Christiane Schuster

Einschlafen ohne Brust? Und Schlafenszeit, sowie allein spielen. Länger Text.

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo.
Gerne auch an alle Mütter. VIelleicht habt ihr auch ein paar Tipps für mich?

Mein Sohn (4 1/2 Monate) schläft zur Zeit nur mit Brust ein. Jetzt hatten wir ihn am vergangenem WE das erste Mal eine Nacht bei seiner Oma Petra gelassen. Angeblich hätte er zwar geweint, wäre dann aber auf der Couch "problemlos" eingeschlafen.

Nun kenne ich das von meinem Sohn ganz anders.
Er schläft, zum Teil auch aus Platzgründen, in seinem eigenem Bettchen bei uns im Schlafzimmer. So weit, so problemlos.

Bisher ging er immer so um ca. 23.00 Uhr ins Bett und schläft zu 98% seine sechs bis sieben Stunden durch. Dann will er stillen und schläft nochmals bis um ca. 9.00 - 9.30 Uhr (in unserem Bett mit uns, oder auch mal allein). Mittags schläft er unterschiedlich von 12.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr meist eine bis zwei Stunden.

Wir haben bisher das Ritual gehabt, dass wir ihn frischmachen, umziehen und je nach Laune von ihm, noch ein wenig strampeln lassen. Dann habe ich, oder sein Papa, ihn rübergetragen und mit Kerzenlich und seiner Sternenleuchtspiel- Uhr in unser Bett gelegt, wo ich ihn dann gestillt habe, bis er eingeschlafen ist (kann sich schon mal bis zu einer Stunde hinziehen...). Danach wurde er in sein Bettchen gelegt.

Nun hat sein Vater schon mehrfach den verständlichen Wunsch geäußert, ihn, wenn er abends zuhause ist (er arbeitet Schicht, könnte ihn also nur eine Woche lang richtig ins Bett bringen, mit seiner derzeitigen Schlafenszeit), in Bett zu bringen.
Da ich auch gerne mal wieder etwas Zeit für mich und den Haushalt hätte, haben wir es schon mehrfach versucht, aber Alex hat solange geschrieen, bis ich ihn angelegt habe, oder er vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Das dies keine Lösung ist, wissen wir beide.

Was können wir tun, damit er auch ohne Brust (Flasche verweigert er uns ziemlich rigoros und komplett) einschlafen kann? Und wie können wir es schaffen, dass er früher als 23.00 Uhr ein- und durchschlafen kann?
Wir wollten langsam das Ritual einbringen, dass wir ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und mit ihm kuscheln. Er soll bald seinen Abendbrei bekommen, das wäre für uns der Zeitpunkt, das Ritual einzuführen, bzw. dementsprechend abzuändern.

Das gleiche gilt auch für seinen Mittagsschlaf. Wenn er denn schläft, dann nur auf meinem Schoß und mit der Brust. Lege ich ihn ab, dauert es maximal zehn Minuten und er ist wach und mault/schreit. Müde wäre er aber immer noch, denn wenn ich mich wieder mit ihm hinsetze, sucht er die Brust und schläft dann wieder ein.

Ich möchte nicht abstillen, aber doch wieder etwas flexibler werden können, damit ich wieder etwas Zeit für mich habe. Abpumpen ist kein Problem, aber Flasche nimmt er nur von anderen als uns beiden an. Und das auch nur mit Protest, wenn ich in der Nähe bin.


Und dann ist da noch das Problem, dass er sich gar nicht allein beschäftigen möchte. Können tut er es schon, aber er will es nicht. Gerade jetzt ist es auch wieder so.
Er liegt auf seinem Spielteppich unter einem Spieltrapetz und schreit, bzw. mault. Das kann er solange, bis man wieder mit ihm spielt. Also direkt bei ihm ist und nichts anderes macht, als sich mit ihm zu beschäftigen.
Während dem schreien spielt er aber mit seinem Spielzeug und schaut immer wieder, ob wir, bzw. ich nicht doch nach ihm schauen und zu ihm kommen. Eigentlich möchte ich ihn nicht schreien lassen, aber er hört einfach nicht auf! Egal, ob man mit ihm redet, ihn ignoriert, er allein ist oder man in Sicht-/ Hörweite. Schreien, bis er voller Mittelpunkt ist, das ist seine Devise. Er hat keinen Hunger, keine Schmerzen oder ähnliches. Das weiß ich alles ganz sicher.
Ich habe es schon mit erklären versucht, dass er doch schon groß ist und Mama auch mal etwas ohne ihn essen muss/tun muss. Nichts hilft.
Es ist fast immer noch so schlimm, wie vor einiger Zeit, wo ich Sie schon mal darauf angesprochen habe. Wippe/Maxi Cosi will er nicht, bleibt auch nur drin, wenn man ihn festschnallt und/oder bewegt. Damit meine ich aber nicht das wippen, sondern rumtragen oder Autofahren.
Ebenso gehen auch Tragetuch, bzw. Tragesitz a´la Manduca gar nicht. Nur auf dem Arm auf meiner Hüfte, bzw. Schultern bei Papa, wenn er da ist.

Was können wir tun, ohne "Gewalt" (damit meine ich auch schreien lassen) anzuwenden? Denn seine Oma Petra meint, wir sollten ihn schreien lassen, bzw. in einem anderem Zimmer mit seinem Spielzeug alleinlassen. Oder auch mal einen Klaps auf seine Windel geben. All das möchte ich nicht, denn das ist für mich eine Form von "Gewalt".
Jetzt ist es aber so, dass alles, was ich in dieser Hinsicht zu meiner Schwiegermutter, teilweise auch meinem Mann sage, einfach nur "Mist" und/oder nicht wahr ist, oder gar nicht erst zugehört wird und sein/ihr Ding durchgezogen wird. Wenn ich mich nicht an ihre Tipps bzw. Methoden halten würde, würde mir mein Sohn ja nur auf der Nase rumtanzen und sein derzeitiges Verhalten wäre ja schon das beste Beispiel. Ich wäre zu weich und nicht erziehungsfähig und so weiter und so fort.

Was würden Sie mir raten? Was könnte ich tun, denn so langsam will und kann ich die Situation so nicht mehr ertragen.
Sorry für den langen Text und das Jammern. Und Danke schon für die Antwort(en)!!

Liebe Grüße, Serenade

von Serenade am 08.11.2011, 15:12 Uhr

 

Antwort auf:

Einschlafen ohne Brust? Und Schlafenszeit, sowie allein spielen. Länger Text.

Hallo Serenade
Bitte versuchen Sie einmal Ihren Sohn bereits zu stillen BEVOR Sie ihn während eines Einschlafrituals in sein Bett rübertragen.
Legen Sie ihn bereits gegen 20.00Uhr in sein Bett, überlassen Sie ihm dort ein nach Ihnen duftendes Schnuffeltuch, 1-2 Kuscheltiere und ziehen Sie ihm dann die Spieluhr, bzw. ein Musikmobile auf, bzw. stellen Sie sanfte Musik an.

Lassen Sie dann die Zimmertüre Ihres Sohnes angelehnt, sodass Sie ihm immer mal wieder ein paar tröstende Worte zurufen können, die ihm Sicherheit vermitteln.

Probieren Sie zusätzlich eine andere Schlafposition aus und gönnen Sie ihm einen kuscheligen Schlafsack.
Tagesüber wird er bestimmt zufrieden sein, wenn Sie ihn in einer Tragehilfe tragen, sodass Sie gleichzeitig die Hände frei haben um notwendige Arbeiten zu erledigen.

Alleine beschäftigen können sich die Kleinen in diesem Alter noch nicht. Darum empfehle ich Ihnen ihn (in der Tragehilfe) zu tragen oder ihn in Ihre unmittelbare Nähe in ein gemütlich wie ein Spielzimmer (mit weichem Spielzeug) eingerichtetes Laufgitter oder Reisebett zu legen. Weint er dort, können Sie ihn umgehend mit tröstenden Worten oder durch Reichen eines Spielzeugs ablenken, wenn Sie beobachten, dass es sich um ein Weinen aus Wut handelt. Angst kann er in Ihrer Nähe nicht haben und evtl. Schmerzen werden Sie sicherlich beim behandelnden Kinderarzt abgeklärt haben?

Bitte klapsen Sie Ihren Sohn keinesfalls und lassen Sie ihn nicht schreien. Er versucht "nur" seine Bedürfnisse ohne irgendwelche Hintergedanken zu befriedigen.
Dazu benötigt er Ihre Hilfe.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 09.11.2011

Antwort auf:

Einschlafen ohne Brust? Und Schlafenszeit, sowie allein spielen. Länger Text.

Danke für doe schnelle Antwort! Das mit dem Stillen vor dem Ins-Bett-bringen werde ich mal ausprobieren. Vielleichts klappts ja mit der Zeit.
Mit dem um 20.00 Uhr ins Bett bringen haben wir auch schon probiert gehabt. Er bleibt dann einfach maulend wach, bis er um ungefähr 23.00 Uhr (mit Brust) dann einschläft. Ein T-Shirt von mir hat er immer im Bett, sonst würde er es nicht akzeptieren.

Jegliche Form(en) von Tragehilfe lehnt mein Sohn ab. Es geht wirklich nur auf meinem Arm oder Papas Schultern.
Habe es schon ausprobiert. Das einzige, was er annimmt, ist ein Gestell mit Alu-Rohren, wo man ihn auf den Rücken tragen kann. Aber auch nur, wenn wir damit draußen unterwegs sind. In der Wohnung nicht. Zeitweilig bleibt er auch mal in seinem Hochstuhl mit Sitzverkleinerer, aber auch nicht lange ohne Maulen.

Einen Schlafsack hatten/haben wir von Anfang an gehabt, denn unser Sohn dreht sich in seinem Bett und käme damit unter die Decke. Er zieht sich zwar schon Tücher o.ä. vom Gesicht, aber Nachts macht mir das einfach Angst.
Und eine andere Schlafposition außer auf dem Rücken akzeptiert er nicht, er dreht sich dann selbst um. Egal ob vom Bauch oder von der Seite. Auch mit Abstützungen bzw. "Lagerungskissen" legt er sich auf den Rücken. Noch kommt dazu, dass ich schwerhörig bin, und ihn erst höre, wenn er schreit, aus/in einem anderem Zimmer. Mein Babyfon vibriert auch nur, wenn er etwas lauter ist.

Einen Laufstall können wir aus Platzgründen nicht aufstellen. Darum auch von Anfang an der Spielteppich.
Viele der Ideen und Tipps haben wir selbst schon ausprobiert. Langsam wissen wir wirklich nicht mehr weiter.

Danke jedenfalls für die Antwort!!

Liebe Grüße, Serenade

von Serenade am 09.11.2011

Antwort auf:

Einschlafen ohne Brust? Und Schlafenszeit, sowie allein spielen. Länger Text.

hallo Serenade,
da die Frage ja auch an andere Mütter gerichtet war, gebe ich nun auch mal meine Erfahrungen dazu: um unseren ersten Sohn haben wir uns pausenlos gekümmert, den Haushalt habe ich gemacht, wenn er geschlafen hat-ja das war/ist mehr als nur anstrengend, wenn man nach Zeit für sich selbst lechtzt.aaaaaber, er war mehr als nur ausgeglichen-und ist es immer noch.das lag dann wohl daran
unseren 2.Sohn, der auf die Welt kam, als der Große knapp älter als ein Jahr war, habe ich nicht so "verhätschelt", wie meine Schwiegermutter sagen würde.er musste sich oft (auch schon als mini-Baby) "allein beschäftigen.natürlich kann er das noch nicht bis zu nem bestimmten Alter und die Quittung war, dass ich sehr sehr oft ein quengeliges, maulendes Kind hatte.
ich habe dann umgelenkt und mich sehr intensiv mit ihm befasst, wenn sein großer Bruder geschlafen hat oder mit Papa unterwegs war.
man muss das wirklich nicht den ganzen Tag tun, aber den Löwenanteil der Zeit braucht ein Kind für sich.
unserer hat es sehr schnell gedankt, wenn man so will, und war viel ausgeglichener..auch, wenn er dann mal nur neben mir war, wenn ich z.B. das Mittagessen vorbereitet habe.ich habe mit beiden Kindern erzählt nebenbei, der Große hat schon einbisschen mitgewirkt beim Essen vorbereiten (also leichte Sachen wie Gemüseschalen in den Mülleimer werfen) und mit dem Kleinen habe ich Faxen gemacht, während er mir vom Babysafe aus zugeschaut hat, viel erzählt und ab und an ein neues Kuscheltier oder Gemüsestück/Brotstück/Pappkarton zum Erkunden gereicht.

vielleicht hilft das auch bei deinem kleinen Schatz, auch wenn das Hauptproblem vllt das Schlafen ist.
lass dich von deiner Schwiegermutter nicht irre machen, Gewalt hat in der Erziehung genausowenig verloren wie die abartige Variante Schreienlassen.

gib deinem Kind das, was es braucht und du bekommst soooo viel zurück.
viele liebe Grüsse Nika

von mama-nika am 06.07.2015

Antwort auf:

Einschlafen ohne Brust? Und Schlafenszeit, sowie allein spielen. Länger Text.

achso...ich habe eben erst gelesen, dass du schwerhörig bist.ich persönlich würde da das Familienbett vorziehen.wäre das nichts für euch?morgens schläft er ja auch bei euch..da würdest du dann am Zappeln merken, wenn er wach und hungrig ist bzw er könnte selbst andocken, wenn ihm danach ist
alles Gute Nika

von mama-nika am 06.07.2015

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