Mitglied inaktiv
Ich kenne dieses Presse-Medium nicht und kann nicht sagen, ob es Bild-Niveau hat. Aber: die Frage die hier oft gestellt wird ist doch, wie man sich hätte vorbereiten sollen. Gesundheitsämter, sonstige Behörden, Pläne, Krankenhäuser, Maßnahmen zu Finanzierungen. Irgendwie lautet die Antwort: Ja. Hätte man. Anscheinend war der „Systemzusammenbruch“ (den es ja noch nicht gibt, aber so wirklich funktioniert das altbewehrte System nicht mehr) absehbar. https://www.zm-online.de/news/politik/behoerde-warnte-2012-vor-pandemie-mit-mutiertem-sars-erreger/
wir uns aber auch nicht vorbereiten. Es ist teuer und anstrengend und aufwändig und das Volk motzt dann wegen teuer und anstrengend und Datenschutz und "haben wir ja noch nie so gemacht" und man hat Angst dann nicht (wieder)gewählt zu werden und man glaubt auch irgendwie nicht, dass es wirklich passieren kann und dann fällt einem das auf die Füße, wie uns jetzt. Aber wären Du und ich und alle vor 8 Jahren wirklich zufrieden gewesen, wenn sehr viel Geld und Personal in diese Dinge gesteckt worden wären? Vorratshaltung von Beatmungsmaschinen, Schutzkleidung, Masken erfolgt wäre (mit natürlich Wartungskosten bzw. Ersatz/Turnover alle paar Jahre, wenn nicht mehr steril oder so). Hätten wir bei digitaler Aufrüstung der Schulen einfach alles abgenickt, wo der GEDANKE an Homeschoolinmg/Distancelearning doch damals KOMPLETT absurd war? Hätten wir Homeoffice-Regelungen flexibel und kurzfristig anpassbar gestaltet, weil wir das einfach GEGLAUBT hätten? Hätten wir gesagt "ach die paar Milliarden Euro, ja, macht mal"?
Die Frage, was wir gesagt oder getan hätten, ist doch aber rein hypothetisch. Zum einen hat schon niemand gefragt. Und zum anderen haben die allerwenigsten da wirklich einen Durchblick/Weitblick, mich eingeschlossen. Es gab aber auf der anderen Seite genug Menschen, die den hätten haben müssen. Und man muß ja nicht zu jeder solcher Maßnahmen die BILD einladen, damit auch die letzte Deppin dazu sülzen kann. Es wird doch vieles gemacht, was nicht an die große Glocke gehängt wird, ist ja auch völlig ok so. Speziell was die Digitalisierung von Schulen angeht, hätte es wohl nicht sonderlich viel Protest gegeben. Jetzt läuft diese völlig konzeptlose Sichtfahrt schon knapp ein Jahr. Und selbst im Angesicht der Katastrophe wird ja kaum etwas getan. Schulen hinken immer noch hinterher, Lehrerinnen benutzen weiter ihre Privaten PCs, zum Beispiel. Quasi keine Schule hat WLAN. Und und und. GA nicht vernünftig ausgestattet, weder mit Technik, noch mit Personal. Und da gibt es dutzende Beispiele, wo grandios verkackt wurde. Obwohl man wußte, was demnächst passiert bzw. was unmittelbar bevorsteht. Trotzdem steht die Politik mehr oder weniger komplett bei jeder neuen Maßnahme, die aus dem Hut gezaubert wird, wieder wie der Ochs vorm Scheunentor, weil man DAMIT ja nun wirklich nicht rechnen konnte.
Es gibt für alle möglichen Katastrophen-Szenarien solche Papers, aber sich auf jedes Szenario vorzubereiten, würde Abermilliarden kosten.
Welches Szenario soll man auswählen und finanzieren?
Ich bin für "Angriff durch Außerirdische" ![]()
Naja, bezüglich Hochwasser gibt es alle möglichen Maßnahmen, Konzepte, etc. Nicht perfekt - aber besser vorbereitet als auf Pandemie sind wir da schon.
aber das bewerte ich JETZT so, wo es eingetroffen ist. Wenn mir das jemand vor 8 Jahren zu lesen gegeben hätte, hätte ich gesagt "tolles Drehbuch, aber bitte, so was passiert doch im Leben nicht". Ich finde auch, dass man erwarten könnte, dass die Landesführung solche Dinge, die sie auch selber beauftragt, natürlich eher ernst nehmen müsste als ich (= Lieschen Müller), aber ob ich damals gesagt hätte "Gut, dass ich so vernünftige und vorsorgende Politiker an der Spitze sehe" oder ob ich gesagt hätte "die haben sie ja wohl nicht mehr alle, das Geld ist ja wohl woanders dringender nötig und besser eingesetzt" - ich denke, eher letzteres... Dann sollte man jetzt ja, wo bewiesen wurde, dass so was eben doch passiert, ja die anderen erstellten Katastrophenszenarien unbedingt auch ernst nehmen und vorbereiten, oder? Für massive Überschwemmungen wie gesagt gibt's es definitiv auch eins, das habe ich Anfang 2020 gesehen.
(und selbst die führen ja trotzdem sie "üblich" sind immer wider zu zumindest starken Einschränkungen und Verlusten.
Auf das Hochwasser 2013 waren wir ziemlich gut vorbereitet und wirklich jeder hat mitgeolfen. Baufirmen in unserer Umgebung haben Sand gesponsort usw. Aber ich finde es erschreckend, was vor einem mutierten Sars-Virenstamm gewarnt wird und es einfach genauso eintritt, wie es beschrieben war.
Von einer Digitalisierung der Schulen profitiert das Land ja nun nicht nur in Zeiten einer Pandemie. Ebenso von einer vernünftigen Digitalisierung der Gesundheitsämter, breitflächig verfügbares schnelles Internet, Ausbau der Pflegekräfte und Ärzte, Schulung der Lehrer, Konzepte und regelmäßige Übung für Katastrophenschutz inklusive funktionierende Warnsysteme (Sirenenprüfung, Apps etc)... das ist ja alles nicht nur für eine Pandemie hilfreich. Zudem hinkt Deutschland gerade in Bereichen der Bildung, Pflege und Internet soweit hinterher, dass es da schon seit Jahren (Jahrzehnten?) überfällig ist, Geld in die Hand zu nehmen, statt zuzusehen, wie uns Schwellenländer überholen. Ganz unabhängig von einer Pandemie.
worden wären. VOR Corona. Weil keiner so richtig gesehen hat, was los ist.
zm-online (zahnärztliche mitteilungen) ist absolut seriös. In der aktuellen Ausgabe steht z.B. dieser Artikel
Kann man auf alles zu 100% vorbereitet sein? Terroranschläge Pandemie Krieg Dürre / Klimawandel Naturkatastrophen etc... Wer konnte vor einem Jahr schon AHNEN, dass uns dieses Virus so lange in den Ausnahmezustand versetzt?
Anscheind hat man es geahnt, sonst hätte man nicht gewarnt. Die Frage war nicht OB sondern WANN. Man fängt halt erst um die Meinung derer zu bitten, die es vorausgesagt haben, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Ich erinner mich an die Aussage von Spahn so oder so ähnlich „Was geht uns das Virus aus China an? Das kann uns nichts anhaben.“ Ja komisch, dabei war doch diese Warnung eben bekannt?
100 % auf alles vorbereitet sein geht natürlich nicht. Man muss auch abwägen, wie sind die Risiken, wie die Kosten ... Auf die Pandemie waren wir aber extrem schlecht vorbereitet. Und Pandemien sind jetzt nicht so unwahrscheinlich, wir hatten in Europa nur bisher "Glück" dass diese in letzter Zeit hauptsächlich in anderen Regionen auftraten. Zumal es entsprechende Pandemiepläne, Planspiele etc. gab. Einige der Vorbereitungsmaßnahmen sind auch ohne Pandemie sinnvoll, entweder auch in "ruhigen Zeiten" (Bsp. Digitalisierung) oder auch bei anderen Katastrophen (Bevorratung...).
100% geht sicher nicht. Aber solche Warnungen zu „ignorieren“ und dann weiter zu ignorieren wenn es sich anbahnt, das ist mir grade unverständlich.
1 Es kostet halt Geld. Passt nicht zur Strategie "schwarze Null". 2 Man kann mit so einem Thema keine Wahl gewinnen. 3 Es lohnt sich nur auf lange Sicht und man hofft dass es in der eigenen Wahlperiode nicht passiert. ... und irgendwann ist es dann zu spät?
Anderes kostet auch Geld. Nehmen wir man sinnlose Bauprojekte. (Ach was guck ich immer gern Mario Barth deckt auf) auch wenn es teilweise zum Lachen ist - das Geld könnte man sich sparen und in andere Bereiche investieren. Digitalisierung, öffentlicher Dienst, Krankenhäuser. Aber stopp: die zunehmende Privatisierung dieser ist auch nicht das non plus ultra. Hauptsache Kosten sparen. Wenn es nur darum geht eine Wahl zu gewinnen, naja. Nun dann...
Klar. Ich finde das ja nicht gut - im Gegenteil. Aber Politik denkt oft nur mittel- und nicht langfristig....
Es ist ganz einfach unmöglich ein Land auf alles vorzubereiten. und dieses "hätte müssen" hilft heute gar nichts. Wie gut bist du selbst vorbereitet? Auf Alter, Krankheit, Pflegefall, Unfall,...? Umgebung Behindertengerecht ausgestattet? Rein Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass eine Person aus einer Familie (Vater, Mutter und Kind) durch Unfall oder Krankheit länger Pflege braucht, lebenslange Folgen hat, als eine weltweite Pandemie. Leider finde ich den passenden link dazu nicht.
Das ist richtig, aber es wurde eben gewarnt. Und genau das trifft jetzt eben ein. Wie gut ich vorbereitet bin? In meinen Augen sehr gut. Aber wie, das werde ich hier nicht ausführlich beantworten. Ich bin ein Mensch, der Sicherheit im Leben braucht, und auf all das, worauf ich mich vorbereiten kann, bin ich vorbereitet. Klingt krass, ist aber so.
Du vergisst aber, dass dieser Mist seit knapp einem jähr läuft. Und immer noch wird auf Sicht gefahren, bei Nebel. DAS nervt so unendlich.
Eine Wohnung kann man nachrüsten bzw. umziehen (ja, auch das ist nicht einfach). Ein Land plötzlich pandemiegerecht gestalten geht eher nicht ....
Nun, für einen flächendeckenden Stromausfall wären wir auch mehr schlecht als recht vorbereitet! LG Muts
Oh ja, und das ist ein Szenario das wirklich mal eintreffen könnte. Neulich scheinen wir ja auch kurz davor gewesen zu sein... Nachdem ich Blackout gelesen haben, bin ich selbst tatsächlich besser vorbereitet auf Stromausfall. Ein paar Tage können wir hier überleben.. Wobei es im Winter natürlich eh schwieriger wird als im Sommer....
Ja, wir schauen da auch. Aber ich denke wenn es mal zu einem Blackout kommt werden sich verdammt viele erschrecken. Ich habe jetzt mit vielen gesprochen welche PV auf dem Dach haben. Die meisten davon geht davon aus, die Teile funktionieren auch dann wenn man keinen Strom mehr hat. Oder das ein Akku nachladbar ist wenn man nicht mehr am Stromnetz hängt. Ist aber eben nicht so einfach der Fall.
"...und das ist ein Szenario das wirklich mal eintreffen könnte" Du meinst im Gegenteil zu sowas Unrealistischem wie eine Pandemie?
Ein paar Monate vor Corona gab es hier im RuB mehrere welche davon schrieben das sie Vorräte anlegen, wie man im Fall der Fälle ohne Strom essen kocht und heizt, wie Trinkwasser sichern usw. Die Empfehlung das jeder private Haushalt für mindestens 2 Wochen ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser im Haus haben sollte, auf die man sich bezog, hat schon ein paar Jährchen drauf. Ich gebe zu, ich war so naiv vorauszusetzen das auch Behörden, KH, Ärzte entsprechend vorgesorgt haben. Bei uns auf der Arbeit gibt es zB einige Dinge wo wir immer einen guten Vorrat haben, weil wenn mal Engpass, dann müssen die trotzdem da sein. Hat uns nun bei Corona teils den Arsch gerettet. Ich war echt baff wie ich dann mitbekommen habe das Ärzte und KH nicht mal so was in ausreichender Menge haben, damit Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel wenigstens für ein paar Wochen für alle Patienten und für das Personal gesichert ist. Also da sage ich, da hat der Staat, aber auch die KH, die Ärzte völlig versagt. Ich bin aber nicht so naiv zu denken die hätten da jetzt dazu gelernt. Ich würde es hoffen, aber realistisch betrachtet kann ich nur jeden empfehlen, sorgt selbst vor und vertraut nicht darauf das andere das für euch übernehmen.
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