Ellert
Das norwegische Institut für Gesundheit (Folkehelseinstituttet) hat daher seine Impfempfehlungen für medizinisches Personal am 18. Januar ergänzt und darauf hingewiesen, dass für extrem gebrechliche Menschen und Schwerstkranke schon kleine Nebenwirkungen wie eine allergische Reaktion ernsthafte Konsequenzen haben könnten. Für diejenigen, die nur noch eine Aussicht auf eine kurze Lebenszeit haben, könne der positive Effekt der Impfung damit marginal oder sogar irrelevant sein. Dies gelte beispielsweise für Patienten ab der Kategorie "Clinical Frailty Scale 8". Diese Skala wird benutzt, um die Gebrechlichkeit von Patienten auf Intensivstationen zu klassifizieren, auch in Deutschland. Die Skala reicht von 1 (sehr fit) über 5 (gebrechlich) bis 9 (terminal erkrankt, Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten). Die Empfehlung des norwegischen Instituts beschränkt sich auf die höchsten Klassen acht und neun, mit denen Personen erfasst werden, die bereits schwerstkrank sind. Bei diesen sei eine Abwägung angebracht, heißt es. Von einer generellen Aussetzung der Impfungen ist nicht die Rede. -- Sollten wirklich die Gestorbenen zu letzterer Gruppe gehört haben muss man da ernsthaft abwägen ggf auch als Betreuer wenn der Mensch selbst es nichtmehr kann. Genau die Bedenken kommen hier ja auch auf, hilft es mehr als dass es schadet ? Das hat man ja nicht nur bei der Corona Impfung ... Und NEIN ich bin nicht dafür dass die Alten nichtmehr geimpft werden sollen als erstes ich fand nur den Gedankengang ehrlich eben um nicht die Imfpung gleichzusetzen mit "ganz doll gefährlich für alle" und " da sterben so viele dran"
So ähnlich hatte ich es in Island schon gehört. Da gab es ja mind. 4 Todesfälle in Heimen, nachdem die Ü80-Bewohner geimpft worden waren, und die Diskussion, dass statistisch bis zu 14 Heimbewohner auf der Insel pro Woche sterben und wenn dann diese Gruppe geimpft wird, ist es rein statistisch wahrscheinlich, dass in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung geimpfte Personen sterben. Soweit ich es mitbekommen habe, konnten sie in 3 Fällen einen Zusammenhang ausschließen, im 4. Fall wurde wohl weiter untersucht. Jedenfalls habe ich da eine Diskussion dazu gelesen, wie weit Patienten in der Palliativpflege noch geimpft werden, und da wurden dann Abgrenzungen gemacht quasi "bis wann man noch impft". Und letztlich auch "im Endstadium" nicht mehr impft, aus eben diesen Gründen.
Ich finde das muss man bedenken - und auch den Leuten - sofern möglich - selbst die Entscheidung lassen. Leichte Nebenwirkungen wie etwa leichtes Fieber und Gliederschmerzen am nächsten Tag, das kann für viele ältere Menschen sehr belastend sein. Bzw. sich anderes auswirken, als bei jungen Menschen, die dann gleich wieder fit sind. Merken das nach der Grippeimpfung, da liegen viele schwer flach hinterher und erholen sich nur langsam... Trotzdem: man muss die Impfung primär den älteren Leuten anbieten, daran sollte sich nichts ändern. Lg, Lore
Anbieten definitiv aber eben mit Aufklärung angepasst an die Lebenssituation aus medizinischer Sicht
Das hieße ja, man impft bewusst diese Gruppe nicht -muss sie aber weiterhin schützen. Sprich: alle anderen müssen sie weiterhin schützen. Dann kommt man ja aus der "Nummer" "alle schränken sich ein, um eine kleine Gruppe zu schützen" gar nicht mehr raus, oder?
Na ja, ich denke schon, dass da auch ohne solche Verlautbarungen bei den Impf-Teams so viel Menschenverstand herrscht, dass Bewohner, die schon im Sterben liegen oder bei denen die Lebenszeit absehbar sehr kurz ist, gar nicht mehr geimpft werden. Wäre echt mal interessant, da einen Insider zu hören.
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