Sabri
wenn nicht überwiegend die ältere Bevölkerung und die Risikogruppen schwer erkranken und häufiger sterben, sondern jede Altersgruppe wäre gleichermaßen betroffen oder die jüngeren Menschen wären sehr stark betroffen? Anders gefragt, was wäre am Kontaktreduzierung für jeden einzelnen noch möglich, wenn das Virus für das eigene Kind eine große Gefahr wäre? Pflaumenbaum hat recht, die meisten Menschen halten sich nur soweit an die Regeln, dass man ihnen keine Ordnungswidrigkeit vorwerfen kann. Aber es treffen sich doch fast alle Kinder und Jugendlichen ständig zu zweit oder mehr und viele davon auch mit wechselnden Freunden. Erwachsene sind da bestimmt auch nicht besser, machen es nur eher heimlich. Ich kenne so viele Menschen, die mal hier und mal dorthin fahren. Da fahren ganze Familien während der Schulschließungen in den Urlaub oder in ihre Heimatländer. Die Notbetreuung hier, wo jeder anmelden kann, der Bedarf fühlt, ist voll, bei etlichen Kindern arbeitet nur ein oder kein Elternteil. Einige wenige trifft es hart, aber insgesamt haben sich doch sehr viele Menschen bequem eingerichtet unter Corona. Da geht noch eine ganze Menge (Treffen, Reisen, Kinderbetreuung ...), aber natürlich fast immer mit lautstark vorgetragener Begründung, warum das im eigenen Fall nicht gefährlich oder absolut notwendig ist. Ich kenne fast niemanden, der seine Kontakte nur auf das absolut notwendige Maß beschränkt. Das hieße für mich: Arbeit wenn Homeoffice nicht möglich, Einkaufen alleine oder nur im absoluten Ausnahmefall nicht alleine (Alleinerziehende mit kleinen Kindern ohne weitere Betreuung), Sport draußen nur wo nicht viele Menschen sind und nur mit den Personen, mit denen man in einem Haushalt lebt, sonst nur noch Hilfe für hilfsbedürftige Menschen und notwendige Arztbesuche, Mobilität nur zur Erledigung dieser absolut notwendigen Dinge. Das würde aber nur klappen, wenn man selber oder das eigene Kind oder ein anderen sehr nahestehender Mensch gefährdet wäre. Die Alternative ist: wir machen weiter wie bisher, diskutieren, ob Kroatienurlaube so gerade noch gehen, da waren ja im Sommer die Fallzahlen so niedrig, ob die Zahnreinigung okay ist, ob das Kind besser in die Kita geht, damit mehr geschlafen werden kann, ob das Kind nicht wenigstens einen Freund treffen darf..... Wer entscheidet das, ob es so weiterläuft wie bisher?
Keine Ahnung, aber damals starben vor allen Dingen junge Menschen und es ist auch wieder Normalität eingekeht, von daher denke ich wir werden auch Corona "überleben". https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Grippe
Viele werden es nicht „überleben“. An der Spanischen Grippe sind ungefähr 50 Millionen Menschen gestorben.
Ich denke, die harten Maßnahmen beziehen sich ja derzeit auf das Geschehen im Krankenhaus - völlig überfüllte Kliniken und ständig Personal erkrankt (oder sowieso zu wenig) oder in Quarantäne. Da müssen die Zahlen runter, da sonst das Gesundheitssystem kollabiert. Tatsächlich findet bei uns schon seit Dezember eine Art Triage statt (das darf man nur nicht öffentlich sagen - da ginge ein Aufschrei durch die ganze Bevölkerung). Die Intensivbetten sind mit COVID-19-Patienten belegt und Tumorpatienten werden die OP-Termine abgesagt (während der bösartige Tumor weiter wachsen und im schlimmsten Fall auch streuen kann). Ich persönlich glaube ja schon, dass wenn tatsächlich die Impfungen wirken, auch weniger alte und intensivpflichtige Menschen in die Krankenhäuser kommen (unser Altersdurchschnitt liegt bei 76). Und eben gerade diese älteren Menschen werden oft intensivpflichtig! Da sind aber auch ein paar Junge um die 40 dabei - aber eben auch sehr viele über 80! Allein die Zahl an den positiv getesteten Personen sagt ja erst mal nicht, wie viele Menschen dann tatsächlich schwer erkranken. Momentan sind es eben viele aus den Pflegeheimen (die tatsächlich schwer erkranken) oder medizinisches Personal, (welches oft zum Glück einigermaßen glimpflich davonkommt) - kenne aber auch ein paar andere Beispiele. Ich hoffe, dass die Impfungen wirken (bei uns sind bis Ende nächster Woche nun fast 800 Mitarbeiter geimpft - es gab wohl bisher eher weniger Nebenwirkungen, als bei der normalen Grippeimpfung). Für Langzeitfolgen müsste man ja ein paar Jahre warten! Ich habe gehofft, dass ich COVID-19 schon hatte, aber mein Antikörpertest sagte mir heute - AK keine nachweisbar (ich war im Februar über 3 Wochen sehr schwer krank mit massiven Atemproblemen). Kontakte reduzieren wir persönlich tatsächlich - Kind 1 ist stets daheim (Unterricht online). Kind 2 geht in die Notbetreuung mit 7 festen Kindern, Maskenpflicht und Abstand. Sonst alle kaum Kontakte (auch nicht zur Oma, etc.). Einkaufen gehe ich immer alleine mit FFP-2 - Maske. Ich gehe nur 1 mal die Woche mit einer Freundin laufen. Da wir uns aber beide mindestens 1 mal wöchentlich testen müssen, hoffen wir einfach mal, dass nicht gerade Tag X mit falsch positivem Test dabei ist. LG, Leonessa
Das Durchschnittsalter der Coronapatienten auf den Intensivstationen liegt inzwischen bei ungefähr 60 Jahren. Die meisten alten Menschen erhalten keine Intensivbehandlung mehr, sondern sterben zum Beispiel in den Heimen.
Sagt wer?
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117975/Mehr-junge-COVID-19-Patienten-auf-den-Intensivstationen-als-im-Fruehjahr https://www.helios-gesundheit.de/magazin/corona/news/behandlung-von-corona-patienten-auf-intensivstationen/
Also der Ärzteblatt Artikel ist vom 3.11. Und es steht nix über das Durchschnittsalter und auch den Rest sehe ich nicht beim überfliegen. Den zweiten habe ich mir dann gespart aufzurufen, denn belgien und holland halte ich nicht für übertragbar auf Deutschland.
Der aktuelle Wert stammt aus der Pressekonferenz des RKI. Dort hat Herr Wieler berichtet, dass der Altersdurchschnitt der Intensivpatienten gesunken ist und inzwischen teils unter 60 Jahren liegt. Nachzulesen z.B. hier: https://www.welt.de/politik/deutschland/article224335260/Wieler-RKI-zur-Coronalage-Moeglich-dass-sich-die-Lage-verschlimmert.html
Bei uns in Japan liegt der mit Abstand größte Anteil der schwer Erkrankten und intensiv behandelten in den Altersgruppen 20-30, also ganz anders als in Europa. Die Zahlen steigen. Hier ist es eher so, dass sich die gesamte Restbevölkerung vernünftig handelt und sich an Maßnahmen und Abstand hält, während die Jugend inzwischen keine Lust mehr hat. Zahlen gehen nur runter, wenn sich alle dran halten. Wir hatten lange eine Inzidenz von 8, jetzt sind wir bald bei 30 und der Notstand wurde ausgerufen.
Darüber habe ich auch schon nachgedacht vor einer ganzen Weile. Ich vermute mal ja, einfach weil ja viele das Argument bringen "trifft ja nur die Alten". Das wäre wieder ein interessantes Thema für eine Studie. So wie vieles derzeit Potenzial für Studien vor allem im Bereich Sozialwissenschaften hat.
Also eines meiner Kinder zählt zur Risikogruppe (kaputte Lunge) und trotzdem habe ich es nicht weggespeert und werde ich auch nicht. Wir haben Corina alle durchgemacht. Und genau dieses Kind fast ohne Symtome. Warum? Keine Ahnung. Warum es meine älteste am "härtesten" getroffen hat? Wer weiß. Vielleicht sollte man Corina als das nehmen was es ist. Ein Virus der in der Regel Grippe ähnliche Symtome hervorruft. Nicht mehr und nicht weniger. Mich nervt dieses ganze übertriebene und geheuchel so sehr. Wenn interessiert den bei einer Grippewelle die alten Leute?? Warum hat man in den all den Monaten die Altenheime nicht sicher gemacht? Krim Intresse???? Warum gibt's im Bundestag Lüftungen und zwischen jeden Sitz Plexiglas Trennwände aber in Schulen ist nix, garnix passiert. Kein Intresse??? Ach ne komm erlich. Kinder können ihr Leben nicht 1-2 Jahre auf Pause drücken. Warum ist in dieser ach so schlimme Pandemie die Religion Note so wichtig (ja richtig es gibt Religionshausaufgaben für meine Kinder), warum sorgt oft der Arbeitgeber für so wenig Schutz?!? Von einer Familie wird verlangt das neben der Arbeit noch Kinder unterrichtet werden, eca aber dann am Wochenende zum Rodeln zu fahren ist natürlich total Assi oder wenn die Kinder auf den Spielplatz mit anderen Kindern spielen, sehr böse! Ich möchte keine soziale gestörten Kinder, Mütter mit Burnout eca.. ein gesunder Mittelweg währe sinnvoll und gesunder Menschenverstand wünschenswert.
Ach weißt du, all diese Fragen wurden endlos beantwortet und es nervt unheimlich, dass man das wesentliche Problem auch nach fast einem Jahr nicht begreifen will, oder kann. Die vielen Satzzeichen machen es auch nicht besser....
Ich halte den „Mittelweg“ in diesem Fall nicht für richtig, weil der „Mittelweg“ alles nur in die Länge zieht. „Mittelweg“ haben wir jetzt schon lange genug. „Mittelweg“ heißt sich an den Intensivkapazitäten entlanghangeln, also im Prinzip kontrollierte Durchseuchung - das halten aber weder die Mitarbeiter in Krankenhäusern auf Dauer durch, noch die Wirtschaft und auch nicht die Bevölkerung.
Vorallen wenn man ständig Corina schreibt statt Corona.
Klar kann man Covid auch ohne Folgen überstehen aber was wenn nicht, ich mag nicht verantworten wenn wegen meines Leichtsinns ein Angehöriger verstirbt. Und wer leicht infiziert war der kanns auch nochmals viel schwerer bekommen sind auch schon Leute verstorben die es beim ersten mal kaum merklich hatten.
„......und so ähnlich (Impfversager) gebe es ganz seltene Fälle von Menschen, die ein 2.Mal an Covid 19 erkranken........Im Allgemeinen ist die Immunantwort aber so breit, dass auch bei einer Mutation des Virus genügend immunkompetente Zellen vorhanden sind, die das Virus bekämpfen“ „DerStandard, 16.1.2021“ - leider nur im Printformat, daher kein link Einstige Befürchtungen weiterhin am Köcheln halten ist auch eine Art von Stimmungsmache.
Warum redest du ständig von Corina? Ist das so ein Code für Realitätsverweigerer?
ALso ich kenne Leute die es zweimal hatten beim Zweiten mehr als beim Ersten
Dann kennst du offensichtlich einen der genannten äußerst seltenen Fälle. Dass du aber mehr als einen kennst, das bezweifle ich jetzt einfach. Denn seit beinahe einem Jahr wird weltweit beobachtet, wie lange und ob die Immunität nach erfolgter Ansteckung anhält. Und daraus kann man mittlerweile ableiten, dass nur in sehr seltenen Fällen eine Zweitansteckung erfolgt. Eher geht man davon aus, dass das Testergebnis bei der „Erstansteckung“ in Frage zu stellen ist.
Was du schreibst, trifft zu, solange das Virus keine wesentliche Mutation auf den Antikörperbezogenen Oberflächenproteinen aufweist. Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass es bei einer in Brasilien aufgetauchten Mutation zu verstärkten Reinfektionen kommt. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-forscher-dokumentieren-reinfektionen-mit-mutierter-variante-a-cf271685-2f3c-4655-8c4d-09a7c2f51a57 Das kann jederzeit mit einer anderen Mutation auch passieren. Und: Je mehr Infizierte weltweit, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit für derartige Mutationen. Dann geht potentiell alles von vorne los. Selbst wenn schon 25% der Bevölkerung geimpft sind, müssten diese ja einen neuen angepassten Impfstoff kriegen, um geschützt zu sein, wenn die "alte" Impfung nicht gegen die neue Mutation schützt.
Gebe dir vollkommen Recht dana2228
Also, ich kann dir versichern, dass ich außerhalb der Arbeit meine Kontakte auf die Kernfamilie reduziert habe. Ich habe genau eine Freundin, die gleichzeitig auch meine Kollegin ist, die mich vor Weihnachten beim einkaufen begleitet hat und mit der ich nach Weihnachten einmalig wandern war. Das war’s! Ansonsten, Mann und Kinder, mehr Leute treffe ich nicht privat. Aber es stimmt schon was du sagst, jeder hat für sich eine Erklärung warum er sich gerade mit x und y treffen muss. Dass es nicht nur die Alten trifft, hast du ja bewiesen und mittlerweile kennt man auch real Personen, die nicht hochbetagt sind, aber ziemlich heftig gelitten haben und im Nachgang noch leiden. Eine langjährige Freundin von mir, die ich zwecks Entfernung schon länger nicht gesehen habe, hat nun nach Erkrankung noch eine Lungenfunktion von 70% und dazu noch Panikattacken, die ist 45 Jahre alt. Auch die hat alle Kontakte gemieden, sich aber im Büro infiziert. Dort hat man sie belächelt und ihre Sorgen nicht ernstgenommen, ebenso die Bitte, das Büro nur mit MNS zu betreten. Ausgerechnet die hat es dann heftigst erwischt. Fair ist das nicht! Es wird ja immer behauptet, dass die psychischen Erkrankungen als Folge der Isolation viel gewaltiger sind, dass sich gefühlt jeder zweite erhängt wegen der Situation. Ich kann das nicht bestätigen. Das sind so Argumente, die einen Freibrief fordern, dass man gefälligst tun und lassen kann was man will. Und es isoliert sich ja auch niemand wirklich, wie du schon festgestellt hast. Einzig Existenzängste lasse ich gelten, die sind auch real. Die kommen aber komischer Weise nie von Leuten, die sich an nichts halten. Der Besitzer eines großen Clubs hier, der seit März nicht mehr öffnen konnte, bettelt die Leute in den sozialen Medien richtig an, sich endlich peinlich genau an alle Maßnahmen zu halten.der kann leider wohl echt dichtmachen. Was letztendlich das Partyvolk davon hat, wenn am langen Ende nichts mehr ist wie vorher, entzieht sich meiner Logik.
Doch, ich bin absolut sicher, müssten die Eltern auch damit rechnen das deren Kinder schwer erkranken, dann wäre plötzlich deutlich mehr möglich. Aber so heisst es viel zu oft, betrifft doch nur die Alten. Wenn man sich an was hält, dann nur da wo es dem Geldbeutel weh tun würde wenn man erwischt wird. Alles andere wird ausgereizt so weit wie möglich.
Und? Sollen wir uns jetzt wünschen, dass die Seuche endlich so tödlich wird, dass alles für alle einen Sinn macht?
Habe ich das geschrieben? Nein! Akso geh woanders stänkern.
.....bitte.
Ich finde es nämlich äußerst spannend, wenn jemand wie du, die 5min später im Rudel über einen unangenehmen Frager herfällt, von stänkern spricht. +Kopfschüttel+
Stänkern dann wenn man bewusst anderen Sachen in den Mund legt, welche derjenige definitiv nie behauptet hat. Einzig aus dem Grund Stimmung zu machen. Und so verstehe ich deine Antwort. Die nämlich nichts mit dem zu tun hat was ich geschrieben habe.
Aha.....und was an meiner Frage war dir jetzt in den Mund gelegt? Es war eine Frage...... Weißt du, du drehst dir deine Welt aber auch gerne zurecht, und wenn‘s dir nicht gelingt, dann sind es die anderen, die „stänkern“.
Guten morgen ich hatte mir die Frage auch gestellt was die Menschen denken wenn die englische Variante richtig zuschlägt die auch Kinder betrifft. Oder das Virus ein zweites mal zuschlägt weil man beim ersten mal nur leicht erkrankt war. Man wird vermutlich immer die einen haben die es extrem ernstnehmen, auch die die nichtmal vorerkrankt sind, und die die es auf die Leuchte Schulter nehmen. Und dann die Leugner, Querdenkenden was für mich garnicht geht diese Argumentation es würden "nur Alte und Vorerkrankte sterben" im Sinne um die ist es doch eh egal. In 10 Jahren werden wir wissen was falsch lief, besser hätte laufen können und ob diese Argumente wie"lockdown traumatisiert" stimmt denn wir haben keinen ecten was andere Länder haben siehe Israel sind für mich echte Lockdowns, wie die Menschen die überstanden haben sehen wir erst viel später
Ihr tut mi leid, dass ihr in so einem ignoranten und asozialen Umfeld leben müsst. Hier verhalten sich fast alle vorbildlich.
Im Privatbereich ist keine Einschränkung mehr möglich, wir haben seit Wochen/Monaten niemanden getroffen, auch keine Freunde, auch die Kinder nicht. Tatsächlich nicht ! Ich würde in diesem Szenario allerdings nicht mehr im Krankenhaus arbeiten, um meine Familie nicht mehr zu gefährden. Also: dann würde ICH zumindest kündigen und meine Arbeits-Kontakte, die ich als größtes Risiko sehe, da oft Kontakt zu Positiven, komplett zu reduzieren. Aber sonst: nein, mehr geht tatsächlich nicht.. drehen langsam durch :-( Lg, Lore
Ich habe eine Bekannte deren Vater arbeitet als Arzt in Meißen in KH. Meißen hat ja sehr viele Fälle. Er sagt: "es werden immer mehr jüngere Menschen ins KH eingeliefert, denen es richtig schlecht geht".
Würden Kinder wie die Fliegen sterben, würde ich meine Kinder daheim einsperren, ja. Da würde meine Eintscheidung nach Abwägung des Risikos anders aussehen als aktuell. Im Frühjahr habe ich meine Kinder von allen weggesperrt. Das war für keinen von uns schön, ging aber für die paar Wochen. Hätten wir das seitdem so durchgezogen (inkl. Befreiung vom Unterricht), wären es jetzt immerhin schon 10 Monate, und das halte ich für Folter. Aktuell ist auch kein Ende abzusehen. Bei einem festen Zeitraum von ein paar Wochen fiele es wohl allen leichter, ihre Kinder einzusperren. Mein Sechsjähriger darf draußen mit den zwei Kindern seiner "Entwicklungsstufe" der Straße spielen, drinnen nur mit einem "ausgesuchten". Evtl. bald auch mit seiner besten Freundin, wenn deren Eltern am Homeoffice/-Schooling verweifeln bzw. der Jobverlust droht (da waren sie im Frühjahr schon angekommen). Meine fast 15-Jährige bekommt alle zwei Wochen Besuch von ihrem Freund. Sonst hat sie noch zwei Freundinnen mit strengen Eltern, die sie ca. im wöchentlichen Wechsel für ein paar Stunden sieht. Ihre anderen Freunde treffen sich weiterhin mindestens ein Mal wöchentlich zum Feiern und fast täglich mindestens zu viert zum Chillen. Die trifft sie seit Monaten nicht mehr privat. Ich habe aktuell gar keine privaten physischen Kontakte, bis auf meine Eltern, wenn ich arbeitsbedingt bei ihnen schlafe. Mein Mann hat einen Freund, mit dem er draußen Sport macht. Seine nebenan wohnenden Eltern sehen wir nur kurz draußen. Einkaufen geht nur einer, nicht mehr täglich, zu Zeiten wo nix los ist. In der Arbeit können wir Kontakte nicht vermeiden. Homeoffice ist nicht möglich, den ÖPNV nutzen wir nicht. Fast täglich fahren wir zu positiv Getesteten, weil irgendwer in der Kette zu blöd war, die Daten richtig anzugeben, aufzuschreiben, weiterzugeben oder abzurufen. Zusätzlich zu den jeweils drei Kollegen haben wir täglich enge Kontakte zu Menschen, denen Regeln sch...egal sind. Da holt man sich nicht nur Corona, wenn's blöd läuft. Wenn jeder so "brav" wäre wie wir im Privatleben, hätten wir definitiv kein Problem mit Corona. Ich werde meine Kinder also nicht noch mehr einsperren, nur weil andere Leute zu blöd sind. Die gesundheitlichen Risiken für uns und unsere Verwandten haben wir abgewägt Die Risikopersonen in unserer Familie treffen ihre Entscheidungen auch selbständig und wägen das Risiko für sich ab. Der fast 80-jährige Lungenkranke sieht das verständlicherweise enger als die topfitte 63-Jährige und schränkt sein Leben entsprechend noch mehr ein.
"Wer entscheidet das, ob es so weiterläuft wie bisher?" Wir alle entscheiden das. Jeder für sich, alle für die Gesamtheit.
Hier liegen überwiegend (nichts nur) Patienten auf intensiv, die etwa 50-70 Jahre alt sind. Ein paar jüngere, wenig ältere. Die kranken über 80 jährigen kommen gar nicht erst auf intensiv Station. Mein Mann arbeitet auf Corona intensiv. Wir kennen kaum Familien die mal hier und mal dorthin fahren. Meine drei Kinder dürfen sich drinnen gar nicht verabreden, draußen jeder nur mit einem festen ausgewählten Freund, zeitlich begrenzt und nicht täglich. Nur Freunde von Familien die ich kenne und die das genauso handhaben wie wir.. Besuche empfangen und selbst besuchen machen wir seit Monaten nicht mehr. Kita und und Schulen sind hier geschlossen, Not Betreuung wird nicht ausgenutzt. Es sind bei uns im Kindergarten 5 von 26 Kinder in einer Gruppe, allesamt Ärzte Kinder, Kinder vom Pflegepersonal und Polizisten Kinder Beim Einkaufen wären meine Kinder schon Monaten nicht dabei. Einer meiner Kinder hat einen schweren Herzfehler, trotzdem erlauben ich auch diesem Kind den einen festen Freund draußen. Ich denke Kinder komplett weg zu sperren ist nicht förderlich für deren Entwicklung, psychische Gesundheit. Das Kinder nicht Treiber der Pandemie sind, sieht man daran, dass trotz geschlossener Schulen und Kitas die Zahlen sich nicht ändern. Es fehlt eine einheitliche Regelung im ganzen Land. Das Kitas in NRW und Hamburg voll sind, darf nicht sein. Grenzen schließen, um die Mutationen einzudämmen, die langsamer aber sicher zu uns schwappen. Ein generelles Reiseverbot Eine Lösung für gut besetzte Büros und Arbeitsplätze Kirchen schließen Kinderbetreuung muss irgendwie gewährleistet werden, im letzten locked down bin ich wochenlang mit Zahnschmerzen herum gelaufen, voll gestopft mit Ibuprofen, sämtliche Zahnärzte in Kurzarbeit und nur begrenzt offen, mein Mann ständig auf der Arbeit und keine Betreuung für meine drei Kinder, die noch nicht alt genug sind, alleine zu bleiben. Das kann nicht sinnvoll sein! Wir tragen garantiert keinen Alu Hut, mein Mann ist geimpft, ich demnächst auch, wir galten uns strenge an die geltenden Regeln. Und trotzdem glauben wir beide nicht, dass die Zahlen daher kommen, daß zwei Kinder draußen gemeinsam Fahrrad gefahren sind. Das mal zweiten Personen spazieren gehen.
da es nichts mehr zum einschränken gibt. Er war seit März nicht beim einkaufen, und seit den Weihnachtsferien verabredet er sich mit keinem. Ich bin zu 100 Prozent im HO, d.h. fahren mit dem Zug/Bus fällt weg. Lebensmittel/Drogerieartikel bestelle ich online, einkaufen von anderen Sachen, wie Obst/Gemüse/Brot/Fisch/Fleisch nur einmal die Woche. Fahrradfahrer und wandern, spazieren gehen ist ja noch erlaubt.
Man gucke dich einfach Irland an. Fast ohne Fälle Anfang Dezember, dank strengen LD dann gelockert und jetzt ein Indiz von 900. Nicht einfach zu beantworten. LD bringt viel, sobald gelockert wird, steigen die Zahlen. LG
Deshalb muss es eine Strategie für die Zeit nach dem Lockdown geben. Einfach „Lockern“ ist keine Strategie.
Laut dieser Studie: https://www.pnas.org/content/118/4/e2019617118 ist der Zeitpunkt, zu dem man den Lockdown verlässt, (mit anderen Worten: die Inzidenz, bei der man den Lockdown beendet), wesentlicher als die genaue Art der Lockerungen. Vielleicht hätte man in Irland noch zwei Wochen länger durchhalten müssen, zumal ja die neue Variante schon angekommen war.
Ja, wäre gut zu wissen. Probleme ist nur, dass die Menschen bei solchen Nachrichten, den Sinn eines LD noch weniger verstehen und bereit dafür sind. Wären jetzt meine Befürchtungen. LG
Härtere Einschränkungen muss die Regierung aussprechen und würden wir dann auch akzeptieren. Aber es ist alles so unsicher, keiner weiß wie lange alles noch gehen soll. Ei paar wenige Wochen kann man sich auch komplett isolieren, aber bitte nicht monatelang. Ich und auch meine Kinderärztin sind der Meinung, dass alles immer noch im Wohle der Kinder sein muss und ihnen monatelang jeglichen Kontakt zu Kindern verweigern, das kann nicht der Sinn sein. Und macht wirklich krank. Ich verzichte ja gerne auf persönliche Kontakte, aber meine Kids brauchen wenigstens etwas Kontakt auf dem Spielplatz. Aber schlimm finde ich wirklich, wie viele ihre Kinder in die Kita schicken, obwohl sie zu Hause sind und auch nicht arbeiten. Die meisten erzählen mir sogar, dass die Kita das befürwortet.
Das Umfeld, in dem du offenbar lebst, scheint sich doch gänzlich von meinem zu unterscheiden. Hier hat es sich keiner gemütlich mit corona eingerichtet. Hier weiß so gut wie keine Familie mehr, wie sie alles unter einen Hut bringen soll. Diese bescheuerten zusätzlichen Vorwürfe sind sowas von überflüssig und in meinen Augen auch total weltfremd!
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