Little My
Hallo ihr Lieben,
ich muss zum einen mir mal Frust von der Seele schreiben, zum Anderen hätte ich gern Euren Rat.
Folgendes ist passiert: Eine Freundin von mir hält schon immer viel von Esoterik, nun gehört sie leider auch zu denen, die Corona als harmlose Krankheit ab tun. Da wir das Thema bisher weitgehend gemieden haben, kamen wir gut aus. Jetzt war es so, dass meine Tochter (1 Jahr alt) einen Vormittag bei Ihnen war und als ich sie abholte, merkte ich, wie meine Freundin ziemlich kränklich war. Sie erzählte was von Erkältung und bei ihrem Mann angesteckt (morgens hab ich davon noch nichts mitbekommen und sie hat auch nichts gesagt). Ich hab ihr gesagt, dass es gut gewesen wäre, sie hätte mir dennoch Bescheid gesagt, aber okay, Schwamm drüber. Jetzt rief sie mich gestern an und erzählte mir kleinlaut, dass sie Corona positiv getestet wurde (versuchte aber gleichzeitig, das herunterzuspielen und es wär ja halb so wild). Es gab auf der Arbeit ihres Mannes einen Coronafall - von dem sie bereits wusste, als meine Tochter bei ihnen war!!
Ich bin aus allen Wolken gefallen und hab ihr nur knapp gesagt, dass wir uns dann wohl auch testen lassen dürfen. Ob das tatsächlich so kommen wird, muss noch abgeklärt werden, evtl stehen wir auch 'nur' unter Quarantäne, solange wir keine Symptome haben
Ich bin echt stinkig und habe keinen Plan, wie es weitergehen soll mit der Freundschaft, zumal sie es ja nach wie vor nicht ernst zu nehmen scheint. Andererseits ist meine Tochter sehr gern bei ihnen und außer meinen Eltern ist sie derzeit die Einzige, die sie mir mal 'abnehmen' kann
Mich macht dieser ganze Mist einfach nur noch traurig ![]()
Ich kann deinen Ärger sehr verstehen, aber deshalb würde ich nicht gleich die Freundschaft beenden!
Oha! Das finde ich ehrlich gesagt schon sehr, sehr grenzwertig! Die eigene Entscheidungsfreiheit hört doch dann auf, wenn ich andere gefährde... Und deine Freundin hat doch gewusst, dass ein Kollege ihres Mannes erkrankt war und sie selbst hatte Schnupfensymptome. Für mich ein No-Go!
Wichtig wäre der zeitliche Ablauf, das kommt für mich aus Deiner Mail nicht richtig raus. Wenn Ihr Mann nicht in Quarantäne war, sprich kein Risikokontakt auf der Arbeit, würde ich so etwas erzählen, fände es aber nicht unverzeihlich, wenn man es nicht tut. Wenn sie erkältet ist, würde ich erwarten, dass ich das erzählt bekomme, aber auch da ist es nicht unverzeihlich, das nicht zu tun. Seit wann hat sie Symptome und wann war Deine Tochter da? Danach richtet sich, ob Deine Tochter in Quarantäne muss. Bei Dir dann eben auch, wie eng der Kontakt zur ihr war. Der Rest Eurer Familie als K2 müsste dann wohl.nicht in Q. Im Prinzip, wenn ihr Mann nicht in Q war, kann man ihr nicht so richtig einen Vorwurf machen. In dem Fall höttest Du die Situation falsch eingeschätzt. Irgendwie ist doch klar, dass 'Esoteriker' ein höheres Ansteckungarisiko haben. Deine Tochter hast Du trotzdem.hingegeben, weil es Dich entlastet. Wenn ihr Mann wusste, dass er eventuell in Q geht wegen Kontakt auf Arbeit und deswegen nun in Q sitzt und sie erzählt das nicht, wäre ich sauer.
Hallo Ohja, also das finde ich mehr als grenzwertig und ja da wäre mein Kind das letzte mal gewesen. Nur weil sie es nicht ernst nimmt, das ist ihre Sache, aber sie zieht da dann, deine Tochter und euch mit rein. Und das obwohl sie es weiß, da is a sie frage wenn sie es wusste, ob sie sich nicht strafbar macht (das is nur mein Gedanke, zwecks ihr mann Quarantäne oder so) . Es ihre Sache, was ihre Gesundheit angeht, aber eine andere wenn es um Mitmenschen geht. Ich würde ihr das auch genauso formulieren und das unabhängig davon ob ihr euch angesteckt habt oder nicht. Mein Vertrauen wäre hinüber. Hoffe ihr bleibt gesund Lg
War denn ihr Mann da schon positiv getestet oder auf dem Weg zum Test wegen Verdacht, als dein Kind dort war ? Ansonsten kann ich mir gut vorstellen, dass die, die Corona nicht ernst nehmen, eben auch nicht sofort alle vorsorglich warnen oder überhaupt davon ausgehen , es zu haben. Anderseits , wenn ich weiß, jemand nimmt die Sache nicht ernst und ist dazu noch erkältet, sorry aber da wäre ICH auf den Hacken umgedreht und hätte das Kind definitiv nicht dort gelassen. .......50-50 %von...hinterher ist man immer schlauer
Das ist traurig, da deine kleine nun in Quarantäne muss wahrscheinlich. Kommt auf den zeitlichen Ablauf ab. Wann war die tochter bei ihr, wann war Symptombeginn, wann der Test... Es zeigt aber auch wieder wie wichtig es ist alle unnötigen Kontakte zu vermeiden. Nur in der Kernfamilie bleiben, Arbeit und einkaufen und Schule, mehr nicht. Wenn man noch nicht in Quarantäne war sieht man das vielleicht anders, danach wird man jedenfalls vorsichtiger. Alles Gute Mugi
Hm. Du sagst, DU kanntest ihre Einstellung/Meinung? Dann konntest Du ja fast damit rechnen, das so etwas passiert. Blöd ist es natürlich trotzdem, aber immerhin geht die Corona-Verharmlosung nicht so weit, dass sie ihre eigene Infektion verschweigt. Sie hat Dich ja angerufen und es Dir gesagt, immerhin. Ob und inwieweit Du nun Konsequenzen ziehst, mußt Du selbst entscheiden.
Das ist wirklich eine sehr schwierige Situation. Ich glaube, ich würde mich erstmal zurückziehen und mich um mein Quarantäne-Baby kümmern. Mal abwarten, ob deine Tochter und ihr gesund bleibt (was ich euch wünsche). Abwarten, wie es sich bei deiner Freundin entwickelt, ob sie sich meldet Und ihr ziemlich klar sagen, dass das nicht in Ordnung war.
Also ich habe das recht häufig wenn es mich erwischt, morgens geht es mir noch super, dann im laufe des Tages recht schnell richtig scheiße. Insofern, wenn deine Freundin morgens fit war und sich auch so fühlte, dann blöde gelaufen. Das auf der Arbeit ihres Mannes jemand positiv war ist auch so ein Grenzfall. Haben wir gerade ähnlich erlebt. Da gab es in einem betriebt auch mehrere positive. jetzt sollte man meinen alle in dem betrieb welche Kontakt hatten ständen dann unter Quarantäne. Das ist aber eben nicht mehr überall so. Sondern es wird geschaut wie lange man Kontakt hatte, welche Gefährdung bestand. Der Kollege den man dann in der Teestube getroffen hat beim Kaffee holen ist dann safe, der mit dem man in einem Büro saß nicht. Manche Ämter testen dann nur noch, ist der Test negativ, kommt es nicht mal mehr zur Quarantäne, der Betrieb geht weiter. wer positiv ist bleibt daheim. Blöde halt wenn da zu früh getestet wird. Ich würde also der Freundin sagen das das doof gelaufen ist und sie besser was gesagt hätte, sie aber auch fragen, wo du ihr nun helfen kannst. Jedenfalls solange wie ihr noch nicht unter Quarantäne steht. Du selbst stehst ja jetzt auch da wo deine Freundin stand, sagst du alles ab oder wartest du was kommt. Ist halt immer blöde und ein abwägen. Positiv dabei, deine Freundin wird jetzt erst einmal einige Zeit immun sein, von dort droht also nichts mehr. Aber geärgert hätte ich mich auch, und das nicht ohne. Ihr kleinlautes sollte dir aber auch zeigen, das es scheiße von ihr war ist ihr bewusst. Nun heißt es schauen wie man das beste herausholt aus der Situation, weil ändern lässt es sich nicht mehr. Wäre es allerdings so das ihr Mann bereits unter Quarantäne stand und sie hat trotzdem eure Tochter genommen, dann gäbe es von mir ein deutliches Donnerwetter.
Da unterschreibe ich mal. LG Inge
Ich sehe da ein Teil der Verantwortung auch ganz klar bei dir. Du wusstest, dass sie Corona leugnet und hast deine Tochter trotzdem dagelassen. Was dann passiert ist, ist doch eigentlich nur logisch. Sie hätte jedes Symptom als Erkältung abgetan. Insofern finde ich nicht, dass du sauer sein kannst. Das hättest du dann vorher mit ihr besprechen müssen.
Js wäre für mich klar erledigt. Seine Meinung haben ist völlig ok. Auf die anderer derart zu scheissen ist in meinen Augen Körperverletzung und grade weil es das kind betrifft, nicht zu tolerieren.
Erstmal vielen Dank für Eure ganz unterschiedlichen Antworten und Ansichten
Um das nochmal etwas zu sortieren:
Als ich meine Tochter zu meiner Freundin gebracht habe, habe ich nichts von einer Erkrankung gemerkt, sie hat sich nach eigenen Angaben aber da schon nicht ganz wohl gefühlt. Sie wusste ebenso von der Coronainfektion des Kollegen ihres Mannes.
Ich werde es wohl so machen, dass ich mich erstmal um meine Familie und mich kümmere und Klarheit bekomme, wie es weitergeht. Mit meiner Freundin werde ich aber nochmal reden und dann hängt es an ihr, wie, bzw ob es weitergeht mit der Freundschaft.
Eines noch: Ich wusste zwar, wie meine Freundin eingestellt ist gegenüber diesem Thema, das gilt umgekehrt aber ebenso. Ich hätte einfach nicht gedacht, dass sie das auch gegenüber meiner Tochter auf die leichte Schulter nimmt, aber da war ich wohl zu naiv.
Dein Verständnis von Freundschaft kann ich nicht nachvollziehen. Kommt mir eher so vor als ob es eine Zweckfreundschaft ist weil sie mal auf dein Kind aufpasst.
Es ist ganz sicher KEINE Zweckfreundschaft und wir kennen uns schon ne Weile. Ich habe ihr bisher auch absolut vertraut, sonst würde ich a) meine Tochter niemals bei ihr lassen und b) wären wir nicht befreundet
Außerdem ist - wie bereits geschrieben - meine Tochter gerne bei ihr; sie wird da keinesfalls hingezwungen. Den Schuh, den ich mir anziehe, ist der der Naivität, weil ich nicht gedacht hätte, dass meine Freundin uns gefährden würde. Alles Andere aber nicht.
Die Mutter einer der besten Freundinnen meiner Kleinen, (vor Corona bzw schon vor ihrem Absturz in die Esoterik eine sehr gute Bekannte/Freundin von mir) ist leider absolute Verschwörungsfanatikerin. Maskenverweigerin (inkl. Atteste für die ganze Familie) und Youtube-Video-Missionarin "Wacht auf, Schlafschafe!!" Das hab ich anfangs noch versucht, zu tolerieren. Nachdem meine Tochter aber mit dem "Wissen" heimkommt, dass viele Kinder mit Maske sterben müssen, dass es Corona gar nicht gibt usw ... hab ich diese Freundschaft jetzt unterbunden. Auch wegen Ansteckungsgefahr, da sie auf diversen Demos mitlaufen und sich eben an gar nichts halten. Zu schade... Hier wäre mein Kind auch perfekt aufgehoben. Pipi-Langstrumpf lässt grüßen. Tiere, riesige Wiesen, ein eigener Teich... und die Kinder haben absolute Freiheit, da die Mutter am Pendeln oder Youtube-Video gucken ist. Aber: nein. Wäre verantwortungslos. Ob es in Deinem Fall auch verantwortungslos war, Dein Kind nur für die eigene Annehmlichkeit dort abzuliefern, kannst nur Du wissen.
Hätte sie dein Kind entführt und sich stundenlang bewusst mit dem Ansinnen dein Kind abzustecken verbarrikadiert, dann aber auch nur dann darfst du sauer und wütend sein. Alles andere ist deine eigene Sorglosigkeit mit einer Prise Schicksal und einem Hauch Zufall... Wenn Freundschaften daran zerbrechen ,dann sind sie nie wert gewesen , sich Freundschaft zu nennen
Wäre für mich erledigt, die "Freundschaft", denn die Dame hätte einfach eine völlig andere Vorstellung von Freundschaft als ich, das wäre nicht kompatibel.
Weil die Meinungen inkompatibel sind ,ist auch eine Freundschaft nicht machbar?? Sorry , mein Beileid für deinen Freundeskreis
Weil die Meinungen über das, was Freundschaft beinhaltet, inkompatibel sind, genau lesen. Beileid brauchste nicht, denn aus meinem Text sollte hervorgegangen sein, dass ich eben KEINE Freundschaft führe mit Menschen, die unter Freundschaft etwas anderes verstehen als ich. Liegt ja übrigens genauso im Interesse des Gegenübers, dient also beiden, alles andere macht ja wohl kaum Sinn. Kapierst du nicht, ich weiß. Wie so viele Zusammenhänge und Schlussfolgerungen.
danke der netten worte , dir auch noch eine schöne woche
Du wusstest ja, dass sie Corona als harmlos betrachtet etc. Das sie es also nicht so genau nimmt/ernst nimmt, wenn jemand evt. Infiziert wäre oder eine Erkältung hat, war dir doch dann klar. Natürlich ist es blöd, dass sie gar nichts gesagt hat - aber ihr jetzt hier den schwarzen Peter zuzuschieben finde ich unfair. Zumal du schon bei der Ankunft bemerkt hast, dass sie nicht wirklich gesund ist. Da hätte ich wohl gefragt, wie es aussieht und hätte mein Kind dann wieder mitgenommen, wenn ich selbst das alles etwas strenger sehe. Insofern finde ich solche Vorschläge wie "Freundschaft kündigen" auch nicht wirklich passend. Meiner Meinung nach könnt ihr euch beide an die Nase packen aber nicht nur alles auf die Freundin abschieben.
Bitte nochmal genau lesen, ICH habe nichts von einer Erkrankung gemerkt/gewusst - SIE hingegen hat schon morgens gemerkt, dass sie leicht kränklich ist, aber nichts gesagt. Sonst hätte ich meine Tochter niemals bei ihr gelassen ![]()
OK, stimmt. Hatte es so verstanden, dass du dies bereits am morgen gemerkt hättest. Grundsätzlich bleibe ich aber dabei: du wusstest um ihre Einstellung. Das also eine Erkältung oder eine mögliche Infektion nicht so ernst genommen wird, war dir klar. Also Freundschaft aufkündigen - nein. Darüber reden, dass sie dir das aber dennoch hätte sagen müssen - ja. Sofern deine Freundin überhaupt genau wusste, dass du eine ganz andere Einstellung zu Corona hast! Ich erwähne das extra deswegen, weil ich schön öfter festgestellt habe, dass man zB um einer Freundschaft willen solche potentiellen Streitthemen gerne mal gar nicht wirklich bespricht/seine Meinung sagt. Oder einfach eben nicht klar macht, dass man diese andere Meinung akzeptiert - aber bitte dennoch im Falle eines Infektion, Erkältung etc informiert werden möchte, da man dann eben keinen Besuch machen würde. Habt ihr das genau geklärt vorher mal? Das soll keine Vorwurf an dich sein - es ist nur oft genug so, dass man einfach etwas erwartet nach dem Motto "das musste sie doch wissen" - wirklich gesagt hat man das aber nie.
Ja, sie kennt meine konträre Einstellung sehr genau. Wir haben Corona nur nicht mehr thematisiert, oder wenn, war es eher nebensächlich, weil das nur zu Streitigkeiten geführt hätte. Aber sie weiß, wie ich diesbezüglich ticke. Mit ihr reden werde ich auf jeden Fall noch, und dann sehen wir weiter. Sie kann von mir aus ja ihre Ansichten haben, aber für mich hört das da auf, wo Andere (zudem noch Freunde!) gefährdet werden. Das werde ich ihr auch ganz genauso sagen, da hab ich keine Scheu vor klaren Worten.
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