Mutter trägt Mädchen auf dem Rücken

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Babys Entwicklung
im 2. Lebensjahr
mit 13 bis 24 Monaten


So bleibe ich gesund - 14. Monat

Fehlen noch Impfungen?

Falls Ihr Kleines häufig erkältet war, hat es vielleicht Impftermine verpasst. Bei den meisten empfohlenen Impfungen sollte Ihr Kind bis etwa zum 15 Monat die Grundimmunisierung abgeschlossen haben. Bei der Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung dagegen steht demnächst der erste Impftermin an. Klären Sie mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt, ob bei Ihrem Kleinen noch Impfungen fehlen und machen Sie einen Termin ab. Allgemeine Fragen rund ums Impfen können Sie im Forum "Impfschutz für Kinder" von Dr. Heininger stellen.

Blauer Dunst ist hoch gefährlich

Natürlich wollen rauchende Eltern Ihre Kinder nicht absichtlich schädigen. Doch Gewohnheit und die im Alltagsstress vielleicht unwiderstehliche Lust auf eine Zigarette führen in vielen Familien dazu, dass im Haus geraucht wird. Aber Tabakrauch ist und bleibt einer der schlimmsten Luftschadstoffe für Kinder. Er belastet die Kleinen sehr, fördert akute und chronische Atemwegserkrankungen. Die Wohnung sollte daher unbedingt rauchfrei sein. Wer's nicht lassen kann, sollte Kindern zuliebe draußen oder wenigstens am offenen Fenster rauchen. Hilfreiche Tipps zur Entwöhnung gibt es z. B. bei der Schweizer Aktion "Let it be".

Das tut Milchzähnen gut

Damit das Gebiss ein ganzes Leben lang schön und gesund bleibt, brauchen schon die Milchzähne gute Rundumpflege. Dazu gehört viel mehr als nur Putzen. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit wenig Süßigkeiten liefert wichtige Baustoffe und hilft, Zahnschäden zu vermeiden. Experten raten außerdem, die Fluoridversorgung gezielt zu fördern. Denn das Spurenelement macht den Zahnschmelz widerstandfähiger.

So können Sie etwas für die Zähne Ihres Kindes tun:

  • Zähne müssen zubeißen

    Ihr Kleines sollte auch Nahrung bekommen, die es gut kauen muss. Das kann ein Stück feste Brotrinde sein, Vollkornbrot, ein Karottenstick oder Apfelschnitz. Zerkleinern Sie bei Tisch die Sachen für Ihr Kind nicht mehr als nötig.
  • Calcium ist unentbehrlich

    Es steckt vor allem in Milch- und Milchprodukten. Die müssen Zähnen und Knochen zuliebe auf alle Fälle auf dem Speiseplan stehen. Ihr Kind verträgt keine Milch? Klären Sie mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt, ob Ihr Kleines wenigstens Milchprodukte bekommen darf. Oder ob Calcium-Präparate sinnvoll sind.
  • Fluorid wirkt stärkend

    Vermutlich hat Ihr Kind im ersten Lebensjahr ein Fluorid-Kombipräparat erhalten, das auch Vitamin D enthielt. Grundsätzlich sollte die Fluoridversorgung gesichert sein, bis die Zahnentwicklung mit etwa 15 Jahren abgeschlossen ist. Auch im zweiten Lebensjahr muss also der optimale Weg gefunden werden, die Zähne Ihres Kindes mit Fluorid zu versorgen. Inzwischen isst Ihr Kleines am Familientisch mit. Falls Sie - was empfohlen wird - fluoridiertes Speisesalz verwenden, nimmt Ihr Kind verstärkt Fluorid mit der Nahrung auf. Sie sollten mit dem Kinder- oder Zahnarzt klären, wie hoch dosiert die Fluoridtabletten jetzt sein dürfen. Fragen Sie auch, ab wann Ihr Kind fluoridierte Zahncreme (eine erbsengroße Menge genügt) benützen sollte: Die Kleinen schlucken die Paste beim Putzen, nehmen also auch dadurch wieder Fluorid auf.

    Viele Eltern fürchten eine Überdosierung von Fluorid. Zum Glück ist das meist nicht zu erwarten, wenn Sie sich mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt absprechen. Und sollte es doch zu einer überhöhten Aufnahme kommen, passiert nicht Schlimmes. Unter normalen Bedingungen wurden bislang lediglich Schmelzflecken (Zahnfluorose) beobachtet, das sind weißliche Flecken auf den Zähnen.

    Weitere Informationen zum Thema Fluorid finden Sie zum Beispiel auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

  • Putzen will geübt sein

    Besorgen Sie eine Kinderzahnbürste mit kleinem Kopf und abgerundeten Borsten. Ideal ist ein dicker, rutschfester Griff. Mit dieser Bürste darf Ihr Kind spielerisch herumwerkeln; vorerst geht es vor allem darum, dass es sich an die Bürste gewöhnt. Ihr Kind kann vielleicht schon probieren, die Kauflächen mit einfachen Hin- und Herbewegungen zu reinigen. Lassen Sie es dabei ruhig die Hand wechseln, so erreicht es die rechte und linke Seite besser. Die Feinarbeit des Putzens (in kleinen Kreisbewegungen) müssen anschließend Sie übernehmen, das kann Ihr Kleines noch nicht. Am besten klappt es, wenn Sie locker bleiben und das Ganze eher spielerisch gestalten. Kinder sind im Mundbereich sehr empfindlich. Gehen Sie daher möglichst behutsam vor. Zweimal täglich nach den Mahlzeiten sollte das Zähneputzen mit fluorierter Kinderzahncreme auf dem Plan stehen. Ideal ist es, wenn auch zwischendurch noch geputzt wird, falls es Süßes oder Kuchen gab. Eine neue Bürste ist spätestens alle drei Monate fällig.
  • Flasche, Sauger und Dauernuckeln

    Vermutlich trinkt Ihr Kind zumindest teilweise noch aus der Flasche. Ein Sauger in altersgerechter Größe ist wichtig. Bitte geben Sie Ihrem Kleinen die Flasche nur zum Trinken, aber nicht zum Dauernuckeln. Der Zahnschmelz wird anfällig für Karies, wenn die Zähne ständig von Flüssigkeit umspült werden. Erst recht, wenn Ihr Kind an gesüßten Getränken oder Obstsaft nuckelt. Üben Sie mit Ihrem Kind lieber das Trinken aus einem Becher. Anfangs eignen sich kleine, dünnwandige Plastikgefäße, etwa die Verschlusskappe des Milchfläschchens. Neben seiner Milch sollte Ihr Kleines vor allem klares, stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees trinken.
  • Schnuller und Kieferentwicklung

    Der geliebte Schnuller darf natürlich noch weiterhin Dienst tun. Achten Sie aber darauf, dass seine Größe dem Alter Ihres Kindes entspricht. Experten empfehlen Schnuller, die zur Seite hin abgeflacht sind. Das entspricht der Form des Kiefers. Sie tun Ihrem Kleinen einen Gefallen, wenn sie es nicht den ganzen Tag mit Schnuller herumlaufen lassen. Das ist weder für die Zähne, noch fürs Sprechen(-lernen) gut. Günstiger für die Kieferentwicklung ist es, wenn Ihr Kind nachts den Schnuller nur zum Einschlafen nimmt.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2017

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