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Wirksamkeit von RNA Impfstoffen

Wirksamkeit von RNA Impfstoffen

mimel

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Interview bei Markus Lanz 2. Dezember: Wirksamkeit der neuen RNA-Impfstoffe: Reine Mutmaßung und Spekulation sagt Studienleiter der Curevac-Impfung, Prof. Peter Kremsner (Tübingen). –– Kremsner: "Wenn die (Paul Ehrlich-Institut, Europäische Zulassungsbehörde) etwas zulassen, dann sollte es auch passen und dann können wir uns auch impfen lassen. Ich denke, das ist die Hauptbotschaft. Und ... ja. Wir versuchen jetzt loszulegen." –– Lanz: "Wovon gehen Sie da aus? Wie lange wird man immun sein?" –– Kremsner: "Wie lange die Wirksamkeit anhält, muss man erst prüfen. Mindestens zwei Impfungen sind geplant, möglicherweise braucht man auch noch mehr Impfungen. Bisher können wir nur, und das auch nur aus Pressemeldungen, von ein paar Wochen Schutz ausgehen, wenn das alles stimmt, was wir jetzt in der Zeitung lesen. ... da wage ich nichts zu spekulieren." –– Lanz: "Selbst Sie wissen das nicht?" –– Kremsner: "Nein. Wir können nur mutmaßen und spekulieren, wie lange ein Schutz, wenn er denn überhaupt zeigbar ist, anhält." –– Lanz: "Wird da im Moment medial, auch politisch, möglicherweise mehr Hoffnung gemacht, als eigentlich geboten wäre? –– Kremsner: "Ja, ich glaube, dass alle unter Druck sind, von den Politikern über Hersteller, auch wir Ärzte und Forscher ... Ich hoffe, dass alle diese Pressemitteilungen, die wir in den letzten zwei drei Wochen gehört haben, stimmen, dass die Daten wirklich so sind, wie es über die Hersteller verkündet wurde. Bei Astra-Zeneca ist da ja schon einiges im Unreinen, wie man jetzt gehört hat. Ich hoffe, dass es bei BionTec und Moderna stimmt... Ich habe noch keine Daten gesehen, es gibt keine Veröffentlichungen dazu." https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-2-dezember-2020-100.html


SassiStern

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Ludwiga

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Mensch SassiStern, das Thema "Impfstoffe" betrifft dich und dein Baby doch gar nicht. Es wird alles gut. Nicht soviel Kopf machen um Grippen, Coronaviren, Impfungen, Herdenimmunität, was weiß ich alles. Ok, die Imfpfung gegen Mastern, stimmt... Das dauert aber noch seine Zeit. Das ist einfach nicht gesund für die Psyche von werdenden Müttern. Diese vielen aufregenden Nachrichten stressen doch nur unnötig. Wann kommt das Kleine?


SassiStern

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Ich finde es nicht stressig. Ist doch nicht mein 1. Kind.


Einstein2.0

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Es dürfte ca das 10. sein. Sie wird wohl noch im Kreißsaal wieder schwanger, wie es scheint.


Ludwiga

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Wow;-) Eine fitte Mama. Meine Hebamme wäre begeistert.


SassiStern

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10 werde ich wohl nicht schaffen, selbst wenn ich wollte.


Ludwiga

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Du musst dringend Mitglied bei der STIKO werden. Das ist genau dein Ding, mimel! So viel Sachverstand ist beeindruckend.


emilie.d.

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der das Rennen verloren hat bzw. zeitlich hinterherhinkt? Er arbeitet für Curevac, der bald zugelassene Impfstoff ist von Biontech. Und dass er tatsächlich nicht über Umwege an Rohdaten vor den Einreichungen von Biontech kommt, kann ich mir in der kleinen wissenschaftlichen Welt kaum vorstellen. Kann aber natürlich sein. Wenn das so ist, kann man sich natürlich auf den sehr validen Standpunkt stellen, dass man vor Zulassung und Rohdatenkontrolle erstmal nichts glaubt. Ich nehm es ihm nicht wirklich ab. Spätestend bis Ende Dezember ist die EMA sicherlich durch mit dem Review, die wollen allerspätenstens am 29.12.2020 entscheiden.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, die Zusammenhänge zu betrachten.


Mitglied inaktiv

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Jepp, und Danke. Wobei wir natürlich erst später wissen, wie lange die Impfung anhält. Vielleicht ist es auch individuell und die einen müssen alle zwei Jahre geimpft werden, die anderen nicht . Wer weiß. Aber die Impfung deswegen zu "verteufeln" ist kontraproduktiv. Denn was hat man davon? Nicht impfen?


Lauch1

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Bin da bei emilie.d: Da geht es um die Impfstoffe der Konkurrenz, nicht um eine unabhängige Expertise. Und gut im Rennen sind nun einmal Biontech/Pfizer und Moderna, AstraZeneca ist um Monate zurückgeworfen worden und alle anderen müssen überhaupt erst liefern.


alba75

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Ich fasse mal zusammen: Man weiß also nicht, ob die Impfung überhaupt wirkt, wie oft man sie wiederholen muss, ob man weiterhin anstecken kann oder angesteckt werden kann. Eigentlich weiß man kaum was über die Wirksamkeit der Impfung? Da lasse ich anderen gerne den Vortritt. Wer mitmachen will soll das gerne tun und ich wünsche denjenigen, dass die Impfung wirkt, schützt und vor allem keine Nebenwirkungen hat. Aber ich warte erst mal ab. Vor allem werde ich mir die Impfung nicht in einem Impfzentrum geben lassen. Ich habe mehr Vertrauen, wenn ich das bei meinem mir vertrautem Hausarzt machen kann, der auch meine komplette medizinische Vorgeschichte kennt.


emilie.d.

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Hat Dein Hausarzt einen -80 Freezer, wo er den Impfstoff lagern kann? Meiner nicht. Rein praktisch könntest Du dich auch am Telefon beraten lassen, bevor Du zur Impfung gehst. Wenn Du denn eine Einladung bekämst. Man weiß das über die Impfstoffe, was die Firmen deüber veröffentlichen, Biontech /Phizer haben da sämtliche Erwartungen übererfüllt, deshalb der Hype. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass in den Pharmafirmen nur Lügner und Betrüger sitzen und sie Nebenwirkungsprofil und Wirksamkeitsdaten gefälscht haben, dann kann man tatsächlich argumebtieren, dass man nichts über Wirksamkeit und Nebenwirkungen weiß. Astra Zeneca dauert noch, aber als Vektorimpfstoff wäre der tatsächlich an normale Praxen lieferbar. Frage, ob auch so gut verträglich und wirksam. Und man hat noch ein paar Monate länger ein Risiko, sich anzustecken.


alba75

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Ist es menschlich denn wirklich so schwer zu verstehen, dass es eben auch Menschen gibt, die bei der Vorstellung, sich etwas, womit es noch kaum Erfahrungswerte gibt, spritzen zu lassen, Ängste und Sorgen haben? Und ja, jetzt wird bestimmt wieder argumentiert, dass es ja erprobt sei usw. Aber ich bin bei so was eben ein bisschen vorsichtig. Wem dies genügt, der soll sich halt impfen lassen. Und wer nicht, der lässt es. Muss doch jeder selber wissen. Außerdem gibt es doch genügend Leute, die die Impfung gerne haben wollen. Ist doch lieb von mir, wenn ich da jemandem den Vortritt lasse, der es kaum erwarten kann. Ich möchte übrigens noch hinzufügen, dass ich eigentlich ein Impfbefürworter bin. Durch Impfungen konnte der Welt schon einiges an Leid erspart werden. Aber bei dem Stoff warte ich ab. Und nein, mein Hausarzt hat wohl kaum einen Freezer, wo der Impfstoff gekühlt werden könnte. Aber es sollen doch mit der Zeit auch andere Impfstoffe kommen, wo es möglich sein wird?


alba75

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EDIT: Du hattest im letzten Satz erwähnt, dass es auch andere geben würde, die dann vielleicht nicht so gut erprobt sind, die auch beim Arzt gelagert werden können. Auch da werde ich natürlich warten, bis man mehr drüber weiß. Ich hindere übrigens auch niemanden daran, sich impfen zu lassen. Mein Mann will die Impfung recht schnell haben, mein Vater auch. Meine Mutter und ich warten lieber ab, meine Söhne ebenfalls. Meine beste Freundin will sich am liebsten sofort impfen lassen. Diese Entscheidung muss jeder selber für sich treffen. Fatal würde ich es finden, wenn da jetzt in der Öffentlichkeit so ein Druck entstehen würde: "Du MUSST dich aber impfen lassen!" Oder eben umgekehrt: "Wie kann man nur? Der Impfstoff ist gefährlich."


Leewja

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Farbstoffe unklarer Herkunft und Zusammensetzung in die Haut spritzen lässt, die überhaupt keinem Zulassungsverfahren unterliegen und die noch Jahrzehnte später in Lymphknoten nachgewiesen werden können und ein immerhin vorhandener, wenn auch kleinerer Anteil jede dubiose Flüssigkeit oder Kapsel ihres Heilpraktikers für 150 Euro die Portion kauft und schluckt, sogar,wenn Google es eindeutig als Gift klassifiziert - wundert mich das tatsächlich, ja.


alba75

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Antwort auf Beitrag von Leewja

Die mag es durchaus geben. Ich gehöre definitiv nicht dazu und kenne auch niemanden, der so was macht (obwohl, was jemand so im Geheimen macht weiß ich natürlich auch nicht bei jedem. Da sag ich aber auch: Eigenes Risiko. ). Stimmt, wenn die sonst so wenig Probleme damit haben, sich irgendwelches Zeugs spritzen zu lassen, dann klingt es ein bisschen merkwürdig.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von alba75

verrückt, ich dachte schon, ich hätte einen spießigen Freundeskreis, aber sogar da gibt's welche ;) (mal abgesehen von beruflichen Bekanntschaften).


alba75

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Antwort auf Beitrag von Leewja

Doch, stimmt. Ich dachte jetzt eher an obskure Medikamente oder Botox und solche Dinge, die ich mir nicht spritzen lassen würde. Allerdings kenne ich tatsächlich nur drei tätowierte Menschen, die sich vor vielen Jahren tätowieren ließen. Eine hat sich ein Arschgeweih machen lassen und das ist ihr heute ein wenig peinlich. Aber da auch die Bauchfrei-Mode vorbei gegangen ist sieht sie es als Erfahrung an und lässt es auch nicht entfernen oder so. Obwohl, ich denke so mancher hat irgendwo eine Tätowierung, die durch Kleidung verdeckt ist und die sich manche heute so nicht mehr machen lassen würden oder die sie vielleicht auch heute noch sehr gerne mögen, bei denen sie aber von vornherein darauf achteten, dass sie an Stellen gemacht werden, bei denen man, je nach Beruf, auch noch im Hochsommer luftige Kleidung tragen kann. Es gibt ja durchaus Chefs, die auf Langärmel-Hemden oder Blusen bestehen, wenn ein Tattoo am Unterarm ist, während andere das eher locker sehen. Habe allerdings auch schon von Leuten gehört ,die sich vor allem im Urlaub Henna-Tattoos oder auch richtige Tätowierungen haben machen lassen und wo das Ganze dann wohl nicht so gut ausging. Eine Kollegin erzählte mal von einer Verwandten, die sich glaube ich Hepatitis geholt hat.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

- 80 Grad bedeutet, dass es länger haltbar ist, in normaler Kühlung nur ein paar Tage, spricht also gar nichts dagegen, dass ein normaler Arzt impft, es wird ja nicht bei -80° gespritzt


emilie.d.

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Es ist unmöglich, bei einer derart kurzen Haltbarkeit logistisch zu vermeiden, entweder zu wenig Impfstoff beim Hausarzt zu haben oder zuviel. Das heißt dann, man schmeißt dringend benötigten Impfstoff weg. On demand ginge halt nur bei sehr kurzen Wegen. Ich denke, mit den Impfzentren ist das erstmal ganz gut gelöst. Langfristig wollen sie stabilere Varianten entwickeln bzw. könnte es eben passieren, dass man auf andere, besser zu händelnde Impfstoffe umsteigt. So die ähnlich gut wirken. 3. Punkt, der mit reinspielt, ist die Sicherheit. Sprich Diebe, die den Impfstoff auf dem Schwarzmarkt vertickern, oder auch terroristische Anschläge. Da lassen sich zentrale Stellen besser schützen.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von alba75

Mir ging es gar nicht drum, ob man sich impfen lässt oder nicht. Du hattest geschrieben, man weiß praktisch nichts über Nebenwirkungsprofil und Wirksamkeit. Das stimmt eben nicht. Man weiß eine ganze Menge, weil die Firmen eben ungewöhnlich transparent Zwischenergebnisse rausgegeben haben. Und ich persönlich glaube schon, dass es bei dem Druck, der da auf den wissenschaftlichen Kollegen lastet, uU zu kleinen Fehlern kommen kann, dass aber eben nicht im großen Stil Daten gefälscht werden.


Mitglied inaktiv

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Bullenspermakoffer vom Tierarzt helfen schon mal bei der Mobilität Schon bekommt man den Impfstoff doch auch aufs Land


emilie.d.

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Biontech hat spezielle Trockeneisboxen zum Transportieren. Aber lange lagern darin geht nicht. Am Ende des Tages läuft es wieder auf einen Freezer raus, der irgendwo stehen muss.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Tja und da hätte ich die Logistiker aus der Wirtschaft eingeladen, die mir ihre Fachexpertise dann zur Verfügung gestellt hätten (bitte, bitte und Money, Money) Aber wahrscheinlich passiert genau das nicht, das machen dann die Leute von den Gesundheitsämtern, die mit Logistik nichts zu tun haben.


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Danke emilia für die wieder einmal sehr gute Erklärung!


Lauch1

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Bei den Probanden von Moderna sind neutralisierende Antikörper auch noch nach 3 Monaten vorhanden. Selbst bei Senioren. https://science.orf.at/stories/3203343/


alba75

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Wie ist es eigentlich, wenn jemand Corona hatte und auf diese Weise Antikörper (nachgewiesen durch Bluttest) gebildet hat? Braucht der die Impfung überhaupt? Oder kann derjenige ein bisschen damit warten?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von alba75

Wenn man per Labortest ausreichend Antikörper nachweisen kann vermutlich nicht. Ich kenne 1 Person, die seit März eine ausreichend hohe Antikörperkonzentration hat (ohne jemals Krankheitszeichen zu spüren), alle 2 Monate zur Titerkontrolle in die Klinik geht und dann Plasma spendet. Nur auch da kann niemand sagen, wie lange die Antikörper halten. Aber derzeit gehen die Ärzte von Schutz aus.


Leewja

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Antwort auf Beitrag von alba75

wäre das natürlich auch ausreichend. Wenn es wie bei Grippe ist (jedes Jahr neuer Stamm), dann natürlich nur für das Jahr, wo er natürliche Ak gebildet hat.


alba75

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Antwort auf Beitrag von Leewja

Danke für die Antworten.


Ludwiga

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Antwort auf Beitrag von alba75

Das mit dem Nachweis an gebildeten AK ist unsicher, denn mehrere Studien haben gezeigt, dass SARS-CoV-2-spezifische Antikörper bei vielen Menschen mit überstandener COVID-19-Erkrankung nur über wenige Monate nachweisbar sind und daher möglicherweise auch nur einen zeitlich begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion bieten können. Dann gibt es aber noch die sog. Gedächtnis-T-Zellen. Kürzlich wurde eine Studie publiziert, die zeigt, dass nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion Immunzellen gebildet werden, die im Körper erhalten bleiben und bei einer erneuten Infektion eine schnelle Immunantwort vermitteln könnten. https://www.nature.com/articles/s41591-020-01143-2 Ziel der Impfstoffe ist es, eine verträgliche und langanhaltende Immunantwort zu induzieren. Schau mal nochmal hier: https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-immunologie/archiv/trillium-immunologie-ausgaben-2020/heft-2/2020-covid-19/design-und-funktionsweise-von-mrna-basierten-impfstoffen-zum-schutz-vor-infektionskrankheiten-covid-19-update.html Das beantwortet zwar nicht deine Frage - ich kann und mag es nicht be/verantworten, erklärt aber nochmal die Wirkungsweise. Ich werde/möchte mich auf jeden Fall impfen lassen, sobald die Klinik den Mitarbeitern den Impfstoff zur Verfügung stellt.


alba75

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Antwort auf Beitrag von Ludwiga

Auch dir vielen lieben Dank für die Antwort und für die Links.


Lauch1

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„Infektionsexperte Herwig Kollaritsch sagt: „Wir wissen noch nicht, wie lange ein Mensch nach einer Covid-19-Erkrankung immun gegen das Virus ist.“ Dass eine Immunität nach der Erkrankung besteht, davon gehen Experten jedoch aus – gibt es weltweit trotz Millionen Infizierter doch nur einige wenige beschriebene Fälle, wo es nach einer durchgemachten Infektion zu einer zweiten Ansteckung kam. „Wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, können sich auch Menschen, die bereits Covid-19 hatten, impfen lassen – es kann dadurch nichts passieren, die schon vorhandene Immunität wird durch die Impfung verstärkt“, sagt Kollaritsch. Ist der Impfstoff allerdings knapp, genüge es, sich nach sechs Monaten impfen zu lassen – denn so lange hält die Immunität nach der Erkrankung mindestens an, das traue man sich heute schon zu sagen. Wer wissen will, ob er schützende Antikörper hat, sollte laut dem Virologen Lukas Weseslindtner (Med Uni Wien) einen sogenannten Neutralisationstest machen: Dieser misst, ob vorhandene Antikörper das Virus auch wirklich unschädlich machen.„


fritzi3

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Ist es in Österreich tatsächlich so einfach möglich, einen Neutralisationstest machen zu lassen, wie Weseslindtner vorschlägt? Ich habe das hier in Deutschland einmal angefragt. Das Ergebnis war: Das machen nur ganz wenige Labore (z.B. das Labor Enders in Stuttgart) und es braucht dafür eine besondere Indikation. Es reicht nicht, dass man wissen will, ob man (noch) neutralisierende Antikörper hat. Das einzige was man anscheinend aus Eigeninitiative selbst machen kann, ist ein einfacher Elisa-Antikörpertest. Der ist aber halt lange nicht so aussagekräftig.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also wie oben geschrieben, mein Bekannter ist in relativ kurzen Abständen an der Uniklinik, bekommt seine Tests und spendet Plasma. Dazu wird auch immer in den Zeitungen aufgerufen. Die Gesundheitsbehörden haben ja Interesse daran zu wissen, ob Patienten (wenn auch zeitlich begrenzt) geschützt sind.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Dass man im Rahmen einer Plasmaspende-Aktion die Spender testet, ist nachvollziehbar. Ich glaube aber kaum, dass man als nicht bekannterweise Infizierter in Deutschland einfach so die Möglichkeit eines Neutralisationstests bekommt. Bei meiner Tochter ergab sich vor zwei Jahren, dass sie trotz zweimaliger zeitgerechter Masernimpfung im Elisa-Test keinen Titer hat. Ein Immunologe empfahl damals, einen Neutralisationstest zu machen, weil dieser genauer sei und deshalb eventuell doch einen Titer zeigen würde. Das Problem war, es war auch über die Kinderärztin nicht möglich, einen Neutralisationstest zu bekommen, obwohl damals die Labore ja noch nicht überlastet waren. Noch viel weniger kann ich mich vorstellen, dass man jetzt, bloß weil man vor der eigenen Impfentscheidung gerne wüsste, ob man denn nun Corona hatte oder nicht einen Neutralisationstest (oder gar einen Test auf T-Zell-Immunität bekommt) bekommt.