Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Nachtschlaf = Katastrophe!

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Frage: Nachtschlaf = Katastrophe!

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Liebe Katrin, ich bin echt langsam am Verzweifeln! Ich weiß, das ist eigentlich nicht dein Gebiet und gehört auch nicht in dieses Forum, aber vielleicht kannst du mir trotzdem aus deinem Erfahrungsschatz heraus hilfreiche Tips geben. Seit Angelina (inzwischen 9 Monate alt) Mitte Dezember eine schwere Erkältung hatte - bei der ich es ja verstanden habe, dass die Nächte so katastrophal ausfielen, da die Hustenattacken sie aus dem Tiefschlaf rissen - schläft sie nachts nicht mehr durch. Erst habe ich es darauf geschoben, dass sie es von der Erkältung her gewöhnt war, mit in meinem Bett zu schlafen anstatt in ihrem eigenen zu liegen. Dann dachte ich, sie wird abends nicht richig satt, da sie nachts gierig ein Fläschchen getrunken hat und habe ihr zu ihrem Milchbrei 1/2 Butterbrot gegeben, aber es wurde nicht besser sondern schlimmer. Dann habe ich die Zähnchen als Auslöser gesehen, da sie vor 14 Tagen den 1. bekommen hat und inzwischen daneben auch eine Wölbung ist. Aber selbst das kann doch nicht Grund dafür sein, dass sie JEDE Nacht (meist zwischen 23.30 und 1.00 Uhr) plötzlich erst einmal putzmunter ist und es dann mindestens 1-2 Stunden dauert, bis sie nach ewigem Gewüte endlich wieder einschläft!!?? Sie ist einfach wach und auch friedlich brabbelnd und spielend, bis sie Müdigkeit nach ca. 1 Std. wieder kommt. Dann versucht sie einzuschlafen, und es gelingt einfach nicht. Streicheln, Schmusen, Flüstern, Schlummerlicht an oder aus... alles hilft ihr nicht, wieder in den Schlaf zu kommen! Nach ca. 15 Minuten bekommt sie dann Wut und wütet sich so wieder in den Schlaf. Aber das ist doch keine Sache - nicht für sie UND nicht dauerhalft für unsere Nerven ;-) Hast du so einen Fall schonmal gehabt? WAS kann ich tun, um den ehemals guten Nachtschlaf wieder her zu stellen? Im Prinzip geht´s ja schon los beim ins Bett bringen. Trotz Müdigkeit und Ruhe wird sie bereits da wild und wehrt sich wie verrückt - bis sie eingeschlafen ist - natürlich in meinen Armen, anders geht´s gar nicht. Ich hoffe, du hast einen hilfreichen Rat für mich und danke dir schon einmal! Lieben Gruß Sindy


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Sindy, bei Euch steht alles Kopf ! Ich kann Deinen Unmut nur zu gut verstehen... Angelina ( und ihr!) habt gerade sehr viel und zum ersten zu bewältigen gehabt. Diese vielen Faktoren, die Du schilderst, sind tatsächlich der Auslöser für die unruhigen Nächte. Die Flasche in der Nacht ist quasi der Strohalm an dem sich die kleine festhält, um zur Ruhe zu kommen. Ausserdem befindet sich Angelina, dummerweise kommt alles auf einmal, gerade in einer Phase, die den Nachtschlaf sowieso durcheinanderbringt. Mit ca.10 Monaten kommen die Kinder in einen Ablösungsprozess. Sie entwickeln sich, auch kognitiv, nun zunehmend ins Kleinkindalter. Nichts will verpasst werden, vieles allein gemacht und geübt, aber dennoch soll elterlicher Schutz bitte dann da sein, wenn er eingefordert wird. Auch der Übergang in den Schlaf, zunächst in die Entspannung, setzt die kleinen unter Stress. Quasi unter der Prämisse, dass sie nicht wissen, was sie erwartet.... Das Aufbäumen und herumwüten oft begleitet durch Weinen ist normal. Und die Kinder brauchen den Arm der Eltern, "merkwürdige" Einschlafrituale etc. Diese Gegebenheiten frustrieren Eltern dann ganz besonders, wenn im Nachschlagewerk vermerkt steht, dass Kinder wach ins Bett gelegt werden sollen, um dann allein einzuschlafen. Es gibt Kinder, die das offensichtlich auch tun. Aber eben nicht alle. Diese Kinder sind daher ggf. "unkomplizierter" beim Essen, in Trennungssituationen etc. Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen im Verhalten. Leider geht uns als Eltern der gestörte Schlaf am meisten an die Substanz. Dem Kind geht es gut dabei. Habt Ihr schon mal überlegt, dass Eure kleine beginnen sollte allein im Zimmer zu schlafen? So habt Ihr u.U. Chance auch unter dem zufriedenen Brabbeln weiterschlafen zu können. Hier braucht Ihr nicht zu reagieren. Wenn Eure Tochter bei Euch im Bett in dieser Wachepisode besser zur Ruhe kommt, dann nehmt sie zu Euch. Nein, Ihr müsst keine Angst haben, dass Ihr sie verwöhnt. Alle Kinder schaffen es früher oder später, im eigenen Bett zu nächtigen. Ehrlich! Aus eigener Erfahrung: Der grössere hat viel bei uns geschlafen und ist mit etwa 11 Monaten von jetzt auf gleich in sein Bett umgezogen. Und unsere kleine Maus schläft nur auf dem Arm ein, war eine Weile nachts auch putzmunter und schläft nun urplötzlich durch. Was geholfen hat? Nicht nachdenken, keine Ideale setzen, sondern einfach die Situation so hinnehmen. Je selbstverständlicher ich diese Eigenheiten hingenommen habe, desto besser konnte ich mit ihnen umgehen. Wir als Erwachsenen haben auch unsere Vorlieben, können sie nur selbstbestimmter einfordern.... Ausserdem-schaut mal, ob der Tagschlaf an sich ggf. zu lang ist? Die kleine sollte vor dem Nachtschlaf mind. vier Stunden wach sein. Dann fällt das Einschlafen an sich ggf. schon mal leichter. Ich hoffe für Euch, dass Ihr etwas umsetzen könnt. Viele Grüße von Katrin


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