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Querdenker für Dummies :)

Querdenker für Dummies :)

Emmi77

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Verschwörungstheorie einfach erklärt: 8 Ameisen tragen einen Ast. Sie wissen, wir schaffen das nur zusammen. Eine Ameise lässt den Ast los, weil sie ein "intelligenter Querdenker" ist. Und stellt fest: der Ast fällt ja gar nicht runter. Also muss da was faul sein! Sie ignoriert folglich die Anweisungen des Ameisen-Kapitäns und überredet eine weitere Ameise, den Ast loszulassen. Womöglich in der Rolle einer sog. "Experten-Ameise" (Glaub mir - ich trage schon seit Ewigkeiten keine Äste mehr mit... Ich kenne mich aus!)... Und siehe da, der Ast fällt nicht herunter. DA MUSS ABER SPÄTESTENS JETZT WAS FAUL SEIN!!! ... Der Ameisen-Kapitän wird in seinen Anweisungen nun deutlicher, weil er weiß, dass die Ast-Expedition scheitern wird, wenn das so weiter geht. Doch leider passiert genau das Gegenteil: Anstatt einfach wieder (wie alle anderen es auch machen) mit anzupacken, sehen sich die Freigeister-Ameisen in ihrem Ausflug zur geistigen Nulllinie bestätigt. DER DA OBEN HAT WAS ZU VERBERGEN! Sonst würde er doch nicht so emotional werden! Gestärkt von ein paar hirntoten Lümmel-Ameisen am Wegesrand, die noch nie in ihrem Leben einen Ast getragen haben und sich für das Gemeinwohl eingesetzt haben - die aber grundsätzlich was gegen den Ameisen-Kapitän haben - drehen sich die vermeintlichen Freidenker weiter in ihrer sumpfigen Brühe. Und vergessen dabei eine zentrale Sache: Und zwar, dass sie nur deswegen in der Lage sind den Ast loszulassen, WEIL DIE RESTLICHEN 6 SICH DEN VERDAMMTEN ARSCH AUFREISSEN und nicht nur das eigene Päckchen tragen, sondern auch noch den "Erkenntnisausfall" der "Intelligenten" ausgleichen. Mehr ist nicht zu sagen. Und jetzt mache ich (wie jeden Tag), wieder das, was kluge Ameisen eben machen: mit dem großen Rest an klugen Ameisen in kleinen Schritten die Welt retten. Gefunden und kopiert !


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Hej Emmi! ich bin weit davon entfernt, eni Querdenker zu sein. Abner ich hinterfrage und zweifele, und möchte gerne wissen: Warum? Ich habe diese Ameisengeschichte auch schon gesehen, aber ich hüte mich,sie weiterzutragen, denn ich bin auch keine Ameise, die einfach hinzuspringt und sich abrackert, ohne zu fragen. Wieso macht ihr das? Woher wißt ihr, daß es so sein soll? Habt ihr andere Möglichkeiten ausgelotet? Wo führt uns dies hin? etc. Mir widerstrebte schon beim ersten Lesen diese bedingungslose Gläubigkeit, diese bedingungslose Selbstaufgabe für den guten Zweck. Hatten wir das nicht schon mal n dunkler Vorzeit? Nein danke! Ich fürchte, selbst beim besten Willen überzeugst du damit keinen Querdenker, nicht ienmal mich, denn der Ansatz ist falsch. Solange ich ohne fragen zu dürfen, ohne kritisieren zu dürfen, ohne Alternativen vorschlagen/sehen zu dürfen einfach nur dem Oberlemming (also der Oberameise oder dem mainstream ) folgen soll, bin ich nicht dabei. Sobald sich aber jemand die Zeit nimmt, mit mir über alles zu sprechen, kann es ja sein, daß man mich überzeugt. Auf die echten Querdenker bezogen ist das natürlich schwierig, denn die sind sachlichen Argumenten gegenüber ja ziemlich abgewandt. Die werden also höchstens glauben, sie helfen den Ameisen, die den Stamm, den Ast gegen die Coronamaßnahmenbefürworter tragen - und somit haben sie genau getan, was Du willst - nur mit anderem Ausgangspunkt. Und den zu ändern, da ist der richtige Ansatz! Was wie erwähnt, bei echten Querdenkern schwierig sein dürfte. MICH stößt so eine Geschuchte eher ab, mich regt sie eher zu Widerstand an. Gruß Ursel, DK


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

So aus dem Bauch raus kann ich das Unwohlsein angesichts des Ameisenvergleichs verstehen, weil man Ameisen grundsätzlich nicht als vernunftbegabte Wesen betrachtet. Tut man das aber (und in dem Satz "Sie wissen aber, sie schaffen es nur gemeinsam", ist das ja irgendwie angedeutet), finde ich den Vergleich jetzt gar nicht so verkehrt. Es steht ja auch nirgendwo, dass die Ameisen ohne nachzudenken oder zu hinterfragen mitmachen. Es könnte ja auch sein, dass sie eben nachgedacht haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass es eben sinnvoll ist, den Ast gemeinsam irgendwohin zu schleppen. Vielleicht hätte eine der Ameisen auch einen anderen Ast bevorzugt, ist aber zu dem Schluss gekommen, dass es zu viel unnötige Zeit kostet, das jetzt auszudiskutieren und: besser irgendein Ast als gar keiner ....


Lisaflower

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Seh ich auch so wie Fritzi. Die anderen Ameisen haben vorausgedacht, gemeinsam für die Allgemeinheit, zum Schutz, für die restlichen Ameisen. Nicht ständig dagegen, gehetzt und Fakesachen verbreitet. Die eine Ameise wollte den Kapitän nicht und hat die anderen Ameisen erfolgreich manipuliert.


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von Lisaflower

Genau wie DU das interpretierst, Lisa, fühle ich mich absolut verkehrt,wenn ich an diese Ameise denke, obwohl ich in anderem Zusammenhang sehr gern einen anderen Ameisenvergleich nehme. Ich habe also nichts gegen die fleißige Ameise mit Gemeinsinn. Aber Lisa, "die anderen Ameisen haben vorausgedacht" - ja, das tut die AfD für die Querdenker auch, Trumpel für die, die ihm folgen, Hitler dachte voraus für dummen deutschen --- ich denke lieber selber!!! Dann kann ich in dieselbe Richtung zu denken kommen wie die Ameisen - oder eben auch nicht. Aber ich lasse nicht vorausdenken. Und ich steile wirklich hier am Schreibtisch, wenn ich lese, wie Du meine Worte die von Kritik, Hinterfragen, Nachhaken sprechen, Dinge, die ich als demokratische Handeln, ja, als demokratische Pflicht in einer Zeit ind er Schule gelernt habe, von der heute gern gesagt wird, sie habe sich genug auseinandergesetzt. Wenn Du also solche demokratischen Grundprflichen und -rechte umbenennst in "Nicht ständig dagegen, gehetzt und Fakesachen verbreitet." NIEMALS könntest Du mich SO überzeugen (aber das willst Du vermutlich gar nicht?) , und ich hoffe sehr, daß es da auch genügend andere Ameisen gibt, die es anders sehen und erst selber nachdenken - und eben nicht wie die Lemminge blind dem Kapitän folgen. Fritzi, deine Argumente mögen stimmen -aber sie sind genauso hypothetisch wie meinetwegen meine , denn nirgends kann ich erkennen, daß die übrigen Ameisen demokratisch und verantwortungsbewußt vorher ihre Handlung begründet und beschlossen haben - und wenn sie das haben,dann hätten sie sicher auch genügend Argumente, mich zu überzeugen statt zu erwarten, daß alle,die nicht dabei waren, sich stumm und schweigend und vor allem die wie Schafe anschließen. Das müßte die Geschichte transportieren, um seriöser zu sein. Wie gesagt, ich lasse nicht denken - ich hab ein Hirn und benutze es selber. Mir widerstrebt es zutiefst, ohne nachzudenken akzeptieren zu MÜSSEN, was andere "voarausdenken" und was sie mit dem "Allgemeinwohl" versuchen, über alle kritik zu heben und jeder Nachfrage zu entziehen. Damit bin ich übrigens auch nicht zu den Querdenkern übergelaufen,also keine Panik, es kann sein, Ihr findet mich auch beim Balkenschleppen -aber dann, weil ICH das für richtig halte und nicht, weil ein "Kapitän" mir sagt, es diene dem Allgemeinwohl. Mit DEM Argument, es diene dem deutschen Volk, ist eine ganze Generation in den Abgrund marschiert - und wir knabbern eigentlich immer noch daran. Gruß Ursel, DK


Lisaflower

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Liebe Ursel, ich seh das anders. Wenn du den Hitler Vergleich, und das Dienen dem deutschen Volk benennst. Es hat meiner Meinung nach, nichts mehr mit hinterfragen zu tun. Hinterfragen und dagegen aufhetzen, falsche Argumente zu glauben, sind 2 Paar Stiefel. Ich sehe das, dass Hitler die "anfälligen" angesprochen hat. Die Argumente gezielt gewählt hat, wie z. B. hier "ihr denkt doch selber" Ich sehe das sich hier eine Welle entwickelt hat, wie damals. Und viele Mitläufer wurden. Es ist sehr gut zu hinterfragen und seine Grundrechte sich einzugestehen. Aber falsche Dinge als Argumente und Fakesachen verbreiten ist eine ganz andere Ebene.


LeRoHe

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Ich kreuz den heutigen Tag im Kalender rot an... ganz meine Meinung. Genau so seh ich das nämlich auch. Danke für deine explizite Ausführung. Gerade den letzte Satz will aber keiner hören. Warnungen werden in den Wind geschlagen, genau wie damals. Und hinterher heißt es dann, hat keiner was von gewusst.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Dass hat ja nicht lange gedauert bis Godwin bemüht wurde...


Felica

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

War auch mein Gedanke. Damit kann man diese Diskussion dann auch für beendet erklären.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Lisaflower

Erkentniss: die buckelnde Ameise ,die nie gesehen wurde kann jetzt auch mal wichtig sein im Großen und Ganzen . sie bleib,t nicht unsichtbar , sondern ist eine gute Ameise und somit sichtbar. Sorry das ist mir alles zu moralinsauer


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Nur kurz: Ich denke auch lieber selbst und tue das auch ausführlich. Aber in der jetzigen Situation führt es nicht weiter, wenn jeder der 83 Millionen Bundesbürger zu einem ein wenig anderen Ergebnis kommt und dann genau die eine Maßnahme, die er persönlich befürwortet, auch unterstützt, alle anderen aber nicht. Oder - um beim Ameisenbeispiel zu bleiben: Wenn es irgendeinen Ast braucht, z.B. um ein (sich ständig vergrößerndes Rinnsal zu überqueren, jede der 8 Ameisen aber einen anderen Ast als am geeignetsten betrachtet und sich weigert, einen anderen als den persönlich favorisierten mitzutragen, dann haben am Schluss alle das Nachsehen. Insofern braucht es m.E. auch eine genügend große Menge an Leuten, die akzeptieren, (dass jetzt ein Ast gebraucht wird) dass irgendeine Maßnahme gegen die weitere Corona-Verbreitung her muss und dann (den vom Chef ausgewählten Ast) die jeweils von oben ausgewählte Maßnahme mitträgt, ohne so lange Grundsatzdebatten über Nebensächlichkeiten ("welchen Ast nehmen wir .../"Die Begrenzung auf nur zwei Haushalte ist aber jetzt in unserem Fall ungerecht, weil ....") zu führen, bis es zu spät ist. DANEBEN kann man ja für die persönlich favorisierten Maßnahmen das Wort ergreifen und argumentieren, aber ohne die vielleicht in den eigenen Augen zweit-, dritt- oder auch viertschlechteste Maßnahme grundsätzlich zu sabotieren und zu torpedieren. Und den Hitler-Vergleich finde ich in dieser Hinsicht auch komplett an der Sache vorbei. Es ist doch ein Unterschied, ob ich "hurra" zum "totalen Krieg" schreie oder mir unmoralisches Verhalten aufzwingen lasse, wie z.B. nicht mehr bei Juden einzukaufen, deren Läden zerstöre oder Schlimmeres oder ob ich mich mit dem zweitbesten "Ast" zufrieden gebe und in mittrage, d.h. eine Maske zum Einkaufen aufsetze oder nur nur noch einen anderen Haushalt treffe, auch wenn ich vielleicht der Meinung bin, dass die Abschottung der Altenheime oder die konsequente Durchtestung der ganzen Bevölkerung die sinnvollere Maßnahme wäre.


fritzi3

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Das mit der Sichtbarkeit gilt wohl eher für die, die ausschert und die anderen davon überzeugt, nicht mehr mitzumachen. Übertragen auf die Menschheit hat sie garantiert das größere Medienecho.


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Weißt Du Fritzi, bevor ich von Dir noch als Querdenker verunglimpft werde, (denn auf dem besten Weg warst Du ja bereits mit Deinem ersten Posting, s. meinen Kommentar zu Deinen Anm.), hoffe ich, ich kann anheften,.was MICH viel eher überzeugen kann als so eine Ameisengeschichte: Die KÖNNTE gut sein, wenn ein bißchen mehr Offenheit wäre, ein bißchen mehr Hintergrund, en bißchen mehr Möglichkeit zu Einsicht statt der Forderung nach blindem Gehorsam und blindem Tun, was die Masse macht. Und nein, der Hitler-Vergleich ist - bei einem Beispiel, das solches unkritische Lemmingeverhalten idealisiert, absolut nicht verkehrt. Genauso folgen die Querdenker Fakesnews, genauso kritiklos und ohne Unsicherheit folgen Sekten ihren Anführern, die IS-Leute ihren Anführern - you name iit. Und auch die Nazis haben nicht gleich zu Anfang "Ja" zum "totalen Krieg" gerufen -DAS kam erst, als der Krieg längst verloren war und letzte Massen mobilisiert werden mußten. Nein,die haben schon blind Versprechungen geglaubt, es werde ihnen als Volk besser gehen, wenn sie Hitler wählen, wenn sie sie Juden ausgrenzen, wenn sie Andersdenkende mißtrauisch beobachten und verpetzen, wenn sie ... das fängt nie mit einem Knall an, das geht immer schleichend. Wer die Geschichte kennt, fällt nicht mehr so leicht rein... WOHLGEMERKT: Nein, ich glaube nicht, daß die deutsche - oder dänische- Reguerung mit der Naziregierung zu vergleichen sind, absolut nicht. Und das habe ich auch nicht getan, ich habe dies nur im Zusammenhang mit der Ameisengeschichte herangezogen. Unsere Regierungen lassen Gegenfragen zu, die lassen Kritik zu, die verunfglimpfen nicht die, die sich seriös Gedanken machen. Das hast Du getan mit Deiner "Übersetzung" meiner Einwände; das finde ich allerdings durchaus bedenklich, ist aber, eben weil wir letztendlich eben demokratische Regierungen haben, auch möglich. Abgesehen davon: wieso sollten alle,die selbständig denken, zu jeweils einzelnen Meinungen kommen? Hast Du nicht gelesen? Es könnte doch sein, daß sie durch ihr HInterfragen und die Antworten,die darauf kommen, überzeugt werden und zu genau demselben Schluß kommen wie der Kapitän - und den Balken mittragen, dann aber freiwillig und motiviert statt von oben herab aus verordnetem Gemeinsinn. Letztendlich übrigens die dauerhaftere Methode. Aber wenn Du meinst , die kommen alle zu individuellen Ergebnissen, die sich womögilch auch noch widersprechen, hast Du entweder keine hohe Meinung von Demokratie oder eben doch nicht so eine hohe Meinung von den Maßnahmen, die da - warum, ja warum nur? - verkündet werden. Ich hoffe also, Du kannst den Unterschied zwischen den Ameisen (einer platten Internetgeschichte) und dem angehefteten Beispiel sehen,das ja sogar auffordert, selbst mal nachzudenken, gegenüber zu stellen, und für sich selbst dann ein Ergebnis zu findend,as dem gesunden Menschenverstand nicht widerspricht. Darauf setze ich mehr als auf Kapitäne und Ameisen. Wie gesagt, Bau das Ameisenbeispiel aus - dann kann es ja vielleicht auch noch demokratiefähig werden, aber so ist es einfach nur eine nette Geschichte - die ich meinen Kindern nie als Beispiel geben würde, weil ich möchte, daß sie wie ich selber denken, was sie eben auch tun. Letztendlich sind solche Aufrufe immer zu platt und einseitig, aber ein bißchen intelligenter als dies hier dürften sie (für mich jedenfalls) gern sein. Trotzdem einen nicht zu stressigen "lille Juleaften", wie man hier den 23.12. nennt - kleinen Heilg Abend also, wobei die Dänen ja nicht Heilg, sondern Jul = Weihnachtsabend sagen -aber das ist jetzt eine andere sprachlich Finesse, die nicht hierher gehört. Gruß Ursel, DK

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kevome*

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Danke, Fritzi, dass waren genau meine Gedanken. Als begeisterte Seglerin viel mir sofort folgendes beim Lesen von Ursels Beitrag ein. Im Sturm oder bei gefährlichen Manövern, ist das Wort des Kapitäns/Skippers Gesetz. Ist die drohende Katastrophe überstanden kann gerne diskutiert werden, ob und wie man es anders oder besser hätte machen können. Aber keine unnötigen Diskussionen solange Gefahr droht.


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

ernster nehmen: für Dummies sagt ja eigentlich, für wen diese Geschichte sein soll. So wirkt sie leider auch - man könnte frech auch sagen: von Dummies für Dummies... aber naja... jemand, der daraufsetzt, daß seine Leute sich nicht widersetzen (und der womöglich auch dafür sorgt, daß sie es nicht tun), der handelt ja klug in seinem Interesse. Aber soviel Interpretation ist eben einfach zu viel Spekulation, das habe ich vorher schon verworfen und tu es jetzt auch nochmal.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

"Die KÖNNTE gut sein, wenn ein bißchen mehr Offenheit wäre, ein bißchen mehr Hintergrund, en bißchen mehr Möglichkeit zu Einsicht statt der Forderung nach blindem Gehorsam und blindem Tun, was die Masse macht." Also hier war man ziemlich offen und ließ alle möglichen Schlupflöcher zu, mit denen man die Coronaregeln, ganz legal, umgehen konnte. Immerhin sehnten sich viele nach "etwas Normalität". Hintergrund, ja der wurde wieder und wieder beleuchtet. Viele reagieren bereits genervt auf die Flut an Sondersendungen und Corona-Specials. Möglichkeit zur Einsicht - schien mir nur wenig genutzt zu werden. Die Einkaufsstraßen waren hier, bis kurz vor Ladenschließung, brechend voll. Das Ergebnis sehen wir nun. In anonymen Umfragen wurde mehrheitlich angegeben, die Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten zu brechen. Nee, massenhaften blinden Gehorsam sehe ich hier nicht. Mir erscheint es logisch, dass ich Kontakte so weit es irgend geht, meiden sollte. Ebenso, dass es vielerorts Pflicht ist eine Maske zu tragen. Aber vielleicht bin ich dann auch einfach blind...


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Ja, nur ist das Thema Segeln im Sturm nicht ganz so komplex wie Politik. Und der Sturm dauert auch nicht mehrere Monate an... Wenn in Krisenzeiten nur noch der Kapitän blinden Gehorsam einfordern darf, dann schaffen wir für Krisenzeiten also die Demokratie ab? Und wer braucht dann Pressefreiheit, Informationsfreiheit? Wozu muß ich mich informieren, wenn ich nicht zweifeln darf? Selbst im Krieg erwarten wir von unseren Soldaten spätestens seit dem 2. Weltkrieg,daß sie selber denken und ihren moralischen Kompaß nicht verlieren, weil da oben jemand Befehle gibt, die ausgeführt werden müssen,weil Krieg ist (und das wird ja wohl auch mit Krise gleichzusetzen sein). Politiker informieren sich ja schließlich auch (nehme ich mal sehr stark und optimistisch an). Sie haben Berater, wir kennen die Virologen, Epidemologen und wie sie alle heißen selbst, weil wir ja noch Pressefreiheit haben. Und das ist ihre Chance - und nicht ihr Verderb: Denn aus gegenfragen kann auch Gutes entstehen - kann auch eine Korrektur vorgenommen, kann der Blick auf etwas gelenkt werden,was wichtiger - oder weniger wichtig ist, was Richtung und was falsch ist. Ich glaube, gerade in Krisenzeiten ist Demokratie und Auseinandersetzung wichtiger denn je. Und sogar auf See gibt es das Mittel der Meuterei - nicht gern gesehen, nein - Zweifler und Kritiker sind nun mal unbequemer. Aber manchmal trotzdem auch zielführend. Letztendlich sage ich ja auch nur, daß mir dieses Beispiel von der bösen Ameise, die den anderen den Gemeinschaftssinn vermasselt, zu schlichtgestrickt ist. das kann man besser - warum tut man es nicht? Ach so ja, für Dummies, ich vergaß... Gruß Ursel, DK


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Ich sehe jetzt bei Gott nicht die Ameisengeschichte als eine ideale Parabel, die alle Querdenker überzeugen kann. Aber ich habe ein Problem damit, wenn "mitmachen" automatisch gleichgesetzt wird mit "Hirn abgeben" und wie die Lemminge aus einem verordnetem Gemeinsinn einem Führer folgen. Das steht so weder in dem Ameisenbeispiel (im Gegenteil, darin sind die Ameisen selber zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll ist: " Sie wissen, wir schaffen das nur zusammen"), noch kann man es denjenigen unterstellen, die irgendwelche Maßnahmen mittragen, ohne ständig Schlupflöcher zu suchen oder sich an kritisierbaren Einzelheiten festzubeißen. Und zu: "Aber wenn Du meinst , die kommen alle zu individuellen Ergebnissen, die sich womögilch auch noch widersprechen, hast Du entweder keine hohe Meinung von Demokratie oder eben doch nicht so eine hohe Meinung von den Maßnahmen, die da - warum, ja warum nur? - verkündet werden." Warum sollte ich keine hohe Meinung von Demokratie oder von den Maßnahmen haben, wenn ich meine, dass jeder, der jetzt die Notwendigkeit von Maßnahmen an sich befürwortet, im Detail - wenn er entscheiden dürfte - zu einem in der Detailausgestaltung ein wenig anderen Ergebnis käme? Das ist doch ganz natürlich, dass das Ergebnis von Mensch zu Mensch ein wenig anders ausfallen würde. Und es ist doch gerade der Kern der Demokratie, dass man das Ergebnis von z.B. Gesetzgebungsverfahren oder der Regierungstätigkeit der Exekutive akzeptiert und mitträgt, auch wenn man es selber anders entschieden hätte. Um beim Hitler-Vergleich zu bleiben: Die Pflicht aufzubegehren und Widerstand zu leisten fängt ja erst da an, wo essentielle Grundrechte in Gefahr sind, aber nicht da, wo ich persönlich meine, dass ein anderer Ast vielleicht etwas besser für den beabsichtigten Zweck gewesen wäre. Ebenfalls einen nicht zu stressigen 23.12. ...


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Immerhin habe ich durch euch gelernt, was Godwin's Law ist, das kannte ich noch nicht. Danke dafür! Und danke an Fritzi und Lisaflower für die Geduld, mir geht sie nämlich langsam aber sicher flöten.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Hätte ich mich bei jedem gefährlichen Manöver blind auf meinen Skipper verlassen läge ich längst am Grund der Adria. Einmal zu oft beim shiften mit dem Spi um den Bug geflogen, weil der Wind längst zu böig und stark war und mir der zweite Mann am Vordeck verwehrt wurde, weil zu zweit Arbeiten nur was für Weicheier wäre. Gerade im Sturm kommt‘s auf das Wissen und Können aller an!


kevome*

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Natürlich kommt es auf jeden Einzelnen an. Trotzdem diskutiere ich nicht, sondern arbeite zusammen. Manöverkritik kommt im Anschluss, ob vielleicht doch das zweite Reff gereicht hätte und das dritte zu vorsichtig war.....


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Im Normalfall diskutiere ich auch nicht, aber wenn das zweite Reff zu riskant ist, dann hab ich‘s lieber gesagt, bevor das Schiff kieloben liegt


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Hallo, Ich spiele ungern Schlaubischlumpf, aber da ich Ameisen faszinierend finde: Eine einzelne Ameise ist hilflos und stirbt, sie überlebt nur im Kollektiv (Schwarmintelligenz). Ja, ich weiß, das ist eine Fabel. Gefällt mir trotzdem nicht, außerdem nehme ich mich wichtig genug um zu denken, ich könnte die Welt retten.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Ich kein Freund der Querdenker, ich mag Trump nicht und ich habe ein ambivalentes Verhältnis zum asyververfahren in diesem Land Ich Zweifel die Massnahmen stark an , mag auch Bidden nicht und habe sogar 2 enge Freunde aus 2 anderen laendern( als groben Überblick) Also habe ich grundlegend eine Meinung , würde aber nie mit dem Vorwand der Ironie , solch Texte verbreiten , die andere in ihrem denken herabsetzt ,man sich selber erhöht und meint die Weisheit mit löffeln gefressen zu haben. Daher neige ich auch dazu etwas schwarzhumorig unterwegs zu sein, was hier viele nicht einordnen können und mich boese erscheinen lassen. Mich nervt eben diese megalomanie , mit der manche hier ihr Weltbild anderen aufdrücken wollen


Korya

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

erst in ähnlich abwehrender Haltung wie Ursel ("ich bin doch keine Ameise!"), aber wenn man darüber steht, ist es im Kern doch einfach: - wir befinden uns mitten in einer Pandemie - das Virus überträgt sich durch enge Kontakte - Vermeiden enger Kontakte ist das A und O Da gibt es nichts zu Hinterfragen. Man kann sich über die Dicke des Astes ärgern oder anfragen, ob störende Zweige vor dem Tragen entfernt werden sollten. Aber wenn man den Ast von A nach B tragen will, muss er getragen werden. Je mehr mitmachen, desto einfacher. Je mehr abspringen, desto schwerer. Lese ich eine Geschichte von Fuchs und Rabe, bin ich ja auch nicht verärgert, dass ich doch kein Rabe bin, sondern kann die Moral der Geschichten durchaus übertragen (ok, Raben sind als Einzelvogel intelligenter, aber die Lehren aus der Schwarmintelligenz von Bienen und Ameisen sind in Momenten, in denen man gemeinsam in die gleiche Richtung läuft, etwa im Krieg oder in der Krise, genauso wichtig. Der beste Offizier ist immer der, der ein offenes Ohr für seine Mannschaft hat, und gleichzeitig zu führen weiß - und die Mannschaft ihm vertraut und folgt). Nachtrag (falls jemand noch ein Buch für die Ferien sucht): ich lese gerade "The weirdest people in the world", von Joseph Henrich (WEIRD steht für Western, Educated, Industrialized, Rich, Democratic). Er untersucht, warum wir Westler psychologisch ganz anders funktionieren als der "normale" Mensch, nämlich alle anderen. Es ist natürlich nicht auf Corona gemünzt, aber dadurch, dass ich es gerade parallel zur Pandemie lese, gibt es interessante Seitenblicke. Auf mich selbst in Asien, aber auch auf das Ast-Loslassen in einer Pandemie...


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von Korya

Hej Korya! Du hast Recht, und wenn Du mich nachliest, wirst Du etliche Beträge finden, in denen ich diesen Physiker (leider Namen vergessen) zitiere,d er sagt, Virus füttern WIR durch Kontakte, also entziehen wir ihm nur das Futter durch Kontakte. ABER in den Maßnahmen,diese KOntakte zu begrenzen und bei Kontakten auf mehr Sicherheit zu achten, gibt es gerade durch das andauernd der Pandemie mehr udn mehr Varianten - in allen Ländern. Und da darf man dann fragen, ob es sinnvoll ist, in der einen oder anderen Situation Grenzen dicht zu machen, Ausgangsverbot zu erteilen, Geschäfte zu schließen - ab Kirchen offen zu lassen (um ein aktuelles Beispiel zu nennen), ob es Sinn macht, die Kinder wann und wie in die Schule oder eben nicht zu schicken, ob man Masken wo udn welche tragen muß, ob z.b. auch unsere Staatsministerin beim ersten Auftauchen einer Virusmutation alle Nerzfarmen quasi schließen ließ, in dem sie die Nerze töten ließ - die jetzt übrigens, dicht am Grundwasser,dies zu verseuchen drohen, die hochquellen undundund. Man darf durchaus hinterfragen, man kann auch, wir tun das hier auch. Währenddessen kann man den Ast weitertragen, wenn das sinnvoll ist - wenn es nicht schadet, wenn es machbar ist. Aber ich finde auch Cubes weiterführende Geschichte mit ganz anderem Ende richtig: Was, wenn sich jemand eben bevormundet vorkommt und kein so großes Vertrauen in den Kapitän hat? Was, wenn jemand erschöpft ausfällt und dafür auch noch verunglimpft wird? Was wenn die Lage eine Kehrtwende macht (Mutation, Zahlen hoch oder runter) - schleppen wir brav weiter den Ast - dann will ich gerne wissen warum... . Ein guter Führer - in einer Demokratie - "fängt seine Leute anders ein". Wer das nicht kann, dem ergeht es dann letztendlich doch wie der hiesigen Staatsministerin, deren Zustimmung von einem Höhenflug jetzt in absoluten Tiefflug gerät, eben weil sie wie der Kapitän meint, alles allein entscheiden zu müssen, zu dürfen, zu können... und das muß, darf und kann sie gerad ein einer solchen Krise nicht. Die Geschichte hat, so denke ich, als sie veröffentlicht wurde,den Sinn zu zeigen, daß viele Ameisen eben zum Gemeinwohl beitragen, indem sie ich zusammentun und gemeinsam stark sind. Dafür gibt es viele Geschichte, "gemeinsam sind wir stark" kernne ich auch noch aus meinen ersten feministischen Zeiten. ABER wenn gemeinsam eben bedeutet, daß alle ohne Erklärung, ohne Fragen, ohne Kritik stupide eine schwere Arbeit verrichten und daß jeder,der ausschert, der fragt, der Erklärungen fordert oder der kritisiert, als uninteresiert am Gemeinwohl und Schädling betrachtet wird, dann hat de Geschichte nicht nur ihren Zweck verfehlt, sie und somit ja per se in sich schlecht, sondern sie ist auch , wie Pauline gestern noch anmerkte, sauermoralisierend --- und so kehrt sich der Sinn ins Gegenteil. Darum: Der Hintergedanke mag gut sein, gemacht ist ist es jedenfalls - pardon, saublöd, denn kritischen Menschen aus meiner Umgebung dürfte ich mit so einem Quark gar nicht kommen, die haben bessere und vor allem eigene Gründe, den Maßnahmen der Regierung Folge zu leisten - und die möchten ernstgenommen werden, in dem,was man ihnen zutraut. Aber die Ameisen können ja weiter schleppen - weil der Kapitan es sagt. Querdenker jedoch wird man so kaum davon überzeugen, sich anzuschließen. Abgesehen davon,daß sie längst ihre eigenen Fakten haben, wird ja mit keinem Wort auf sie eingegangen - und da bin sogar ich schon schreiend weg, wie man sieht, denn ich schleppe nicht einfach, weil alle schleppen. Gruß Ursel, DK


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Vielem, was du schreibst, würde ich zustimmen. Ich finde aber nach wie vor, dass du die in die Ameisengeschichte Dinge hineinliest, die nicht dastehen. Du schreibst: "Solange ich ohne fragen zu dürfen, ohne kritisieren zu dürfen, ohne Alternativen vorschlagen/sehen zu dürfen einfach nur dem Oberlemming (also der Oberameise oder dem mainstream ) folgen soll, bin ich nicht dabei." Das steht aber doch gar nicht in der Geschichte drin. Die eine Ameise lässt den Ast los, weil sie keine Lust mehr hat und ohne dass sie konkrete Kritik übt oder einen Ersatzvorschlag macht. Auch schreibst du: "Ich bin auch keine Ameise, die einfach hinzuspringt und sich abrackert, ohne zu fragen. Wieso macht ihr das? Woher wißt ihr, daß es so sein soll? Habt ihr andere Möglichkeiten ausgelotet? Wo führt uns dies hin? etc. Mir widerstrebte schon beim ersten Lesen diese bedingungslose Gläubigkeit, diese bedingungslose Selbstaufgabe für den guten Zweck. Hatten wir das nicht schon mal n dunkler Vorzeit? Nein danke! ... Solange ich ohne fragen zu dürfen, ohne kritisieren zu dürfen, ohne Alternativen vorschlagen/sehen zu dürfen einfach nur dem Oberlemming (also der Oberameise oder dem mainstream ) folgen soll, bin ich nicht dabei." Genau das lese ich eben auch nirgends in der Geschichte, dass man nicht fragen darf. Die ausscherende Ameise hat ja nicht einen besser geeigneten Gegenstand am Wegrand gesehen und schlägt vor, den statt dem schweren Ast zu nehmen. Nein: sie macht einfach nicht mehr mit und macht vage Andeutungen, dass etwas faul sein könnte. Und genauso wenig steht in der Geschichte , dass die anderen Ameisen der Ober-Ameise nur deshalb folgen, weil diese die Oberameise ist und sie diese den Befehlen der Oberameise gehorchende, besinnungs- und gedankenlose Selbstaufgabe verinnerlicht haben. Deshalb noch mal: Man kann nicht von der Tatsache, dass jemand mitmacht, darauf schließen, dass er nur mitmacht, weil ihm das von oben so verordnet wurde. Und man kann auch nicht auf Kritiklosigkeit schließen, nur weil jemand an einem Plan keine nennenswerten Kritikpunkte hat oder weil er seine Kritik im Moment nicht lautstark vorträgt, sondern einen besseren Zeitpunkt abwartet. Man kann die Ameisen-Geschichte auch anders lesen, als du es gemacht hast: Nicht als Parabel darauf, dass wir gemeinsam stark sind und auch nicht als Überzeugungsgeschichte für Querdenker, sondern als Parabel darauf, dass einzelne Kritiker, indem sie ohne Argumente oder Ersatzplan die Mitarbeit verweigern und rumstänkern (und nichts anderes tut die abtrünnige Ameise in der Geschichte, sie bringt kein einziges sinnvolles Argument), andere dazu bringen, das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren und ebenfalls nicht mehr mitzumachen und so das gemeinsame Ziel für alle in weitere Ferne bringen.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

... oder La Fontaine sein.


Barbara79

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Du hast das Ende der Geschichte vergessen: die vermeintlich querdenkende Ameise überredet immer mehr Ameisen, den Ast loszulassen. Die Ameisen, die den Ast getreu den Anforderungen des Ameisenkapitäns weiterhin tragen stöhnen und schimpfen über die bösen, asozialen Ameisen. Sie beginnen sie schlecht zu reden, erzählen sich, dass die Rebellenameisen nicht nur keine Äste mehr tragen wollen sondern eigentlich den ganzen Ameisenhügel zerstören und den Ameisenbär anlocken wollen. So haben sie es schließlich von ihrem Kapitän gehört. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Ameisen den Ast nicht mehr zu tragen, es ist kaum mehr zu schaffen. Der Ameisenkapitän wird wütend, schimpft und flucht und zwingt die übrigen Arbeiter auch mit viel zu wenig Helfern den Ast weiter zu tragen. Er sieht, dass das mit den übrigen Ameisen nicht mehr zu schaffen ist, die armen arbeitenden Ameisen sind am Ende ihrer Kräfte, einige überleben das nicht. Aber sie wollen auf gar keinen Fall zu den asozialen, ameisenbäranlocken Ameisen gehören. Außerdem treibt der Kapitän sie immer weiter an. Am Ende kann der Ast keinen Zentimeter mehr weiter getragen werden. Die Ameisen, die noch übrig sind den Ast zu tragen sind einfach zu wenig. Der Kapitän tobt, aber das hilft nicht. Müde, zerschmettert und enttäuscht gehen die Ameisen ohne Ast in ihren Ameisenhügel zurück. Dort warten viele andere Ameisen auf sie "wo kommt ihr denn her? Warum seid ihr so kaputt? Wo sind die anderen?" werden die Rückkehrer gefragt. Die Arbeiterameisen erzählen von dem Ast, den sie tragen sollten und wie sie im Stich gelassen wurden und wie der Rest versucht hat weiter zu machen und dass einige es nicht überlebt haben. Und dass sie jetzt Angst vor dem angelockten Ameisenbär haben. Da lachen die Ameisen aus dem Ameisenhügel "aber wozu solltet ihr den Ast denn überhaupt tragen? Wir brauchen hier keine Äste. Warum tragt ihr einen Ast nur weil der Kapitän das so möchte? Und wir haben doch das ganze Jahr keinen Ameisenbär mehr gesehen. Warum lasst ihr euch solche Angst machen?" Jetzt kommen sich die Arbeiterameisen dumm vor. Sie haben einfach getan, was der Ameisenkapitän von ihnen verlangt hat, haben geglaubt was er ihnen über die Ameisen, die nicht mehr tragen wollten, erzählt hat, haben sich Angst machen lassen. Nicht einmal als ihre Freunde aus Entkräftung gestorben sind haben sie gezweifelt. Und wofür? Der Ast wurde nicht wirklich gebraucht, der Ameisenhügel steht wie eh und je und der Ameisenbär ist auch nicht angelockt worden. Barbara


Korya

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Antwort auf Beitrag von Barbara79

Naja, in unserem Fall ist aber der Ameisenbär schon mitten unter uns. Und dass reihenweise Freunde an Entkräftung sterben, weil sie Maske tragen oder die Abstandsregeln einhalten, ist mir wenigstens in meinem Umfeld noch nicht weiter aufgefallen.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Sille74


Leena

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Antwort auf Beitrag von Korya

An den Masken ist hier noch keiner gestorben - aber eine Freundin meiner Schwiegermutter gerade diese Woche an Corona. Meine Schwiegermutter möchte Corona nicht bekommen. Sie ist 85 und gehört zur ersten "Impfgruppe".


mimel

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Antwort auf Beitrag von Leena

Es gibt aber Menschen die Selbstmord begangen haben, weil sie sie ganze wirtschaftliche Situation nicht mehr ertragen konnten. Menschen die auf eine wichtige Op oder Untersuchung verzichten mussten und deshalb gestorben sind. Alte Leute die sehr einsam sind und an gebrochenem Herz sterben. Kinder und Erwachsene die unter den Masken leiden, starke gesundheitliche Probleme haben. Sich aber trotzdem an die Regeln halten, weil sie nicht wollen, das die anderen mit den Fingern auf sie zeigen. Diese Liste kann sicher noch endlos weitergeführt werden.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von mimel

Ja, das stimmt, für diese Leute ziehe ich mit, passe auf, werde mich impfen lassen. Damit wir alle wieder ein normales Leben führen können.


mimel

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Unser Leben wird nie wieder so sein, wie es vorher war auch wenn sich alle impfen lassen würden. Schon allein unsere wirtschaftlichen Lage wird nicht so sein, wie vorher. Diese Fogen werden wir noch Jahrzehnte spüren. Schlimmstens haben wir demnächst einen vollständigen Wirtschaftszusammenbruch.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von mimel

Es wird sich wieder aufbauen. Klar, einige werden sich umstrukturieren müssen. Aber es kommen noch ganz andere Probleme auf uns zu. Naturkatastrophen und das ist Covid-19 auch, hat es immer gegeben und wird es immer geben. Und es ist auch klar, das es keinen ewigen Wachstum geben wird, auch gänzlich ohne Corona. Was nicht passt, ist, das die Reichen unter der Pandemie reicher werden und die Armen ärmer. Ja, das Leben wird nicht mehr so sein, wie früher. Es ist für mich persönlich ein großer Cut, aber nach Tschernobyl und 9/11 hat es auch Veränderungen gegeben, das ist der Lauf der Dinge. Anpassen und das Beste daraus machen.


Korya

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Antwort auf Beitrag von mimel

Und wer ist schuld? Die Ameisen, die den Ast loslassen, oder diejenigen, die versuchen, das Ziel so schnell wie möglich zu erreichen? Das die Asiaten gestärkt wie nie aus der Krise kommen, und die europäische Wirtschaft in die Knie geht, liegt auch an ersteren.


As

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Antwort auf Beitrag von mimel

Wenn ich deine Beiträge so lese, Mimel, glaube ich, dass du noch ziemlich jung bist und Corona in deinem Leben die erste größere Krise darstellt. He, Kopf hoch, dieses Land hat die Spanische Grippe und 2 Weltkriege überstanden, es geht uns besser als je zuvor!


Leena

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Antwort auf Beitrag von mimel

Ja, ich kannte auch zwei Menschen, die sich im Rahmen von Corona das Leben genommen haben. Und einen, der wegen einer verschobenen OP verstorben ist. (Wobei ich bei diesen beiden Selbstmorden Corona eher für den Auslöser als die Ursache halte.) Aber schau Dir die Verhältnisse in den Krankenhäusern, auf den Intensivstationen, in den Alten- und Pflegeheimen an. Teilweise wird diskutiert, ob die Bundeswehr zur Unterstützung kommen kann... Ich sehe tatsächlich keine Alternative im Moment. (Auch wenn man in Einzelfällen sicherlich über Details diskutieren kann, vor allem im Rückblick. Hinterher ist man immer schlauer.) Inwieweit Menschen an gebrochenem Herzen sterben, kann ich nicht beurteilen, und wer wie sehr unter Masken leidet, auch nicht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Erkenntnisausfall... Danke für den Begriff. Ansonsten finde ich den Text nicht so pralle.


cube

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Er hat nicht einkalkuliert, dass es in jedem Team Ameisen gibt, die dagegen sein könnten und auch welche, die einfach nicht mehr können, als das, was sie bereits tun. Anstatt seinen Plan anzupassen, hält er am immer gleichen, immer anstrengender werdenden Plan für den Rest der Getreuen fest, obwohl dieser offenbar nicht zum angepriesenen Ziel führt (führen kann). Irgendwann sind auch die willigen Ameisen zu erschöpft, um weiter zu machen und beginnen, den Plan anzuzweifeln. Anstatt spätestens jetzt darüber nachzudenken, ob der Plan so überhaupt noch funktionieren kann, schimpft der Chef auf diejenigen, die eigentlich doch mitziehen wollen und erlegt ihnen immer mehr Arbeit und Verantwortung auf. Und verliert so immer mehr Glaubwürdigkeit als Krisenmanager. Enttäuscht und erschöpft stellen sich die verbleibenden Ameisen zwar nicht gegen den Chef - aber sie setzen sich auch nicht mehr voll für etwas ein, bei dem scheinbar sie immer die Dummen sind.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

naja... die Metapher des Astes ist m.E. unpassend. Kommt aus der Geschichte ja nicht raus, wofür der Ast getragen wird. Auch was passiert, wenn alle den Ast einfach los lassen. Das sollte ja bei Covid19 allen klar sein. Wobei es ja immernoch auf solchen Deppen-Demos heisst: es gibt keine Toten! Null! Ich finde es sogar schwierig hier mit einer Fabel zu arbeiten, denn Tiere sind jetzt weder für gemeinsames Handeln aufgrund von wissenschaftlicher Thesen noch für das bewusste und gemeinsame Retten der Schwächsten der Horde (Jungtiere ausgeschlossen) bekannt.


Johanna3

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Oder auch die Frage, die einige User hier vor einigen Monaten immer wieder spöttisch stellten: "Ja, wo ist sie denn, die zweite Welle? Wo sind die ganzen Toten?" Das fragt jetzt wohl keiner mehr.


Mitglied inaktiv

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Die Ameise als Schwarmtier ist schon für gemeinsames Handeln bekannt, aber das sind andere Ansätze als bei uns hochentwickelten Menschen. Wir sind aber keine Schwarmtier sondern leben in "Rudeln" sehr großen Rudeln. Eher sind wir Wölfe statt Ameisen, wir können schon sehr gut kooperieren, aber halt nicht wie Ameisen, was mich bei der Fabel stört. Bei DK-Ursel und Cube kann ich auch gut mitgehen. Trotzdem ist das Post ja auch wertvolle zum Positionieren


cube

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Ein Plan, der schon nicht mehr funktioniert, wenn 0,1% der Mannschaft nicht mitzieht, ist kein guter Plan. Ich glaube aber viel eher das: das, was alle sich wünschen, passiert nicht - obwohl sie selbst und auch doch der weit überwiegende Teil des Teams mitzieht. Nun kann man aber schlecht selbst Kritik üben - hat man doch vorher so auf die Kritiker (nicht Leugner) geschimpft. Also macht man die Kritiker zum Schuldigen an der Misere. Das ist einfacher und man kann sich schön daran abarbeiten, wie doof die doch sind. Das mögen sie sein - aber in der kleinen Anzahl dürften sie nicht verantwortlich für das Scheitern eines Planes sein.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Das ist doch das Schlimmste... die ganz Verstrahlten glauben weiterhin, dass das doch nur gefaked ist, die Anzahl Toten generell im Winter hoch geht und die Leute ja sowieso nur mit und nicht an "der Mikrobe" sterben. Und Langzeitschäden sind alle nur psychisch. Kaputte Lungen lt CT? Hat man oft, wird sonst nur nicht untersucht usw. Für jedes Argument ein teilweise haarsträubendes Gegenargument. Und die Krankenschwester aus Alaska, die beim Impfen ein Kreislaufproblem hatte (wie viele viele andere bei Spritzen v.a. wenn Kameras auf einen gerichtet sind) sei am "Gift" gestorben. usw. Das ist echter Fanatismus. Die "faulen Ameisen" am Wegesrand machen mir weniger Sorgen.


Johanna3

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Ich finde ja auch immer das Argument toll, dass Schulen und Kitas sicher seien - weil sonst ja die Wirtschaft an die Wand gefahren wird.


DK-Ursel

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Antwort auf Beitrag von cube

Hervorragende Interpretationen, Cube! Eine Geschichte,d ie soviel Widersprüchliches (!!!) zuläßt, verfehlt ihr Ziel mit Pauken und Trompeten und ist allein darum schon schlecht. Interpretation kann immer unterschiedlich ausfallen,aber weil dies hier nur eine Momentaufnahme ohne Drumherum ist, läßt die Geschichte alles zu - und ich wette eben, daß auch die Querdenker und Dummies sie gerne für sich benutzen, weil es geht, ohne Probleme! Es ist eben wirklich nicht jeder ein Aesop oder LaFontaine, wie oben Sille (?) schrieb. Recht hast Du - das ist eben der Unterschied zwischen Literatur und moralisierenden Möchtegern-Internetverfassern. Gruß Ursel, DK


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Ich dachte, Sille bezieht sich auf Barbara79. Möchtegern-Internetverfasser sind wir doch alle, irgendwie.


cube

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Eltern, die nicht arbeiten gehen können, weil die Schulen und Kitas zu sind, sorgen sehr wohl für immensen wirtschaftlichen Schaden. Unser System ist nämlich inzwischen darauf aufgebaut, dass die überwiegende Mehrheit der Eltern doppelt berufstätig ist bzw. sein muss. Wenn die ganzen Eltern plötzlich nur noch einfach berufstätig sein können, fehlen sehr viele Mitarbeiter, die der Betrieb aber eigentlich braucht, um voll leistungsfähig zu sein. Und da sind eie ganzen Freiberufler/Selbstständigen, die kein Kurzarbeiter-Geld bekommen weil sei ihr Kind betreuen/beschulen müssen, noch gar nicht reingerechnet. Das ist eine unangenehme Wahrheit - aber sie verschwindet eben nicht, indem man so tut, als gäbe es das gar nicht.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Heute finde ich extra schade, dass ich vor lauter Kocherei (der Braten musste ins Rohr) sehr spät in diese Diskussion einsteige. Und nachdenken musste ich auch noch speziell über Ursels Ausführungen und Cubes Kommentaren drauf. Vorneweg, das Positivste an der aktuellen Situation ist, dass faktisch jeder, vom „gstudierten Wasserkopf bis Lieschen Müller“, beinahe gezwungen ist, sich eine Meinung zu bilden. Und Meinungen bzw. diese auch aussprechen zu können, egal, wie sie sein sollten, sind gerade in einer Demokratie immens wichtig. Was mich erschreckt ist, dass gerade wieder Mechanismen zu Tage treten, bei denen hier gefühlt jeder zweite von sich behaupten würde, er würde ihnen niemals nicht mehr unterliegen. Ich schrieb es mal in den Anfängen, es sind nicht die lauten Aufstampfer, die ein System kollabieren lassen.....es sind die Stillen oder politisch korrekten Mitbeter, die die Bühne schaffen. Zur Parabel: jede Ameise soll den Ast tragen dürfen, wenn sie aus ihrer Sicht einen guten Grund dazu hat, jede Ameise sollte aus dem gleichen Grund aber auch austreten dürfen. Beide Gruppen sollten sich jedoch damit zurückhalten mit ihren Nachbarn und vordergründig Gleichgesinnten hinter vorgehaltener Hand oder auch lauter, wenn nur genügend Gleichgesinnte beisammenstehen oder tragen, über die jeweils anderen zu schimpfen, sie zu belächeln oder gar für dumm zu halten, wenn man sich über deren individuelle Bewegründe nicht ansatzweise Gedanken machen möchte. Ich mag dieses grundsätzliche „gefällt mir“ nicht, aber gerade bei Ursels oder cubes Beiträgen zur Thematik finde ich mich in letzter Zeit sehr oft wieder.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von cube

das meint sie doch. Klar gibt es einen wirtschaftlichen Schaden und zwar nicht zu knapp, wenn die ganzen Kinder nicht mehr betreut werden (das Thema "Bildung" sehe ich erst an zweiter Stelle) Aber das Argument, dass Schulen ja sicher seien ist eben auch nicht wirklich haltbar und ohne das Thema Betreuung wären die Schulen auch schneller dicht. Auch wenn es hier im Umfeld viele Fälle an den Schulen gab, ich aber nicht mitbekommen habe, dass eins der Kinder das Virus zu den Großeltern getragen hat. Wobei, wenn Pfleger und Physiotherapeuten das Virus in Kliniken in Altenheime schleppen, wie hier überall, müsste man schon prüfen, ob diese Leute nicht Kinder in Kindergärten oder Schulen haben, bei denen Wochen vorher positive Fälle waren. Denn bis es auffällt, dass es eine Infektionskette geben könnte, sind die Kinder schon lange wieder negativ und haben ggf auch keine AKs aufgebaut, weil der kleine Körper sich nie bedroht fühlte.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von cube

Dass es nur 0,1% sind, die nicht mitziehen und deshalb der Plan nicht mehr funktioniert, ist weder in der Ameisengeschichte so, noch stimmt es in der momentanen Lage. Vielleicht sind es nur 0,1%, die laut auf irgendwelchen Bühnen "ich bin dagegen" schreien oder die massiv geltende Regeln übertreten, aber es sind beträchtlich viele mehr, die alles Erlaubte ausreizen und nicht auf die Appelle hören, alles, was möglich ist, zu tun, um Ansteckungen zu vermeiden. Ich habe jetzt von mehreren Fachleuten unabhängig voneinander den Appell gehört, man solle sich möglichst jederzeit so verhalten, als ob man selbst infiziert wäre. Dazu gehört jetzt sicher nicht, dass man gar niemanden außer der Familie mehr trifft, aber es gehört m.E. schon dazu, dass man gewohnte Weihnachtsrituale (Treffen) hinterfragt, dass man (vor der letzten Verschärfung) überlegt, ob man jetzt tatsächlich noch den erlaubten Kindergeburtstag feiert oder ob man sich tatsächlich zu acht am Glühweinausschank treffen muss oder ob man sich nicht vielleicht doch auch zu zweit zum Spaziergang treffen kann etc. Zu letzterem ist nach meinem Eindruck ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nicht bereit. Vielleicht halten sich 99% an die geltenden Regeln (wobei ich auch das bezweifeln würde), aber viel zu wenige (die sich nicht selbst als Risikopersonen fühlen) sind bereit, darüber hinaus freiwillig Kontakte zu minimieren, um der Gesamtwelle die Wucht zu nehmen. Da man nicht alles im Detail gesetzlich regeln und vor allem nicht alles kontrollieren kann (wer sich mit wie vielen Haushalten in der eigenen Wohnung trifft, ist ja kaum in der großen Masse zu überprüfen), kann man aber auch nicht jedes Detail gesetzlich regeln. Wahrscheinlich wäre mehr an gesetzlichen Vorgaben möglich und sinnvoll gewesen, aber letztlich hat vielleicht viele Politiker - wie z.B. auch mich - das Maß an Nicht-Mitmachen und Protest an allem überrascht.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass viele mitmachen, weil sie auch nach reiflichem selbständigem Nachdenken davon überzeugt sind, dass es richtig ist, mitzumachen? Was an dem Vergleich mit dem Dritten Reich und den damaligen Ja-Sagern m.E. hinkt, ist die Tatsache, dass im Moment - im Gegensatz zu damals - ein zeitlich ziemlich drängendes Grundproblem da ist, das man nur gemeinsam lösen kann, ähnlich z.B. einem mit 20 Personen besetztem Boot mit Loch, das noch ein Stück bis zum Ufer hat. Wenn alle mit all ihrer Kraft schöpfen, bleibt das Boot bis zum Ufer über Wasser. Vielleicht schaffen sie es auch noch ans Ufer, wenn nur 18 Personen schöpfen. Aber wenn dann noch eine Person abspringt oder eine zuerst ausdiskutieren will , dass sie lieber mit dem blauen Eimer schöpfen will oder lieber ganz vorne schöpfen würde oder dass alles viel schneller ginge, wenn man im gleichen Rhythmus schöpft, dann läuft in der Diskussionszeit das Boot weiter voll und es ist nicht mehr zu schaffen, es rechtzeitig leerzuschöpfen. Selbst wenn es sich nachher herausstellen sollte, dass im Rhythmus schöpfen effektiver ist, ist es angesichts der Notlage im Boot vielleicht nicht sinnvoll, das im einzelnen auszudiskutieren und dafür das Schöpfen zu unterbrechen. Man kann ja schöpfend versuchen, die anderen Bootsinsassen davon zu überzeugen versuchen, dass es anders besser ginge. Aber die anderen durch Grundsatzdiskussionen vom gemeinsamen Schöpfen abzuhalten, könnte gefährlich werden, v.a. für die, die nicht schwimmen können. Deshalb ist es m.E. die verantwortbarste Haltung, alles, was irgendwie der Eindämmung dient, mitzutragen (also z.B. auf ein Treffen mit der Freundin verzichten), , solange nicht irgendwelche Grundrechte dabei missachtet werden. Wenn man letzteres z.B. bei der Mutter im Pflegeheim annimmt und z.B. die Vereinsamung von Menschen in Pflegeheimen anprangern will, kann und soll man dies tun und Schnelltests für Besucher oder was weiß ich einfordern. Parallel zu den eigenen Anstrengungen der Kontakteinschränkung kann man ja auch nach Lösungen suchen und diese propagieren. Aber Bereiche, die man im Detail vielleicht besser lösen könnte, wird es immer geben und sie sind kein Grund, gegen Kontakteinschränkungen grundsätzlich zu wettern und v.a. sind sie kein Grund jeden, der aus Überzeugung Kontakte vermeidet, zum Deppen-Ja-Sager ohne eigenes Hirn abzustempeln. Auch die, die mitmachen, sehen sicher an vielen Stellen, dass das jeweilige Problem nicht optimal gelöst ist, aber das ist ja noch kein Grund, das Gesamtziel als unsinnig abzutun oder seine Mitarbeit zu verweigern.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von cube

Davon konnte ich hier nichts lesen.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

„Was ist so schwer daran zu verstehen, dass viele mitmachen, weil sie auch nach reiflichem selbständigem Nachdenken davon überzeugt sind, dass es richtig ist, mitzumachen?„ Nichts, Fritzi, wenn du richtig gelesen hättest! Aber man muß auch respektieren, dass jemand, der nicht uneingeschränkt mitmacht, sich das ebenso reiflich und selbstständig überlegt hat. Wo ich mit dir übereinstimme......Manipulation zur Festigung der eigenen Meinung kann man sich auf beiden Seiten schenken.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Naja, deine Äußerung: "Was mich erschreckt ist, dass gerade wieder Mechanismen zu Tage treten, bei denen hier gefühlt jeder zweite von sich behaupten würde, er würde ihnen niemals nicht mehr unterliegen. Ich schrieb es mal in den Anfängen, es sind nicht die lauten Aufstampfer, die ein System kollabieren lassen.....es sind die Stillen oder politisch korrekten Mitbeter, die die Bühne schaffen." rückt die mittragenden Ameisen ja schon in die Ecke der Mitläufer im Dritten Reich. Auf welche Mechanismen willst du denn sonst anspielen, als die Manipulation der breiten Masse, die dann willenlos und dumm mitläuft? Und: Wieso bieten deiner Meinung nach die stillen Mitmacher jemand "eine Bühne"?


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Es ist sehr schwierig mit dir, Fritzi, weil du mal wieder nur den halben Satz liest, aber die volle Antwort willst. => „.....oder die politisch korrekten Mitbeter“ fehlt Die genannten Mechanismen sind im 3.Reich ja nicht zum ersten Mal in der Geschichte aufgetreten, nur in unseren Breitengraden bislang halt das letzte Mal mit verheerenden Auswirkungen. Geh ein paar Jahre zurück zur Kolonisation Afrikas, der Besiedelungsstrategie Amerikas nach Columbus, die Pest im Mittelalter, die Verfolgung der Templer und, und, und.....immer waren es die politisch Korrekten, die die Stillen bestätigt haben in ihrem Tun, oder auch „Nichttun“ (oder umgekehrt). Vallie hat irgendwann den Begriff der Gscheithaferln geprägt. Immer war es die eine Wahrheit, der man sich zu beugen hatte. Woanders treten sie sogar aktuell verheerend auf.....sh. IS, Nordkorea und Co. Deshalb finde ich wichtig, dass Goodwin recht hat. Diese Thematik kann nicht oft genug aufgegriffen werden. Nur sollte man sie vielleicht vom 3.Reich loslösen. Und nein, ich halte die Pandemie jetzt auch für keinen direkten Angriff auf unsere Demokratie, aber sie zeigt uns auf, dass diese Mechanismen noch immer perfekt funktionieren. Wer anders denkt ist dumm, wenn ein Vorschlag aus der falschen Ecke kommt ist er dumm, wenn auf jemand draufgeprügelt wird, auf den eh alle draufprügeln, kann man ja nicht ganz falsch liegen.......und ist selbst mal sicher nicht dumm.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

„Wieso bieten deiner Meinung nach die stillen Mitmacher (Oder politisch korrekten Mitbeter) jemand "eine Bühne"?„ Jemand stampft auf und gibt was von sich, weil er davon überzeugt ist, keiner sagt was dagegen oder hinterfragt, oder noch besser, stampft in der Masse mit auf und bezeichnet alle Kritiker als „komisch“, ohne die Kritik ernsthaft zu hinterfragen oder überhaupt anzuhören......schon hast du die schönste Bühne.


As

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Das kann ich nicht nachvollziehen. Es ist doch der Aufstampfer, der eine Bühne braucht. Vielleicht haben die Stillen zugehört, hinterfragt und selbst nachgedacht und festgestellt, dass sie dem Aufstampfer keine Bühne bieten wollen. Nur weil die Stillen in der Mehrheit sind, liegen sie ja noch lange nicht falsch.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Sorry, aber du hast meine Einwürfe auch nicht genau genug gelesen. Meiner Meinung nach darf jeder aufstampfen und Kritik äußern und bessere Vorschläge zur Diskussion stellen. Aber die Diskussionen dürfen nicht zu einer relevanten Unterbrechung der Rettungsmaßnahmen führen. Das heißt, ich halte es für unangebracht, denen die mitmachen und JETZT vielleicht keine Details des Rettungsplans diskutieren wollen ANSTATT den vorhandenen Plan weiter zu verfolgen, diese Diskussion aufzuzwingen und noch weniger angebracht ist es, den (vielleicht nach reiflicher Überlegung) Überzeugten und Mitmachern dummes Mitläufertum der Stillen oder der "politisch korrekten Mitbeter" zu unterstellen. Es müssen keine abstrakten "Mechanismen" im Gange sein, wie sie im Kolonialismus, im Dritten Reich, In Nordkorea oder in Zeiten der Inquisition zu viel Unheil geführt haben, damit Menschen einen Plan, den sie vielleicht nicht in allen Details, aber im Großen und Ganzen gutheißen, mittragen. Und wenn man sich nicht auf eine Diskussion jeder von einem Kritiker eingebrachten Idee einlässt, bietet man doch noch längst keine Bühne. Jeder hat das Recht, eine Diskussion anzunehmen oder auch nicht. Genau das von dir angeführte Aufstampfen und Diffamieren der Maßnahmen-Kritiker und ihrer Ideen als "komisch" gibt es in der Masse der Ameisen im genannten Beispiel ja eben nicht und das habe ich auch nirgends gutgeheißen.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

„ Das heißt, ich halte es für unangebracht, denen die mitmachen und JETZT vielleicht keine Details des Rettungsplans diskutieren wollen ANSTATT den vorhandenen Plan weiter zu verfolgen, diese Diskussion aufzuzwingen“ Das würde aber voraussetzen, dass der angestrebte Rettungsplan allumfassend und heilbringend für jedermann ist. Das ist er aber nicht, weil gewisse Kollateralschäden nonchalant unter dem Deckmantel der Moral unter den Teppich gekehrt werden. Deshalb behalte ich es mir vor gegebenenfalls den Ast unter gewissen Bedingungen eben auch loszulassen, weil ich das für mich richtiger halte. Wer sagt mir denn, dass der Ameisenbär nicht auch dann kommt, wenn der Ast an „B“ angekommen ist. Ich werde aber auch respektieren, dass die anderen den Ast weitertragen und ihnen zumindest in ihrem Vorhaben keinen Stein in den Weg legen. Von den Weitertragenden erwarte ich keine Diskussion, aber zumindest die Akzeptanz, dass ich ausgestiegen bin.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von As

Wenn die Stillen dem Aufstampfer keine Bühne bieten wollen, dann müssen sie das auch kund tun und eben nicht still bleiben. Mir stößt es aber sauer auf, wenn sich selbsternannte Missionare erheben, denen political correctness wichtiger ist als hinterfragen. Vielleicht liege ich hier bei dem einen oder anderen falsch, aber manche Zeigefinger sind so moralisch, dass es fast wehtut.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Solange die Weitertragenden von den Aussteigern nicht direkt oder indirekt als willen- und gedankenlose Mitläufer diffamiert werden und solange nicht direkt oder indirekt irgendwelche heroischen Widerstandsepen aufgebaut werden, kann ich damit leben. Ich würde aber noch einem Punkt widersprechen. Du schreibst: "Das würde aber voraussetzen, dass der angestrebte Rettungsplan allumfassend und heilbringend für jedermann ist." Nach meinem Verständnis muss der Rettungsplan nicht für alle gleichermaßen heilsbringend und er muss auch nicht fehlerlos sein, um ihn guten Gewissens mitzuverfolgen. Auch wenn die Schwimmer (aus dem Schöpf-Bootsbeispiel) sich vielleicht viel leichter schwimmend retten könnten, sollten sie sich an den Schöpfplan halten. Und wenn die Kollateralschäden bedeuten, dass der Schwimmer schlimme Blasen an beiden Händen kriegt, ist das immer noch besser, als wenn alle Schwimmer ans Ufer schwimmen und die Nicht-Schwimmer ihrem Schicksal überlassen. Und auch wenn der Schöpfplan unvollkommen sein sollte: Ein schlechter Schöpfplan funktioniert wahrscheinlich immer noch besser als gar kein Plan.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Lassen wir‘s so stehen, Fritzi. Ich bin schon im Weihnachtsfrieden


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Ok! Schöne Weihnachtsgrüße.


Sille74

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Aber auch die Geschichte aus dem AP kann nicht gerade mit den Fabeln der Genannten mithalten . Dazu hat siemzu viele "Schwächen". Äsop bzw. La Fontaine bringen es kurz und knackig genau auf den Punkt. Sehr viel Interpretationsspielraum bleibt da nicht. Wobei man schon auch zugeben muss, dass der Lebenssachverhalt da weniger komplex ist. Die Schwäche der Ausgangsgeschichte liegt schon irgendwie darin, dass die die Ameisen mit dem Asttransport etwas zumindest Unwichtiges, wenn nicht sogar Unnötiges machen sollen. Die Geschichte von Babara verkennt total, dass wir ja schon "den Ameisenbären" im Bau haben und ist somit arg einfältig ...


tonib

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

Ach, Fabeln, Geschichten und Gleichnisse lassen sich doch für alles und das Gegenteil finden. So ganz passen sie nie.


cube

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Antwort auf Beitrag von Emmi77

"aber das ist ja noch kein Grund, das Gesamtziel als unsinnig abzutun oder seine Mitarbeit zu verweigern" Das Gesamtziel stellen viele Kritiker doch gar nicht in Frage - aber ob die Maßnahmen zum Gesamtziel führen können, ist doch nicht irrelevant dafür, wieviel Einsatz jeder leistet. Oder zB nach stundenlangem Schöpfen ohne Erreichen des Ziels entscheidet, er setzt nun seine Kraft lieber dafür ein, sich selbst zu retten. Mal angenommen, wir wären eine Firma, die vor einem großen Problem steht. Dann wird eine Zielsetzung formuliert. Dann wird definiert, wie man dieses Ziel erreichen kann. Darauf hin wird die Belegschaft informiert und eingeschworen. Ein guter Chef weiß, dass aus verschiedensten Gründen nicht jeder MA die gleiche Energie da reinstecken kann oder will und einige auch ohne dieses Problem schon nicht mehr 100% dabei sind. Nach x Wochen ist das Ziel nicht erreicht. Neues Einschwören - weiter dran bleiben, noch mehr anstrengen. Nach weiteren x Wochen ist das Ziel immer noch nicht erreicht. Und dazu sind die MA´s langsam erschöpft bzw. desillusioniert. Kritik wird laut. Und nun passiert in der freien Wirtschaft idR folgendes: Ich muss meinen Plan überdenken bzw. auch mein Ziel darauf hin überprüfen, ob es generell überhaupt erreichbar ist mit dem, was an Resourcen habe (machen dann oft externe Berater, die nicht betriebsblind sind oder emotional zu involviert). Und evt. muss ich feststellen: das Ziel ist zu hoch gegriffen /oder der ausgetüftelte Plan funktioniert so nicht, obwohl das Ziel theoretisch erreichbar wäre. Wie es auch sei - ich werde alles neu überdenken müssen und evt. Kompromisse schließen müssen, die ich eigentlich vermeiden wollte. Und/Oder mein Ziel evt. kleiner ansetzen. Aber eins darf ich auf keinen Fall machen, wenn ich nicht alles vor die Wand fahren will: einfach an einem Plan oder Ziel festhalten, der offensichtlich nicht oder nicht mehr funktionieren kann/erreicht werden kann. Noch bevor ich pleite bin, werden immer mehr Mitarbeiter das sinkende Schiff verlassen haben und selbst das kleinste Ziel ist nicht mehr erreichbar.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von cube

Ich glaube, unsere beiden Vergleiche hinken. In meinem Schöpfbeispiel darf nicht bekannt sein, in welcher Entfernung das rettende Land liegt und es muss unbekannte Strömungen geben, die plötzlich auftauchen etc. In deinem Beispiel ist aber die Gesamtlage über die gesamte Zeit zu unverändert und der Chef kann eigentlich recht viel über mögliche Methoden zur Insolvenzabwendung wissen. Das ist aber ja gerade bei Corona im Moment nicht der Fall. Erstens tauchen ständig neue Situationen auf und der Wissensstand ändert sich ständig, ist aber auch insgesamt recht undurchschaubar. Selbst wenn man auf die Wissenschaftler gehört hat, erschien im Sommer die Forschungslage recht kontrovers, was die Rolle der Kinder und der Schulen angeht. Insofern kann man niemand einen Vorwurf daraus machen, wenn er im Sommer dachte, die Schulen könnten halbwegs normal weiterlaufen. Erst jetzt verdichten sich die Hinweise auf Schulen als relevante Übertragungsorte so sehr, dass man guten Gewissens nicht mehr die Augen davor verschließen kann. Wenn aber die Politiker jetzt plötzlich umsteuern und Schulen doch länger schließen, schimpft die Mehrheit der Bevölkerung über Planlosigkeit. So eine unklare und sich ständig #ndernde Außenlage kann ich mir bei einer Firma kaum vorstellen, außer jetzt z.B. wieder coronabedingt bei einem Hotel, dass aufgrund verschiedener Verordnungen immer wieder schließen muss, oder so. Da würde man aber dann im Fall der Pleite nicht dem Chef die Schuld geben.