Rund um die Erziehung

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Geschrieben von yuri06224 am 15.04.2008, 18:56 Uhr

Brauche Unterstützung beim Trockenwerden...

... von Mamas, die ihren Kindern auch den Zeitpunkt selbst bestimmen lassen wollen. Unser Sohn ist gerade 3 geworden und war ganz begeistert vom Pipi-Machen auf dem Töpfchen, ab und zu auch auf Toilette. Nachmittags wollte er sogar schon ohne Windel laufen. Wir dachten: super, klappt ja toll, jetzt will er's selbst. Nur leider hat sich das jetzt wieder 'in Luft aufgelöst', er will nicht mehr auf's Töpfchen, will unbedingt die Windel, sagt, er hätte keine Lust. Aber ich merke genau, dass er merkt, wenn er muss. Habe so ein bißchen das Gefühl, für ihn ist es bequemer mit Windel. Kennt ihr das und habt ihr Tipps, wie wir ihm 'helfen' können? Danke!

 
9 Antworten:

Widerspruch

Antwort von KarinF am 15.04.2008, 21:11 Uhr

Dein Beitrag ist ein Widerspruch.
Er soll selber entscheiden, aber Du bist mit seiner Entscheidung nicht zufrieden und deswegen willst Du ihn manipulieren ("helfen"). Also doch keine eigene Entscheidung.

Mei, die Windel ist halt bequemer. Kann schon sein, daß ihn die Toilette nicht reizt da er jetzt weiß wie es geht. Also wird er wahrscheinlich erst dann selber entscheiden auf die Windel zu verzichten wenn die Scham zu groß ist - also wahrscheinlich dann erst mit dem KiGa oder wenn Nachbarskinder sich lustig machen.
Oder Du machst sanften Druck und motivierst ihn z.B. durch Sternchenkarten mit Belohnungen für jeden trockenen Tag (bzw. halben Tag).

vielleicht findet er auch die Gummiwindeln (die man selber hoch/runterziehen kann) interessanter.

Aber werd dir erst einmal klar was Du willst: ihn selber entscheiden lassen oder ihm Deine Entscheidung durch Manipulation aufdrücken. ich halte letzeres persönlich für nicht verwerflich. So läuft das Leben.

Servus
karin

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was jetzt...

Antwort von susannez am 15.04.2008, 21:55 Uhr

...darf er den Zeitpunkt nun selbst bestimmen oder doch nicht?

Und Entwicklungsschritte kommen mit der entsprechenden Reife des Kindes - die einen reifen früher die anderen später, die einen gleichmäßig die anderen ungleichmäßig...die einen mit 2 die anderen mit 4 Jahren.

LG

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Re: Brauche Unterstützung beim Trockenwerden...

Antwort von stetibi am 15.04.2008, 23:08 Uhr

Da hat er sich was zugetraut und geschafft. Und dann gezaudert: nee, lieber doch nicht, ich bin doch noch soo klein ...
Prompt wird dem Zaudern stattgegeben: bitteschön, hier ist deine Windel wieder.
Wenn dir das nichts ausmacht, okay. Aber du wolltest ja Tipps, wie du ihm helfen kannst. Auf die Windel zu verzichten, nehme ich an.
Also willst du es ja doch nicht ihm selbst überlassen, sondern "nachhelfen".
Dann steh doch dazu, sei nicht so unentschlossen wie dein Kind. Lass die Windel getrost Geschichte sein und gib keine Schützenhilfe mehr für Rückschritte.
Ich hab's glaub ich schon öfters gesagt: wenn ich höre, einem Dreijährigen wird noch wie einem Baby ein Töpfchen angeboten (die können in dem Alter lässig alleine ihren Pullermann auspacken und im Stehen ins Gebüsch strullern) sträubt sich bei mir alles. Vor lauter Panik, die Kinderseele zu kränken wird auf Teufel komm raus jedes Zögern als folgenschwer hochkristallisiert. Ich kann das nicht nachvollziehen, zu "warten bis es von selber kommt." Kinder lernen trockenwerden nicht von alleine (ok. dann spätestens zwangsläufig durch Nachahmen ihrer Altersgenossen irgendwann), genausowenig wie später das Alphabet - wieso ist in letzterem Fall Förderung und Anleiten zum Lernen korrekt und wird beim selbstständig pieseln so ein Riesendrama daraus gemacht?
Toilette ist Zivilisation, keine "natürliche" Entwicklung. Wieso nicht heranführen?

.... Entschuldigung, ich hab mich verquasselt. Du wolltest einen Tipp.
Meiner lautet: Windeln weg, Thema beerdigen und damit weiterarbeiten, was dann passiert.

LG, Stefanie

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Re: Brauche Unterstützung beim Trockenwerden...

Antwort von yuri06224 am 16.04.2008, 8:56 Uhr

Ja, jetzt beim nochmaligen Lesen wird es mir auch bewusst, was ihr schreibt... Und wenn ich ehrlich bin, bin ich mir tatsächlich ziemlich unsicher, was das richtige ist. Für mich bedeutete 'Selbst den Zeitpunkt bestimmen' bisher eigentlich nicht 'den Zeitpunkt bestimmen, wann die Windel nicht mehr zum Einsatz kommt', sondern 'wann man merkt, dass pipi kommt, um dann auf die Toilette zugehen', d.h. ich wollte ihn nie dazu bringen, aufs Töpfchen zu gehen, wenn er selbst es nicht signalisiert, dass er körperlich dazu in der Lage ist.
Jetzt beim Lesen Eurer Beiträge klingt beides logisch: 1. ihn entweder in Ruhe lassen und warten, bis er selbst keine Windel mehr braucht, oder 2. ihn sanft dazu bringen, auf die Toilette zu gehen. Und ganz ehrlich - ich bin echt hin- und hergerissen, auch wenn das jetzt dumm klingt, aber genau wie stetibi schreibt: man will seinem Kind ja nichts aufdrängen, auf der anderen Seite will man ihn unterstützen. Normalerweise tue ich mich nicht so schwer, weiß auch nicht, weshalb ich dieses Thema so schwierig finde. Gehört wahrscheinlich in die Schublade: Eltern wollen nie etwas falsch machen...

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Re: Brauche Unterstützung beim Trockenwerden...

Antwort von pittiplatsch80 am 16.04.2008, 8:59 Uhr

hm.also ich finde trocken werden ist nicht ausschl. ein körperlicher schritt,sondern auch ein emotionaler.... viell.hat dein sohn auch irgendwie bedenken bekommen,dass ihr es nun immer von ihm erwartet ,viell. ist er einfach noch unsicher...

dass ein "in der eigenen k...e sitzen" bequemer ist,als kurz auf toi zu gehen" lassen wir mal dahingestellt :0)

und warum ein kind das nur von "altersgenossen" lernen soll,ist mir schleierhaft. wir haben unsere schon als baby auf die toi mitgenommen,ganz normale sache,die kennt das und weiß,wofür alles da ist. die will sogar schon draufsitzen,obwohl gar nix kommt (und sie auch noch nicht zurückhalten kann)...einfach aus der nachahmung heraus. so funktioniert sozialisation eigentlich meist :0)

auch das alphabet kann man erst "erlernen" ,wenn man die dazugehörige geistige reife (und den willen dazu) hat...


glg pitti

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Re: Warum haltet ihr eure Kinder immer so Klein?

Antwort von Pampersmami am 16.04.2008, 9:15 Uhr

Für meinen Sohn ist es von Anfang an normal gewesen auch mal im Bad zu sein wenn wir auf Toilette gegangen sind. Er hatte nie ein Töpfchen und tagsüber trocken war er mit 2 1/2. Aber ich mach auch nicht so ein Geschrei darum wenn ICH aufs Klo gehe und Kinder wollen GROß werden, Dinge die für uns normal sind ,übernehmen sie automatisch! Es heißt nicht umsonst man braucht seine Kinder nicht erziehen, die machen einem sowieso alles nach! Also nur Mut, frei nach dem Motto: Mensch du bist jetzt ein Großer Junge! Wenn ich meinen auf`s Töpfchen packen würde mit seinen 31/2 der würde mich für verrückt erklären!

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Re: Brauche Unterstützung beim Trockenwerden...

Antwort von heike-su am 16.04.2008, 12:18 Uhr

Hallo,
bei unserer Großen war es ähnlich. Zunächst war sie ganz begeistert von Töpfchen gehen, hat auch gut geklappt. Dann, von einem Tag auf den anderen: Töpfchenverweigerung.
Wir haben sie gelassen und zwei Monate später ging es wieder von ganz alleine - ohne Druck o.ä.
Ich habe bei unseren Kindern schon häufig beobachtet, dass bereits gelernte Fertigkeiten auf einmal wieder "vergessen" werden (sei es Brot schmieren, Strümpfe anziehen o.ä.). Das dauert dann einige Zeit, aber dann sind sie wieder da. Die Kinder scheinen in dieser Phase mit anderen Dingen beschäftigt zu sein und daher werden einige Fertigkeiten zunächst vorübergehend "ausgelagert".
Ich würde ihn lassen, er kommt schon von ganz alleine wieder drauf.
LG
Heike

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Tabuthema?

Antwort von MM am 16.04.2008, 15:32 Uhr

Du schreibst: "Normalerweise tue ich mich nicht so schwer, weiß auch nicht, weshalb ich dieses Thema so schwierig finde."

-> Ich glaube es ist deshalb, weil ao ein komisches Tabu daraus gemacht wird (so mein Eindruck zumindest in Dtl.)

Kinder werden nicht gefragt, ob sie mit 1 Jahr in die Krippe wollen - das wird ihnen einfach "zugetraut" dass sie das abkönnen, ihnen wird zugetraut mit 4 allein draussen zu spielen (alles hier ausm Forum) und was weiss ich was alles, ABER beim Trockenwerden darf man um Himmelswillen nichts tun (auch mit 3 Jahren nicht), ist alles gleich Manipulation und schädlich :-/, das können sie dann auf einmal überahupt nicht "ab", ohne nen Knacks weg zu bekommen...

Ich finde das absurd, aus dem Thema künstlich so eine Ausnahme zu machen, an die man nicht rühren darf!
Klar kann und sollte man sein Kind beim Trockenwerden unterstützen und¨auch ermutigen, wenn es zögert (ebenso wie bei anderen Entwicklungsschritten).

Naja, ist halt meine Meinung und Erfahrung.

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Re: Warum haltet ihr eure Kinder immer so Klein?

Antwort von yuri06224 am 17.04.2008, 9:33 Uhr

Wir haben es auch immer so gehalten, er ging mit (meist Mama) zur Toilette, er wollte ja sowieso überall dabeisein. Von daher weiß er auch schon lange, was dort gemacht wird. Haben auch nie irgendetwas and die große Glocke gehängt, und als er mit 3 plötzlich meinte, ich will Pipi auf dem Töpfchen machen, fanden wir das toll, weil er es ganz allein gemacht hat. Und er findet auch die kleine Leiter super, mit der er selbst auf die Toilette gehen kann. Wir waren sogar schon einkaufen ohne Windel. Nach 2-3 Std. wollte er aber immer wieder seine Windel. Fand ich auch ok so, weil ich annahm, jeden Tag ein bißchen mehr. Aber nun hat er völlig das Interesse verloren, und das verunsichert mich ein bißchen.

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