in einen Babybjörn wollte und will er immer noch nicht. Da habe ich dann auch davon abgesehen, ein Tuch zu kaufen, da er ja scheinbar doch lieber im Bettchen oder im Laufstall lag. Später kamen auch noch Dreimonatskoliken und auch in der Zeit wollte er nicht so gerne auf den Arm. Ich weiß nicht mehr genau wann, aber es hat sich dann schlagartig geändert. Er schlief bei mir im Arm ein und seitdem wird er gerne hochgenommen. Ich finde das so sehr schön, meine aber, in der ersten Zeit viel verpasst zu haben. Zwei Tage nach seiner Geburt kam er wg. Gelbsucht für gut eine Woche auf die Kinderstation. Da waren wir leider auch schon nicht so dicht beisammen. Hat dieser KH-Aufenthalt und dieses "Nicht-Auf-Den-Arm-Nehmen bzw. -Wollen" Konsequenzen für die Mutter-Kind-Beziehung. Und warum will ein Säugling nicht auf den Arm? Streicheln und meine Nähe wollte er doch auch.


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Kasiline, die körperliche Nähe in der Neugeborenenzeit ist für Mutter und Kind; als natürlich auch für Vater und Kind essentiell. Ein neugeborenes kann seine Mutter an ihrem Duft erkennen. Schmusen, anschauen, kuscheln, tragen, beobachten, gemeinsam schlafen.... Flitterwochen pur für zwei, die sich gerade sehr ineinander verlieben. Ein neugeborenes, was in der Zeit der Schwangerschaft Enge, Grenzen, Schaukeln, die elterlichen Stimmen und Stimmungen etc. erlebt hat, sollte genau dies nach seiner weltlichen Geburt weitererleben dürfen. Sinneserfahrungen, die es erlebt hat, haben für das Kind natürlich einen hohen Widererkennungswert und dienen ihm als Orientierung "ankommen" zu dürfen. Sie hätten Ihr Baby lieber und öfter gerne bei sich gehabt.... Ihre Intuition hat Ihnen eigentlich das richtige Signal gegeben. Und genau diese Intuition sollten Sie ab jetzt pflegen. Hören Sie genau auf Ihr Baby und sich. Das Bauchgefühl wird immer von unschätzbarem Wert sein. Lassen Sie es zu. Ich höre heraus, dass Sie eigentlich so manche Stunde in Zweisamkeit wieder herbeisehnen würden. Haben Sie kein schlechtes Gewissen! Sie haben Ihrem Baby die Liebe und Zuwendung gegeben, die es brauchte... Denn ich denke nicht, dass Sie Ihr Baby haben stundenlang weinen lassen.... Und- nicht jedes Baby verlangt nach dauernder oder überschwenglicher körperlicher Nähe. Manche Kinder sind einfach keine innigen Traglinge, sondern brauchen erst einmal Raum, um sich entfalten zu können. Die Begleitung in dieser Zeit ist dann hauptsächlich die Ansprache, die gezielte punktuelle Berührung ( Streicheln, ggf. Massage...). Kein Baby wird durch eine kurzfristige Trennung während eines KH Aufenthaltes ein Trauma erleiden. Ihre Nähe während der Besuche hat Ihr KInd gestärkt und gespürt. Ihr Kind hat seine Bedürfnisse offenbar so eindeutig mitgeteilt, nämlich, dass es Raum für sich braucht, dass Sie sie erkennen und darauf eingehen konnten. Jetzt haben Sie offenbar einen Unterschied und ein eindeutiges Verlangen ihres Sohnes bemerkt und können ihm das geben, was er möchte. Wie gut- tun Sie das für sich beide! Grübeln Sie nicht mehr, sondern genießen nun IHRE Zweisamkeit in vollen Zügen und lassen sich nicht stören!! Viele Grüße von Katrin


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