Elternforum Coronavirus

Was das kein Hotspot sein soll...

Was das kein Hotspot sein soll...

Johanna3

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https://www.news4teachers.de/2021/01/44-jaehrige-erzieherin-stirbt-nach-corona-ausbruch-in-ihrer-kita-an-covid-19-rki-meldet-inzwischen-19-verstorbene-lehrer-erzieher/


fritzi3

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Dazu passt folgender Artikel über einen Ausbruch in einer Kinderkrippe in Polen mit 29 Infizierten. https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/27/1/20-3849_article Die hohe Zahl an Infizierten in den Haushalten der in der Kita betreuten Kinder ist eigentlich nur über eine Ansteckung durch die asymtomatischen Kinder erklärbar. Die hohe Ansteckungsrate wird über den engen Kontakt, den man als Eltern (aber auch Erzieher(in)) mit den kleinen Kinder hat, erklärt. Wenn man genauer hinschauen würde, würden wohl auch anderswo viel mehr solcher Cluster bekannt.


Muts

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Ja, aber Kitakinder werden hier auch nur getestet, wenn sie Symptome zeigen. Gestern hab ich was gelesen, dass sich die Zahl der Infizierten Kinder und Jugendlichen gegenüber Anfang Dezember halbiert hat. Woran das wohl liegt? LG Muts


Ludwiga

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Ach fritzi3, wozu brauchen wir aktuelle Forschungserkenntnisse. Frau Eisenmann holt sicher noch mal den abgelaufenen Schinken aus der Schublade hervor (Kinderstudie BW) und begründet damit, neben ihren ernst gemeinten Sorgen um das seelische Wohl der Kinder und ihre Bildungschancen, ihren Entschluss, die Grundschulen und Kitas ab dem 18. Januar flächendeckend zu öffnen. Unterricht ja, aber bitte sicher oder zumindest sicherer gestaltet als bisher. Angepasst an den aktuellen Forschungsstand, an das Infektionsgeschehen. Die Zeit ist absehbar. Sprich kleinere Gruppen und MNS. In BW ist man auch fein aus der Verantwortung raus. Schließlich darf man sein Kind vom Präsenzunterricht befreien lassen, d.h. man geht das Risiko freiwillig ein oder man entzieht dem Kind alle sozialen Kontakte und Chancengleichheit. Wie schön. Mal sehen, nächsten Donnerstag soll die Entscheidung anhand der Infektionslage gefällt werden. LG, L.


fritzi3

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Ja, im Moment bin ich ausnahmsweise mal froh, in Bayern zu leben. Zwar lief und läuft da auch schultechnisch nicht alles glatt, aber immerhin scheint jetzt für die nächsten drei Wochen verbindlich kein Präsenzunterricht zu sein. Die Regelung, dass die Eltern ihr Kind von der Präsenzpflicht befreien können, finde ich das Allerletzte. Wahrscheinlich dürfen daheimgebliebene Kinder dann noch irgendwelchen Aufgabenblättern hinterherlaufen ....


Mitglied inaktiv

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Ich finde, dass die Befreiung von der Präsenzpflicht ein wichtiger erster Schritt ist. Natürlich müssen dann noch weitere Maßnahmen folgen.


fritzi3

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Kriegen die Kinder, die zu Hause bleiben, dann irgendeinen Input, der über die Hausaufgabenmappe, die man kranken Schülern nach Hause bringt, hinausgeht? Wenn bei uns diese Regelung käme und wir unsere jüngere Tochter zu Hause lassen würden, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie in der Klasse entweder die einzige wäre oder sich höchstens noch ein oder zwei andere für diesen Weg entscheiden würden. Meine Befürchtung wäre außerdem: Nachdem die Lehrer zeitlich ja vollständig mit ihrem normalen Präsenzunterricht ausgelastet sind, bleibt für die paar Daheimgebliebenen an pädagogischem Input ja wahrscheinlich nur die Weitergabe von ein paar Arbeitsblättern. Da überlegen dann die, die ihr Kind gerne zu Hause lassen würden, dann vielleicht doch, ob sie ihrem Kind diese Sonderrolle zumuten.


Mitglied inaktiv

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Bei uns war es zum Beispiel möglich, dass die „Daheimgebliebenen“ problemlos über Videokonferenzen am Unterricht teilgenommen haben. Aber es gibt bestimmt auch noch andere Möglichkeiten.


fritzi3

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Ja, da sind die technischen Möglichkeiten sicher unterschiedlich. Wenn das möglich ist, hätte ich auch nichts gegen das Aussetzend er Präsenzpflicht. Nur haben hier die wenigsten Schulen die Möglichkeit, den Unterricht zu streamen. In der Grundschule gibt es jetzt am Monat die erste "offizielle" Videokonferenz überhaupt. Ich bin gespannt ....


Mitglied inaktiv

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Ich auch. Und ich bin der Meinung, dass in den letzten Monaten sicherlich einiges versäumt wurde, um die Digitalisierung voranzutreiben. Ich hoffe, dass das jetzt schnellstens nachgeholt wird.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

https://oesterreich.orf.at/stories/3083781/ Hier hat sich in nur wenigen Unterrichtstagen die Infektionsrate an den Schulen verdreifacht. Herbstferien waren bis 03.11, Testzeitpunkt Mitte November. Die Infektionsrate war in etwa dieselbe wie die der restlichen Bevölkerung. „Infektionsrate an Schulen verdreifacht Rund 1,5 Prozent positive Ergebnisse hat die zweite Runde der SARS-CoV-2-Monitoringstudie an Schulen erbracht. Damit war zum Testzeitpunkt Mitte November die Prävalenz unter Schülern und Lehrpersonal um mehr als das Dreifache höher als in der ersten Runde (bis 22. Oktober). Der Wert habe eine „ähnliche Größenordnung“, wie es ihn zu diesem Zeitpunkt in der Gesamtbevölkerung gegeben habe, so die Studienautoren. In der ersten Runde wurden im Zeitraum von 28. September bis 22. Oktober 40 von über 10.000 Teilnehmern positiv getestet (Prävalenz: 0,39 Prozent). Die zweite Erhebung lief nur von 10. bis 16. November, da sie vom 17. an vom neuerlichen Lockdown mit umfassenden Schulschließungen gestoppt wurde. Ähnlicher Wert in Gesamtbevölkerung Bis dahin wurden aber immerhin in fünf Bundesländern (Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Vorarlberg und Wien) 3.745 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer getestet, von denen sich 53 als Träger des SARS-CoV-2-Virus entpuppten, sagte das Team um den wissenschaftlichen Koordinator der Studie, den Mikrobiologen Michael Wagner von der Uni Wien. Das ergebe eine Prävalenz von 1,44 Prozent, wobei die Schwankungsbreite (95 Prozent Konfidenzintervall) von 1,06 bis 1,9 Prozent reicht. Lege man die Ergebnisse der ebenfalls vom Bildungsministerium mit initiierten Prävalenzstudie der Statistik Austria mit dem fast identen Erhebungszeitpunkt (12. bis 14. November) auf das Design der Schulstudie um, komme man auf einen Vergleichswert von 2,12 Prozent in der Gesamtbevölkerung über 16 Jahre. Aufgrund der etwas geringeren Sensitivität durch das Zusammenfassen von bis zu zehn Proben in „Pools“ und anderer Faktoren unterschätze das Schulmonitoring „ganz bewusst Prävalenz ein Stück weit“, sagte Wagner, der die beiden Werte in etwa auf vergleichbarem Niveau sieht. Dass es durch Methodik oder Studiendesign bedeutsame Verzerrungen geben könnte, glaubt auch der Generalsekretär im Bildungsministerium, Martin Netzer, nicht. Standorte mit sozialer Benachteiligung stärker betroffen Die Drei- bis Vervierfachung des Wertes aus der ersten Runde hob Peter Willeit von der Medizinischen Universität Innsbruck hervor. Während etwa das Alter der Kinder oder der Pädagogen, deren Geschlecht oder die Schulform keinen Einfluss auf den Anteil Covid-19-Positiver hatte, ging eine höhere 7-Tage-Inzidenz in einer Region auch mit einem etwas erhöhten Positivanteil an dortigen Schulen einher. Wie schon bei der ersten derartigen Erhebung war das auch an Schulen mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien so. An Standorten mit höherer sozialer Benachteiligung wurde eine in etwa doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit ermittelt, auf einen unerkannten Infektionsfall zu stoßen, erklärte der Epidemiologe. Hier zeige sich, dass die Studie neben der Abschätzung der Dunkelziffer nicht nur dabei helfe, solche oft asymptomatische Fälle an Schulen zu identifizieren, sondern auch „zu verstehen, wo Fälle gehäufter auftreten“. Das soziale Umfeld sei mit entscheidend, wenn etwa ein Kind aus einer Familie mit Eltern in prekäreren Dienstverhältnissen eher auch mit milden Symptomen in die Schule geschickt werde, so Willeit. Gerade über sozial benachteiligte Schulstandorte, die naturgemäß oft in größeren Ballungsräumen liegen, müsse man sich auch im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise Gedanken machen, sagte Netzer. Dieses „ganz wichtige Monitoring“ zeige, in welchen Bereichen es ein erhöhtes Risiko gebe und wie in etwa der Viruseintrag in und aus Schulen vonstattengehe. Man wisse etwa, dass in vielen Elternhaushalten wenig Sensibilität auf das Thema Covid-19 gelegt werde. Bildungsministerium will „mehr Testmöglichkeiten“ Es stelle sich daher die Frage, ob an stärker gefährdeten Schulen nicht insgesamt verdichtet getestet werden müsse. Derartige Überlegungen würden vermutlich zukünftig umgesetzt, sagte Netzer: „Wir müssen hier mehr Testmöglichkeiten schaffen.“ Man hoffe hier auch sehr auf neue Testmethoden, bei denen die Abstriche weniger tief im Nasenraum entnommen werden müssten, und den verstärkten Einsatz von Gurgeltests. Wagner wünschte sich insgesamt einen „pragmatischeren Umgang“ mit dem Thema Testen. Denn auf dem Gebiet sei „technisch schon viel möglich“, aber rechtlich vieles nicht einfach. „Kinder werden systematisch zu wenig getestet in den meisten Ländern“, so der Molekularbiologe. Nächste Runde ab 18. Jänner An Volksschulen, Mittelschulen und AHS-Unterstufen wird von den Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck, der Uni Linz und der Uni Wien mittels Gurgeltests das ganze Schuljahr über die Häufigkeit aktiver Coronavirus-Infektionen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern in ganz Österreich erhoben. Geplant sind insgesamt zehn Durchläufe jeweils mit denselben Teilnehmern über das gesamte Schuljahr hinweg. Der nächste Durchlauf der Gurgelstudie ist ab 18. Jänner geplant – vorausgesetzt der Präsenzunterricht beginnt dann tatsächlich wieder. Netzer geht davon aus, dass die Rückkehr an die Schulen am 18. Jänner erfolgen kann, vorausgesetzt die Infektionszahlen erlauben das. Dazu stünden aber in den kommenden Tagen noch politische Entscheidungen an. Fragen zu Virusmutation Die dritte Studienrunde werde fix um die Analyse des gefundenen Virenerbguts erweitert, so die Studienleiter, die ihre noch nicht von Fachkollegen überprüfte Auswertung am Mittwoch auf der Plattform medRxiv hochgeladen haben und auch ein Ergebnis-Dashboard für künftige Erhebungen ankündigten. Gerade im Schulbereich sei es besonders wichtig zu wissen, welche Varianten dort kursieren. Erste Daten aus Großbritannien zu der dort aufgetauchten Virusvariante würden etwa darauf hinweisen, dass Kinder und jüngere Menschen damit leichter infiziert werden könnten, so Wagner: „Mit den neuen Varianten wird man mehr auf Schulen schauen müssen.“ Das sieht auch Netzer so, der aber von der pauschalen Weiterführung von breiten Schulschließungen im Angesicht der britischen Virenvariante nichts hält. Man habe hier eine komplexen Güterabwägung zu bewerkstelligen und brauche eine genauere Beobachtung der diesbezüglichen Situation in Kooperation mit der AGES und dem Gesundheitsministerium. Nach den ersten Nachweisen der Variante in Österreich sollte man nicht gleich über das Schließen von Schulen diskutieren, weil darunter auch Kinder gewesen seien, so der Generalsekretär im Bildungsministerium.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

so sicher dass auch kein Mundschutz getragen werden soll die Kinder könnten davon traumatisiert werden... Hier vor Weihnachten Vorschulkind positiv aber weder andere Kinder(Eltern) informiert noch Erzieher getestet KInder stecken nicht an... auch keine Quarantäne


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von Ellert

In Brandenburg wahrscheinlich den Kommunen überlassen. In Potsdam sind die Kitas zu. Also das mit der Traumatisierung muss mir nochmal einer erklären. Das ist doch vollkommen aus der Luft gegriffen oder gibt es dazu Studien? Meine Kleine findet Maske witzig - aber Sonnenbrille eher nicht so doll. Klar natürlich dass die Kleinen versuchen einem die Maske runterzureissen. Aber auch das kriegt man sicher in den Griff..


Ellert

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Antwort auf Beitrag von ImvPP

Ich habs vor Weihnachten schonmal geschrieben als meine Tochter den Fall in der Kita hatten Träger sagt nein zu Masken mit den Argument Erzieher dürfen die wenn nur im Flur tragen wenn sie die Kinder übergeben TF hat bisher zwar schön hohe Zahlen gehabt, gerne über 200 oder einmal sogar 300 heute tritt ja die 15km Regel in Kraft, ich wette dann sind wir drunter. Hier wie gesagt Regelbetrieb, gestern keinerlei Infos zu Änderungen, meine ist gerade Leitungsvertretung, da bekomme ich das mit. Aufruf an Eltern doch daheim zu lassen aber da könnte man auch an Wände reden


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von Ellert

Das Argument ist halt total Irrsinn. Können die Erzieherinnen sich dem nicht gemeinschaftlich widersetzen und Maske tragen?


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

So gut wie alle erzieher positiv, da lief dann aber wohl auch mehr schief.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Wenn die Kinder (maskenlos) die Überträger sind, dann hilft, v.a. wenn es sich um die ganz Kleinen handelt, das beste Hygienekonzept nichts. Wenn man die Kinder mal auf dem Schoß sitzen hat, hochhebt, Tränen trocknet etc., kann sich kaum vor einer Ansteckung bei ihnen schützen.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Kein Wunder. Bei Krankheits - oder Urlaubsausfällen müssen Kollegen in anderen Gruppen einspringen. Oder gar welche aus dem Vertretungspool. Und die Betreuungsstunden werden erst jetzt wieder gekürzt. Es musste in vielen Einrichtungen zumindest insofern gruppenübergreifend gearbeitet werden, dass im Früh - und Spätdienst die einzelnen Gruppen zusammengefasst wurden.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Bei uns gibt es kein Wechsel oder eine Begegnung zwischen den Gruppen. Zumindest theoretisch. Aber das ist halt wie mit dem lehrerzimmer in der Schule oder der teeküche im Krankenhaus. Springer sind ebenfalls nur in einer gruppe. Das ist hier in jeder Kita vorgegeben.


Momvon3

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Ja, von früh - und spätbetreuung träumen wir in bw nur. Insofern gibt es dieses Problem nicht. Schon ein ganztagesplatz von 8-16.30 ist schwer zu bekommen.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Schwer zu bekommen ist er hier auch, da die Gruppen in der Regel auf lange Sicht ausgebucht sind. Aber es gibt hier nur sehr wenige Einrichtungen ohne Früh - und Spätdienst.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Momvon3

Selbst bei diszipliniertester Gruppentrennung hätten sich bei uns im Kindergarten zwangsläufig verschiedenste Kontakte ergeben, schon deshalb weil es nur einen Raum mit Toiletten für die drei Gruppen gab. Mehrere neuere Kitas bei uns sind schon baulich an das "offene Konzept" angepasst. Hier könnten sich die Kinder zwar räumlich auf die verschiedenen Bereiche verteilen. Aber um die Kinder getrennt zu halten, müsste man schon Raumteiler aufstellen und letztlich würden doch alle die gleiche Luft einatmen, weil es einfach ein großer Raum ist. Da rächt es sich dann, dass pro Kind in Kitas und Schulen dann doch immer recht wenig qm vorgesehen sind.