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Schulen Treiber der Pandemie?

Schulen Treiber der Pandemie?

Atombiene

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Ich habe zwar kein Kind im Schul-, sondern im Kigaalter, das Thema beschäftigt mich jedoch trotzdem und wird ja äußerst kontrovers diskutiert. Ich bin hierzu über eine Frankfurter Studie gestoßen, vielleicht interessiert es den ein oder anderen hier ja auch: https://www.aerzteblatt.de/archiv/217182/COVID-19-in-Schulen-Keine-Pandemie-Treiber Danach seien Kontaktpersonen von COVID-19-Fällen in Schulen laut einer Untersuchung des Gesundheitsamtes Frankfurt nur in seltenen Fällen infiziert. Schulen und Schüler sind bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen demnach nicht die „Treiber“ der SARS-CoV-2-Pandemie. Die Untersuchung erstreckt sich auf einen Zeitraum von der 35sten bis 46sten KW, erfasst also auch den Zeitraum sehr hoher Inzidenzwerte. Insgesamt wurden 2990 PC-Tests im Rahmen der Studie durchgeführt.


knuffelbär

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Naja, das müssen sie ja schreiben, denn die Schulen müssen ja offen bleiben, damit unser System (also vor allem die arbeitenden Eltern) funktioniert. Beobachtungen von meiner Schule ist, dass wer nicht testet, der findet auch nichts. Wir hatten 4 Fälle (offiziell) an der Schule. Als erstes zwei Lehrer kurz vor den Herbstferien, die Schüler wurden nicht mal informiert, obwohl es in der Woche davor eine Projektwoche mit gemeinsamen Mahlzeiten gab. Dann zwei Schüler aus verschiedenen Klassen, auch da wurde kein weiteres Kind getestet, denn es herrscht ja Maskenpflicht... Unsere Schulleitung hatte vor den Herbstferien auch noch alles statt finden lassen, incl. Klassenfahrten und den Klassenlehrern dann gesagt, wenn es euch zu heikel ist OK, erklärt es dann bitte selber den enttäuschten Kindern. Also sind alle gefahren. Maskenpflicht ist gut und schön, wir haben inzwischen vier mal mehr Aufsichten in der Pause, dennoch, kaum hat man die eine Gruppe erinnert die Maske auf zu lassen und dreht sich um zur nächsten, sind die Masken wieder unterm Kinn. Auf dem Weg zur und von der Schule gibt es genau so Umarmungen und Gekuschel wie vor der Pandemie. Es sind Kinder und Jugendliche, bis hin zu jungen Erwachsenen. Grenzen der Erwachsenen testen und Regeln ausreizen/in Frage stellen/brechen ist normal in dem Alter. ABER weil nicht sein kann, was nicht sein darf, ist die Schule natürlich kein Infektionstreiber...


Tai

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Antwort auf Beitrag von knuffelbär

Da frage ich mich doch, wie es während einer Pandemie sein kann, dass gemeinsame Mahlzeiten, Klassenfahrten und sonstiges Tantam ungehemmt stattfinden. Weniger die offenen Schulen als viel mehr die Einfalt des Personals scheint hier ein großes Problem.


dann

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Antwort auf Beitrag von knuffelbär

Sind Klassenfahrten bei euch vom Land fE nicht verboten? Bei uns in BW dürften die garnie stattfinden, also keine Ermessensentscheidung...


As

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Antwort auf Beitrag von dann

Ich kann nur sagen, wie es bei uns war. Klassenfahrten waren nicht verboten, ich weiß von einer mehrtägigen Abschlussfahrt Ende September nach Berlin. Kurz bevor B. zum Risikogebiet erklärt wurde. Ich wäre nicht gefahren, wäre aber mit dieser Entscheidung bei den Eltern der Schüler durchaus in Ungnade gefallen. Die bestanden nämlich mehrheitlich auf die Durchführung der Fahrt. Bei uns waren zu dem Zeitpunkt die Zahlen noch niedrig. Hier haben sich auch Eltern ( aber auch Lehrer) vehement gesträubt, als es um eine Maskenpflicht in unserem Schulhaus ging, obwohl es " von oben" nicht für notwendig erachtet wurde. Vielleicht gibt es doch einen Zusammenhang zwischen sehr zögerlichen Maßnahmen in Sachsens Schulen und den explodierenden Zahlen vor Weihnachten? Also zumindest Schulen ohne Maskenpflicht als Treiber der Pandemie?


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von dann

Bei uns in NRW dürfen definitiv auch keine Klassenfahrten stattfinden. Landesweit, das ist also hier keine Entscheidung einzelner Schulen.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Tai

Wie willst Du in einer Schule mit Ganztagsbetrieb gemeinsame Mahlzeiten unterbinden? Ja, es gibt Schulen, wo beim Essen Maske getragen werden muss: Maske runter schieben,Gabel rein, Maske hoch, kauen...... Ich hoffe, dass der Sportunterricht nun mal gestrichen wird, wo die Kinder ohne Masken sein dürfen. Da kam es bei uns zu Ansteckungen. Klassenfahrten sind hier gestrichen. Sorry, wer von der Einfalt des Personals redet, hat keine Ahnung, wie ein Schul oder Kindergartenbetrieb im Alltag während der Pandemie aussieht!


Philo

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Antwort auf Beitrag von knuffelbär

Wir hatten drei Tage vor Weihnachten erfahren, dass einer meiner Kollegen in der KiTa positiv getestet wurde. Und keiner von uns Kollegen hat sich angesteckt, obwohl einige noch mit dieser Kollegin im kleinen Kammerl Essensvorräte kontrolliert oder nachbestellt haben. Scheinbar haben die Hygienemaßnahmen ihren Zweck (für dieses Mal) erfüllt. Halbstündliches Querlüften Permanentes Maske tragen Abstand so gut es geht halten Stündliches Händewaschen Tägliches Desinfizieren von Tischen, Türklinken, Lichtschaltern etc. Ich hoffe, dass Schulen ihrer Verantwortung da auch nachkommen und ein gutes Hygienekonzept haben und dies umsetzen. Wohler wäre mir dennoch, wenn die Schulen in den Wechselunterricht gehen würden (gerade wegen der Fahrt zur Schule im ÖPNV).


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Philo

So schnell zeigt sich gar nicht unbedingt, ob jemand sich angesteckt hat - auch wenn die Wahrscheinlichkeit dann geringer ist.


Loretta1

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Antwort auf Beitrag von knuffelbär

Bei uns gab es an den Schulen bisher nur wenige Fälle, immer gab es keine weiteren Infektionen. Oft gingen die Infektionen von Erwachsenen (Lehrern) aus. Wenn ein Kind positiv getestet wurde, dann hat es sich zuerst daheim bei einem Elternteil angesteckt. Hier sind die Hygienemaßnahmen in den Klassen gut umgesetzt worden, Sport, Ausflüge - das gab es die letzten Wochen nicht mehr. Versetzte Anfangs- und Schlusszeiten, versetzte Pausen. Ich hatte immer ein gutes Gefühl - und ich hätte jetzt auch nichts mitbekommen, dass irgendwo in Familien Eltern oder Großeltern krank wurden und die Kinder dann verdächtigt wurden. Eher ist es so, dass bei Eltern mit Symptomen dann als Infektionsquelle die Arbeit oder eine Familienfeier ausgemacht wurde. Und wenn, sich die Kinder dann an den Eltern angesteckt haben. Das ist aber nur das Bild hier - mag ich nicht verallgemeinern. Nur da es bisher so gut lief - Hut ab vor unseren Schulen, die die Konzepte so gut umsetzen und miteinander arbeiten und im Bedarfsfall gleich handeln. Reihentests gab es hier auch, wenn z.B. jemand in einer Klasse positiv getestet wurde. Bis auf einen Fall, in dem noch zwei weitere "angesteckt" wurden, waren die anderen Schüler immer negativ getestet worden. Auch das finde ich eher positiv, als erschreckend. Deshalb würde ich auch nicht davon ausgehen, dass so viele unbemerkte Infektionen in die Familien getragen werden, so grob wissen die Leute dann ja meistens doch, wo sie sich angesteckt haben könnten. Vielleicht müssten manche Schulen ihre Konzepte noch einmal erarbeiten - hier gibt es sicherlich wie in allen Bereichen "gute und nicht so gute Umsetzungen". Lg, Lore


Philo

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Wir haben uns - wie vom Gesundheitsamt vorgeschrieben - zwischen dem 5. und 7. Nach nach dem letzten Kontakt zu der erkrankten Kollegin testen lassen und sind alle negativ. Daher wurde die Quarantäne für uns aufgehoben. Die Kollegin war am Donnerstag, 17.12. zuletzt in der Arbeit, am 21.12. abends kam von der Chefin Bescheid und am 22./23.12. wurden wir getestet.


Tai

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Antwort auf Beitrag von Muts

Es gibt sicher Berufsgruppen, die durch viele Kontakte zu anderen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Wenn nun aber hier berichtet wird, dass in Pandemie-Zeiten Klassenfahrten und Projektwochen mit gemeinsamen Mahlzeiten stattgefunden haben, sind nicht die Schulen an sich vermehrte Infektionsquellen, sondern der wenig vernünftige (also dumme) Umgang. Was das gemeinsame Essen in der schulischen Mensa betrifft, weiß ich tatsächlich nicht, wie das gehandhabt wird. Aber von Massenausbrüchen aufgrund dessen ist mir jetzt auch nichts bekannt. An der Schule meiner Tochter gab es seit Mitte November drei covid-positive Schüler in drei Klassen, einmal davon Geschwister. Alle haben sich in ihrer Familie infiziert und keinen in der Schule angesteckt. Das ist sicher einerseits Glück, andererseits aber auch der vernünftige Umgang der Schulleitung zur Infektionsvermeidung. Durchgehende Maskenpflicht seit Schulbeginn im August, Sportunterricht bis Spätherbst nur im Freien, sinnvolles Lüften, und natürlich Absage aller Klassenfahrten und Projekttage schon im April. Lehrer werden auch nicht als K1 gerechnet, da davon ausgegangen wird, dass sie nicht 15 Minuten unmittelbaren Kontakt zum Schüler haben.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Bei uns haben wenige Coronafälle schon zwei mal den Schulbetrieb lahmgelegt. Erste Fälle: zwei Schüler aus zwei Klassen, Quarantäne für die Klassen und alles Lehrer die dort unterrichtet haben ( war noch vor der Maskenpflicht im Unterricht). Also für alles nicht betroffenen Klassen: Nur 3 Stunden Unterricht vor Ort, Rest Online, da ja fast keine Lehrer unterrichten konnten. Zweiter Ausbruch: Schüler hat Lehrer angesteckt, der wiederum Schüler in anderen Klassen ( zumindest wird davon ausgegangen, da es "passt", wer wann Symptome hatte) Wieder viele Lehrer in Quarantäne und die betroffenen Klassen komplett, da sie Sport ohne Maske hatten. Also wieder Notstunden plan.... Und da ruft Frau Eisenmann noch immer, es läuft gut an den Schulen! Ich behaupte, es kommt über die Schulen zu vielen Infektionen, auch symptomfreie und Papa und Mama wundern sich dann, wenn sie krank werden und nicht wissen wo sie sich angesteckt haben ABER: Die Politik will das nicht sehen, da der Schulbetrieb ja aufrecht erhalten werden muss. Auch dass Kinder in Decke und Jacke frierend im Klassenzimmer sitzen müssen weil so viel gelüftet wird, müssen die Schüler einfach ertragen...... Zudem sind es nicht nur die Schüler und Lehrer, sondern die Eltern, die beim Abholen auf dem Parkplatz die Köpfe zusammenstecken, als gäbe es kein Corona....... Ich finde es traurig, dass man nichts hört, wie es nach den Ferien im Januar weiter gehen soll! Wo bleiben die Konzepte die einen ordentlichen Schulbetrieb ermöglichen? LG Muts


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Muts

Okay, aber dann wurden ja zumindest im ersten Fall keine ausreichenden Hygienemaßnahmen getroffen und das wäre ja Grundvoraussetzung. Ich habe Freunde, die als Pädagogen in Schulen tätig sind. Auch sie sind frustriert und berichten davon, dass Informationen erst spät übermittelt werden, teilweise erfährt man sie zuerst aus den Medien und im Allgemeinen fühlen sich die Schulen im Stich gelassen. Sie würden gerne Konzepte entwickeln, es scheitert jedoch oftmals an den Obrigkeiten. Ich kann deinen Unmut sehr gut nachvollziehen. Es ist sicherlich nicht einfach für die Lehrerschaft. Hier bei uns in den Kindergärten hält sich das Infektionsgeschehen stark in Grenzen. Seit Wiedereröffnung im Mai waren ein Kiga innerhalb der Gemeinde und zwei im Landkreis betroffen, Gemeinde und Landkreis haben jeweils ca. 300.000 Einwohner. Wie es sich in den Schulen verhält weiß ich ehrlich gesagt nicht.


Marianna81

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dann wird’s entschieden. Schulen werden es dann kurzfristig erfahren, wie es weiter geht. Hoffentlich, haben diese verschiedene Szenarien durchgespielt und wenigstens die Zeit genutzt. Sonst werden sie halt erst überlegen müssen.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

klar, wie immer- im letzten Moment wird entschieden und dann soll aus dem Ärmel geschüttelt werden und der Betrieb laufen. Wie in den Kindergärten auch- was am Montag umgesetzt werden soll, kommt per Mail am Samstag bei den Betroffenen an....


Charlotte7

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Ich kann den Beitrag von Knuffelbär nur bestätigen (außer dass es bei uns keine Klassenfahrten mehr gab). Man kann aufpassen wie ein Luchs, es gelingt einem nicht bei so vielen Schülern, die Einhaltung der Coronaregeln strikt zu kontrollieren ... Bei uns an der Schule geht es jetzt gerade voll ab: In den Weihnachchtsferien hat sich herausgestellt, dass sich in der Woche vor den Ferien (bis jetzt) vier Lehrer und mindestens 8 Schüler infiziert haben. Alle wohl in der Schule, eine Kollegin hat es hineingetragen und die Schüler (die ja nicht infektiös sind, haha) haben es weitergetragen. Informiert wurde vom Gesundheitsamt übrigens niemand, die kommen bei uns nicht mehr nach. Also sollten nach den Ferien die Schulen wieder ganz normal öffnen, dann weiß ich auch nicht mehr ...


Gold-Locke

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Ich arbeite an einer Grundschule und gebe den anderen vollkommen Recht: Ja, man kann zwar wie ein Luchs auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten, es klappt aber nicht immer und überall. Gerade für unsere Kinder zwischen 5 und 11 Jahren ist das oft schwierig. Viele bemühen sich sehr, vergessen aber auch einiges, sind sorglos, unbefangen, tauschen lustig ihre Masken und ähnliches, ehe man sich versieht. Aber gerade das bestätigt mir eigentlich noch mehr, dass Schulen nicht die extremen Virusschleudern sein können, denn an diesem Ort, wo bis zu 30 Menschen eng zusammen sitzen, in der Grundschule am festen Sitzplatz sogar ohne Maske und wo sich nicht immer alle perfekt an alle Regeln halten, passiert doch offenbar nicht überdurchschnittlich viel. Klar, Kinder können auch symptomlos bleiben, aber an meiner Schule gab es schon einige Testungen, da waren fast alle Kinder der Klassen negativ. Wir Lehrer wurden sehr regelmäßig getestet. Nur einmal war eine Kollegin positiv, sonst immer alle negativ. Am Gymnasium meiner Söhne ist bisher auch alles recht glimpflich verlaufen, wenige positive Fälle, einige Quarantänefälle. Natürlich wird es auch in Schulen Übertragungen geben, aber ich glaube nach wie vor, bei gutem Hygienekonzept eher unterdurchschnittlich, als überdurchschnittlich. Liebe Grüße, Gold-Locke


Mitglied inaktiv

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Diese Studie aus Österreich ist recht eindeutig und wurde mit jüngeren Kindern zwischen 6 Jahren und 14 Jahren durchgeführt: https://www.derstandard.de/story/2000121673318/gurgeltest-studie-viel-mehr-corona-infizierte-in-benachteiligten-schulen Schlussfolgerung ist, dass die Studienlage es nicht erlaubt zu sagen, Kinder spielen eine untergeordnete Rolle in der Pandemie. „Bitte hören wir auf mit der Diskussion, Kinder unter zehn würden keine Rolle spielen. In Schulen findet ein relevantes Infektionsgeschehen statt, und dieses wird auch aus den Schulen in die Familien getragen. Dies hat auch eben der Präsident des deutschen Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, für Deutschland bestätigt. Das Narrativ, dass Kinder unter zehn Jahren wesentlich seltener infiziert seien, stimmt zumindest für Österreich ganz offensichtlich nicht, und es besteht auch keine Veranlassung, Kinder dieser Altersstufe beim Testen oder den Quarantäneregelungen anders zu behandeln als Erwachsene. Unsere Daten zeigen interessanterweise auch keinen signifikanten Unterschied bezüglich des Anteils infizierter Personen zwischen Lehrern und Schülern."


Atombiene

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Die Gurgelstudie unterscheidet sich aber in ihrer Aussagekraft grundsätzlich von der Frankfurter Studie. Die Österreicher haben mittels der Gurgelstudie versucht, die Dunkelziffer der symptomlos Infizierten zu untersuchen. Das Ergebnis in Runde eins besagt daher auch, dass rund 0,4 Prozent der Lehrer und Schüler an Schulen unentdeckt infiziert sind. 40 von 10000. Die Studie kann jedoch keine Aussage darüber treffen, inwiefern diese Personen andere in der Schule bei adäquaten Hygienemaßnahmen anstecken oder gar wo sich die Personen angesteckt haben. Das wiederum versucht die Frankfurter Studie zu beleuchten und kommt zu dem Schluss, dass bei Einhaltung der Maßnahmen die Übertragung zwar stattfindet, jedoch nicht in einer signifikanten Weise. Ich verstehe ja nicht, warum man gleich versucht die Ergebnisse in das eine (Kinder spielen in der Pandemie überhaupt keine Rolle) oder andere (Kinder sind DIE Ursache allen Übels) Extrem zu pressen. Ich bin ehrlich gesagt sehr offen den Ergebnissen gegenüber und wenn Schule mit gutem Hygienekonzept das Infektionsgeschehen signifikant ausbremsen kann, dann sollte oberstes Ziel sein, das auch flächendeckend umzusetzen. Scheint jedoch bei Weitem nicht überall der Fall zu sein, wenn man hier so querliest.


Johanna3

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"Ich verstehe ja nicht, warum man gleich versucht die Ergebnisse in das eine (Kinder spielen in der Pandemie überhaupt keine Rolle) oder andere (Kinder sind DIE Ursache allen Übels) Extrem zu pressen." Leute, die die Infektionen durch Kinder höher einschätzen (egal ob Privatpersonen oder Wissenschaftler), wird oft eine regelrechte Kinderfeindlichkeit unterstellt. Die armen Kinder! Sie als "Virusschleudern" oder "Pandemietreiber" darzustellen, ginge ja gar nicht! Aber davon kann ja gar nicht die Rede sein! Die Kinder suchen sich ja nicht aus, mit bis zu 30 Mitschülern auf engen Raum zu hocken.


Mitglied inaktiv

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Ja, ich finde auch, dass flächendeckend Hygienekonzepte umgesetzt werden sollten. Ich wäre für die Umsetzung der Präventionsmaßnahmen des RKI, die einen Stufenplan enthalten. Leider werden die RKI-Richtlinien von den Kultus- und Schulministerien aber bisher ignoriert. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Praevention-Schulen.pdf;jsessionid=B7E5EAE14DAFBC216A32556C381A5D27.internet081?__blob=publicationFile PS: Die Gurgelstudie und die Frankfurter Studie widersprechen sich keineswegs. Die Frankfurter Studie wurde in Kitas durchgeführt und lässt keinerlei Rückschlüsse auf die Situation in Schulen zu. Zudem wurde sie während der Zeit einer sehr niedrigen Gesamtinzidenz in der Bevölkerung durchgeführt, so dass in den Kitas auch keine hohen Infektionszahlen erwartet werden konnten. Wörtlich haben Sandra Ciesek und Kai Klose, die maßgeblich für die Studie verantwortlich sind, gesagt: „Es wurden _keine_ Untersuchungen bei älteren Kindern gemacht, die Studie fand auch _nicht_ in Schulen statt. Wir können _keine_ Aussage zu Schulen machen.“ „Die Studie lief vom 18. Juni bis 10. September - also vor, während und auch nach den Sommerferien.“ „Das heißt auf keinen Fall, dass sich Kinder oder Erzieher*innen in der Kita nicht mit dem Virus infizieren können! Auch heißt es nicht, dass es dort keine Ausbrüche gibt – natürlich gibt es die, selbst unter Hygieneauflagen. Aber: Das Risiko der Kinder, sich in der Kita zu infizieren, scheint gering zu sein, solange die Inzidenz niedrig ist.“


Mitglied inaktiv

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Und Drosten schreibt zu den aktuellen Daten aus England: „Nachdem Jahrgänge oberhalb der Grundschule schon Anfang Dezember doppelt so hohe Prävalenz wie Erwachsene hatten, ziehen jetzt die Grundschüler nach.“ Dabei bezieht er sich auf diese Daten: https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/healthandsocialcare/conditionsanddiseases/bulletins/coronaviruscovid19infectionsurveypilot/latest Damit dürfte eindeutig sein, dass Schüler einen nicht geringen Anteil am Infektionsgeschehen haben.


Atombiene

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Ich glaube, du hast dir die verlinkte Seite gar nicht durchgelesen. Die Studie wurde an Schulen durchgeführt und zwar ab Schulbeginn nach den Sommerferien, sprich KW 35 bis zur KW 46.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Die Frankfurt-Studie???? Welcher Link????


Atombiene

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Mein Anfangspost?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Ganz aktuell: https://www.mopo.de/hamburg/update--hamburger-corona-studie-schulen-koennen-doch-massive-infektionstreiber-sein-37863304


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Hier sind nicht einmal dann Klassen durchgetestet worden, wenn der dritte "Einzelfall" auftrat. Nur die Sitznachbarn kommen in Quarantäne - werden aber nicht getestet. Was das Gesamtergebnis dann ja positiv aussehen lässt...


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Also hier werden und wurden (zumindest bis vor kurzem, weiß ich aus eigener Erfahrung) alle K1 getestet, unabhängig ob nun Schule oder nicht. Und zumindest in der Frankfurter Studie fanden ja Testungen statt, das sind also Fakten und kein Wunschdenken.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Ja das stimmt. Aber wenn viele Kinder symptomlose Überträger wären, müsste es ja zumindest in der Elternschaft auffällig viele positive Fälle geben. Das war bei uns an der Schule auch nie der Fall - Davon wüssten wir, denn die Kinder positiv getesteter Eltern müssen ja in Quarantäne. Liebe Grüße, Gold-Locke


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Es hieß auch am Anfang, durch etliche Studien "belegt", dass Erzieher keiner erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass diese am häufigsten betroffen sind. Es kommt eben auch darauf an, WER die Studien in Auftrag gibt.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Was voraussetzt, dass die Eltern sich testen lassen wollen/ dürfen. Hier bekommt man erkältet keinen Test mehr.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Naja, dass auch alle Eltern ausnahmslos symptomfrei bleiben, ist ja nun schon sehr unwahrscheinlich. Und bei Symptomen wird ja getestet.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Hier wird längst nicht jeder getestet, der etwas erkältet ist. Auch nicht auf eigenen Wunsch. Eine Kollegin war gerade zehn Tage krankgeschrieben (Husten, Schnupfen, Heiserkeit). Test? Fehlanzeige. "Isolieren Sie sich einfach..."


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Ok, das ist hier anders. Meine Schwester war vor ein paar Tagen beim Test, weil sie Kopfschmerzen und Heiserkeit hatte.


Muts

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Nicht überall und nicht immer, kommt auf die Region an bzw. die Kapazitäten zum Testen. Und wenn es ein atypischer Verlauf ist, dann ist vielleicht erst der 3. oder 4. der sich da dann ansteckt wieder ein eindeutiger Coronafall.


Luna Sophie

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Ich habe daran meine Zweifel. War es nicht schon so, dass ca. 75% der positiv Getesteten nicht sagen konnten wo sie sich infiziert haben? Mag sein, dass davon einige mit Absicht etwas verschwiegen haben, aber alle? Hier war eine Erzieherin im Kindergarten positiv, obwohl sie in allen Gruppen eingesetzt war, wurden nur die Kinder aus ihrer offiziellen Gruppe in Quarantäne gesteckt. Kein Kind wurde getestet, wer wollte konnte freiwillig privat zu einer Teststation fahren. Später, also unabhängig davon war ein Kind krank und wurde daraufhin positiv getestet. Nur die beste Freundin musste in Quarantäne. Mehrere Kinder sind in dieser Zeit krank gemeldet worden, aber keines getestet (soweit ich weiß). Direkt danach bzw. währenddessen wurde eine Erzieherin positiv getestet, ihre Kindergruppe musste in Quarantäne. Obwohl sie in mindestens einer anderen Gruppe Essen ausgeteilt und die Ruhephase übernommen hatte. Schule 2x war ein Lehrer positiv getestet, beides mal durften alle Schüler weiter zur Schule. Einmal wurde ein Lehrer krank, dann getestet. Seine Klasse musste in Quarantäne. Die anderen Klassen nicht, obwohl der Lehrer auch dort unterrichtete. Schüler positiv getestet, einmal musste die ganze Klasse in Quarantäne. Einmal nur der Sitznachbar, trotz 4er Gruppenarbeit. Einmal wurden 2 Schüler kurz hintereinander positiv getestet, keine weiteren Tests, keine Quarantäne. Einige Schüler aus der Klasse fehlten wegen "Erkältung". Weshalb diese Unterschiede gemacht wurden, weiß ich nicht. Für mich als Laie klingt das alles willkürlich. Ob manche Eltern ihre Kinder aus Angst daheim behalten haben oder ob sie krank waren, vielleicht sogar auch Corona hatten, ich weiß es nicht. Hier in der Umgebung hatten einige Erwachsene Krankheitszeichen, die auf Corona deuten könnten, aber sind nicht getestet worden. Und die Symptome waren nicht ein bisschen Schnupfen. Da waren auch welche mit Fieber und Geschmacksverlust dabei. Ich gehe davon aus, dass keine einzige Zählung stimmt. Ziemlich sicher eine höhere Dunkelziffer dabei ist.


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Der Untersuchung liegen aber keine bloßen Zählungen zu Grunde, sondern gezielte PCR-Testungen der Kontaktpersonen. Ich finde schon, dass das anders zu bewerten ist. Ich wunder mich im Übrigen auch schon lange über die unterschiedliche Handhabung der Testmöglichkeiten. Hier ist das wirklich kein Problem, also bis vor kurzem zumindest nicht. Da konnte man sich ohne Weiteres testen lassen, auch ohne Symptome und als K1 sowieso.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Und wieder wird die Schuldfrage geklärt, so dass hier dann alle ohne schletes gewissen ins Bett marschieren können. Mon dieu


dann

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

An unserer Schule gab es in diesem Schuljahr 10 Fälle (nicht gleichzeitig und in unterschiedlichen Klassen), alle K1 wurden jeweils getestet. Laut Test hatte sich in keinem Fall jemand weiterer in der Schule angesteckt. Ob wir einfach Glück hatten, das Hygiene Konzept so gut ist... keine Ahnung. Es gab aber auch fast durchgehend Maskenpflicht seit den Sommerferien. Ich finde immer erstaunlich, wie unterschiedlich Testungen schon mindestens von Landkreis zu Landkreis vorgenommen werden. Hier kenne ich keinen einzigen, dem ein Test verwehrt wurde, ganz im Gegenteil und zumindest in der Schule (sonst weiß ich es nicht) werden alle Kontaktpersonen auch ohne Symptome getestet - wie will man da Zahlen vergleichen, wenn die Ausgangssituationen so verschieden sind (allgemein, nicht auf nur Schule bezogen)


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Nach dieser Studie klingt es tatsächlich nicht so, als ob Schulen "Treiber" der Pandemie wären. Aber leider zeigen solche anlassbezogenen und in der Auswahl der zu testenden Kinder selektierenden Studie nicht unbedingt ein realistisches Bild des Geschehens. Wenn ich jetzt z.B. meinen Eindruck von unserer Grundschule mit allem drumherum nehme, würde man mit einem Testen der Kinder, die in der Nähe des Indexfall-Kindes sitzen, nicht unbedingt die schlimmsten Ansteckungsquellen testen. Z.B. hat hier Sportunterricht ohne Maske mit durchaus größerer körperliche Nähe und direktem Anatmen stattgefunden. Auch der gemeinsame Schulweg, auf dem die Kinder keine Maske tragen, sich gegenseitig ins Ohr flüstern etc., findet nun mal statt, solange Schule ist. Wenn man die Kinder, die auf solchen Wegen engeren Kontakt mit einem positiv getesteten Kind hatten, nicht testet, findet man sie halt auch nicht. Dementsprechend würde ich eher auf die zufallsbasierten Durchtestungen der österreichischen Gurgelstudie und der neueren UK-Studie (sowie inzwischen von verschiedenen Stellen berechnete Reaktion des R-Werts auf Ferienbeginn und -ende) vertrauen, die allesamt leider eher belegen, dass Schulen zwar nicht überdurchschnittlich stark zu Ansteckungen beitragen, durch die Masse an mit dem Schulbetrieb verbundenen Kontakte aber doch einen nennenswerten Beitrag zum Epidemiegeschehen leisten.


SunnyGirl!75

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

kann eigentlich kaum sein, bei uns gab's noch keinen einzigen Coronafall an der Grundschule, an denen im Umkreis auch nicht! es sei denn wir haben einfach ein riesen Glück gehabt!


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von SunnyGirl!75

Entweder das oder aber man hat die Fälle, die es an der Schule gab, nicht gefunden, weil man die symptomfreien Schüler nicht getestet hat. Eine befreundete Familie hat Anfang Dezember alle Familienmitglieder testen lassen, weil sie den Opa besuchen wollten: Symptomfreie Grundschultochter war positiv. Zwei der (ebenfalls symptomfreien) Mitschülerinnen auch. Ohne den geplanten Opa-Besuch wäre das nicht entdeckt worden.


SunnyGirl!75

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ich will ja gar nicht behaupten das es an Schulen nicht auch zu Fällen kommen kann, aber als Treiber sehe ich sie trotzdem nicht. Zumindest nicht die Grundschulen, denn sonst müsste es viel mehr Fälle geben. Wenn die Kinder keine Symptome haben müssten es ja zumindest deren Eltern haben. Die halten ja wohl kaum Abstand zu ihren Kindern, die noch so jung sind. Eher im Gegenteil. Da ist die Ansteckung ja schon vorprogrammiert. Bei den meisten fanden seit den Sommerferien ja nichtmal Klassenteilungen oder Wechselunterricht statt. Die Klassen an der Schule meiner Tochter haben immerhin alle 25-30 Schüler.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von SunnyGirl!75

Diese Daten aus England sprechen leider gegen das was du schreibst. Dazu Drosten: „Nachdem Jahrgänge oberhalb der Grundschule schon Anfang Dezember doppelt so hohe Prävalenz wie Erwachsene hatten, ziehen jetzt die Grundschüler nach.“ https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/healthandsocialcare/conditionsanddiseases/bulletins/coronaviruscovid19infectionsurveypilot/latest


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von SunnyGirl!75

Das Problem ist, dass erkrankte Eltern ihre Corona-Infektion nicht an die große Glocke hängen bzw. viele sich gar nicht testen lassen. Dann kann ja weder das Gesundheitsamt noch die Schule oder sonst irgendwer den Zusammenhang herstellen, falls die Infektionen durch symptomlose (und damit meist unentdeckte) Grundschüler übertragen wurden. Sämtliche Zufallstestungen in Schulen, von denen ich gelesen habe, haben eine nicht unerhebliche Dunkelziffer erbracht, auch an Grundschulen. Eine der größeren solchen Untersuchungen ist die Gurgelstudie in Österreich.


kuestenkind68

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Gott, das wurde doch schon tausendmal hin- und herdiskutiert. Manche glauben, die Schulen sind soooooo gefährlich, andere nicht... Wirklich fundierte Untersuchungen habe ich dazu noch nicht gehört... Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten: an unserer Schule ist es definitiv nicht der Fall. Es gab immer mal wieder einzelne Corona-Fälle, aber alle von außerhalb aus der Familie, aus dem Privaten eingeschleppt. Lehrer und Schüler kamen in Quarantäne (das war nervig, weil dann Unterricht ausfiel), aber es hat sich NIEMAND angesteckt. Warum? Weil bei uns seit den Sommerferien konsequent von allen Masken getragen wurden, von Schülern und Lehrern und Hausmeistern und Sekretärinnen usw, von Klasse 5 bis zum Abi. Nichts ist in der Schule verbreitet worden.. Andere werden dir das Gegenteil erzählen. Ich denke, es hängt viel davon ab, wie ernst die Regeln eingehalten werden und ob die Schülerschaft das auch mitträgt... Viele Lehrer sind übertrieben panisch, dabei denke ich, eine FFP2 Maske und Abstand (die der Lehrer halten kann von Pult aus) schützen schon gut. Im übrigen, wenn dein Kind noch nicht in der Schule ist. Warum machst du dir da Gedanken? Ich denke, ab dem nächsten Schuljahr wird sich dank der Impfungen alles wieder beruhigen, und insofern seid ihr doch gar nicht davon betroffen. Falls du dir doch Gedanken machst: ruf bei der Schule an, in der dein Kind eingeschult wird und frage da noch, welche Schutzmaßnahmen die dort anwenden. Es bringt absolut nichts, sich hier im Vorfeld Gedanken zu machen und sich verrückt zu machen. Insbesondere, weil die Schulministerien ohnehin noch gar nicht wissen, wie es im nächsten Schuljahr laufen wird. Die wissen ja nicht mal, wie es nach Weihnachten im Januar weitergehen soll.


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Ich mache mir nicht im VORAUS Gedanken, ich mache mir grundsätzlich Gedanken, weil ich ein interessierter Mensch bin. Es geht also überhaupt nicht um meine potentielle Betroffenheit.


User-1724409901

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Bei meinen Kids an der Schule (Gymnasium in Niedersachsen) ist bis heute kein einziger corona Fall gewesen. Erst halbe Klassen. Dann wieder ganze mit Maske. Nach den Ferien wieder halbe Klasse , wochenweise im Wechsel, Maske im Unterricht kein Muss wird aber empfohlen. In den Gängen ist Maskenpflicht. Auf dem Schulhof nur wenn 1,5 Meter nicht eingehalten werden können Also bis jetzt funktioniert das. Meine Kids sagen es gibt nur wenige die sich nicht dran halten und die Maske nicht tragen bzw. Falsch. Alle Aktionen wurde abgesagt: keine Klassenfahrten, keine Profilfahrten, keinen Tag der offenen Tür, keine Profilabschlussaufführung, nix. Elternsprechtag nur am Telefon.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Unsere Erfahrung mit 4 Kindern im Grundschul und Kita/Kiga-Alter: Die Grundschulkinder waren jeweils beide schon K1, wurden negativ getestet. Es waren jeweils infizierte Lehrkräfte, die es in die Klassen getragen hatten. Deren Infektionsweg lag im privaten Bereich. Ein Kind (von insgesamt 50) war ebenfalls positiv, wobei das eigentlich gar keinen Kontakt hatte, weil es von dem Unterricht der Infizierten ausgenommen ist. War wohl ein "Zufallstreffer" in der Testung. Maskenpflicht seitens der Lehrkräfte wird recht locker gehandhabt. Und auch sonst ziemliches Hygiene-Chaos dort. In Kita und Kindergarten gab es bisher zwei infizierte Elternpaare. Kein Kind wurde krank, keiner der Erzieher/innen. Wobei man sagen muss, dass es in unserer Einrichtung dem Personal freigestellt ist, Maske zu tragen - manche machen das auch. Kindgerechtes Hygienekonzept umgesetzt. Im Nachbarkindergarten steckte die Praktikantin (Mutter in der Altenpflege und von dort infiziert) 5 Kolleginnen an. Von den rund 40 Kindern haben es 2 bekommen. Ich denke, es kann und muss logischerweise durchaus auch in Kitas/Grundschulen zu Ausbrüchen kommen. Aber als Pandemie-Treiber würde ich sie jetzt wirklich nicht betrachten - im Gegensatz zu mancher Hochzeit (bei einer Bekannten im Ort waren von 120 Gästen im Sommer nachher 96 infiziert), Altenheimen und manchem Industriebetrieb. Grundsätzlich kann man sicher mit Vernunft und umgesetzten Hygienekonzepten viel erreichen. Hier sinken die Zahlen schon seit 17.12. (und hoffentlich bleibt das so) , während sie in manchem sächsischen Landkreis, wo die Schulen schon länger zu sind, noch immer steigen. Allein mit den Schulschließungen kann man das nicht erklären.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

... das ist Covid nunmal. Das muss man denke ich ein Stück weit akzeptieren. Hier gibt es nicht DEN Treiber, kein Schema, keine Regel. Es gibt 100 jährige die positiv getestet sind und symptomlos bleiben. Ein Test ist eine Momentaufnahme : heute negativ, morgen schon positiv. Ein positiv getesteter ist nicht zwangsläufig ein Erkrankter, und von den Erkrankten ist die Bandbreite des Schweregrades von Halskratzen bis hin zum Tod. Und auch die engsten Kontaktpersonen eines Erkrankten stecken sich nicht zwangsläufig an. Das ist aber bei vielen Viruserkrankungen so. Wenn die meisten Menschen sich an die AHA Regeln halten ist schon viel getan. Bei allen wird man sie nie komplett durchziehen bzw. überwachen können. Das liegt in der Natur des Menschen. Wir haben heute als moderne Menschen viel in der Hand was die Vermeidung von Krankheiten und Tod betrifft. Aber diese "Macht" ist halt dennoch begrenzt und wird es immer sein.


InmeinemkleinenApfel

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Sehr schön geschrieben! Wenn Schulen DIE Treiber schlechthin wären, wäre das sicher inzwischen viel deutlicher.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von InmeinemkleinenApfel

Schulen sind keine Treiber (Was heißt das überhaupt? Der Begriff wurde nie definiert, sondern nur politisch genutzt, um die eigene Untätigkeit zu rechtfertigen), sondern genauso am Infektionsgeschehen beteiligt, wie alle anderen Gruppen der Gesellschaft. Das heißt, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr und nicht weniger ansteckend oder empfänglich für das Virus sind als Erwachsene. Darum müssen aus meiner Sicht in Schulen auch die gleichen Schutzvorkehrungen getroffen werden, wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen - nämlich AHA-L. Und bei den hohen Inzidenzwerten wie momentan sollte da, wo es möglich ist, Distanzunterricht durchgeführt werden.


kuestenkind68

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AHA-L wird an unserer Schule seit August praktiziert. Ergebnis: keine Ansteckungen in der Schule. Distanzunterricht auf Dauer funktioniert nicht, das geht auch nicht für Oberstufe und Abschlussklassen... Wie sollen die sonst ihre notwendigen Klausuren schreiben??? Fakt ist, die Minsiterien müssen jetzt ENDLICH mal aktiv werden und sich gangbare Lösungen suchen. Das krankhafte Festhalten an Präsenzunterricht mit Lüften bei Minustemperaturen ist genauso wenig sinnvoll, wie zwangsweiser online-Unterricht bei dem entweder die Eltern ein Betreuungsproblem haben und/oder die Schüler der höheren Klassen zuviel Stoff für den Abschluss verpassen... Über Lüftungsgeräte denkt keine Behörde mehr nach, denn soviel Geld will man für Kinder ja nicht ausgeben.


SunnyGirl!75

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Und ich bin der Meinung "nicht" genauso. Oder triffst du dich auch mit 25-30 Freunden und sitzt in einem Raum zusammen! Wahrscheinlich nicht, weil es ja auch verboten ist.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Genauso ist es. Distanzunterricht ist für mich eine der schlechtesten "Lösungen". Für meine 6-Jährigen Erstklässler nahezu undenkbar, für die Eltern dieser Kinder auf lange Sicht im Grunde unleistbar. Und auch für Kinder an weiterführenden Schulen keine sinnvolle Dauerlösung. Bei uns wollte eine wohlhabende Familie für alle Klassenräume unserer kleinen Grundschule hochwertige Lüftungsanlagen anschaffen und sich finanziell auch um die weitere Wartung kümmern. Wurde von der Stadt abgelehnt mit der Begründung, dass diese Geräte zu hohe Stromkosten verursachen würden, die über die Stadt laufen .... Liebe Grüße, Gold-Locke


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von SunnyGirl!75

In öffentlichen Verkehrsmitteln schon, in manchen Berufen, die in Teams zusammen arbeiten müssen, ist das durchaus auch unvermeidbar. Bei großen OPs können Ärzte und medizinisches Personal keinen Abstand voneinander halten, Feuerwehrleute und Polizisten in Einsätzen nicht, Handwerker, Bauarbeiter, die ein Projekt nur im Team bewältigen können, weil viele anfassende Hände benötigt werden etc. Ich fahre jeden Morgen an einer Großbaustelle vorbei. Da werden z.B. riesige Stahlträger mit einem Kran von A nach B manövriert und unten stehen dicht an dicht Bauarbeiter, die mit ihren Händen nebeneinander stehend den langen, unhandlichen Stahlträger positionieren. Natürlich muss überall ein gutes Hygienekonzept vorliegen und alle müssen sich und andere so gut es eben geht schützen, auch in den Schulen. Liebe Grüße, Gold-Locke


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von kuestenkind68

Wow, ihr könnt tatsächlich in der Schule Abstand halten? Das habe ich noch von keiner anderen Schule gehört...