Mitglied inaktiv
Ich kann das Altersheim direkt aus meinen Fenstern sehen. Vor wenigen Tagen wurde dort ein covid 19 Ausbruch festgestellt. Ein Drittel der Mitarbeiter und zwei Drittel der Bewohner sind positiv. Besuche sind nicht erlaubt. Gestern waren mehrere Angehörige da. Sie haben ihre Omas uns Opa kurz aus dem Fenster sehen koennen. Manche Enkeln haben Weihnachtslieder gesungen. Manche haben geweint. Die Geschenke wurden mit den Stöcken in die Fenster gereicht. Die Menschen sind traurig fortgegangen. 2 Mitbewohner sind schon gestorben, keine Ahnung wie viele noch krank werden. Es ist viel mehr als nur traurig. Mir fehlen die Wörter
Das ist wirklich sehr traurig.
Das ist wirklich traurig. Aber wenn man nach'n paar Leuten hier im Forum geht, gibt es das ja nicht oder man sollte halt alle da einfach sterben lassen und ihnen noch die letzte Freude, das letzte Fest im Rahmen ihrer Familie gönnen.
Der Preis für den insuffizienten lockdown light ist sehr hoch
Schade, dass gleich wieder so eine "Belehrung" folgen muss... das meinte ich: es wäre sooo schön, wenn endlich jeder mehr nach sich selbst schauen würde, ohne die anderen immer anzukreiden.. Das mit eurem Pflegeheim tut mir leid :-( Jeder, ja wirklich jeder Tag ohne Covid-Fälle ist ein gewonnener Tag ! Es ist nur eine Frage der Zeit ! Immerhin toll, dass die Angehörigen und das Heim so kreativ wurden und immerhin diese kleinen Gesten erlaubt/organisiert haben. Das ist schön in dieser Zeit. Lg, Lore
Man hätte nicht den ganzen Sommer über Konzepte, die es immer noch nicht gibt, reden sollen. Hat Herr spahn nicht behauptet, dass man gerade in dem Bereich viel dazu gelernt hat und viel besser machen kann. Tübingen macht vor, wie es gehen könnte. Leider ist hier die Realität, dass pfleger zusammen essen, Besucher nicht getestet werden und Ausbrüche erst mal lieber vertuscht werden. So schützt man bestimmt keine seniorenheime und die hilflosen Menschen darin tun mir wirklich leid. Ich finde allerdings, das nur hinterher jammern, aber keinerlei Vorkehrungen zu treffen auch etwas scheinheilig ist. Bestimmt kann man nicht alles verhindern, aber inzwischen vorhandene schnelltests nicht verwenden und auf freiwillige testung der pfleger setzen? Etwas wenig.
Da gebe ich dir völlig recht!
Dass sie nicht freiwillig zu Tests gehen, die immerhin 60 Euronen kosten pro Test... Und dass sie auch mal zusammen Pause machen... Zum Glück ist nur das Pflegepersonal so böse und alle anderen brav jetzt daheim. Warum müssen die an Weihnachten auch bei den Alten hocken im Pflegeheim ?? Böses Pflegepersonal.. dass die nicht auch mal alle über die Feiertage geschlossen frei haben wollen ? Unmöglich... und das zu Coronazeiten.... You made my day ;-)
Hier kann sich jeder in der Pflege jede Woche 1-2 mal kostenlos testen lassen und es ist auch gewünscht. Irgendwie hast du keine große Ahnung oder glaubst du in anderen Firmen sitzen die Leute wirklich in der pause zu fünft im kleinen Aufenthaltsraum beim essen? Gerade wenn ich einen Job mit risikopatienten habe, finde ich das nicht verständlich. Übrigens auch vom pflegeheimträger nicht erlaubt. Sonst überall so überaus korrekt, was kontaktbeschränkungen angeht, aber in der Pflege so hirnlos sich verhalten, das kann ich jetzt nicht verstehen. Da halte ich nämlich eine garagenparty mit gesunden für wesentlich weniger gefährlich. Übrigens haben sich hier die pfleger zur mittagessenssause getroffen, als schon der Ausbruch in einigen wohnbereichen bekannt war. Ganz überraschend war dann, dass weitere wohnbereiche betroffen waren. Ähnliches Spiel Übrigens vor ein paar Wochen im kkh. Ganze Abteilung dicht, weil in der kaffeküche auf keinerlei Btand geachtet wurde. Und ja, ist nachgewiesen und es gab Abmahnungen.
:-)
Wo genau arbeitest du denn, dass du so den genauen Einblick hast ?
Mein Bruder ist leiter eines Bereichs und arbeitet übrigens auch an Weihnachten in der Pflege mit, weil so viele ausfallen. Er verzweifelt aber langsam an der Ignoranz mancher pfleger. Oder eher an deren Dummheit.
"Da halte ich nämlich eine garagenparty mit gesunden für wesentlich weniger gefährlich." Für gesund halten sich wohl die meisten Partygäste...
Aber die wenigsten gehen 10 Minuten später ins Zimmer zur 85jährigen Oma, um ihr beim Essen zu helfen.
Naja, ganz ehrlich dann macht die Arbeit keiner mehr. Ich liebe ja die Leute die das Pflegepersonal isolieren wollen. Meinem Mann würde tatsächlich vorgeschlagen solange die Pandemie ist solle er doch sich von seiner Familie isolieren ( doof nur das wir beide in der Krankenpflege arbeiten, wer würde sich dann um unsere Kinder kümmern?). Allerdings machen wir keine Partys und sonstige Sachen, ich habe zb meine beste Freundin dieses Jahr zwei Mal mit Abstand und Maske für 10 min live gesehen, das wars N
Das muss man von Pflegepersonal erwarten, dass die sich privat auch mehr einschränken und kasteien als andere - klar ! Die kann man nicht mit Partygästen vergleichen, die sind dagegen harmlos, da gesund. Sag mal ehrlich: hast du in den letzten Jahren einmal auch nur eine halbe Schicht in der Pflege gearbeitet ?? Ich weiß nicht, in welcher Traumwelt dein beschriebenes Pflegeheim liegt, aber hier ist die Arbeitsdichte überall so hoch - gerade über die Feiertage und mit viel Krankheitsausfall - dass man gar nicht an Pause machen denken kann oder Feiern - die würden dich auslachen, wenn sie von "Pause zu fünft im engen Raum" hören - sowas ist schlichtweg nicht möglich und zeigt, dass du anscheinend nicht aus dem Bereich kommst, sondern einfach irgendetwas aufgeschnappt hast über mehrere Ecken, es dir ausschmückst, dramatischer ausmalst und dann hier postest ;-) Enttarnt ;-) Aber ich wünsche dir trotzdem sehr, dass du oder deine Liebsten selbst nie eine Krankenschwester oder Pflegerin benötigen werden, nachdem du sie so übel hier runterredest, müsstest du wohl Angst um deine Versorgung haben... Lg, Lore
Ich kann dir nur beipflichten! Genauso ist es hier im Pflegeheim auch abgelaufen.
Nee, die gehen ein paar Tage später ins Pflegeheim um Omi zu besuchen.
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man schallend lachen. Im Frühjahr feiern alle das Pflegepersonal (und sich selbst) mit Klatschen auf dem Balkon, jetzt klagt man sie an, nennt sie dumm und verurteilt sie als Schuldige der Covid 19 Ausbrüche in den Heimen. Das finde ich unglaublich.
Als Lüge enttarnt, weil pfleger keine Pause machen? Das glaubst noch nicht mal du. Auch Ärzte machen bei uns Pause, sogar auf corona Stationen. Das ist langsam noch nicht mal mehr naiv, das ist wirklich Augen vor der Realität verschließen.
Weil es nicht sein darf? Und ich habe nie davon gesprochen, dass das alle sind, leider reichen aber schon ein paar pro Heim und der Ausbruch ist perfekt.
Stimmt, wächst ja auch jedem Infiziertem ein Horn auf der Stirn damit man schon von weitem sieht, halt bloss nicht zur Garagenparty einladen, der ist infiziert. Herr bitte lass Hirn regnen.
Wusstest du das nicht, das ist daa mindesre. Ab ins Ghetto mit denen zusammen mit den Risikopatienten. Damit ja bloss andere keine Maske tragen müssen.
Hier ist teilweise eine Krankenschwester für eine Station zuständig. Wann soll sie denn Pause machen? Oder nennt man das so, wenn sie zwischendurch einen Riegel runterschlingt?
Für den Ausbruch im Heim reicht auch ein Garagenpartybesucher - der dann Oma Grete besucht...
Gib es auf. Wer selbst nie wirklich gearbeitet hat, der kann sich sowas halt nicht vorstellen.
Glaube mir ab dem Tag wo meine Kinder einen Stempel aufgedrückt bekommen weil ihre Eltern in der Pflege arbeiten hören mein Mann und ich sofort auf zu arbeiten. Mein Mann kann auch beim medizinischen Dienst Pflegegutachten schreiben und ich hab ja nur die einjährige Ausbildung aber dann geh ich eher ans Fließband.
Aktuell kann man halt recht gut erkennen wer wirklich arbeitet oder wer sich mal so nebenbei die Woche ein bisschen den popo im Büro platt sitzt. Das gerade die Berufe in der Pflege, im medizinischen und therapeutischen, im lebensmittel-Einzelhandel, in der Abfallentsorgung und im Paket versand am Limit arbeiten, das können die sich nicht vorstellen. Wie auch wenn man gewohnt ist das das schwerste was man zu heben hat eine Akte ist oder wie weit der weg zur Kaffeetasse ist. Und wehe man muss mal eine Minute länger arbeiten. Die welche da am lautesten schreien sind die welche bisher selbst am wenigsten geleistet haben. Und selbst mal pflegen? Im Leben nicht. Ich wünschte so oft die müssten das auch mal leisten. Dann hört das meckern und besser wissen ganz schnell auf.
Einspruch! Auch wenn am Thema vorbei, aber: "Aktuell kann man halt recht gut erkennen wer wirklich arbeitet oder wer sich mal so nebenbei die Woche ein bisschen den popo im Büro platt sitzt." Die Aussage finde ich ungerecht... Und dann das: "Wie auch wenn man gewohnt ist das das schwerste was man zu heben hat eine Akte ist oder wie weit der weg zur Kaffeetasse ist." Mein Mann ist gelernter Metallbauer. Was hat er sich damals über meinen kaufmännischen Beruf lustig gemacht. Ich würde mir nur den Hintern platt sitzen,das wäre keine richtige Arbeit,ich sollte erstmal richtig arbeiten, dann wüsste ich wie platt man ist.... Er musste ja zwangsläufig umschulen, was meinst du wer am Ende des Tages gestohnt hat, weil er so fertig ist? Das die Arbeit in der Pflege, Einzelhandel, Paketdienst und aktuell auch Bau körperlich super anstrengend ist, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Aber auch um Büro ist es anstrengend, aber eben anders, geistig... Und auch da bist du fertig hoch zehn. Oder dürfen auch deiner Meinung nach die Mitarbeiter von Gesundheitsamt, die echt Stunden ohne Ende rackern, sich nicht beschweren?
Ich halte diese pauschalen Aussagen von Felicia eh für nicht durchdacht. Sie weiß gar nicht, welche "Bürojobs" es so gibt.
Wenn man sich anschaut, wie viele Menschen keine Symptome haben, kann das recht leicht passieren. Auch mit Tests ein mal pro Woche. Heute kann der Test negativ sein, am nächsten wäre die Person positiv und kann dann noch eine Woche lang bis zum nächste Test andere Menschen anstecken. LG Inge
Nicht aufregen. Sie redet nur das nach, was der Bruder von sich gibt und verfügt über keine eigenen Erfahrungswerte. Da braucht man sich geistig nicht weiter duellieren. LG h
Ich bin ja ehrlich, hab mich zwar an die AHA regeln gehalten und auch fast niemand getroffen, aber ich hab auch immer gedacht ach ist ja nicht sooo eine schlimme Krankheit. Bis ich es jetzt selbst habe. Und ich kann nur sagen das das selbst bei einem , wie bei mir, mildem Verlauf schon um einiges schlimmer ist als eine "Erkältung" oder Grippe. Vor allem langwieriger. Ich glaube manche begreifen erst was das für eine Krankheit ist wenn man es selbst bekommt. Nicht auszumalen wie sich die älteren Menschen dabei fühlen die einen schweren Verlauf haben.. ich kann nur jedem raten am besten so viel wie möglich zu Hause zu bleiben und sich wirklich an die Regeln zu halten. Tut mir leid für die Menschen in dem Heim und hoffe das es dort keinen mehr trifft und wenn dann hoffentlich nur mit leichtem Verlauf ! Lg
Und das machen hier doch 90 % der Leute hier sie geben weiter was sie hören. Es sind hier sicherlich nicht 100% selber in der Pflege beschäftigt.
Kann ich nicht bestätigen. Ich kenne beides, Büro wie auch schwere körperliche Arbeit.
Ein bisschen Einfühlungsvermögen, eine eigene Meinung und gesunder Menschenverstand wäre wünschenswert, anstatt zu verallgemeinern und nur bis zum Tellerrand zu denken. h
du weder telefonieren noch surfen kannst, weil die Sesselfurzer im Büro nämlich nicht arbeiten, dann schaust du auch blöd aus der Wäsche. Ja, ich habe vor Menschen, die in Gesundheits- und Pflegeberufen arbeiten, absoluten Respekt, besonders in dieser Zeit. Aber es gibt sehr wohl auch "Bürojobs", die ebenso wichtig sind und wo Menschen gut 10h am Tag arbeiten. Ohne meine Arbeit kämen z.B. keine Medikamente in Apotheken - auch wenn ich sie nicht persönlich da abliefern muss.
Ich bin ja oft bei dir aber das finde ich jetzt schon grenzwertig. Leute, die an der "Front "kämpfen, in einem so schon sehr schweren job so vors Loch zu schieben ist einfach nicht in Ordnung
Besonders unwichtig sind diese Sesselpupser, die die Logistik organisieren, Bahngleise sortieren, Warenbestände kontrollieren, Ampelschaltungen programieren. Oder die Straßen planen, die für die Straßen Steuern generieren, die, die Dienstpläne für Polizisten erstellen oder Gebühren für den Feuerwehreinsatz berechnen. Diese Sesselpupser, die Kitas planen, damit die Kinder der Pflegekraft betreut werden. Diese ollen Sesselpupser, die nichts besseres zu tun haben, als Kraftstoff für die LKWs einzukaufen haben, damit die Tankstellen genug Diesel haben. Die, die am Schreibtisch sitzen und die Gehaltsabrechnungen erarbeiten, damit die Krankenschwester auch ihr Geld bekommt. All diese Büroleute, auf die wir verzichten können, die weder Materialien, Medikamente noch Lebensmittel organisieren, die nichts planen. Die keine Anträge bearbeiten, damit die Leute ihr Notgeld bekommen oder Wohngeld oder die Urteile der Richter auf das Papier bringen und deren Schreibtische von Akten leerräumen.
Sorry, aber das kauf ich dir nicht ab...
Ich kenne auch beides. Sowohl harte, körperlich Arbeit (und das sogar während meiner Ausbildung zur Kauffrau ;)) als auch den Bürojob.
Ein Praktikum im Büro ersetzt im übrigen nicht den Job einer ausgelernten
genausowenig musst du als Azubi die Verantwortung tragen, die ein ausgelernten hat. Das ist nochmal me andere Hausnummer... Hätte mir das damals jemand gesagt, dem hätte ich den Vogel gezeigt...
Ihr habt wohl ein übles Heim erwischt. Bei uns ist es momentan nicht so, dass 5 Pfleger(innen) sich erlauben können, gemeinsam Pause zu machen. Da wird vor Dienstantritt bei der Übergabe ein Plan gemacht. Frau Müller macht von 10 - 10.30 Uhr, Frau Meier von 11 - 11.30 Uhr und Frau Schmidt von 12 - 12.30 Uhr - usw.. dazwischen wird der Pausenraum gelüftet. Das ist Vorschrift! Bei uns werden auch Tests gemacht, mehrmals wöchentlich. Kommt wohl auch auf den Träger an. Sonst wäre es kaum so, daß hier Pflegeheim A aktuell 45 Positive hat und Pflegeheim B gar keine. Ich will nicht abstreiten, daß es für die Herrschaften und ihre Angehörigen schlimm ist, aber hier haben alle Verständnis und es wird auch oft ermöglicht, Videotelefonie zu machen bei den Heimbewohnern, die das noch können. ich finde, es nimmt hier immer mehr zu, daß dieses Wörtchen ALLE ohne nachzudenken benutzt wird. Alle Bayern rennen zum Testen, alle Pflegeheime sind betroffen, alle Pflegekräfte sind leichtsinnig und doof. Es sind nicht immer alle, aber schwarze Schafe gibt es eben leider überall.
Ich habe nie gesagt, dass Pflege nicht ein Knochenbrüche mit schlechten Zeiten und zu wenig Bezahlung ist. Das rechtfertigt aber zumindest in meiner Ansicht kein Verhalten, das offensichtlich mit anvertraute senioren gefährdet. Traurig, wer es nicht schafft, das zu erkennen. Viele hier hacken lieber auf anderen rum, um sich als bessere Menschen erheben zu können. Damit wird jedenfalls kein Problem gelöst und es zeigt eher die Intelligenz derer.
Ich sage nicht das die Jobs nicht wichtig sind. Aber die Arbeit dort ist deutlich weniger fordernd für den Körper. Wie gesagt, ich kenne beides. Und das waren nicht nur Praktikums oder hilfstätigkeiten. Auch wenn es sich einige nicht vorstellen kann, es gibt Menschen welche in über 20 Jahren Berufsleben mehrere Ausbildungen machen. Oder Jobs welche beides bieten. Büro, mit extrem viel Stress wegen Timeline mit Verantwortung welche über Menschenleben entscheiden können. Und eben auch körperlich extrem anstrengend sind. Aber wie gesagt, es geht nicht um die Wichtigkeit sondern darum wie herablassend hier über Pfleger geurteilt wird.
;-)
Oft muss das Personal von einer Station auf die andere versetzt werden. Oder nachmittags zwei Stunden auf einer anderen Station aushelfen. Oder in einem anderen Heim des Trägers vorübergehend aushelfen.
Nun liest du dir deine Postings alle nochmal durch - und dann den letzten Absatz deines vorherigen Posts. Du misst mit zweierlei Maß h
Bei mir ist das schwerste, was ich unter der Woche bewegen muss der Aktenordner. Nämlich der, mit den Sofort-, Überbrückungs- und Novemberhilfeanträgen und den mit den Kurzarbeitergeldanträgen. Die füllen sich nämlich auch nicht von alleine aus bis zum Zeitpunkt x, der vom Staat vorgegeben ist. Genausowenig wie die Stundungsanträge oder die anderen Dinge, die diejenigen die ja "nur" im Büro sind und sich den "Popo plattsitzen" und scheinbar in deinen Augen Geld fürs Nichtstun bekommen, erledigen. Wir im Steuerbüro arbeiten dank Corona, den Schliessungen und der Mehrwertsteuersenkung die nun im Januar wieder rückgängiggemacht wird mehr oder weniger im Akkord. Urlaub ? Fehlanzeige. Mal hier nen Tag, nal dort nen Tag, aber nicht so dass wir uns groß erholen konnten. Länger arbeiten ? Nö. Mal 10 Minuten, wenn ich noch unbedingt was fertigmachen will, aber das ist eher ein Ausnahmefall. Ich krieg Überstunden nicht bezahlt und abfeiern geht auch nicht, weil wir auch ganz ohne Corona unterbesetzt sind. Ausserdem bin ich mit der Firma nicht verheiratet. Ich weiss durchaus wie anstrengend Pflege ist, gabe ich bei meiner Schwiegermutter und bei meinem Vater durch. Du kannst nicht beurteilen wer schon was geleistet hat und wer nicht. Weder hier noch im richtigen Leben, ausser vielleicht bei deinen Freunden und Bekannten die du hast.
Weißt du, was mir Sorge macht ist dass wir das vielleicht wirklich erstmal 80 Millionen mal durch gespielt haben müssen, bis sich jeder ernsthaft an die Grundregeln hält. Und dann ist es für viele einfach zu spät.
Jetzt weiß ich es wieder. Du bist in der Pflege und trotz ausstehenden Testergebnis arbeiten gewesen. Das war dann auch noch positiv! Ich messe nicht mit zweierlei Maß, ich finde das ebenfalls völlig daneben, nicht gerade verantwortungsbewusst und schon gar nicht clever. Hast du etwa selbst Ärger bekommen? Oder sogar jemanden angesteckt?
Ich unterschreibe bei Momvon3! Hier darf schon lange nur negativem Test einen im Altenheim besuchen. Bei uns wurde eine Weihnachtsfeier der Belegschaft mit 40 Leuten im Altenheim aufgelöst, hier waren die Beteiligten noch uneinsichtig...da läuft leider so manches schief, und das sage ich jetzt ohne mit dem Finger auf jemanden zeigen zu wollen, aber der Sommer wurde leider in vielen Bereichen komplett verpennt!
Darf ich gerade mal laut lachen? Da wird ein Abstrich per schnelltest gemacht, der negativ ist. 3 Tage nach Besuch kommen plötzlich Symptome und zack, test ist positiv. Blöde dann für Omalein im Pflegeheim. Im nachhinein stellt sich auch noch raus, Test wurde falsch angewendet.
Darf ich gerade mal laut lachen? Da wird ein Abstrich per schnelltest gemacht, der negativ ist. 3 Tage nach Besuch kommen plötzlich Symptome und zack, test ist positiv. Blöde dann für Omalein im Pflegeheim. Im nachhinein stellt sich auch noch raus, Test wurde falsch angewendet.
Deswegen soll doch auch das Pflegepersonal die Besucher testen. Die sind doch eh schon überbesetzt.
Komisch, dass für K1 hier noch immer Quarantäne angeordnet wird - die Vorlage eines negativen Tests nützt nix. Vielleich doch eine recht unsichere Sache?
Gute Schnelltests haben durchaus eine ordentliche Sicherheit und soooo schwer, sie richtig durchzuführen, ist es auch wieder nicht. Die Alternative wäre doch dann wirklich, dass die Menschen in den Heimen keinen Besuch mehr haben können, solange Corona nicht "besiegt" ist. Und zu glauben, es wäre schnell ganz weg, wenn sich nur alle an die Regeln halten, ist albern.
Natürlich sind die Tests nicht 100% sicher und nur eine Momentaufnahme (aber beim Besuch im Heim geht es ja, anders als beim K1, um genau diesen Moment. Wie gesagt: was wäre denn die Alternative?
Dann müssen wir halt alle im Altenheim für die nächsten paar Jahre wegsperren, dann braucht auch keiner mehr jammern, wenn sie alleine sterben, nicht an Corona sondern an Einsamkeit!
Bekannter hatte das gerade. Über 30 positive schnelltests, Trefferquote 100%. Jeder der getestet wurde war positiv. Da dann ja der pcr-Test Pflicht ist, wurde nachgerüstet, 100% negativ. Klar, so rum ist besser als falsch negative, spricht aber nicht gerade für die Zuverlässigkeit.
Ich lese eher, dass positive Tests meist richtig sind. Negative aber lediglich aussagen, dass die (wenn vorhanden) Viruslast zu dem Zeitpunkt nicht soo hoch ist. Viele Ärzte fürchten, dass die Schnelltests sehr zu allgemeiner Sorglosigkeit verführen.
Aber die Momentaufnahme ist nicht einmal annähernd sicher. Die Massenausbrüche mit dutzenden Toten können keine Alternative sein.
Für die nächsten paar Jahre? Irgendwie hast du ein seltsames Zeitverständnis...
Die Nachbarin einer Arbeitskollegin wollte Oma besuchen, Schnelltest positiv, zweiter Schnelltest auch positiv, richtiger Abstrich negative, nach 5 Tagen noch einmal wieder negativ. Oma wurde nicht besucht, erklären könnte es niemand. Natürlich keine Symptome oder Kontakt zu jemand positiv gestern. Naja, falsch positiv ist immer noch besser wie falsch negativ, nur die Nachbarin war natürlich etwas durch den Wind...
Man kann sich ja natürlich gegen alles sperren, Hauptsache dagegen. Eine Teststrategie in Alten- und Pflegeheimen wird schon seit Beginn der Pandemie gefordert und wurde bis jetzt nicht angemessen und schon gar nicht flächendeckend umgesetzt. Und nun fliegt einem dieses Versäumnis mit voller Wucht um die Ohren. Das zeigen ganz beeindruckend die Zahlen des RKI. Aber klar, verschließen wir nur die Augen davor und weisen die Schuld dem gemeinen Pöbel zu. Es kann und wird nie einen 100%igen Schutz geben. Nur kann das nicht der Grund sein, die Dinge in den Einrichtungen einfach laufen zu lassen. Mir tun die Pflegekräfte sehr leid, denen ich anders als Momvon3 nicht die Schuld geben möchte. Sie sind unterbesetzt, unterbezahlt, arbeiten am Limit, ohne Anerkennung, viele ohne Testmöglichkeit, da entweder kostenpflichtig oder einfach nicht genügend Personal vorhanden und teilweise immer noch ohne ausreichend Schutzausrüstung. Ja doch, in diesem Bereich wurde einiges versäumt. Viele Leben hätten gerettet werden können. Und die Ironie daran ist, das, was man doch tunlichst vermeiden wollte - die Isolierung von Risikogruppen - genau das ist eingetreten. Und am Ende der Pandemie wird es weder eine angemessene Bezahlung für diese Berufsgruppen geben, nein, vielmehr werden wahrscheinlich noch Stellen gestrichen, der Betreuungsschlüssel und die Arbeitslast erhöht, weil, hat man doch gesehen, dass es auch so funktioniert.
So sieht es aus.
...
die Risikogruppen (und im Heim zuerst) werden ab morgen geimpft.
Aber Fehler, die nachweislich vom Pflegepersonal gemacht wurden, darf man nicht ansprechen, das ist verwerflich, weil sie so schlecht bezahlt sind etc.? Das ist doch auch ein Scherz. In dem heim, von dem ich es weiß, gibt es kostenlose Tests jede Woche, aber nur wenige nehmen diese in Anspruch. Es wurde sogar ein Arzt im Ruhestand für diese Tests ein paar Stunden die Woche engagiert. Strategie funktioniert halt auch nur, wenn das Personal auch mitziehen. Es gab übrigens Abmahnungen für die, welche zusammen auf engstem Raum Pause gemacht haben. Der Träger fürchtet nur, dass nun eben noch mehr pfleger gehen, wie ihr schon schreibt werden überall welche gesucht und andere akzeptieren dann eben derartiges Fehlverhalten. Wem es was bringt alles schönzureden, das frag ich mich in diesem forum schon lange.
Du verallgemeinerst. Schon wieder. Du setzt voraus, dass es überall so ist, wie in dem EINEN Heim, von dem du wissen glaubst, wie es abläuft.
Ich habe nicht verallgemeinert. Aber du scheinst dein Hobby gefunden zu haben. Gibt es dir so viel mir was zu unterstellen? Bitte, dann werde glücklich damit. Ich kann da nur drüber lachen.
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