Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Aufschrecken im Schlaf

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Frage: Aufschrecken im Schlaf

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Hallo, Liebe Katrin! Neuerdings schreckt mein Sohn( 13 Monate) im Schlaf wieder so auf, wie es nach der Geburt der Fall war(tut die Ärmchen und Beinchen vom Körper "wegstrecken", als ob er fällt...). Ist es normal? Bedanke mich schon im Voraus, und gleichzeitig nachträglich für die tollen Tipps für die Lösung zahlreicher anderer Kommunikationsschwierigkeiten zwischen mir und meinem Sohn!!!! :) Liebe Grüsse, Olesia


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Olesia, ich tippe auf den Nachtschreck in einer abgeschwächten Form: Dazu folgende Info: Was ist der Nachtschreck? Den Nachtschreck, manchmal auch Nachtterror genannt, haben etwa 15 Prozent aller Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren, obwohl ihn auch Babys im Alter ab neun Monaten haben können. Technisch gesehen werden sie von einem plötzlichen Hochfahren aus der Nicht-REM-Phase oder Nicht-Traumphase verursacht. Ein Kind in diesem Zustand weint, wimmert oder schlägt um sich. "Es sieht nicht verängstigt aus, aber es wirkt verwirrt", sagt Dr. Richard Ferber, Autor des Buches "Schlaf, Kindlein, schlaf". Wie unterscheiden sie sich von Alpträumen? Alpträume treten während der Traumphase (REM) auf. Ein Kind mit einem Alptraum hat eine klarere Vorstellung davon, was es erschreckt hat, obwohl es das, wenn es jünger als zwei Jahre ist, nicht artikulieren kann. Wenn es nur einen bösen Traum hatte, könnte Ihr Kind auch Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen haben und sich am nächsten Morgen an das Ereignis erinnern. Wie lange hält der Nachtschreck an? Ein Schreck kann zwischen zwei und 30 Minuten anhalten. Ein Kind in diesem Zustand lässt sich nicht beruhigen. Das kann für Eltern sehr beängstigend sein, wenn selbst wiederholte Beruhigungsversuche nicht wirken. Wie soll ich mich verhalten? Natürlich wollen Sie Ihrem Kind Geborgenheit vermitteln, aber das reicht nicht. Ihr Schatz hängt zwischen zwei Schlafphasen fest - deshalb können Sie ihm entweder eine Flasche Milch anbieten, so dass es wieder in tiefen Schlaf sinken kann. Oder Sie nehmen es aus dem Bett und tragen es in einen anderen Raum, wodurch es geweckt werden könnte. Wenn keine dieser Methoden funktioniert, dann - so sagen Experten - muss man sich daran erinnern, dass das Kind nicht wirklich wach ist. Obwohl es schmerzlich ist, seinen kleinen Liebling in diesem aufgelösten Zustand zu sehen, dringen Ihre Beruhigungsversuche gar nicht bis zu ihm durch - es kann sogar sein, dass Ihr Kind Ihre Anwesenheit nicht einmal bemerkt. Was soll ich tun, wenn es passiert? Am besten setzen Sie sich in die Nähe Ihres Kindes und warten, bis der Schreck vorbei ist. Alternativ können Sie versuchen, Ihr Kind in einen anderen Raum - oder nach draußen zu tragen, wo die Temperatur eine ganz andere ist. Das kann Ihr Kind in eine leichtere Schlafphase versetzen. Innerhalb von 15 bis 20 Minuten sollte sich Ihr Kind beruhigen, aufwachen oder wieder in tiefen Schlaf sinken. Am Morgen wird es sich an den Vorfall nicht erinnern, und Sie sollten das Thema auch nicht anschneiden. Wie kann ich mein Kind schützen? Sie können Schritte im Vorfeld unternehmen. Kinder, die sehr aufgekratzt oder übermüdet ins Bett gehen, leiden eher unter Nachtschreck als andere. Babys unter einem Jahr brauchen 13 bis 14 Stunden Schlaf, inklusive zweier Tages-Schläfchen. Älteren Kindern reichen neun bis zehn Stunden in der Nacht und eine Stunde Mittagsschlaf. Um sicherzugehen, dass Ihr Kind genug Schlaf bekommt, lassen Sie es entweder morgens länger schlafen oder bringen Sie es früher zu Bett. Sorgen Sie für eine Reihe beruhigender Bettgeh-Rituale, wie Badezeit, Lieder, Vorlesegeschichten und viele Umarmungen. Da Nachtschrecken häufig in der ersten Nachthälfte auftreten, zwei bis drei Stunden nach dem Einschlafen, können Sie Ihr Kleines etwa 15 Minuten vor so einem Ereignis sanft wecken. Das sollte seine Schlafgewohnheiten ändern und den Nachtschreck davon abhalten, in den sanften Schlummer einzudringen. Viele Grüße von Katrin


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