hgmeier
in den letzten Diskussionen sind immer wieder Forderungen nach Schulschließungen bzw. alternativen Beschulungsformen aufgekommen. Unabhängig davon ob man dafür oder dagegen ist, sollte man sich die Folgen daraus vor Augen führen. 1. Schulschließungen/Homeschooling - möglicherweise eingeschränkte Datenleitungen in einigen Orten - möglicherweise eingeschränkter Zugriff auf Endgeräte - gewisse Lerninhalte lassen sich nur bedingt vermitteln - auftretende Betreuungsproblematik (in Folge dann entweder wieder durchmischung oder Ausfall von Mitarbeitern in Betrieben) 2. geteilte Klassen (ohne weitere Maßnahme) - Raumanzahl reicht nicht - Lehrkräfteanzahl reicht nicht 3. verschobene Schulzeiten - Betreuungsproblematik - eingeschränkte Lehrerverfügbarkeit 4. Joker: verringertes Bildungsangebot - Zukunftsproblematik Natürlich lassen sich auch diese vier Dinge kombinieren (bzw. man wird dieses müssen). Das schränkt zwar durchaus einige Nachteile ein, kann sie aber in kaum einem fall gänzlich beseitigen.
Ich bin in der derzeitigen Lage bei uns im Lkr. für geteilte Klassen, Präsenzunterricht und Homeschooling im täglichen Wechsel. In der Schule Maskenpflicht. Dann könnte es klappen, dass nicht Schulen dicht gemacht werden, weil die Lehrer und Schüler abwechselnd in Quarantäne hocken.
Täglicher Wechsel ist gerade für die kleineren besser. Zudem gingen die Infektionen immer von den Schülern aus, nicht 1x vom Lehrer. Von daher wird an unserer Schule diese Variante bevorzugt.
Ich fände Teilung der Klassen mit wöchentlichem Wechsel zwischen Schule und Homescholing gut.
Ok. Diese Lösung hat durchaus Vorzüge. Größter Nachteil ist dabei die eventuell notwendige Betreuung von Kindern und die daraus resultierenden Folgen.
Sie ist aber wesentlich besser als dein Vorschlag mit dem täglichen Wechsel. Da hast du nämlich den positiv getesteten Lehrer wieder in den letzten beiden Tagen mit ALLEN Kindern im Kontakt, nicht nur die eine Hälfte. Das zerstört den größten Vorteil des geteilten Unterrichts, nämlich den dass nicht immer alle gleichzeitig betroffen und lahmgelegt sind.
Nicht für ältere Schüler. Hätte auch den Vorteil, dass Schulbusse etc. weniger voll sind.
Gerade die älteren Schüler wären dafür doch gut geeignet...dann wären die Schulen auch nicht so voll. Es wurde ja noch nicht einmal gefragt, ob / welche Eltern so etwas ggf. mittragen würden...
>>Sie ist aber wesentlich besser als dein Vorschlag mit dem täglichen Wechsel.< < Mein Vorschlag?
Nicht? Also wir wurden ganz genau dazu befragt wie wir es gerne hätten. Auch in Bezug auf Online Unterricht nach Stundenplan, ob es ein Problem wäre mehrere Kinder im gleichen Haushalt gleichzeitig online zu beschulen, ob wir Übertragung aus dem Klassenzimmer wollen, einfach alles eben.
Zum Lernen fände ich den täglichen Wechsel besser und tatsächlich wird das hier so werden, sollten sich die Coronafälle häufen. Der Vorteil des Abstandes bleibt ja.
Sorry es war den Vorschlag von mare7.
Bei uns wäre dann das Hypridmodell angesagt. Gruppe A hätte am Mo-Mi-Fr Unterricht und Gruppe B dann Di und Do. In der nächsten Woche dann anders herum. LG
Nein - hier kam genau gar nichts dazu. Fand ich auch schade.
Da ich weiss, dass Homeschooling/Hybridunterricht die von Dir genannten Folgen für einige haben kann, arrangiere ich mich im Moment damit. Obwohl wir ganz egoistisch gesehen perfektes Internet haben, gute Endgeräte für alle drei Kinder und die guten Lehrer sich alle in der ersten Phase sehr gut angestellt haben, die Kinder haben viel gelernt. Um die anderen Lehrer ist es nicht schade, die bringen bei geöffneten Schulen auch keinen "Mehrwert" Mein Mann und ich sind viel im Homeoffice, haben beide lange genug in der Schule/im Studium gesessen um auch helfen zu können. Aber solange der Lockdown im Privaten gilt, sollen sie in der Schule Gleichaltrige /Freunde treffen, wobei die Hälfte auch bei weitem reichen würde. Mir wäre Hybridunterricht und Homeschooling mit kleinen Lerngruppen in den Wochen zwischen dem Präsenzunterricht am liebsten. Oder lernen in Ruhe allein aber nachmittags die Möglichkeit (zumindest eingeschränkt ) mit Freunden zusammenzukommen, gemeinsam Sport zu treiben usw
Wenn es nur um meine Große gehen würde, wäre zu hause arbeiten gar kein Problem. Wir sind auch bestens ausgestatten, online läuft von Anfang an alles super. Die Lehrer waren immer alle sofort erreichbar, es gab mehr als genug zu tun. Aber...für meine 12 jährige ist es doof. Ich arbeite, bin immer erst ab 17 Uhr zu hause. Bis dahin, macht sie nichts...keine einzige Aufgabe. Das ist ein täglicher Kampf, den ich so nicht noch einmal machen möchte. Ich habe keinen einzigen Tag zu hause gearbeitet. Für sie ist die Schule wichtig....für mich auch. Ansonsten sie ich Madam schon ohne Abschluss.... LG
Mein Sohn ist auch sehr faul. Der ist 10 Jahre alt - da muss halt Mama noch mit ran...
Hatte die Telekom nicht angeboten, jedem Schüler Internet zur Verfügung zu stellen? Das hätte man m.E. schon voran treiben können. Die SIM-Karten hätten schon längst in entsprechenden Pads landen können. Die Betreuungsproblematik sehe ich ehrlich gesagt bei den Kleinen. Schüler ab der 5./6. Klasse kann man m.E. schon alleine daheim lassen. Wenn man die Sache mit den Pads durchgezogen hätte, hätte man für alle vormittags Unterricht sichern können. Die Hälfte in der Schule, die andere Hälfte am Pad daheim. Für die Lehrer hätte dazu ein Handy mit SIM Karte oder ausreichenden Schul-W-LAN und ein Stativ genügt. Die Lösung kann aber m.E. auch nicht sein, die Kids zu 30 Personen plus Lehrer bei einem 7-Tages Wert von über 100 sein. (Zumal hier noch nicht mal Ethik und der Unterricht der 2. Fremdsprache mit weiterer Klassendurchmischung eingeschränkt wurden.)
Inzidenzwert 100 ist hier ein Wunschdenken! Hier saß man bei Ü200 noch lustig zusammen im Klassenzimmer
In Bayern sitzen quasi alle bei ü100 ganz normal in der Schule, viele auch bei ü200.
Sitzt!
>>Hatte die Telekom nicht angeboten, jedem Schüler Internet zur Verfügung zu stellen? Das hätte man m.E. schon voran treiben können. Die SIM-Karten hätten schon längst in entsprechenden Pads landen können. < < Viel Spaß in Nordhessen. SIM-Karten alleine helfen da auch nicht weiter. Ein brauchbares Funknetz wäre ganz nett. Reicht mancherorts noch nicht einmal zum Telefonieren. >> Schüler ab der 5./6. Klasse kann man m.E. schon alleine daheim lassen. < < Da stimme ich dir zu. Selbst dann sollte man sich mal die Zahlen durch den Kopf gehen lassen: Anzahl der Schüler in Klasse 1-4 dürfte bundesweit so um die 2 Mio liegen. Sagen wir mal bei 1/3 der Kinder sind alle vor Ort existierenden Elternteile i.d.R. beruflich eingebunden. Selbst wenn dies nur alle zwei Wochen greifen würde, müssten 200.000 Eltern ihrem Arbeitsplatz fernbleiben.
Wenn die Kids allerdings Online Unterricht hätten und für einen der Eltern Homeoffice machbar ist, könnte man die Zahl der Schüler im Präsenzunterricht entzerren. In Juniors Klasse hätte über die Hälfte der Kinder Online Unterricht nutzen können. In Problematischen Mobilfunk-Zonen wäre interessant, wie viele Haushalte nicht auf ein ausreichendes W-LAN zuhause zugreifen können. Die Kinder könnten ggf. immer am Unterricht teilnehmen. Ich denke, dass das - bis auf einige Ausnahmen - machbar wäre.
Kommt drauf an, was sie für einen Job haben! Wenn die Hälfte Homeoffice machen kann, wären es nur noch 100000. Und wenn die clever sind, teilen sie sich die Betreuung mit einer anderen Familie. Es werden zwar trotzdem einige übrig bleiben, aber das könnte man eventuell individuell regeln.
Gerade beim Kleinen in der GS , bin ich durchaus der Meinung, dass man den Lehrplan entzerren könnte und sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren sollte. Ich fand jetzt nicht, dass dem Kinde wahnsinnig was gefehlt hat von Mai- Juli .
Was jede Musik, Werk, Ethik und Kunstlehrerin wahrscheinlich anders sieht und sofort erklärt , warum das Fehlen von Van Gogh in Klasse 3 , Rolf Zuckowski Lieder oder ein selbstgefeilter Untersetzer ,und dem Pflanzen von Zwiebeln im Schulgarten , auf ewig Nachteile bedeuten ....so trotz Pandemie.
Beim Großen ist es anders, da geht's um Abiturvorbereitungen und an der Schule, ist schon seit Klasse 10 kein stupides Lernen erwünscht. Da geht viel im Austausch mit anderen....aber auch hier gibt es z.b. bei Hitzefrei verkürzten Unterricht....wenn man die Klassen teilt und anstatt 45min eben nur 25min ( oder 50min Doppel) macht , in der Zeit Hilfestellung gibt und die Teenies anleitet + kombiniert mit Hausarbeit zur Fertigstellung , könnte man ja viell. auch 2 " Schichten " machen . ![]()
Das sehe ich wie du, sowohl mit dem " fehlenden Stoff" in den kleineren Klassen, als auch mit den 2 möglichen " Schichten". Das Problem wären da unter Umständen die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Schüler kommen hier von den Dörfern nur 1× am Tag hin oder zurück -bisschen überspitzt.
Ohne jetzt alle Antworten gelesen zu haben: wir haben ein GS-Kind und müssen arbeiten. Egal in welcher Form geschichtet wird - wir können an den Tagen, an denen unser Kind zu Hause wäre, keine echte Betreuung oder Beschulung leisten. Darüber hinaus ist mit den aktuellen Einschränkungen die Schule der einzige Ort, an dem halbwegs normale soziale Kontakte stattfinden können. Was ich mir vorstellen könnte - zumindest an unsere Schule: wenn Klassen geteilt werden und diese wie auch immer geschichtet Unterricht haben, die anderen dann in der OGS betreut werden. Also auch im Sinne von dort Aufgaben/Hausaufgaben erledigen. Ginge theoretisch bei uns, da die OGS eigene Betreuer hat und keine Lehrer dort aushelfen oder irgendeine HA-Betreuung übernehmen. Der Unterricht ist bei uns ja schon gewissermaßen entzerrt: es gibt keinen Musikunterricht mehr, AG´s sind alle gestrichen, keine Projektwochen, Vorlesepaten oder sonstige Dinge.
Eine getrennte Betreuung dürfte vermutlich auch an eurer OGS nicht klappen. Würde nämlich nur sinn machen wenn die Kinder aus verschiedenen Klassen nicht zusammen betreut würden. Zudem müsste man vermutlich genug Kapazität haben um mindestens 1/6 der SuS der Schule gleichzeitig derart betreuen zu können.
Vor Schulschließung habe ich am meisten Angst - das lief wochenlang hier nicht optimal: Kinder waren oft mehr als 8 Stunden alleine daheim. Ich hatte nach der Schicht auch nicht mehr groß Elan die Aufgaben durchzusehen, musste das dann an meinen freien Tagen "nachholen" - mit Frust für die Kinder, da vieles doch falsch oder falsch verstanden war. Homeschooling würde hier wieder bedeuten: man holt einen Stapel Blätter für 14 Tage ab und arbeitet jeden Tag daran. Nach vielen weiteren Wochen werden diese dann ohne Rückmeldung eingesammelt. Ganz ehrlich: wenn es wieder dazu kommt, werde ich mir kein Bein mehr ausreißen, wir gehen beide arbeiten und können nicht ins Homeoffice. Notbetreuung hat schon vor Monaten nicht funktioniert (da nur 3x pro Woche angeboten und nicht alle Kinder alle drei Tage kommen durften - was nützt es also einmal pro Woche und dann für drei Stunden nur - müssen ja auch irgendwie dort hin kommen). Also: Blätter alleine bearbeiten. Meine freien Tage möchte ich weiterhin "frei" mit den Kindern Spaß haben. Das hat im April/Mai wirklich einige Tage "versaut" weil wir nachgearbeitet haben und ich eben keine Lehrerin bin... Spaß ist was anderes... Auch das schlechte Gewissen das man hat, wenn man die Kinder so viele Stunden alleine lässt... klar, sie könnten den Papa telefonisch erreichen... aber trotzdem... sie sind trotzdem noch Kinder. Und dieses Problem haben hier so viele Mütter. Da ist nichts mit Lernen am Laptop - das stand bisher auch nicht zur Debatte, auch in den höheren Klassen nicht, es ist anscheinend nicht umsetzbar. Lg, Lore
Unsere Schule ist eine Montessori-Schule - die Kinder sind eh gemischt von Klasse 1-4 in ihrem jeweiligen Klassenverband. Wenn du jetzt die Kinder aus der Betreuung raus rechnest, die eh von ihren Eltern nicht geschickt werden, könnte es durchaus passen.
ist bei uns genau so, nur das es die AGs noch gibt! das wundert mich allerdings!!! ich hätte erwartet das die bei uns auch gestrichen werden!
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