Christiane Schuster

Tochter, 18 Monate, trotzt und weint

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,

ich überlege seit einigen Tagen hin und her, wie ich meine Tochter. 18 Monate, unterstützen kann. Sie ist ein fröhliches, neugieriges, wenig ängstliches und bestimmendes kleines Mädchen, dass vor einigen Zeit das Wörtchen "Nein" mit all seiner Bedeutung kennengelernt hat. Seit nunmehr 2 Wochen hat sich hier ein alltäglich wiederkehrender kleiner Kampf entwickelt, der mir ein wenig an die Substanz geht, gerade weil ich nicht weiß, wie ich ihr helfen und "das Problem" für uns alle gut lösen kann.

Situation 1
Das Wickeln. Wenn ich Tochterkind frage, ob wir wickeln gehen oder nur sage, dass wir das jetzt machen, sagt sie verzweifelt "Nein, nein, nein", rennt weg, macht sich steif, wenn ich sie hochheben will, weint und wehrt sich. Wehrt sie sich so toll, dass ich sie nur festhalten könnte, indem ich ihr weh tue, setze ich sie vorsichtig auf den Boden, bleibe bei ihr, frage was los ist. Aber natürlich ist sie in ihrer sprachlichen Entwicklung noch gar nicht soweit, das auch auszdrücken. Wickeln tue ich nur noch im Stehen, da sie auf der Wickelkommode nur kurz, wenn überhaupt, liegenbleibt und sich ansonsten dreht und wendet. Ist die Windel ab, geht es plötzlich besser. Auf die Kommode legen darf ich sie trotzdem nicht. Ich spreche schon mit ihr und sage, dass die Windel gewechselt werden muss und das jetzt eben nicht anders geht.

Situation 2
Das Essen.
Sie war bisher eine gute Esserin, die alles aß, was man ihr anbot. Da war ich in dem letzten halben Jahr wohl etwas verwöhnt. Inzwischen ist es oft so, dass sie ihren Teller (z.B. morgens mit einer halben Schnitte und etwas Obst - von ihr ausgewählt) verweifelt "Nein"-sagend weit von sich wegschiebt und auf das ein oder andere zeigt, was sie stattdessen haben will. Wenn wir ihr sagen, dass sie etwas anderes haben kann, wenn sie z.B. die halbe Schnitte isst oder das Stück Apfel, weint sie toll und verzweifelt. Ich spreche dann kurz zu ihr, versuche ruhig zu erklären, nehme sie dann häufig aus dem Stuhl auf den Arm und laufe ein wenig herum. Sie beruhigt sich dann häufig auch, wobei es zurück am Tisch weitergeht.

Ist das nur eine Phase, vielleicht ein Entwicklungsschub? Im Kindergarten (sie geht seit 2 Monaten täglich 7 1/2 Stunden hin) klappt beides wunderbar. Wie kann ich sie unterstützen?

Schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

von Mansany79 am 28.07.2011, 16:42 Uhr

 

Antwort auf:

Tochter, 18 Monate, trotzt und weint

Hallo Mansany79
Bitte sagen Sie Ihrer Tochter erst gar nicht, dass sie nun gewickelt wird. Achten Sie darauf, dass sie nicht gerade in ein Spiel vertieft ist, nehmen Sie sie an die Hand und gehen Sie mit ihr ins Bad. Dort wickeln Sie Ihre Tochter möglichst im Stehen und mit Höschenwindeln, da kaum ein Kind ihres Alters noch freiwillig nahezu bewegungs- und beschäftigungslos auf dem Wickeltisch liegen mag.
Bitten Sie darum, dass Ihnen geholfen wird (frische Windel, Waschlappen o.Ä. halten), damit ihre Tochter möglichst schnell wieder spielen gehen kann.

Mag Ihre Tochter am gemeinsamen Frühstückstisch mal nicht essen, essen Sie bitte selbst weiter mit Genuss und beachten Sie das sich immer wieder mal verändernde Eßverhalten Ihrer Tochter nicht weiter. Ein gesundes Kind verhungert nicht an einem gedeckten Tisch.
Mag Ihre Tochter besonders morgens kein Brot essen, bieten Sie ihr doch mal ein Müsli an.
Achten Sie zusätzlich bitte darauf, dass Ihre Tochter zu den Mahlzeiten nicht noch (schon) zu müde zum Essen ist, was für Kleinkinder höchste Konzentration bedeutet.

Diese Entwicklungs-Phase geht umso schneller vorüber, je weniger Sie Ihre Tochter unter Druck setzen etwas erledigen zu MÜSSEN.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 29.07.2011

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