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Ichx4

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Sehr guter Kommentar von Nando Sommerfeldt und der " Welt". Ich verzichte auf das Geld vom Staat.........


Miamo

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

Für diese sog. Pandemie werden nicht nur unsere Kinder sonder auch noch unsere Enkel aufkommen müssen. Vielen scheint das jedoch nicht ansatzweise bewusst zu sein. https://www.welt.de/wirtschaft/article223835706/Bezahlter-Corona-Urlaub-fuer-Eltern-Nur-ein-Alibi-fuer-den-Staat-nichts-zu-tun.html#Comments


sun1024

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

... ist ja immer gemeinschaftliches Geld. Ich habe die Aufstockung der möglichen "Kinderkranktage" nicht als "jetzt kriegen alle Eltern Geld vom Staat" angesehen, sondern als eine Idee, wie man Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen müssen und deswegen in der Zeit ihre Arbeit nicht ausüben können, etwas entgegenkommt. Dass ich diese Tage nur nehme, wenn ich sie brauche, das habe ich auch bisher immer so gehandhabt - wir haben drei Kinder und haben Krankheiten der Kinder meistens dadurch auffangen können, dass mindestens einer von uns ausreichend flexible Arbeitszeiten hatte. Dass die Pandemie uns und die zukünftigen Generationen einschränken wird, ist klar. Wir haben nirgendwo ein Recht auf gleichbleibenden Lebensstandard stehen, solche Katastrophenfälle haben Auswirkungen. Ich finde es gut, wenn sie Regierung versucht, dafür zu sorgen, dass nicht einige Bevölkerungsgruppen dabei unverschuldet den Bach runter gehen, während es anderen finanziell besser als je zuvor geht. LG sun


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von sun1024

**Ich finde es gut, wenn sie Regierung versucht, dafür zu sorgen, dass nicht einige Bevölkerungsgruppen dabei unverschuldet den Bach runter gehen, während es anderen finanziell besser als je zuvor geht.** Das ist aber wirklich nur ein ziemlich kläglicher Versuch. Und es sind eher nicht Bevölkerungsgruppen sondern Wirtschaftszweige, die schon den Bach runter gegangen sind. Und zwar ohne adäquate Hilfe von staatlicher seite. Die letzte Corona-Hilfe vom Staat deckt im besten Fall Fixkosten. aber Auch nur bis zu einer willkürlich festgesetzten Obergrenze. Und doch, wir haben sehr wohl das festgeschriebene Recht auf Erhaltung des in den allermeisten Fällen selbst erarbeiteten Lebensstandards. Ich weiß, verfassungsmäßige Rechte werden im Moment eher wie Schmuddelkinder behandelt. Aber schau mal ins GG. Da steht s einiges dazu drin. Und nicht nur da. Es geht doch nicht um Dich und Deine Kinderkranktage.


Felica

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Antwort auf Beitrag von sun1024

ich hätte die vor Weihnachten die Tage schon nehmen können, habe ich nicht, habe Urlaub eingereicht. Eben weil ich die nur dann nutzen werde wenn ich wirklich nicht anders kann. Das sollte man auch jedem zugestehen. Und wer wirklich glaubt das das Geld auf Bäumen wächst und das nicht von Anfang an klar war das das extrem viel kosten wird und wir lange Zeit daran zahlen werden müssen, der ist einfach nur extrem naiv. Nett umschrieben.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Wo ist denn im Grundgesetz das Recht auf Erhaltung des Lebensstandard festgeschrieben? Ich kenne nur den Schutz des Eigentums (wobei es ja auch Enteignungen erlaubt, wenn es zum Wohle der Allgemeinheit nötig ist). Dass aber jeder dauerhaft in seinem Beruf/Wirtschaftszweig weiter gut Geld verdienen kann, ist doch nirgends festgeschrieben, oder?


sun1024

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Das Grundgesetz liegt bei uns als Magazin auf der Toilette, da finde ich eine Menge Rechte drin, aber keins auf einen Lebensstandard. Das Platzen einer Spekulationsblase, eine Pandemie, ein Krieg, eine Naturkatastrophe, eine neue technische Entwicklung... es gibt viele Einflüsse, die dafür sorgen können, dass der eigene Job, der eigene Lebensstandard, in Gefahr sind, ohne dass man selbst etwas dafür kann und ohne dass der Staat etwas dafür kann. Häufig versucht der Staat in so einem Fall, besondere betroffenen Gruppen zu helfen. Ganz auffangen wird er Schäden aber nie können. Das ist für die Betroffenen furchtbar, aber die Pandemie oder was der jeweilige äußere Einfluss ist, und die zugehörigen Auswirkungen lassen sich ja nicht ungeschehen machen - nur abmildern. Glaub mir, der Gedanke, z.B. die Wohnung finanziell nicht mehr halten zu können, hat mir große Angst gemacht - aber ich kann niemanden für dieses Lebensrisiko verantwortlich machen. Man kann nur von gar nicht bis wenig Betroffenen (bzw. der Gesamtheit, dem "Staat") umverteilen auf stark Betroffene. Über einzelne Umverteilungs-Maßnahmen kann man natürlich diskutieren und Verbesserungsvorschläge äußern Wie hängt das jetzt mit dem ursprünglichen Thema, den Kinderkranktagen, zusammen? Nun, der Autor des Artikels hat erkannt, dass durch die Pandemie Belastungen auf die ganze Bevölkerung zukommen, und ist daher bereit, nicht alle ihm angebotenen Umverteilungsmaßnahmen zu nutzen, damit die gesamte Belastung für alle nicht noch größer wird. Aus meiner Sicht ist das ein sehr freundlicher und guter Ansatz, nur das zu nutzen, was man braucht. (Auch bei Kinderkranktagen.) LG sun


As

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

Denkenden Menschen ist durchaus bewusst, welche finanziellen Folgen die Pandemie hat. Ich finde das nicht überraschend. Leider kann man die Pandemie auch nicht stoppen, indem man dieses Geld nicht ausgibt.


Jana287

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

Ich halte es für ein gutes und einfaches Hilfsangebot für Eltern. Wer das nicht nutzen möchte, muss es nicht, ganz einfach. Und wer es braucht, hat eben noch eine weitere Option. Im Übrigen rege ich mich über das Geld ausgeben nicht mehr auf, natürlich ist mir klar, dass diese Schulden immens sind. Keiner wird die zurückzahlen, Deutschland nicht und andere EU Staaten auch nicht. Was sagst Du eigentlich zu Tui? Dieser eine Konzern hat mittlerweile 4,3 Mrd an Hilfsgeldern bekommen. Macht bei 10.000 Mitarbeitern... ähm ...pro Kopf... das muss ich nochmal nachrechnen... das kann doch nicht... unmöglich... Nein, ich habe wirklich kein schlechtes Gewissen!


Felica

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Antwort auf Beitrag von Jana287

Böse Stimmen sagen ja, man sollte TUI pleite gehen lassen. Aber Moment mal, dann kann der ein oder andere nicht mehr mit denen in den Urlaub fahren. Ich wette, da ist man dann deutlich schneller bereit TUI zu unterstützen damit ja bloß der eigene Urlaub nicht gefährdet ist. Ist doch wichtiger als die Frage wie ein paar Eltern das finanziell stemmen welche bereits so auch schon wenig Geld haben.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

Hier verzichten auch viele- die nutzen lieber aus für mich unklaren Gründen die Notbetreuung ( alleinerziehende, die nicht arbeiten, oder Kinder von Familien die eine fitte Oma m Haus haben, die eine jüngeres Kind beaufsichtigt- Oma hatte Corona und ist immun......)


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Muts

da ist es gut, wenn diese das Angebot der Notbetreuung nutzt.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Muts

Also hier braucht man für die Notbetreuung eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, dass man "unabkömmlich" ist oder es müssen andere Vpraussettungdn vorliegen. Och dachte immer, dass sei landessekt öer Verordnung so geregelt ... Vermutlich sind halt die Gründe, warum diese Leute ihre Kinder schicken klnnen tatsächlich njr für DICH unklar ... Manches geht DICH ja auch gar nichts an ...


Jana287

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Antwort auf Beitrag von Sille74

In Berlin ist das auch anders. Da müssen nur die Eltern mitteilen, dass Bedarf besteht. Keine Nachweise. Deswegen sind hier auch Kinder in der Notbetreuung, die im ersten Lockdown nicht waren, weil die Eltern nicht systemrelevant. Mein ganz subjektiver Eindruck: die Solidarität hat nachgelassen, und manche Eltern strecken sich auch gar nicht mehr. Da wird Bedarf angemeldet, und das Kind geht volle 8 Stunden in die Notbetreuung - ohne den Versuch, Dienste zu tauschen oder Alternativen zu finden.


Ichx4

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Antwort auf Beitrag von Jana287

Wer entscheidet denn die Systemrelevanz? Warum soll z. B. ein Polizist mehr Rechte auf einen Kitaplatz haben als ein selbstständiger Handwerker. Der Artikel soll ja auch eigentlich nicht den Eltern ein schlechtes Gewissen machen, sonderm dem Staat.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Jana287

Ja, aber Muts lebt ja, genau wie wir, in Ba-Wü ... es dürfte somit das, was bei uns am Fuß der Schwäbischen Alb gilt, auch im Schwarzwald gelten ... Das mit der "Systemrelevanz" finde ich schwierig. Natürlich gibt es Tätigkeiten, die komplett unabdingbar für eine Gesellschaft sind (im Gesundheitswesen, bei Polizei, Wasser- und Energieversorgung, im Lebensmittelbereich, wobei man letzteres sicher im schlimmsten Notfall sogar auch etwas zurückfahren könnte). Letztlich tragen ja aber schon alle irgendwie das Gemeinwesen und für den einzelnen ist seine Tätigkeit ja definitiv relevant. Meine Tätigkeit ist sicherlich nicht systemrelevant im o.g. Sinn, dennoch geht es da auch um die Gesundheit und die entsprechende finanzielle Absicherung der Menschen, mit denen ich zu tun habe. Ob jetzt die Bereitschaft gesunken ist, Alternativen zu finden, oder ob es einfach nicht mehr so leicht geht, kann ich nicht beurteilen. Bei mir z.B. ist das mit zunehmender Zeit schwieriger zu organisieren. Mein Mann ist "systemrelevant" und zwar definitiv, ich jedoch nicht (s.o.). Anfangs hat mein Mann trotzdem seine Tätigkeit bis an die Schmerzgrenze für alle Beteiligten heruntergefahren, damit ich auch zumindest das Dringlichste machen kann. Das hat er jetzt vor Weihnachten auch wieder gemacht. Aber auf Dauer und häufiger geht das bei ihm nicht. Da er ja sonst seine systemrelevante Tätigkeit nicht mehr ausfüllen kann und dazuhin noch in die finanzielle Bredouille käme.


Ichx4

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Und wer will schon finanzielle Einbußen. Da rackert man sich ab, legt etwas für die Rente zurück und ist jetzt gezwungen dieses Polster aufzubrauchen, weil einem die Arbeit untersagt wird und "irgendjemand" festlegt, dass man nicht systemrelevant ist. Im Alter ist man dann angeschmiert, wenn man keine Rücklagen mehr hat. Ne, so funktioniert das nicht. Im europäischen Vergleich... gehen die Deutschen sehr spät in Rente bekommen weniger Rente können sich weniger Immobilien und andere Vermögenswerte leisten. Im Steuer- und Abgaben zahlen sind wir aber ganz vorne mit dabei.


As

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Antwort auf Beitrag von Ichx4

Wie bewältigen andere Länder die Pandemie denn finanziell? Gibt es da auch aus Steuergeldern finanzierte staatliche Hilfen? Wie ist es dort, wenn die Schulen dicht sind? Führ den Vergleich mal weiter, wird interessant.