stesa
Bin grad total entnervt, hilflos,sprachlos. Grund ist meine Mutter ü80, die sich uns total aufdrängt (Herzinfarkt, er COPD). Hatte meine geburtstagsfeier zum schutz meiner Eltern zweigeteilt, sie sollten nächsten Freitag kommen, da dann der Abstand zu vielen sozialen Kontakten (Arbeit, Kinder, Enkel) durch mich in der Woche davor organisiert wäre. Nun wollen sie am Dienstag kommen, da ich da normalerweise ihre Urenkel bei mir habe, was ich aber zu ihrem Schutz abgesagt hätte: Aber wir wollen doch mal die Kinder wieder sehen(vor 1 Monat bei meiner Tochter gesehen)-> Gefahr? gibt es doch nicht durch Kinder, Nachbarn empfangen auch die Urenkel-> muss man das nachmachen und sich gefährden?(Und eigentlich sollten sie ja zu mir zum Geburtstag kommen!)Wir wollen aber kommen!!!Mit Kindern bei dir!!!! Habe gesagt, dass ich das nicht nachvollziehen kann, es ist, als rede ich mit der Wand-> und um die alten Risikoleute zu schützen, die das gar nicht wollen, der ganze 2. Lockdown!? Weiß grad nicht, wie ich damit umgehen soll, kann sie ja schlecht rauswerfen, wenn sie vor der Tür stehen, sonst betonen sie immer, dass sie noch geistig fit sind. Würde am liebsten fragen,ob sie mit Macht sterben wollen, kann ich natürlich nicht, ich hab mir nen Kopf gemacht, wie ich es einigermaßen hinkriege und sie überrumpelt mich.
Ich würde die Entscheidung meiner Mutter überlassen und mich dann freuen, wenn sie kommt....
Hallo würde auch die Entscheidung deiner Mutter überlassen. Sie weiß von der Gefahr u. wenn sie meint dennoch kommen zu wollen, dann ist es so. Sie wird niemand sein, der es jetzt "weiterträgt" denn sie geht ja nicht mehr arbeiten u. beim Einkaufen hat sie die Maske auf..... viele Grüße
Ich weiß, ich hätte auch so meine Probleme damit, wenn ich verantwortlich wäre, wenn sich meine Eltern sich anstecken und schwer erkranken würden. Aber es ist nicht so, dass ältere Menschen zwangsläufig schwer erkranken. Aber gerade ältere Menschen benötigen auch den Kontakt zur Familie und zu den Kindern. Wenn sie sich das so wünschen, trotz des Risikos, haben sie doch eine Entscheidung bzw. Priorisierung getroffen. Ich denke, ich würde das respektieren.
Hattest du die Planung denn mit deiner Mutter besprochen? Ja, der Lockdown ist unter anderem da, um die Risikogruppen zu schützen. Es ist aber natürlich auch nicht Sinn der Sache, die Risikogruppe wegzuschließen. Ich finde es toll, dass du dir so ausführliche Gedanken gemacht hast, um das Risiko so weit wie möglich zu reduzieren. Und es sollte deine Entscheidung sein, wann du deine Mutter empfängst. Mehr als zwei Haushalte soll man ja auch im Privaten vermeiden. Vermutlich musst du aber auch akzeptieren, dass sie auch eigene Wünsche und Entscheidungen hat, und auch andere Familienmitglieder trifft, auch wenn du es nicht vernünftig findest. LG sun
Hej! Mag sein, daß Du das nicht nachvollziehen kannst - mußt Du auch nicht ,es ist nicht Dein Leben, dein weg, Deine Situation. Ich kann auch vieles bei anderen Menschen nicht nachvollziehen- und es weder ändern noch will ich das. Genauso wenig wie ich möchte, daß jemand mir seinen Weg und sein Glück aufdrängt - oder die Vorstellung davon. Und Du hast es mißverstanden: Jeder Lockdown dient in erster Linie dazu, die Krankenhäuser und das personal zu schützen, vor Überbelegung und Überlastung. Er dient nicht dazu, alte Menschen in Einsamkeit zu stoßen und ihnen Lebensfreude zu nehmen, manchmal ist die eh nicht mehr so groß wie bei uns anderen. Mir stößt da bei mir ein Satz auf: "Nun wollen sie am Dienstag kommen, da ich da normalerweise ihre Urenkel bei mir habe, was ich aber zu ihrem Schutz abgesagt hätte: Aber wir wollen doch mal die Kinder wieder sehen(vor 1 Monat bei meiner Tochter gesehen)-> " IHRwollt die Kinder mal sehen, Ihr dürft das auch - aber die Uroma nicht??? Mir welchem Recht? Weil sie noch einen Tuck mehr gefährdet sen könnte als Ihr? Ich verstehe Deine Sorge - bis zu einem gewissen grad, denn ich verstehe nicht, wie Du deiner Mutter die Fähigkeit absprichst, für sich und ihr KLeben selbst verantwortlich zu sein. Das tust Du doch hoffentlich bei deinen Kindern - und Enkeln... Unsere Eltern sind, auch wen nsie betagt sind, durchaus imstande, für sich zu sprechen und zu leben - sonst muß man sie entmündigen und einweisen lassen. Klingt hart, aber wen Du ihr gesagt hast, daß Du große Sorge um sie hast und sie doch lieber die Familie sehen möchte - und Du für EUCH da keine Risiken siehst, , tja, dann hat Deine Mutter die Entscheidung doch - oder? Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und eine harmonische Feier mit allen - Ursel, DK
Sie sind erwachsen. Behandel sie als solche. Stehe ihnen eine persönliche Risikoabschätzung zu. Wenn du deine Pläne noch nicht in Ruhe durch gesprochen hast, dann nutze jetzt die Gelegenheit, und lass sie entscheiden was sie möchten. Wenn sie geistig fit sind, werden sie durchaus in der Lage sein, Nutzen und Schaden abzuwägen und die beste Entscheidung für sich selbst zu treffen.
Einsamkeit und Isolation ist oft eine Ursache von Krankheit und frühem Tod Wer traurig/depressiv ist, ist zwangsweise eher krank und erholt sich schlechter. Meine Eltern sind 81. Mein Vater überlebt Corona so oder so nicht, egal ob er sich ansteckt oder nicht. Soll heißen: er wird das Ende dieser besonderen Zeit sehr sicher nicht mehr erleben. Analog mein Schwiegervater, der auch eine sehr deutliche Patientenverfügung hat. Meine Mutter hat vermutlich noch ein paar Jahre mehr vor sich, aber bevor sie die in Einsamkeit und Isolation verbringt (und sie ist bereits ziemlich einsam und isoliert) nimmt sie gerne Risiken auf sich. Alle drei sind keinesfalls dement. Solange jemand sich seines Risikos wirklich bewusst ist und es eingehen will, geht mich das selbst als Tochter nichts an. Ein Raucher darf auch rauchen, auch wenn er dann vermutlich COPD und andere nette Sachen bekommt. Also um wen hast du denn jetzt wirklich Angst und warum? ich höre hier auch oft "man will sich ja nichts vorwerfen". Den Spruch finde ich richtig seltsam. Ich mag mir nicht vorwerfen, dass die letzten Monate/Jahre meiner alten Herrschaften so richtig traurig waren. Ich bin dieses Jahr häufiger zu Besuch als die anderen Jahre. Liebe Grüße Laufente
Es sollen sich doch aber auch nur max. 2 Haushalte treffen. Können die Enkel samt Urenkel, deine Eltern nicht mal separat treffen?
Es geht beim 2. Lockdown NICHT UM SENIOREN! Wieso kapieren das einige immer noch nicht?! Es geht um den Schutz des GESUNDHEITSSYSTEMS! Die Kliniken sollen nicht weiter überlastet werden da hiersonst Kollaps droht! Kliniken, nicht Altenheime! Meine Güte..... Deine Eltern sind erwachsen und mündig? Dann hör auf sie zu Bevormunden.
Und wer liegt schwerpunktmäßig auf den Intensivstation? Alte Leute ....
haben, das ist dir klar? Somit ein hohes Risiko auf der Intensiv zu landen, die ja nicht kollabieren sollen.
Aktuell, wo die Überlastung kurz bevor steht, tun sie das eben nicht. Die liegen die ganzen Ex-fitten, auf deren Vernunft und Menschenverstand man mal gesetzt hat. Die ganzen Residenzler dürfen, wie letztes Mal, alleine in ihrer Heimquarantäne verstorben. DIE haben in der Regel Verfügungen für solche Fälle. Die Mittelalten, gedacht unsterblichen, nicht. Es ist kein "Seniorenlockdown".
Hallo, du kannst Ihnen nur ruhig und sachlich (ich weiss, schwierig in seiner Situation) was und wieso du geplant hast. Und ggf Alternativen vorschlagen - sie könnten mit den Urenkeln z.B. kurz spazieren etc. Und wenn sie immer noch uneinsichtig sind - dann hinnehmen & das beste draus machen aus dem Besuch. Sie sind erwachsen & haben sich so entschieden. Viel Glück!
Hallo, ähnliche Situation hier. Oma und Opa, ähnliches Alter, kommen uns diese Woche besuchen um die Enkel mal wieder zu sehen. Sie haben die Kinder auch wirklich mindestens zehn Wochen nicht gesehen, wir waren in der letzten Zeit sehr vorsichtig und hatten keinen Besuch und waren auch wenig unterwegs (wie schräg sich das anhört ! Als wären wir total unsozial !). Aber nun drängen sie, die Enkel mal wieder zu sehen. Ich hatte erst auch Bedenken, weniger wegen der Kinder, aber mein Mann und ich arbeiten mit vielen Leuten täglich, könnten es also rumschleppen... Inzwischen freuen wir uns, ich backe Kuchen und wir machen uns einen schönen Kaffee. Die zwei können doch eigentlich auch selbst entscheiden, sonst predige ich immer, dass alle selbst entscheiden sollen, dürfen, können und mich das gefälligst nicht zu stören hat, also sollte ich ihnen da auch nicht reinreden. Sie gehen auch so noch weg und sind dauernd bei Ärzten - ich würde fast behaupten, die sind mehr unter Leuten als wir ;-) Freu dich auf den Besuch, ich mache es auch :-) Vielleicht gelingt es uns sogar, mal NICHT über Corona dann zu sprechen... Lg, Lore
Alte Leute leben häufig für die Familie. Wenn die sozialen Kontakte mit der Familie wegfallen, fällt für sie der Grund zum leben weg. Sowohl meine Eltern als auch meine Schwiegereltern dürfen natürlich ihre Enkel sehen. Meine Schwiegermutter hat eine beginnende Demenz. JETZT erlebt sie ihre Enkel noch richtig mit, wie das in 1-2 Jahren aussieht wissen wir nicht. Meine Eltern sind auch beide über 80. Noch fit, aber auch das kann sich in dem Alter schnell ändern. Wenn sie ihre Familie sehen wollen, dürfen sie das. Wir versuchen eher unsere Kontakte nach außerhalb gering zu halten. LG Inge
huhu es gibt imemr noch die Zweihaushaltsregel damit würde ich argumentieren Du kannst ja auch nicht 5 Familien zum Geburtstag einladen, imemr nur eine dagmar
Das gilt NICHT in allen Bundesländern. In HH z.b., dürfen sich direkte Verwandte bis zu zehn Personen treffen, egal aus wievielen Haushalten.
Wenn sie ihre Urenkel sehen möchte, sollte sie diese zu sich nach Hause einladen.
In dem Alter haben wohl alle Menschen im Kopf dass sie am nächsten Tag sterben könnten. Deshalb halte ich die Coronamaßnahmen in dieser Richtung auch für kritikwürdig. Jeder sollte selbst entscheiden ob er das Risiko trägt oder nicht.
Wenn ich über 80 wäre, würde ich auch nichts anders machen und würde denken, an Irgendwas muss man ja sterben, und mit Vorsichtsmaßnahmen werd ich auch keine 120. Einfach machen lassen, die sind alt genug um auf sich aufzupassen.
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