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Teamarbeit ist die neue Lösung

Teamarbeit ist die neue Lösung

Marianna81

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die Klassenleitung samt Kollegen ist auf eine reizende Idee gekommen: „Teamarbeit“. Die Kinder wurden in dreier Gruppen aufgeteilt. Ein leistungsstarker Schüler+zwei leistungsschwache. Dazu der Kommentar im Mail: ihr könnt jetzt einander so toll unterstützen und damit eure Lehrer, vor allem in den Hauptfächern , entlasten. Heißt: Kinder die gut sind, haben jetzt 2 unzuverlässige Partner, die zum Teil kaum erreichbar sind und denen es schnurzegal ist, was die für die Schule machen müssen. Und nein, liebe Kinder, es ist nicht möglich die Partner zu wechseln.


Ellert

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

zu, Lernen treffen darf man sich ja nicht was also bringt das den Einzelnen ?


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Ellert

da einige Lehrer solche „Gruppenarbeit“ nicht differenziert benoten.


Daffy

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Nein, werden sie nicht (außer es geht um Versetzung/Ausbildungsplatz/NC) - sie LERNEN! Sammelt alles, was auf eine ungerechte Benotung hindeutet (passiert schließlich alles online/schriftlich), lass ggf. Lücken stehen, wenn die andere Kinder ihren Beitrag nicht liefern oder sich totstellen, aber schau, dass Dein Kind alles bearbeitet und keine Wissenslücken hat.


Mitglied inaktiv

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Auf so eine Idee ist die Schule meiner Tochter auch gekommen. Partnerarbeit für ein Referat Ende vom Lied war, meine Tochter hat es komplett allein gemacht. Sie haben 2* in der Schule zusammen gearbeitet, Rest sollte daheim. Vor Weihnachten war es dann verschoben worden. Am 4.01 dann die Info der Lehrerin und das andere Mädel ganz panisch. Sollte dann die Referatsmappe bei uns abholen und für sich kopieren. Bis heute kam keine Nachfrage. Fakt ist wir werden die Mappe nicht für sie kopieren. Nischen Eigeninitiative kann man mit 15 schon erwarten.


Mitglied inaktiv

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Auf so eine Idee ist die Schule meiner Tochter auch gekommen. Partnerarbeit für ein Referat Ende vom Lied war, meine Tochter hat es komplett allein gemacht. Sie haben 2* in der Schule zusammen gearbeitet, Rest sollte daheim. Vor Weihnachten war es dann verschoben worden. Am 4.01 dann die Info der Lehrerin und das andere Mädel ganz panisch. Sollte dann die Referatsmappe bei uns abholen und für sich kopieren. Bis heute kam keine Nachfrage. Fakt ist wir werden die Mappe nicht für sie kopieren. Nischen Eigeninitiative kann man mit 15 schon erwarten.


Häsle

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Das ist doch nicht anders als sonst. Partnerarbeit ist immer ätzend. Hier gibt es in der 9. Klasse immer eine Projektpräsentation. Drei bis vier Kinder bereiten sie zusammen vor. Die Präsentation soll "multmedial" sein und 45 Minuten lang vorgetragen werden. Sie zählt so viel wie eine Schulaufgabe. (4 Schulaufgaben pro Schuljahr, also in der 9. Klasse 3 plus die Präsentation). Das wird durch Corona auch nicht einfacher. Und wenn die Schulen jetzt noch eine Schulaufgabe weglassen dürfen, zählt diese Partnerarbeit ein Drittel der Jahresnote. Für meine sehr schlechte Tochter wäre das gut, für die meisten anderen nicht. Vor allem, weil man ja von der Mitarbeit der Partner abhängt. Natürlich hat ihre recht engagierte Gruppe noch den Klassentrottel zugeteilt bekommen. Mal schauen, ob der in seinem Dauerrausch irgendwas beizutragen hat. Vermutlich werden die Mädels alles ohne ihn machen und hoffen, dass er am Präsentationstag krank macht. Einige Lehrer hier machen es sich auch sehr einfach. Andere probieren es wenigstens.


Loonis

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Ja,solche Partnerarbeiten sind meistens echt blöd ,gerade auch,wenn d.Kids sich diese nicht selbst aussuchen können. Gerade auch jetzt wo sie sich nicht einmal treffen sollen/können. Meine Kids wären auch nicht begeistert. LG K


ImvPP

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Super Idee. Die Lehrer werden auf Kosten der Kinder entlastet. Für ein Projekt ist so eine Teamarbeit ja ok. Aber wie ich dich verstehe, soll das jetzt generell so sein?


Marianna81

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....


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Also dein Kind dürfte sich den Schulstoff selbst beibringen und dann noch unterrichten? Und die leistungsschwächeren Schüler sind vom Unterricht deines Kindes abhängig und werden quasi nicht von den Lehrern beschult? Sorry, mir fehlt da jedes Verständnis. Kann man da was dagegen machen? Elternvertreter / Schulleitung? Habe leider keinen Tipp, da mein Kind noch lange nicht zur Schule geht....


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von ImvPP

sowie Schulleitung angeschrieben. Es sind viele Eltern nicht begeistert und haben auch vor sich dort ebenfalls zu beschweren.


kati1976

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Müssen meine 4 Großen auch machen aber die Lehrer machen das über Teams und das klappt sehr gut und die Schüler sind alle so fair das sie auch alle ordentlich mitarbeiten. So wie es bei euch läuft ist es doch total unfair.


kati1976

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Die faulen profitieren von denen die ordentlich arbeiten und das geht für mich nicht. Klar gibt es starke und schwache Schüler und das man sich Gegenseitig unterstützt finde 7cbnokay aber nicht wenn ein Teil der Gruppe gar nichts macht


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

so machen sie das bei uns auch ohne Homeschooling ständig. Schade für die Leistungsstarken. Ist doch aber später im Geschäft genauso. Die Alphamännchen ziehen die anderen mit. Meine Kinder durften auch alle drei quasi die komplette Grundschulzeit über neben den wildesten Kindern der Klasse sitzen. Weil sie so eine ausgleichende Wirkung haben . Und weil sie es von der Leistung her verkraften, mal abgelenkt zu werden. Weil sie das wilde Kind dazu bringen können, keinen Quatsch zu machen blabla *kotzwürg*! Mach Deinem Kind bewusst, dass es nicht dafür verantwortlich ist, dass die anderen Kinder Leistung zeigen. Wenn sie Lust darauf hanen, Ersatzlehrer zu spielen ist das ja nett. Wenn nicht, ist eben schade...


Trini

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Toll Ein Andrer Machts Ich würde Gruppen niemals leistungsgemischt zusammensetzten sondern einigermaßen ausgeglichen. Sonst macht halt der Leistungsstarke die Arbeit und die anderen hängen sich dran. Das schadet aber nicht dem Leistungsstarken. Fakt ist aber, irgendwann im wahren Leben muss man als Gruppe zusammen arbeiten. Warum soll man das nicht zu einer Zeit lernen, wo es noch keinem wirklich wehtut. Ich persönlich habe als Studentin aus der "Nachhilfe" für meinen Kommilitoninnen den allergrößten Gewinn gezogen. Trini


As

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Also die Begründung, den Lehrer zu entlasten, würde ich nicht akzeptieren. Wie wird er denn entlastet? Sollen sie Schüler ihre Fragen ausschließlich untereinander klären oder wie konkret muss ich mir das vorstellen? Ich bin aus den oben schon genannten Gründen auch nicht der größte Freund von Gruppenarbeit. Aber im Team zu arbeiten, kann man schon auch üben. Das kann man auch jetzt über diese gerade einzige Kontaktform Videokonferenz üben. Mein Kind musste so gerade eine Präsentation vorbereiten und halten. Doof, wenn die Gruppenmitglieder unzuverlässig sind. Das hat man ja aber immer. Es ist immer so, dass die Fleißigen angeschmiert sind. Vielleicht hilft es, einen gemeinsamen Feedbackbogen ausfüllen zu lassen. So mache ich das. Die Gruppenmitglieder bekommen ein Formular, das sie gemeinsam ausfüllen müssen. Dort wird abgefragt, welchen Anteil x, y und z jeweils hatten. Dort sind sie in der Regel sehr ehrlich und kritisch untereinander. Wenn da steht, der x hat nichts gemacht, bekommt er nicht die gute Note der anderen.


Petra28

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Keine Methode hat einen größeren Lerneffekt, als jemand anderem etwas zu lehren (oder es zu versuchen). Natürlich ist es ungerecht, wenn dabei die Noten abrutschen, weil Teammitglieder ihren Beitrag nicht leisten. Wenn es auf die Noten darauf ankommt, würde ich mich wehren, sonst nicht. Wichtiger ist in der Schullaufbahn zwischendurch ja nicht die Note, sondern was man gelernt hat. Übrigens: das Verfahren ist sonst in der Schule auch üblich, nur bekommt man es als Elternteil seltener mit.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von Petra28

Ich saß ab der 1. Klasse immer neben leistungsschwachen Kindern. Manche konnten nicht mal Deutsch. Da hab ich fürs Leben gelernt. Und die 'wilden Jungs', die tatsächlich bloß bei mir in der Mittelstufe abgeschrieben haben, haben mich im Bus vor Mobbing geschützt und in der Oberstufe in den Kursen, als die Klassen gemischt wurden. Starke Schüler sind häufig nicht sehr beliebt. Für mich war das ebenfalls eine gute Lebenserfahrung, denn ich hatte immer mal Phasen, in denen ich auf einem sehr hohen Roß saß und das Gefühl hatte, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Wenn man irgendwann im Beruf steht, kommt mn in den meisten Bereichen als Einzelkämpfer*in nicht sehr weit. Wenn man also eine Aufgabe im Team bewältigen muss, kann man entweder so tun, als ob man eh alles besser weiß und allein weiterkommt. Oder man hat gelernt, dass eigentlich JEDER Stärken hat, die man bei Gruppenarbeit nutzen kann. Bei einigen Menschen ist es aber sehr schwer, diese Stärken hochzubefördern. Menschen, die das können, sind meist echt gute Führungskräfte.


kati1976

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Meine jüngste Tochter musste auch seit der 1.Klasse den leistungsschwachen helfen und darunter haben ihre Leistungen massiv gelitten. Sie wurde von er Lehrerin gezwungen erst zu helfen und dann durfte sie ihre Aufgaben machen. So war es in der Klasse auch bei Teamarbeit,meine Tochter musste alles alleien machen und die anderen haben dann von ihrer Arbeit profitiert So ging es aber nicht nur meiner Tochter sondern noch anderen Kindern und alle haben gelitten. Alle wollten helfen aber nicht so das sie selber auf der Strecke bleiben . Diese Lehrerin hat damit einen großen Keil in die Klasse getrieben so das wir Eltern irgendwann eingreifen mussten. Die Lehrerin hat sich auf kein Gespräch eingelassen und immer so weiter gemacht,bis die starken Schüler gar nicht mehr geholfen haben. Zum Glück war die Grundschulzeit irgendwann vorbei und diese Lehrerin ist nicht mehr an der Schule. Jetzt ist mein Kind in der 7.Klasse und dort wurde mit den Kindern und Lehrern gesprochen wir Hilfe aussehen kann und es läuft da jetzt super Es ist nicht für alle schön wenn die helfen müssen.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von kati1976

Ich kenne es nicht anders, dass ich anderen helfe. Meine Noten in der Grundschule waren auch nicht soooo super, aber das interessiert später wirklich keine alte Sau mehr. Ich kann bis heute dafür ganz gut Multitasking, unterscheiden, ob ich helfen kann oder zuhören muss, was vorn passiert und auf Fragen nicht reagieren und auf vorn fokussieren, wenn es wichtig wird. Das ist was, was einem später im Leben doch wahnsinnig nutzt. Ich verdiene mein Geld auch als 'Expertin', extrem runtergebrochen also indem ich komplexe Dinge einfach erkläre. Wenn man aktuell Vorträge virtuell hält, muss man auch in der Lage sein, den Vortrag zu halten, gleichzeut den Chat im Auge zu behalten, auf verbale und haptische Wortmeldungen göeichzeitig eingehen können. Ein leistungsstarkes Kind langweilt sich doch im Unterricht. Man kann das dann Lesen schicken, aber mehr profitieren tut es doch, wenn es Multitasking und Fokussieren lernt. Am Anfsng sehr anstrengend, aber je mehr man es macht, desto leichter wird es.


kati1976

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Ich finde es ja richtig und bei meinen andern lief und läuft es anders. Diese Lehrerin war so richtig fies und die helfenden Kinder haben sehr gelitten und das geht nun mal nicht


Petra28

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Antwort auf Beitrag von emilie.d.

An den Aspekt hatte ich gar nicht gedacht, aber das stimmt.


emilie.d.

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Antwort auf Beitrag von kati1976

Aber so grundsätzlich sind schlechte Erfahrungen halt auch nützliche Erfahrungen. Die Arbeitswelt ist voll von Leuten, die einfach nur gut im Lorbeeren sammeln sind, die irgendwo rumliegen. Und selbst nix leisten. Ich hab wirklich viele (va weibliche) liebe Menschen kennen gelernt, die nicht gut daran sind, ihre eigene Arbeit eben auch als eigene Arbeit zu verkaufen. Man muss denk ich früh lernen, sich einerseits nicht so in Szene zu setzen, dass die anderen einen hassen, aber doch so, dass klar ist, wem welche Leistung zuzurechnen ist. Man kann in der Schule zu Projekten beim Lehrer fragen stellen gehen. Sich mit Mitschülern austauschen und eben offen weitertragen, dass sich einige einen faulen Lenz machen. Sich NIE die Butter vom Brot nehmen lassen und sich selbst vorn hinstellen und das Projekt vorstellen. Eben so arbwiten, dass man nicht beklaut werden kann. Ich hatte eine Kollegin, die ihr Laborbuch kodiert hat. Das ist extrem, aber wenn man gut ist, ist es besser, mal in der Grundschule geistig beklaut zu werden und draus zu lernen. Als dann später im Berufsleben, da tut es so viel mehr weh. Ich profitier wie gesagt immer noch im Berufsleben wirklich von meiner Schulzeit. Einerseits dass auch Teammitglieder, die auf den 1. Blick nicht als Toppartner erscheinen, sich, wenn man etwas motiviert und gräbt, oft als große Hilfen erweisen. Und andererseits bei einer bestimmten Art von Blendertyp vorsichtig mit eigener Expertise zu sein.