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Verzerrtes Bild bei positiv getesteten Gruppen

Verzerrtes Bild bei positiv getesteten Gruppen

Gold-Locke

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Hallo zusammen, mich beschäftigt schon seit einiger Zeit die Tatsache, dass in den Medien immer erwähnt wird, dass u.a. die Gruppe der Reiserückkehrer einen besonders hohen Anteil bei den positiven Tests hat. Ich finde so eine Aussage irgendwie fragwürdig. Es werden ja nun auch immer mehr "Reiserückkehrer" getestet. Ob die Zahlen bei "Reiseverweigerern" nicht ähnlich hoch wäre, wenn man die fast alle testen würde ? Ich finde, dass das Bild total verzerrt wird. Wenn ich überdurchschnittlich viele Menschen teste, die gerade im Ausland waren, habe ich auch überdurchschnittlich viele positive Ergebnisse aus diesem Bereich. Wenn nächste Woche alle Baggerfahrer getestet werden müssten, dann hätten wir eben nächste Woche überdurchschnittlich viele positive Tests aus der Gruppe der Baggerfahrer. Oder habe ich da einen Denkfehler ? Liebe Grüße, Gold-Locke


mutti6

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So denke ich auch, und wieso werden Reisende innerhalb Deutschlands nicht getestet, die können sich auf der Partymeile auch anstecken...


Shanalou

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Die Frage wäre, ob die Reiserückkehrer nur getestet werden, weil sie aus einem Risikogebiet kommen oder weil sie Symptome haben.


Philo

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Antwort auf Beitrag von Shanalou

Das Durchschnittsalter der Infizierten liegt momentan bei ca. 30 Jahren. Da haben / bekommen die meisten wohl keine Symptome...


fritzi3

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Interessant ist für eine solche Beurteilung ist eher die Positivenrate der Tests. Wenn beispielsweise 5% der Reiserückkehrer aus Kroatien positiv sind, aber nur 2% der Rückkehrer aus Österreich und nur 1% derer, die aus Polen kommen, dann kann man aus den Zahlen ja schon etwas ableiten. Eventuell war so etwas gemeint?


Felica

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Nein, die quote dort ging ja schon hoch bevor vermehrt getestet wurde. Die Tests sind ja Folge davon. Vor den Tests war es halt so das die erst entdeckt wurden wenn es mak wieder einen Cluster gab. Nun hofft man die eben so vorher zu finden. Aber du hast Recht, ob Ausland oder Inland ist egal. Eigentlich müssten sich alle testen lassen. Nur wir haben jetzt schon einen Engpass bei den Tests. Wie soll das also funktionieren?


Gold-Locke

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Ich beziehe mich auf solche Aussagen: "Bundesweit haben sich zuletzt knapp 40 Prozent der positiv auf Corona getesteten Menschen im Ausland angesteckt. Das meldete das Robert-Koch-Institut." Ist ja logisch, weil eben auch sehr viele Menschen getestet werden, die kürzlich im Ausland waren. Und die 40 Prozent kommen auch eher nicht aus den klassischen Urlaubsländern wie Spanien,Italien, Niederlande etc. zurück. Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-tests-bei-reiserueckkehrern-lassen-infektions-zahlen-steigen,S86mm4a


Mitglied inaktiv

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Naja, man erklärt diverse Länder ja nicht spaßeshalber zu Risikogebiet en, sondern weil es schon Gründe gibt. Erst fiel auf, dass viele positive Tests mit Reisen aus z. B. den Ostblockstaaten in Verbindung standen. Dann wurde ein Risikogebiet ernannt, dann wurde getestet. Somit nur in Ländern, wo die Gefahr der Ansteckung einfach höher ist. Ähnlich bei den Schlachtbetrieben. Man dachte nach Tönnies, die Gefahr von dort sei aufgrund Kälte und Arbeitsbedingungen höher. Allerdings gab es zig getestete Schlachtbetriebe, in denen es trotz vieler Tests keinen Positiven gab. Es hing also schon auch mit dem Heimatland der Arbeiter zusammen. Ob bei Deinen Baggerfahrern das Risiko auch höher wäre? Mh, wenn sie abends in der Kneipe bzw Disko hocken und feiern, gemeinsam mit anderen, die gerade aus dem Urlaub kommen aus Risikoländern oder nebenan, vielleicht ja. Ich denke ja, bei Erntehelfern wären solche Tests auch geeignet, die Quote hochzutreiben. Da sie selbst aber jung und gesund sind und hier keinen Kontakt zu alten Leuten haben usw, kommt das nicht so zum Tragen. Können nur hoffen, dass sie gesund sind, bis sie wieder in die Heimat zu Oma und Opa reisen.


Gold-Locke

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Ich denke, dass es unter den Baggerfahrern vermutlich genauso viele oder wenige Partyhengste gibt, wie unter den Urlaubern ....


Mitglied inaktiv

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die Baggerfahrer, die ich beim Hausbau kennengelernt habe, würden bei mir sofort zum Test geschickt. Mei das sind schon Schluckspechte gewesen und sicher auf jeder Party bei den letzten Gästen dabei


starlight.S

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Das hast du gut erkannt, aber das RKI hat auch exakt das dazu geschrieben. Dass es auch aufgrund der vielen Tests bei Reiserückkehrern zu den hohen Ergebnis kommt. Ich finde die ganzen Zahlen eher sinnlos... denn bei jeder Erhebung fehlt etwas, Berichterstattungen sind oft einmalige Reißer und dann hört man nix mehr. Z.B. "wegen einem positiv getesteten Mann der eine Party besuchte müssen 120 Menschen in Quarantäne..." MICH hätte echt interessiert wie viele dann auch positiv waren - wobei selbst dann ja nicht gesagt ist, ob sie sich nicht vielleicht doch wo anders angesteckt hatten. Hätte, hätte, Fahrradkette... bei den aktuellen Testkapazitäten kann man halt immer nur irgendwelche Grüppchen rauspicken. Und da die Ansteckung ja viel häufiger bei engem Kontakt passiert als mit Fremden sind Reiserückkkehrer die in Risikogebieten dortlebende Familie besucht haben auch viel gefährdeter als die Familie auf Cluburlaub mit strengen Hygienevorschriften im Hotel.


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Hauptsache man findet jemanden, den man für schuldig halten kann! Reiserückkehrer, allein das wort verursacht mir würgreiz. Ist ja schon fast eine beschimpfung


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Einen Idioten ,der schuldig ist muss es immer geben und der wird generell in der Bevölkerung gesucht....also unter uns. In kenne keinen aus der Führungsebene der je dazu prädestiniert war.....Jaja ausser der Herr mit dem Oberlippenbart....


Mitglied inaktiv

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Ich finde diese Darstellung auch unmöglich. (Die bösen Reiserückkehrer!) (Und übrigens egal, wohin man gereist ist und in welcher Form. Reisen=Reisen=böse!)


Mitglied inaktiv

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Naja, Du hast es dann aber gewagt, positiv ins Leben zu blicken und etwas für Dich schönes zu machen. Das ist Anbetracht der (Zombie)- Apokalypse so etwas von böse ( und egoistisch, das kommt dann auch als Begriff) Ich bekomme irgendwie über diese Coronawarnapp die Anzahl von "Kontakten" mit anderen Coronawarnapps genannt. Im Urlaub waren es in 14 Tagen etwas über 50, zu Hause in 14 Tagen über 240... Ich glaube, für mich ist Urlaub sicherer. Ah neeee, da bin ich ja böse *kopfkratz*


emilie.d.

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dass Du, wenn Du 20.000 Reiserückkehrer und deutschlandweit 20.000 Menschen mit vergleichbarem Alter testest, auf ähnliche Positivraten kämst. Soweit ich weiß, geben die aktuellen Zahlen keine statistische Signifikamz her, könnte auch Zufall sein. Die Annahme, dass Menschen sich im Schnitt Urlaub leichter infizieren als Zuhause, ist aber auch nicht völlig abwegig.


Muts

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

so sehe ich es auch, Menschen sind im Urlaub zum Teil sicher sorgloser und halten sich eher weniger an Regeln, grade jüngere Leute, die vielleicht kein Risiko haben oder nicht mit Risikopatienten zusammen wohnen..... LG Muts


miaandme

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Ja, das denke ich auch. Aus einer anderen Bevölkerungsgruppe wird ja gar nicht symptomfrei getestet. Nicht mal bei kleinen Erkältungsanzeichen, zumindest bei uns. Und insgesamt, gerade weil derzeit viele Menschen ohne Symptome getestet werden, ist das Bild verzerrt. Eigentlich rät das RKI ja auch davon ab. Aus Risikogebieten kann man eine Testpflicht noch vertreten, aber derzeit alle zu testen, die nur iwie unterwegs waren, halte ich für überzogen. Und viele nehmen das in Anspruch, weil sie sich völlig kirre machen lassen. Engpässe bei den Tests vorprogrammiert, die dann in der Herbst-/Winterzeit fehlen, wo dann ein Arzt unterscheiden muss, normale Erklärung ist Corona. Mich würde interessieren, wie viele der aktuell positiv getesteten haben Symptome entwickelt? Wie viele davon müssen stationär behandelt werden? Werden diese Informationen bewusst zurück gehalten? Ich hoffe, es gibt bald Tests dazu, wie infektiös jemand ist und nicht unbedingt, ob das Virus überhaupt nachgewiesen werden kann.


Trini

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Antwort auf Beitrag von miaandme

"Mich würde interessieren, wie viele der aktuell positiv getesteten haben Symptome entwickelt? Wie viele davon müssen stationär behandelt werden? Werden diese Informationen bewusst zurück gehalten? Ich hoffe, es gibt bald Tests dazu, wie infektiös jemand ist und nicht unbedingt, ob das Virus überhaupt nachgewiesen werden kann." Das unterschreibe ich zu 100 %. Schon vor ein paar Wochen habe ich ja gemutmaßt, dass das Virus an "Kraft" verliert. Wenn ich mir im Klinikmonitor die Zahlen anschaue https://interaktiv.morgenpost.de/corona-deutschland-intensiv-betten-monitor-krankenhaus-auslastung/ sehe ich wenig Covid 19-Patienten auf der Intensivstation. Der PCR-Test weist leider nur Gen-Schnipsel in einer völlig "zerkochten" Probe nach. Das kann eben auch totes Virus sein. Trini


Shanalou

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Ich dachte, es werden nur in Bayern alle getestet. 14 Tage Quarantäne und gut. Und dann eben bei Symptomen zum Test. Aber auch da ist eben das Problem, dass die Überprüfung nicht so gut funktioniert und einige halten sich eben nicht an die Quarantäne. Im Moment werden wohl nicht viele stationär behandelt, aber so sollte es eben auch bleiben.


Trini

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Nicht nur bei König Markus werden Reiserückkeher aus Risikogebieten kostenfrei getestet. Das ist schon bundesweit so. Und Rückkeher aus Nicht-Risikogebieten dürfen auch. Trini


Shanalou

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Stimmt. Ich bin gerade immer ein paar Tage hinterher. Weiß man wie viele das in Anspruch nehmen? Also die aus den Nicht-Risikogebieten?


kanja

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Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten müssen sich innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr testen lassen, deutschlandweit. In Bayern kann jeder jederzeit zum Testen gehen, kostenlos. Unabhängig von Reisen.


Mitglied inaktiv

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Was? Nein. Rückkehrer aus Nicht-Risikogebiete müssen sich überhaupt nicht testen lassen. Und wenn sie um einen Test bitten, weil sie nur ein paar Häuser weiter neben einem Risikogebiet gewohnt haben, werden sie vom Gesundheitsamt abgewimmelt... Wenn Symptome kommen mal den Hausarzt fragen.


kanja

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Doch: https://www.verbraucherzentrale.de/aktuelle-meldungen/gesundheit-pflege/rueckreise-aus-dem-urlaub-kostenloser-coronatest-fuer-reisende-50328


Shanalou

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Antwort auf Beitrag von kanja

Bei Rückkehr aus Nichtrisikogebieten kann man sich testen lassen, innerhalb von 72 Stunden. Man muss aber nicht. Den Test kann der Hausarzt machen.


Trini

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Antwort auf Beitrag von kanja

Sie DÜRFEN sich testen lassen, das MUSS aber binnen 72 Stunden geschehen. Trini


kanja

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Antwort auf Beitrag von Trini

Genau so! In Bayern kann aber wirklich jeder kostenlos testen lassen, ganz unabhängig von Reisen.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von kanja

Du hast oben von "müssen" geredet, das ist eben falsch. Und "können" wohl auch nur, wenn der Hausarzt einen dann schickt. Zumindest hier, das Gesundheitsamt bzw die Testlabore sind jetzt schon überfordert. Nur mit denen, die aus Risikogebiete kommen plus ein paar neuen Fällen, bei denen wieder Cluster gesucht werden. Wie das bei einem Anstieg der Fälle werden soll, frag ich mich schon.


kanja

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Oh mei, das "müssen" bezog sich auf die 72 Stunden, nicht auf das Testen überhaupt. Natürlich sind die Tests für Nichts-Risikogebiete freiwillig, wäre ja sonst komisch. Sorry, scheine mich heute nicht verständlich ausdrücken zu können.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von miaandme

Das ist mein Stand, was man aktuell weltweit beobachtet. Ich kenne Zahlen, die laut Infektionsschutzgesetzt erhoben werden müssen, wo die Hospitalisierung erfasst wird sowie die Todesfälle. Dort sind auch die aktuell getesteten dabei. Z.B. Fleischindustrie, Küchen, Gaststätten. 5432 Fälle, davon 232 im KH, 5 Tote. Meldungen, die man nicht KH und Co zuordnen kann. 109711, davon mussten 17407 ins KH, 3572 starben. Menschen, die in KH und in Praxen arbeiten (Ärzte, Pfleger etc.). 14866 Positive, dacon mussten 673 ins KH. 23 starben.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Trini

Es sind wenig Patienten auf der Intensivstation, weil wir im Vergleich zu März immer noch sehr niedrige Fallzahlen haben und nicht mehr nur die Ü60jährigen getestet werden. Wenn Viren auf der Schleimhaut nachgewiesen werden, muss eine Epithelzelle die auch mal produiziert haben. Wie kommen die dort sonst hin?


Shanalou

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Das RKI gibt den Manifestationsindex zwischen 57-86% an. Symptome können auch nur kurze Kopfschmerzen oder leichtes Unwohlsein sein. Viele nehmen das gar nicht war.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Shanalou

Ich hatte vor zwei Wochen oder so eine südkoreanische Studie gesehen. Nicht megagroße Fallzahlen (ein paar hundert), aber die haben durch Nachverfolgung und Begleitung wirklich sauber zwischen präsymptomatiachen und echten asymptomatischen unterschieden. Die kamen auf 30 Prozent. Fauci, den ich nicht für inkompetent halte, schätzt soweit ich weiß 40 Prozent. Aber am Ende des Tages weiß es keiner sicher, das stimmt schon.


velovos

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

In Luxemburg kann sich ja seit einigen Wochen jeder Arbeitnehmer testen lassen und das viele Wochen vor der Sommerferien dort. Ergebnis: Risikogebiet.