Coronavirus

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Oh man

Thema: Oh man

Wir haben’s geschafft, wir haben die 400 geknackt. Und ja, mit Todesopfern. Die senken zwar den Wert, sind aber nicht mehr ausschließlich Ü80.

von Einstein2.0 am 10.12.2020, 07:39



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Na ich denke ja, wenn erstmal gesichert ist , dass unser Kretschi mit seinem Lockdown nicht geteert und gefedert wird , von den ganzen Coronaistdochharmlosidioten, dann wird Bayern vielleicht schneller nachziehen, als man " alles Lüge" rufen kann.

von memory am 10.12.2020, 07:53



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

die Zahlen der positiv entdeckten Fälle und der Gestorbenen scheinen täglich zu steigen und jeder behauptet er hält sich an die Regeln. Kliniken ächzen unter der Last und es ist nichtmal Mitte Dezember Wo es anfangs begrenzte Ausbrüche gab ( hier im Dorf Schule zB und Flüchtlingsheim) sind es jetzt quer Beet die Fälle, kaum einer weiss wirklich woher er es hat dagmar

von Ellert am 10.12.2020, 08:06



Antwort auf Beitrag von Ellert

Es entwickelt sich alles so wie viele es vorausgesagt haben. Leider. Ich wünschte sie hätten sich getaeuscht. Die 2. Welle, das diffuse Infektionsgeschehen, der Anstieg der Todeszahlen. Aber alles Panikmache.

von Finale am 10.12.2020, 08:20



Antwort auf Beitrag von Ellert

Da es viele leicht- bis asymptomatische Fälle (wohl 3/4) gibt, findet man die ja nicht mehr bei der aktuellen Teststrategie und Überlastung der GA. Und wer an einem illegalen Treffen teilgenommen hat oder dadurch seinen Arbeitsplatz gefährdet (Anweisung vom Chef "Maul halten!") wird sich bestimmt nicht so äußern, dass da Kontakte nachverfolgbar wären.

von SybilleN am 10.12.2020, 08:36



Antwort auf Beitrag von SybilleN

dass viele die Kontakte weder angeben noch informieren weil man ja doch weiss in einigen Fällen etwas gemacht zu haben was nicht ok war zB sich mit 5 Haushalten zu treffen ( ich kenn die, die sind alle gesund) würde man das so auch angeben könnte das Ärger bedeuten ich wünsche mir dass endlichd ie es können die App installieren und es dort bei Test auch eingeben, das ist anonym und würde zumindest denen die Kontakte in rot sind die Möglichkeit geben sich testen zu lassen. Ich hatte den Fall ja schon, nahen Kontakt über knapp ne Stunde, nie erfahren ausser dann durch Zufall finde ich total egoistisch dagmar

von Ellert am 10.12.2020, 10:01



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Zunächst: Ich wünsche dir und deiner Familie, dass ihr gesund bleibt. Wenn bei euch bislang nur Ü80 an Covid19 verstorben sind, war das Glück. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/ Ich beobachte nicht, dass sich alle an die Regeln halten. Aber gut, wir sind auch bundesweit mit an der Spitze bei den Bußgeldern und den Querdenker-Zahlen... Mir graut es ehrlich davor, die Kinder nach Weihnachten/Silvester wieder in die Schulen zu schicken, weil doch viele (auch Mitarbeiter der Schulen) sich da mit der ganzen Familie treffen wollen.

von SybilleN am 10.12.2020, 08:26



Antwort auf Beitrag von SybilleN

Mein Sohn hat mir ja mal den Link einer örtlichen Querdenkergruppe geschickt, die überbieten sich da seit Tagen mit Heldentaten, wie sie trotz angeordneter Quarantäne vom GA draußen rumspazierend und Gleichgesinnte besuchen und beömmeln sich, wie dumm das GA ist, weil die keine Kontrolle mehr haben! Leider alles nicht unter Klarnamen...

von Einstein2.0 am 10.12.2020, 08:42



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Hallo! Abwarten, jetzt werden wieder die Leute kommen, die folgendes Totschlagargument äußern werden: "Aber es wird doch viel mehr getestet!" Die zwei KHs hier in unserer Hauptstadt verlagern Covid-Fälle, weil sie es nicht mehr schaffen. Das Personal ist am Anschlag, weil jeder Covid-Beatmete eine Rundum-Betreuung braucht, aber das alles wird von bestimmten Menschen "weggeatmet". Was ich nicht sehe, gibt's nicht, und im Fall der Fälle suche ich mir die Info, die zu meiner Sichtweise passt. AHA ist nur was für Weicheier! :-(

Mitglied inaktiv - 10.12.2020, 08:45



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

... und einige Leute zucken am Glühweinstand mit den Schultern. Die ganze Entwicklung war so etwas von vorhersehbar, man brauchte weder eine Glaskugel, noch musste man Virologie studiert haben. Was wäre, wenn wirklich jeden Tag ein großes Flugzeug über Deutschland abstürzen würde und es hunderte Tode gäbe? Jeden Tag, 7 Tage die Woche? Wer würde da noch in ein Flugzeug steigen? Niemand! Was ist die Konsequenz auf Corona übertragen? Kontakte weiter reduzieren! Auch Weihnachten. Außerdem endlich die Schulen zu machen oder zumindest auf halbe Klassenstärke reduzieren, die meisten Arbeiten sind eh geschrieben. Mein Wort zum Donnerstag! Silvia

von Silvia3 am 10.12.2020, 08:59



Antwort auf Beitrag von Silvia3

Schulen zu! Mein Mann erzählt jeden Tag neue Geschichten über seinen Schulalltag. Es ist oft haarsträubend. Schüler, die als K1-Person getestet werden sollen, aber nicht getestet werden wollen und trotzdem zur Schule gehen (dass sie K1 sind, weiß mein Mann aus ganz sicherer Quelle), Lehrer, die sich nicht ausreichend schützen, weil sie es nicht für notwendig halten - und dann plötzlich positiv sind, es werden Räume genutzt, die man nicht ordentlich lüften kann etc etc etc

von Jayjay am 10.12.2020, 09:17



Antwort auf Beitrag von Silvia3

Ach Silvia, es ist doch ein Jumbo voller Alter und schwer Vorerkrankter! Die hätten eh nicht mehr lange.

von Jana287 am 10.12.2020, 09:23



Antwort auf Beitrag von Silvia3

Meine haben heute, morgen, nächste Woche jeweils zwei bis drei Arbeiten. Hauptfächer, Lernfächer. Sonst hätte ich sie jetzt auch schon vorab zuhause gelassen. Die Lehrer, die ich kenne, stöhnen aber alle selber, haben Angst und sehen genau das was Du beschreibst täglich mehrfach. Kind positiv. Keiner muss in Quarantäne. Da Maske und Lüften.... ja von wegen, drei Tage später Nebensitzer Symptome: positiv. Noch ein Tag später Bruder des Nebensitzers positiv. Und am Tag zuvor alle noch munter in der Sporthalle aufeinander rumgeturnt und rumgebrüllt... ohne Maske natürlich. Im Lehrerzimmer auch Kuschelstimmung... aber das Gesundheitsamt zuckt die Schultern. (naja eine Klasse wurde jetzt doch komplett heimgeschickt...) Aber dann gibts genug Kasper, die immernoch dieses "EineGrippeistnichtschlimm" -Geplapper vor sich herschieben. Eltern, die froh sind, wenn die Kinder betreut sind. Aber daheim lassen und 4, 5 Klassenarbeiten verpassen??

Mitglied inaktiv - 10.12.2020, 09:30



Antwort auf Beitrag von Silvia3

2600 Menschen starben 2019 pro Tag. Ob das "Große Flugzeug" da noch "drauf" kommt, ist nicht klar, weil die Statistik einfach nicht schnell genug ist. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

von Trini am 10.12.2020, 09:31



Antwort auf diesen Beitrag

hier werden auch nächste Woche noch je 3 Arbeiten geschrieben. Der Lehrer meiner Lütten, möchte nächste Woche noch mit einer Power Point Arbeit beginnen. Dafür muss noch einiges gemacht werden. Die Schüler sind hier gerade so richtig mitten im Stress. Ich Stelle jeden Tag mein Rad direkt vor der Lehrergewerkschaft ab. Dort finden fast jeden Tag sehr große Sitzungen mit sehr vielen Teilnehmern statt. Ohne Maske bzw. kaum Masken und keinen Abstand, bei der Menge an Menschen. Sehr vorbildlich. LG

von Maxikid am 10.12.2020, 09:36



Antwort auf Beitrag von Trini

Trini, wie meinst Du das? Natürlich sterben auch noch Menschen an Krebs, Herzkrankheiten, Unfällen - seltenst an Altersschwäche wie bei uns vor 1 Monat eine Tante. ABER dazu kommt der Jumbo. Da gebe ich Jana Recht: Zynisch kannst Du dann sagen: Im Flugzeug sitzen eh nur die,die eh demnächst gestorben - WENN hier mal ein Flugzeug abstürzte, erinnere ICH mich noch gut an die Panik mancher Leute,die bestenfalls einmal und freiwillig für einen Urlaub ins Flugzeug steigen mußten --- die Coronatoten, ob "nur" an Corona gestorben oder mit Vorerkrankung durch Corona eher gestorben, nehmen in der Tat die meisten mit Schulterzucken hin und sind nicht bereit, etwas dagegen zu tun. Bei Flugzeugabstürzen wird hinterfragt, bei Autounfällen wird hinterfragt, bei anderen Krankheiten wird hinterfragt - und bei Corona ist es wurscht? Warum? Weil die eigene sog. Freiheit wichtiger ist? Die Freiheit, sich an Weihnachten mit 4 oder 10 Leuten treffen zu können? In welcher Relation steht das denn?? Was ist denn das für ein Kindergarten? Und welche Heuchelei? Den jungen Leuten mit lautem Gebrüll die Partys verbieten wollen, den Moslems ihre Hoch-Feste mit als Hotspots vermiesen, und gleichzeitig zum Tivoli an Weihnachten aufrufen!! Und ich habe mir sagen lassen,daß ein Flugzeugabsturz schneller überstanden ist als eine Coronaerkrankung, insofern kein angenehmer, aber ein angenehmerer Tod als durch/mit Corona. Zumindest ist DA auch das Krankenhauspersonal an Weihnachten nicht im Dauerdienst, sondern teilweise zuhause bei deren Lieben und darf auch feiern, statt Coronaignranten zu behandeln oderduie,d ie durch sie angesteckt wurden. Gestern hörte ich auch am Rande, daß die Coronatoten (mit/durch) die Anzahl der Verkehrstoten des letzten Jahres übersteigt - mag sein, davon haben wir dieses Jahr ein paar weniger, wegen der Lockdowns, und Alkoholverbote, aber sicher nicht bedeuten, die kommen also drauf. Gegen Verkehrstote wird immer wieder etwas getan - Autos sicherer, Fahrräder besser beleuchtet, reflektierende Westren, Fahrradhelme, Ampeln, Zebrastreifen, Fahrregeln, die man in der Fahrschule zumindest lernt - und, ja, es gibt weiterhin Opfer - aber würde jemand ernsthaft wollen, daß alle Verbesserungen rückgängig gemacht werden, daß sich niemand mehr um Verkehrssicherheit kümmert. Kaum. Wieso ist das bei Corona anders, wieso ist es so schwer, ein paar Kontakte zu streichen,damit auf lange Sicht alle wieder möglich sind? Ich halte mich an den Physiker, und Frau Merkel hat gestern eindringlich erklärt, wieso Physik u.a. Naturwissenschaften eben so realistisch sind: sie sind unverrückbar, die Naturgesetz: Das Virus, so ein Physiker (!), ernährt sich durch Kontakte, lebt weiter durch Kontakte, wir füttern es mit Kontakten. Und deshalb frage ich mich eben, wo ich es hungern lassen kann - das ist gar nicht sooo schwer - einiges kann jeder tun, natürlich verschieden, das ist wie mit Klima- und Umweltschutz, aber kleiner kann mir erzählen,daß er nicht auch einschränken kann --- auch wenn es manchmal leid- oder gar wehtut. Dafür rückt dann ein Ende der Geschichte aber deutlich näher. Mein Wort zum Donnerstag (mit Gruß an Dich, Silvia!) Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 10:13



Antwort auf Beitrag von Trini

Es sind vermutlich rein rechnerisch "normale Todesfälle"+"Covid19-Tote". Wahrscheinlich ist es eher sowas wie: "normale Todesfälle"-"durch Corona-Maßnahmen verhinderte normale Todesfälle"+"durch Corona-Maßnahmen verursachte Todesfälle"+ (Covid19-Tote abzgl. jene, die ohnehin unter normale Todesfälle fielen) Es gibt dieses Jahr durch die gesteigerte Hygiene halb so viele andere Infektionskrankheiten und entsprechende Todesfälle. Andererseits auch Tote durch Suizide, zu späte Behandlung oder überlastete Gesundheitseinrichtungen (Labore,KHs...). Letztlich wurscht: Selbst wenn es nachher täglich kein vollbesetzter Jumbojet ist, sind es geliebte Menschen, die UNNÖTIG und VERMEIDBAR zu früh aus dem Leben und unserer Gesellschaft scheiden.

von SybilleN am 10.12.2020, 10:30



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Jeden Tag sterben in Dtl zB ca. 200 Menschen an den Folgen von Alkoholsucht und nochmal ca. 200 an Drogen. Warum gibt es da nicht den gleichen Aufschrei und Maßnahmen wie bei Corona? 20% der Kinder in Dtl sind von Armut bedroht. Ach naja, schlimm - aber daran stirbt man ja nicht. Jedenfalls nicht so schnell, dass man sich darum mal fix kümmern müsste.

von cube am 10.12.2020, 10:35



Antwort auf Beitrag von SybilleN

Bei uns lief am Klinikum eine Studie, aus der hervorging, dass die an Covid-19 verstorbenen Patienten im Schnitt 13 Jahre früher aus dem Leben gerissen wurden. Vielleicht finde ich bei Gelegenheit die Publikation. Ich bin froh, dass unsere Teams die Patienten nicht als Zahlen wahrnehmen. Jedes Leben zählt, um jedes Leben wird gekämpft. Ich persönlich finde es rührend und auch bedrückend und deswegen macht mich jedes Verhöhnen einfach nur traurig und wütend. Gleichzeitig glaube ich dennoch, dass man sich nicht entmutigen lassen kann und darf. Derzeit werden meine Kolleginnen und Kollegen übelst diffamiert. Es ist ein komplexes Thema und wie schon geschrieben, widerlich, wie die Drahtzieher die Situation zu eigenen Gunsten nutzen. Aber das wurde hier von einigen Userinnen wirklich gut beschrieben. LG, L.

von Ludwiga am 10.12.2020, 10:53



Antwort auf Beitrag von cube

Zahlen sich exponentiell entwickeln, wenn man nix tut? Wäre so mein verdacht.

von Leewja am 10.12.2020, 11:10



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Schon mal dran gedacht, dass der Krebskanditat im KH im Moment akut gefährdet ist, dank Corona, dass ein MRSA in Verbindung mit COVID der Gau ist? Die Grippe mit COVID ebenso? Nee, weil das ist weiter als drei Meter Feldweg gedacht, das ist zu viel verlangt! Und überhaupt, wer Krebs hat wäre doch eh an Krebs gestorben! Heuchlerisch bis zum Anschlag ist dieses Argument!

von Einstein2.0 am 10.12.2020, 11:12



Antwort auf Beitrag von Leewja

Der Drogen und Alkoholkonsument steckt mich nicht an, wenn er mich anhustet und kann für sich selbst entscheiden, ob er säuft oder konsumiert.

von Einstein2.0 am 10.12.2020, 11:13



Antwort auf Beitrag von Leewja

Ja, ich versteh das. Aber ich finde es nachvollziehbar, dass doch immer mehr Menschen sich offenbar fragen. warum um eine Erkrankung so viel "Gewese" gemacht wird und dahinter alles andere verschwindet.

von cube am 10.12.2020, 11:15



Antwort auf Beitrag von Leewja

Leewja, es ist zum verzweifeln....mehr kommentiere ich jetzt lieber nicht, aber ich frage mich immer wieder, woran es scheitert, dass mancher den "Kern der Sache" (immer noch) nicht begreift.

von Ludwiga am 10.12.2020, 11:18



Antwort auf Beitrag von Ludwiga

Ich schrieb nicht, dass ICH das so sehe - aber es gibt immer mehr Menschen, die sich das eben genau so fragen. Vielleicht, weil man eben auch irgendwann mal corona-müde ist bzw. das hüh, ne doch hot oder nur ein bisschen hüh etc langsam satt hat.

von cube am 10.12.2020, 11:21



Antwort auf Beitrag von cube

Das ist ja auch das Schreckliche an dieser Katastrophe, dass es solche breiten Auswirkungen hat.

von Ludwiga am 10.12.2020, 11:21



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Wahr ist auch,d aß wohl noch mehr an (unerkanntem) Krebs sterben werden,weil die medizinischen Kapazitäten mit wachsender Anzahl an Coronapatienten beschäftigt ist.Hier befürchten Ärzte einen eklatanten Anstieg - aber man kann sich eben auch nur um die einen oder die anderen kümmern, so gesehen haben wir schon eine gefährlich "Vorauswahl". Tja, wenn dann Coronaignoranten noch argumentieren,d aß die ja eh gestorben wären... Wir sterben alle eh - und trotzdem habe ich auch jetzt noch einiges vor in meinem Leben... auch wenn die Zeit immer knapper wird. Wer spricht einem da das Recht ab, egal, wie alt oder vorerkrankt man ist??? Genau, heuchlerisch - ich möchte die mal sehen, die es dann doch mal selber trifft!!! Über das Leben ANDERER entscheiden sie mit lockerer Hand! Cube, ich habe volles Verständnis für Deine Rufe nach demokratischem/rechtsicherem Vorgehen, aber das Drogen-Alkoholargument zieht wirklich auch nur bedingt. Nein, nicht jeder hat die (erste) Wahl, ob er abhängig wird; steckt man drin, ist die Wahl sowieso erstmal weg, und der Weg ist zumindest beim Alkohol oft schleichend. Aber auch da werden eben Maßnahmen getroffen, und nur die Dummen schreien dagegen an. Sucht ist eine Krankheit, keine eigene Entscheidung! Wenn ich aber privat etwas gegen den allgemeinen Alkohol-und Drogenkonsum machen soll, will, kann ich eben auch nur a) aufpassen, daß ich selbst nicht Betroffene bin und b) evtl. für jemanden versuchen, einen Therapieplatz zu bekommen etc. Da ist es deutlich einfacher, ein paar Coronaregeln zu beachten - auch wenn ich deren Sinn und Unsinn manchmal auch gegenüberstelle, bringt es mich nicht, dies für eine kurze Zeit zu tun, um langfristig das Bleiben solcher Maßnahmen oder einer hohen Sterberate zu riskieren. Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 11:22



Antwort auf Beitrag von cube

Es verschwindet nicht, genau die anderen Krankheiten sind ja das Problem. COVID beschert ihnen schlimme bis tödliche Verläufe und die Erkrankten kommen im Moment in die Warteschleife, weil eben covid alles überrennt. Sie Somatik muss Stationen umorganisieren und covid-Stationen errichten, das heißt, es kann nicht mehr alles behandelt werden. Wie soll es denn auch gehen?

von Einstein2.0 am 10.12.2020, 11:23



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

nützen aber nichts, wenn man nicht generell an langfristigen Strategien gearbeitet hat, um überhaupt diesen Anstieg gar nicht erst zuzulassen. Siehe meinen Post weiter oben. Jetzt ist das Kind eben schon in den Brunnen gefallen und außer alles dicht machen bleibt halt nicht mehr viel. Das aber immer nur der Bevölkerung anzulasten ist nicht richtig. Die Politik darf sich auch sehr gerne mal an die eigene Nase fassen und sich fragen, was sie den Sommer über so getan hat mit Blick auf Winter und den frühzeitig vorhandene Prognosen/Warnungen der Wissenschaftler dazu.

von cube am 10.12.2020, 11:38



Antwort auf Beitrag von cube

"... Post weiter unten (Die Querdenker ...)"

von cube am 10.12.2020, 11:40



Antwort auf Beitrag von cube

Ganz einfach, weil durch Drogen- und Alkoholsucht selten Dritte gefährdet werden. Wenn sich Mitschüler meiner Tochter täglich die Kante geben, ist das deren Problem. Wenn selbige Mitschüler meine Tochter mit Corona anstecken und ich dadurch schwer krank werde, dann wird es mein Problem. Ganz abgesehen davon, dass Drogen- und Alkoholsucht selbstgewähltes Schicksal sind, Corona aber nicht - außer man legt es darauf an, indem man sich nicht an die Regeln hält. Silvia

von Silvia3 am 10.12.2020, 11:43



Antwort auf Beitrag von cube

Lies mal nach: Ich schrieb auch, man darf hinterfragen. Man darf sogar kritisieren. Entbindet das aber dann die Bevölkerung, Dich, mich, von der eigenen Verantwortung? Genau wie bei Drogensucht, Kinderarmut, Klimaveränderung und anderen Mißständen kann/muß sich die Politik engagieren und auch krtiisieren lassen - aber wir selber auch. denn Politik allein "da oben" richtet es eben auch nicht. und diese Ablehnung von jeglicher Eigenverantwortung, dieses "ich stehe ja hinter den Regeln, ich mache ja dies und das, aber DAS muß MIR doch erlaubt sein, ist ja meine Familiel, da weiß auch doch... und Weihnachten..." --- jeder sucht sein privates Schlupfloch, und DAS geht schief. Und DAS kann Politik nicht steuern, es sei denn,sie tut, was wir alle nicht wollen: bespitzelt und dringt in die Häuser ein, um, nachzuzählen,wer mit wieviel Abstand um den Weihnachtsbaum tanzt...singt...Essen serviert... Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 11:52



Antwort auf Beitrag von Ludwiga

Bei uns lief am Klinikum eine Studie, aus der hervorging, dass die an Covid-19 verstorbenen Patienten im Schnitt 13 Jahre früher aus dem Leben gerissen wurden. Vielleicht finde ich bei Gelegenheit die Publikation. ---- Solche Zahlen sollte man deutschlandweit mal erfassen gerade da diese bei sehr alten Patienten die 13 Jahre nicht erreichen erkennt man deutlich dass bei Jüngeren viel Lebenszeit verlorengeht.

von Ellert am 10.12.2020, 12:17



Antwort auf Beitrag von cube

Hallo! Jemand, der zu viel trinkt, hat irgendwann selber angefangen, Alkohol zu trinken. Es ist ein Konglomerat aus Charaktersache, Psyche, Vergangenheit und vielen anderen Dingen, ob man die Kontrolle verliert, und einer Sucht (die Analyse des "Säufers" steckt schon in dem Wort) verfällt. Zigarettenwerbung wird immer mehr verboten und reglementiert. Meinetwegen könnte man das gleiche mit Alkohol machen, und auch auf die Flaschen Abschreck-Bilder kleben. Ich trinke gerne zwischendurch Wein oder Bier, ich bin also keine Abstinenzlerin. jetzt das riesengroße aber: An Corona oder Grippe, MDV oder ähnlichen Erkrankungen steckt man sich nicht mit voller Absicht an! Ich habe es nicht unter Kontrolle, ob ich diese Erkrankungen erwische, und ich werde mich dem nicht mit voller Absicht aussetzen, um eine Erkrankung herauszufordern. Deine Gedankengänge fand ich bisher teilweise interessant, aber das war ziemlich an den Haaren herbeigezogen, oder?

Mitglied inaktiv - 10.12.2020, 13:52



Antwort auf Beitrag von cube

Nee, cube, auch wenn du nicht direkt von dir selbst reden magst: Du redest von dir. Und du kapierst es nicht, du relativierst, stellst permanent infrage, meckert und moserst rum... tust damit genau das, was eben in der jetzigen Situation nicht weiterhilft. Was nutzt es denn, jetzt über fehlende Suchprävention zu reden. Das hast DU doch vorher auch nicht thematisiert. Das eine und das andere haben im Moment einfach nichts miteinander zu tun. Coronamüde... tja, sind wir alle irgendwo, aber du kannst das halt nicht einfach ausschalten oder die Augen paar Stunden zumachen, dann ist es vorbei. Schon das Wort an sich ist also echt bescheuert. Und damit um Verständnis für egoistische oder dumme Leute zu werben, ist gleich nochmal so bescheuert.

von As am 10.12.2020, 20:09



Antwort auf Beitrag von cube

Ja, man hätte auch schon früher alles dicht machen können, cube. Ganz sicher mit deinem Einverständnis.

von As am 10.12.2020, 20:13



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

denn auch wenn hier mitliest, sind es geschätzt 70%, die sich nicht komplett an alle Appelle halten. Klar, das sind dann nur Kleinigkeiten - wie die Freunde der Kinder, die Schwiegis/älteren Nachbarn, die man zwingend versorgen/pflegen muss oder sonstige Dinge, die man für sich selbst als so kleine Ausnahme deklariert, dass die ja wohl nicht in´s Gewicht fallen kann. Man selbst ist ja vorsichtig. Oder der Chef, der nicht einfordert, sich an Abstände zuhalten und man das eben hinnimmt. Gibt sicher ganz viele dieser Beispiele. Ich mache dafür niemandem einen Vorwurf! Aber mit dem Finger dann auf andere zeigen ... naja. Wer selbst ganz ohne Fehl und Tadel ist - nur zu. Jeder, der fürs ich aber die kleine Ausnahme in Anspruch nimmt (es war doch nur 1 Person mehr als "erlaubt"), sollte das lieber lassen. Die Querdenker sind nur ein Mini-Teil der Gesamtbevölkerung - die alleine sorgen ganz bestimmt nicht für die hohen Zahlen. ABER: das war doch auch alles absehbar. Auch für die Politik. Völlig illusorisch anzunehmen, dass sich genügend Menschen absolut an alles halten werden. Daher sehe ich den Hauptfehler nach wie vor bei der nicht vorhandenen Vorausplanung/Strategieentwicklung bei der Politik. Sehr früh wurde von den Wissenschaftlern, die doch so wichtige Berater sind und immer wieder zitiert werden, davor gewarnt, dass es imHerbst/Winter eine 2. Welle geben wird. Und auch, dass die Pandemie erst wirklich kontrolliert werden kann, wenn es einen Impfstoff gibt. Warum also wurden - Programme für GesÄ nicht rechtzeitig installiert? - wurden Urlaubsreisen ohne Einschränkungen erlaubt? - wurden keine langfristigen Konzepte für Schulen entwickelt? etc Kurz gesagt: warum wurde nach dem 1. LD alles wieder hochgefahren, als wenn nun alles vorbei wäre? Wohlwissentlich, das dem genau nicht so ist. Hätte man nicht vorausschauend eben nicht alles wieder ganz normal öffnen und wie vorher führen sollen? Also Zutrittsbegrenzungen beibehalten zB für Fitnessstudios, Geschäfte etc. Konzepte für Schulen entwickeln. Sich über den ÖPNV Gedanken machen bzw. HO weiterhin aufrecht erhalten, Senioren-Einkaufszeiten, Feste auf kleine Gästezahlen beschränken etc. Ich habe das Gefühl, dass gerade die Politik, die immer so viel Wert auf die Modell-Rechnungen und Einschätzungen der Wissenschaftler gegeben hat, diese dann dennoch irgendwann im Sommer selbst gar nicht mehr ernst genommen hat bzw. sich gescheut hat, die ernsthaft in Konzepte umzusetzen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass es praktisch keine Vorarbeit zum angekündigten Anstieg der Zahlen im Herbst gab? Ja, ich bin verärgert über die Politik - ich habe keine Lust mehr, praktisch täglich zu hören, dass es an uns liegt. Ja sogar vorgehalten bekomme, dass ich es noch bedauern werde, wenn dieses Jahr das letzte Weihnachtsfest mit den Großeltern war. Wenn doch gleichzeitig die Politik nicht in die Hufe gekommen ist, langfristige Strategien zu entwickeln. Wie gut, dass es jetzt den Impfstoff gibt - nur noch 1 harter LD und dann schaun wir mal. Vielleicht sind ja schon genügend Menschen bis zum nächsten Herbst geimpft. Und wenn nicht - schau´n wir dann, LD´s gehen ja immer.

von cube am 10.12.2020, 09:55



Antwort auf Beitrag von cube

in der Theorie wäre das eine tolle Lösung gewesen Fakten auf den Tisch, den Menschen an den Verstand gehen und klarmachen was passiern kann ( nichtmal wird) Hilft leider nicht in unserer Gesellschaft - im auch im Ausland nicht. Laien wissen es besser als die Wissenschaft und fühlen sich noch als Helden dabei Ich würde auch kein Kleinkind mit der Aussage ins Wasser laufen lassen dass Nichtschwimmer ertrinken können frei nach dem Motto "nur die Harten kommen in den Garten" denn die es überleben sind nicht der Beweis dass man ertrinken kann wenn man nicht schwimmt Vielleicht hätte man wirklich alles vom März an streng reglementieren müssen aber wäre das danneingehalten worden ohne strenge Kontrollen und harte Strafen ? Passiert ja nichtmal jetzt wo die Zahlen steigen Das Thema Schulen und Gesundheitsämter hapert am Geld, am Personal, private Treffen reglementieren hapert an der Akzeptanz Reisen zu reglementieren ist nur dann sinnvoll wenn man es auch im eigenen Land reglementiert ( dem Virus ist es egal ob er aus Bayern oder der Türkei kommt) Wir Europäer sind leider nicht der Typ wie die Asiaten die sich der Gesellschaft zum Wohle an Vieles halten, das sehe ich als Grundproblem die Mentalität eigene Bedürfnisse über andere zu stellen und wir vekaufen sie dann als Nächstenliebe ich gehe ja Essen / Glühwein trinken... weil ich der Gastronomie was Gutes tun will dagmar

von Ellert am 10.12.2020, 10:12



Antwort auf Beitrag von Ellert

Ich nehm mal die Fitnessstudios. Hygienemaßnahmen waren doch eigentlich nur Maske und bitte jeden auf Mindestabstand hinweisen. Dabei hätte man auch hier ganz einfach sagen können: 1500qm Fläche - 1/3 Fläche für Geräte = x qm = maximaler Zutritt ist auf x Personen zu begrenzen. Ebenso wie im Handel. Wenn ich aber nur darum bitte, das man Abstände einhalten soll, darf ich dennoch so viele Leute reinlassen wie ich denke das es schon passt. Die Begrenzung von Zutrittszahlen lässt sich ja auf viele Bereiche anwenden und dadurch wäre eben weniger Traffic generell vorhanden. Schulen - ja, zu wenig Geld etc. Aber dann muss ich halt mit dem, was ich JETZT habe ein Konzept entwickeln - und nicht abwarten, bis Gelder zB in 2 Jahren angekommen sind. Es gibt Bus-Reiseuntenternehmen, die fast gar keine Fahrten mehr durchführen können - die hätte man doch zB durchaus als Zusatz-Busse für den ÖPNV einsetzen können um so dort die Überfüllung zu verhindern/zu minimieren. Statt dessen ergeht man sich in total unsinnigen Kleinst-Auflagen für zB Frisöre, die keine Getränke mehr anbieten dürfen wenn sie das Geschirr nicht in einer Spülmaschine mit Anforderungen xy reinigen, sondern nur per Hand. Warum hat man nicht vorausschauend bereits frühzeitig die BW aktiviert zur Unterstützung in den GesÄ? Warum erst jetzt, wo das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist? (abgesehen von der verschlampten Digitalisierung der Datenübertragung). Warum nicht Lehramtsstudenten ab Semster xy zur Aufpolsterung der Personaldecke in Schulen oder OGS einsetzen?

von cube am 10.12.2020, 10:28



Antwort auf Beitrag von cube

und genau da empfinde ich unsren aufgeblähten Staat oft als zu schwer und viel zu träge. Das müsste er eher wie ein Selbständiger agieren. Immer flexibel sein und auf dem Sprung zu etwas Neuem und sich ständig schnell weiter entwickeln. LG

von Maxikid am 10.12.2020, 10:35



Antwort auf Beitrag von Maxikid

Richtig. Aber das ist so typisch Deutsch glaube ich - neue Wege gehen? um Gottes willen! Das müssen wir erst mal durch x Instanzen laufen lassen. Am Besten so lange prüfen, bis es sich eh wieder erledigt hat. "Das haben wir aber noch nie so gemacht (also geht es auch nicht)" ist auch sehr beliebt.. und so weiter.

von cube am 10.12.2020, 10:53



Antwort auf Beitrag von Maxikid

der ÖD ist zu träge und zu eingeschränkt! Am Beispiel oben der Bw - konkrete Amtshilfeanträge sind an so viele Voraussetzungen gebunden, vorausschauend geht da nichts. Auch die Lehramtsstudentenidee fände ich klasse, wird aber so einfach auch nicht gehen weil alles reglementiert ist Wir brauchen dringend eine Pandemieregelung auf Dauer, das wird nicht die Letzte gewesen sein und wenn wir realistisch denken, wir brauchen auch die Akzeptanz der Menschen bei Einschnitten. Wie ist das denn in anderen Ländern geregelt in solchen Fällen die Grundrechte eisncheiden dürfen, evtl müsste man in ganz speiziellen Fällen auch sowas in der Verfassung verankern. ich mag nicht wissen was wäre wenn Ebola hier ausbrechen würde, da käme man mit der Weichspülmethode nicht weit !

von Ellert am 10.12.2020, 11:05



Antwort auf Beitrag von cube

Ich glaube, die meisten Politiker sind von der Realität der Bevölkerung so weit abgehoben, dass sie den Menschen einfach mehr Verstand und Eigenverantwortung zugetraut hätten. Den Reden insbesondere von Merkel und Spahn ist immer wieder das Erstaunen zu entnehmen, dass die Leute einfach nicht kapieren, was von ihnen gefordert wird. Unsere Politker haben hier nun einmal das getan, was immer alle fordern: Die Verantwortung den Bürgern übertragen. Das ist leider gründlich in die Hose gegangen. Silvia

von Silvia3 am 10.12.2020, 11:50



Antwort auf Beitrag von Silvia3

"Unsere Politker haben hier nun einmal das getan, was immer alle fordern: Die Verantwortung den Bürgern übertragen. Das ist leider gründlich in die Hose gegangen." Dieser Einschätzung muss ich mich leider anschließen, auch wenn ich das bis vor einem Jahr noch nicht - zumindest nicht in diesem Ausmaß - gedacht hätte. Mich erschreckt das ziemlich, und mir hat Merkel gestern bei ihrer Rede vor dem Bundestag wirklich leid getan. "Dicke Bretter bohren" trifft es nicht im Ansatz.

Mitglied inaktiv - 10.12.2020, 12:04



Antwort auf Beitrag von Silvia3

Du schiebst aber auch schon wieder alles den Bürgern zu, die leider nicht schlau genug sind. Was soll die arme Politik denn dagegen schon tun? Ich meine aber ganz ernsthaft, die Politik hat einfach verpennt, Strategien zu entwickeln. Langfristig umsetzbare Strategien.

von cube am 10.12.2020, 12:04



Antwort auf Beitrag von cube

Cube, bei aller Sympathie, aber wieso kannst Du nicht zweigleisig denken? Auf deiner Politikschelte ruhst du dich (und beachte die Kleinschreibung, die in der alten Rechtschreibung noch als Verallgemeinerung, wenn auch direktere Anrede als "man" galt) doch gemütlich aus. Wenn jeder seiner eigenen Verantwortung nachkäme, müßten viele Restriktionen nicht verschärft werden. Es klappt übrigens auch in Dk nicht, und es klappte auch in Schweden nicht ohne Druck und Schließungen, soviel mal dazu und zu dem vielgepriesenen, oft beneideten und dann doch fehlgeschlagenem System in S. Wir hier in DK bekommen gerade weitergehende Restriktionen, die auch mehr als die bislang erwähnten 30 Kommunen, davn 29 auf Själland betreffen. Diesmal sind wir hier leider sicher auch dabei. Jeder sucht seine eigene kleine kleine Lücke, sein eigenes Schlupfloch - und die Fragen: Was ist denn jetzt wo erlaubt" zeigen doch nur, daß niemand auch nur einsieht, daß es einfach begrenzt werden muß - da brauche ICH keine Frau Merkel und Keine Mette Frederiksen, die mir sagen, wieviele Personen ich heute, morgen oder an weihnachten treffen soll. Am liebsten keine, im besten Fall so wenige wie nur irgend möglich! Wer das beherzigt, braucht doch keine obere oder untere Grenze, oder? Ab diese Einsicht greift nur bei gesundem Menschenverstand, und leider haben viele ihn eben nicht (mehr). ist ja auch bequemer, es (nur) den Politikern zuzuschieben. DANN aber darf man wirklich nicht hinterher auch noch jammern,daß die zu machtherrlich und autonom entschieden haben. EINEN Tod muß man sterben, um es mal so makaber auszudrücken. Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 12:57



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im Sinne egal was verboten ist, ich mach es trotzdem sollen sich die anderen doofen Leute dran halten oder ich lass keinen zur Kontrolle rein ja warum denn, weil man dann ertappt werden würde ? Einfach dran halten, dann muss man auch nichts fürchten ich fahre auch nicht mit 60 durch die 30Zone weil ich gerade das Schild doof finde und es eilig habe, Pech für die Kinder die da spielen, die dummen Eltern können die ja daheim lassen dann passiert denen auch nichts

von Ellert am 10.12.2020, 13:20



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aber auch normal, dass es immer welche gibt, die gegen dem Strom schwimmen. Bei über 80 Millionen Einwohner, wäre alles andere aber auch ungewöhnlich. Die alle auf Linie zu bringen......wäre wohl sehr schwer bis zu unmöglich. LG

von Maxikid am 10.12.2020, 13:27



Antwort auf Beitrag von Maxikid

Na ja, es geht ja nicht nur um die paar, die gegen den Strom schwimmen, sondern auch darum, dass es in den Diskussionen um Schließungen auch immer um den Aspekt der Gerechtigkeit geht (wenn einem die eigene Existenz davonschwimmt, ist das verständlich, aber wenn es um das "alte Leben, das man zurückhaben will" geht, ist mein Verständnis äußerst begrenzt) und auch darum, dass einzelne Branche und Bereiche des gesellschaftlichen Lebens gegeneinander ausgespielt werden oder miteinander konkurrieren. Da heißt es dann gerne mal, dass das Gastgewerbe auf dem Altar der unflexiblen Bildungspolitik geopfert würde oder dass man doch die Reisen und die Kulturveranstaltungen und die ganzen anderen netten Dinge mit den sorgsam erarbeiteten Hygienekonzepten hätte auflassen können, die wären ja schließlich keine Treiber gewesen. Das lässt sich aber so ja längst nicht mehr zuordnen. Diesen Punkt haben wir vor etlichen Wochen schon überschritten. "Schuld" will natürlich keiner sein, aber jeder will gleichzeitig trotzdem möglichst wenig hergeben. Ich sehe auch nicht, dass das Hottehü der Politik die Gesellschaft spalten würde, sondern die Gesellschaft spaltet sich selbst in Konkurrenzkämpfe und gegenseitige Schuldzuweisungen und zeigt dann mit dem Finger auf die unfähige Politik (okay, es gibt natürlich zweifellos kompett unfähige Politiker, aber als Rundumschlag trifft das eben nicht zu).

Mitglied inaktiv - 10.12.2020, 13:38



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Ich ruhe ich nicht darauf aus oder schiebe alles den Politikern zu. Ich kritisiere, dass diese keine langfristigen Strategien entwickeln und sich dann wundern, wenn man keinen Bock mehr auf Lockdown, noch mehr Lockdown und harten Lockdown hat. Ich finde es nicht ok, im Prinzip die steigenden Zahlen denBürgern zuzuschreiben. Wie sollen die Arbeitnehmer und Schüler denn zur Arbeit kommen, ohne in einen überfülltenBus zu steigen? Sollen die sich selbst einen mieten oder hätte die Politik überlegen müssen, wie sie das Problem zumindest verringern können? Wie sollten sich Schüler schützen, wenn es offenbar gar nicht gewollt ist, digitale Konzepte zu entwicklen, durch die kleinere Klassen möglich wären? Wie sollen die Risikogruppen geschützt werden, wenn zB Einkaufszeiten für Rentner als Diskriminierend/Ausschluss aus der Gesellschaft abgelehnt werden? Das sind alles keine Dinge, die der Bürger alleine regeln kann. Maske tragen, Abstand halten, keine unnötigen Feste feiern - das kann nur on Top als Aufgabe/Pflicht für denBürger oben drauf kommen. Aber das alleine kann nicht die Lösung für eine Pandemie sein. Da muss tatsächlich die Politik bereit sein, auch mal kreativ zu denken und evt. auch mal Vorschläge/Konzepte zulassen, die nicht aus den eigenen Reihen kommen. Ebenfalls ist es ganz sicher nicht die Verantwortung der Bürger, wenn ein Programm zur digitalen Verarbeitung der Corona-Daten einfach mal erst gar nicht installiert wird. Das dieses Versäumnis aber eben auch eine Zahl von Infektionen nachzieht, weil Daten nicht schnell genug übermittel wurden, verloren gehen etc - Verantwortung der Bürger? Wie denn? Meinst du ernsthaft, das sowas egal wäre, wenn nur alle brav die Maske getragen hätten? Ganz sicher hat jeder eine Verantwortung, sich umsichtig zu verhalten. Das entbindet die Politik aber nicht davon, weitreichende Strategien - nicht Hauruck-Maßnahmen - zu entwicklen. Und ja, ich ziehe mir den Schuh nicht mehr an, dafür verantwortlich zu sein, wenn ein harter Lockdown kommen muss/wird. Den Schuh ziehe ich mir höchsten gemeinsam mit der Politik an - aber ständig behandelt zu werden, als wenn es ausschließlich an uns/mir liegen würde - nein.

von cube am 10.12.2020, 13:39



Antwort auf Beitrag von cube

Naja, dann bist Du doch aber einig mit den meisten hier, die durchaus Politik hinterfragen, Maßnahmen abwägen und Erwartungen an die Politik haben, gleichzeitig aber auch Eigenverantwortung einsehen und übernehmen - und nicht einseitig der einen oder der anderen Seite die alleinige Schuld zuweisen, oder? Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 14:12



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Mag sein. der Eindruck hier ist aber oft eher der, dass es nur daran liegt, dass sich x und y und überhaupt viel zu viele nicht an die Regeln halten und nur deswegen die Zahlen so hoch sind, Lockdown nötig sind etc. Und das glaube ich definitiv nicht. Wie gesagt: Maske, Abstand, Kontakte minimieren (nicht zu verwechseln mit niemandem mehr treffen) kann nur on top kommen - aber nicht eine grundsätzliche Strategie zum Umgang/Leben mit einer Pandemie sein bis zum wirksamen Impfstoff samt Durchimpfung. Wie ich schon schrieb: meiner Meinung nach stellt die Politik die falsche Frage: es sollte doch nicht darum gehen "wie kann ich die Zahlen runter bringen?" - sondern "wie kann ich verhindern, dass die Zahlen hoch gehen" und damit eben auch dieses hotteü von LD zu LD light zu LD hart und wieder zu alles offen und so weiter.

von cube am 10.12.2020, 14:25



Antwort auf Beitrag von Ellert

nämlich, wie es in anderen Ländern geregelt ist. Mich störte vor einiger Zeit beim ersten Lesen das "typisch deutsch" --- nein, nicht alles Behäbige, Beschwerliche, Langatmige, Bürokratische ist "typisch deutsch". manches funktioniert in anderen Ländern genauso gut oder bescheuert. Und habe ich dann manchmal den Eindruck, Cube, daß sich bei Dir gerade ein Klischee ans andere fügt - das ist blöd, wei lich anfangs immer sehr bei Dir unterschreiben konnte. Aber nur noch "die Politik" und "typisch ... " prokalmieren macht eben auf Dauer auch nicht glaubwürdiger - auch da fehlt dann eben die Ausgewogenheit, Verhaltnismäßigkeit. Welches Land hätte denn eine Pandemieregelung auf Dauer bzw. jetzt aufgrund der ca. 9 Monate Erfahrung (bereits) gemacht, Ellert???? Und (wie) wollen wir das - oder sollte es nicht doch den langatmigen, aber demokratischen Weg durch die Parlamente gehen? Das ist ja genau der Punkt, den Du da zu Recht berürhst. . (Hier in DK stand gerade ein solcher Vorschlag der sozialdemokratischen Regierung (die mit unserer SPD wenig zu tun hat) in harscher Kritik, weil sie viele an diktatorische Zustände erinnerte - sowohl die Art und Weise, wie es durchgeboxt werden sollte mit Blick auf die steigenden Zahlen, aber auch auf Inhalte. Wenn ich allein sehe, wie die kleinsten, oberflächlichsten, ja sogar formale Änderungen in Vereinsstatuten schwerfällig, aber eben demokratisch beschlossen werden müssen, wundert mich das nicht.) Man sollte DA auch von der Politik nichts Unmögliches verlangen! Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 10.12.2020, 14:28



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Mein Eindruck ist der, das eben dieses Klischeé von der deutschen Behäbigkeit, Bürokratie durch Corona leider bestätigt wird. Ich habe das auch mal anders empfunden - aber durch den Umgang mir einigen Dingen während Corona habe ich eher das Gefühl, dass neue Ideen, schnelle Umsetzungen, althergebrachte Regeln nicht umstoßen zu wollen leider doch recht verbreitet ist. Genau so wie es scheinbar viel einfacher ist, ständig zu mahnen, zu drohen, Schreckensbilder an die Wand zu malen, als zu motivieren und auch mal etwas Positives einfließen zu lassen. In jedem Team kannst du beobachten, dass neue Regeln oder nochmal doofe Regeln deutlich besser akzeptiert und umgesetzt werden, wenn man sie mit positiven Dingen garniert. Motivation eben. Was nicht gut funktioniert ist Regeln/Änderungen durchsetzen zu wollen, indem man ein möglichst düsteres Bild malt und dazu alle möglichen schlimmen Dingen ankündigt. Und das hat nichts damit zu tun, das man "ja die Wahrheit verschweigen würde" - es geht einfach nur darum, wie man unangenehme Wahrheiten rüber bringt und gleichzeitig die Mitarbeit sichert. Wer hat denn schon noch Bock auf Regeln, wenn man eh offenbar nichts richtig machen kann? Ja sorry - in solchen Dingen muss ich jetzt sagen sind ei meisten Politiker eher ein Totalausfall. Die Nachrichtensprecher haben sich auch schon angepasst - alles grau in grau.

von cube am 10.12.2020, 14:41



Antwort auf Beitrag von cube

Aber auch hier im Forum haben doch etliche, obwohl die Zahlen schon stiegen und das Einführen von Maßnahmen diskutiert wurde, noch unbedingt ihren Herbsturlaub unterbringen müssen (nachdem sie bereits Sommerurlaub hatten), statt alleine zuhause zu bleiben. Es hätte doch im September oder Oktober kaum jemand bei Maßnahmen mit gemacht, weil alle hofften, der Kelch geht an Deutschland vorüber. Es liegt nicht an der Politik, die kann sich auf den Kopf stellen, wenn die Bürger nicht mitmachen. Strategieplanung? Ohne Konsens? Wenn deine eigenen Minister keine Lust haben mit zu machen, weil sie Angst haben, sich die Finger zu verbrennen?

von Korya am 10.12.2020, 14:43



Antwort auf Beitrag von cube

Bestes Beispiel: der Impfstoff. Anstatt das zu verkünden mit (ich übertreibe jetzt ein bisschen und verkürze): "yeah Leute, der Impfstoff ist startklar! Chakka! Haltet noch ein bisschen durch, dann schaffen wir das!" "Wow, schon x Impfzentren aufgebaut!" hört man "Jaaa, der Impfstoff scheint gut zu sein. Wir arbeiten daran, diesen zu verteilen - aber ... " und dann folgt wieder das Schreckenszenario wenn wir uns jetzt nicht alle noch mehr einschränken etc. Wer bitte würde mit dieser Art einem Kundenetwas verkaufen können? Ich schwöre, wenn ich so einem Kunden eine Kampagne oder nicht so gute Neuigkeiten verkauft hätte, wäre ich als erstes zu einer Schulung geschickt worden und garantiert erst mal nicht mehr zur Präse beim Klienten.

von cube am 10.12.2020, 14:56



Antwort auf Beitrag von cube

Tja, cube, nur noch ganz schnell,w eil ich los muß: Wieviel Anderes siehst Du da gerade in anderen Ländern - und wo??? Hier wurde die Staatsministerin, damals von mir noch zu Unrecht empfunden (vielleicht bin ich da auch "zu deutsch) schon beiden Frühlingspressekonferenzen als zu "von oben herab, ermahnend, ausschimpfend,..." empfunden. Inzwischen haben viele keine Angst mehr, das Wort "diktatorisch" u.ä, zu verwenden. Und oftmals wurde in in nicht netter Absicht das Wort "mor" (Mutter) angehängt, in ebenso abfälliger Hinsicht wie das "Mutti" für Frau Merkel. letztendlich ist auch Schweden, das gar nicht anders handeln konnte, , weil es eine ganz andere Staatsstruktur hat als wir anderen, nicht ohne Zwang auskommen. MIR persönlich ist dann doch egal, ob meine Regierung oder mein Arbeitgeber sagt: Halt dich an die Regeln, sonst fliegste. Kein Einkommen ist schon ein Druckmittel, oder nicht? Und der Arbeitgeber sagt es eben, weil der Strafen bei Nichteinhaltung angedroht bekommt - so, im großen und Ganzen dann doch nicht der Riesenunterschied, der dauernd gemacht wurde,. heißt für mich aber in der Konsequenz: Auch wenn es firmenmäßig bewiesen ist und in der Erziehung oft klappt: Bei den Regierungen - und vielleicht auch beiden Bürgern - ist eben letztendlich auch nicht wirklich angekommen, wieviel sie selbst zum Runterfahren der Zahlen beitragen können. Denn eis ist ja nun mal auch klar: bevor wir und die Politiker darüber nachdenken können,wie wir verhindern, daß sie steigen, müssen wir sie erstmal runterbekommen. Das stete Suchen nach dem eigenen Schlupfloch beweist es doch, Gru ßUrsel, DK - und weg -- nur ohne HUnd

von DK-Ursel am 10.12.2020, 15:23



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Mir geht bei der ganzen Debatte über die mangelnde Bereitschaft, sich zurück zu nehmen, ein Gespräch nicht aus dem Kopf, das ich Anfang Oktober verfolgte. Wenn es euch zu lang ist, ignoriert den Beitrag einfach :-) Ich muss nämlich ein wenig ausholen. Das Gespräch hatte gar nichts mit Corona zu tun, sondern war ein Austausch verschiedener Asienexperten über die Zukunft Asiens und der Welt. Lauren Johnston war auch dabei, und sie sah eine der größten Herausforderungen der alternden Ersten Welt nicht in Asien, sondern in Europa, insbesondere im Deutschland. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern der Welt sind die Menschen in Europa über einen relativ langen Zeitraum zu Reichtum gekommen und haben über Generationen einen vergleichbar hohen Lebensstandard gehabt. Und genau das wird zum gesellschaftlichen Problem, wenn es zu einer allumfassenden Krise (wie hier: Altersarmut) kommt. Denn wenn auch viele Asiaten Europa in Hinsicht auf den Lebensstandard Europa längst überholt haben, ist die Erinnerung an frühere Entbehrungen noch frisch - vielleicht ein oder höchstens zwei Generationen alt. Zudem gibt es in Asien in Ermangelung eines Rentensystems auch keine Erwartung eines angenehmen Lebensabends. Man weiß einfach: man wird arm sterben. Wenn man nicht mehr arbeitet, kommt auch kein Geld mehr ins Haus. Es gibt keine Erwartungshaltung gegenüber dem Staat oder der Gesellschaft. Und wenn man nichts erwartet, erträgt sich das Schicksal einfacher. Wenn man hingegen in ständiger Erwartungshaltung gegenüber Staat und Gesellschaft lebt, verlernt man zurück zu stecken, sich ins Unvermeidliche zu fügen, sich auch mal mit dem Zweit- oder Drittbesten zufrieden zu geben etc. etc. Johnston sieht den Umgang mit solchen Krisen in Europa und explizit in Deutschland am problematischsten, denn sie trifft Menschen härter als in Asien: da wir ein Leben ohne relativen Wohlstand, ohne Sicherheit aufgefangen zu werden, gar nicht mehr kennen, es aber erwarten. Und weil wir so gewohnt sind, davon auszugehen, dass es uns schon nicht treffen wird, dass wir teils agressiv vermeintliche Rechte einfordern, die eventuell ihre Daseinsberechtigung schon längst verloren haben. Die Debatte bezog sich nun konkret auf den zunehmenden Absturz in die Altersarmut. Aber der Punkt der kompromisslosen Erwartungshaltung der westlichen Bevölkerung trifft sich, finde ich, auch in anderen Bereichen (und auch in dieser Krise) wieder.

von Korya am 10.12.2020, 15:42



Antwort auf Beitrag von Korya

Dazu passend: Ich hatte am Dienstag ein Gespräch mit drei Kollegen, die die These aufstellten, dass viele in Europa die Maßnahmen einfach deshalb nicht ernst nähmen, weil sie insgeheim davon ausgehen, dass sie - wenn sie dann doch erkranken sollten - zur Not ins Krankenhaus kommen. In Japan, wo an der Annahme am Krankenhaus entschieden wird, ob sie Lust haben, jemanden aufzunehmen (und viele Krankenhäuser eben keine Lust auf Corona haben, und einen dann halt abweisen), sind die Leute schon deshalb extrem vorsichtig. Es gibt auch keine Lohnfortzahlung, wenn man krank ist, und die Krankenversicherung zahlt eventuell nicht - man zahlt dann den Corona- Aufenthalt mit der eigenen Kreditkarte, so man eine hat, und wenn die nichts mehr hergibt, wird die Behandlung abgebrochen und der Patient auf die Straße gesetzt.

von Korya am 10.12.2020, 15:49



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Hi Ursel, ich habe doch gar nicht gesagt, das ich es irgendwo anders beobachtet habe. Ich habe unsere Politiker nicht mit Politikern in anderen Ländern verglichen. Ich glaube auch nicht, das Menschen ganz anders ticken, sobald sie ihre Firma verlassen haben. Warum sollte der Privatmensch also eine ganz andere Ansprache und Motivation benötigen als der Arbeitnehmer? Ich glaube (und ich meine, das wäre durchaus auch bewiesen), da ticken alle gleich - ganz unabhängig davon, ob im Büro oder auf dem Sofa. Ich muss jetzt auch los - mit Hund :-)

von cube am 10.12.2020, 16:15



Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Eine fette umarmung dafür, das trifft es nämlich sehr genau. Jeder weiss ganz genau was eigentlich getan werden muss, aber die wenigsten wollen es. Wie kleinkinder werden dann Grenzen getestet, bis eben Mama sagt, stopp, jetzt ist Schluss. Das darfst du nicht.

von Felica am 10.12.2020, 19:36



Antwort auf Beitrag von Korya

Das trifft den Kern der Sache welche ich immer wieder sage. Und wo man ich hier für ausgelacht hat. Ich weiss eben wie das Leben in absoluter Armut aussieht, das schreckt mich nicht mehr. Notfalls baue ich mir eben wieder was neues auf. Warum sollte mich also Massenarbeitslosigkeit und anderes schrecken?

von Felica am 10.12.2020, 19:41



Antwort auf Beitrag von cube

Wär doch dann genau die Verarsche, die du umgehend kritisieren würdest, wenn man so tun würde, als wär mit dem Impfstoff die Pandemie ab morgen vorbei. Und dann wäre deine Kritik endlich mal gerechtfertigt. Es wär nämlich Vorspiegelung falscher Tatsachen. Da finde ich die derzeitige Kommunikation tatsächlich ehrlicher.

von As am 10.12.2020, 20:22



Antwort auf Beitrag von Korya

So isses, der beste Plan scheitert, wenn keiner mitmacht. Es liegt nicht am fehlenden Plan, sondern daran, dass in diesem Land die Menschen nicht mitmachen, weil das Individuum über dem Gemeinwohl steht und Demokratie verwechselt wird mit "jeder darf überall mitquacken." Sorry, ich habs heute satt.

von As am 10.12.2020, 20:31



Antwort auf Beitrag von Felica

Ja,Felica, das mag für einige (lies: uns) gelten. ich hatte aber auch mal Kontakt zu einer frau, die unter vergleichbar finanzschwachen (ich nenne es mal so - es hing noch mehr dran, aber die Ökonomie war eben auch von der Hand in den Mund - und manchmal noch kürzer) großgeworden war wie ich. Ich hatte denselben Schlu darauf gezogen wie Du: Irgendwie geht es weiter, man braucht auch nicht so viel wie manche meinen, um zufrieden und manchmal auch glücklich zu sein - und wenn meine Mutter es geschafft, unter weitaus schlechteren Bedingungen,wieso ich nicht auch? Sie aber hatte darauf gelernt: So wie damals darf es mir nie mehr gehen. Sie hatte sich einen bombensicheren Beruf in der öffentlichen Verwaltung gesucht, bedrängte ihre Kinder, ja auch auf Sicherheit zu gehen (am besten auch bei der Wahl des Parner, aber natürlich sowieso beim Beruf --- wo ich eben auch mehr glaube: geht nach eurer Neigung, dann werdet ihr gut, und gute Leute kommen immer irgendwie-irgendwo unter und weiter!), - ja, sie fühlte sich halbwegs gesichert, aber glücklich war sie nicht. Bestenfalls am Wochenende oder im Urlaub, worauf sie jeweils hinlebte - der Rest mußte nur überstanden werden, weil die Arbeit ja nicht wirklich Erfüllung und Freude - sondern Sicherheit war. Die Kinder hatten/machten auch Probleme, denn sie sollten ja lernen für etwas , wofür sie gar nicht motiviert waren - das waren ja eher Mutters Ansprüche, udn das ging also auch nicht auf. Aber aus der gleichen / vergleichbaren Lebenslage lernt eben der eine "Hurra,w ir leben noch - wir schaffen das auch noch!" und der andere: Mach bloß alles, damit es dir nie wieder so geht. Ansonsten, Korya, ja: Der Sozialstaat oder die solidarische stattliche Gemeinschaft führt natürlich zu einer gewissen Trägheit, Leben ist nicht mehr ständiger Kampf. Ich habe in diesem Jahr sehr viel übe reinen Satz nachgedacht, den ich richtig finde und der das irgendwie auch meint - wenn auch auf anderes bezogen: es gibt inzwischen ein gesetzlich verankertes Recht auf Urlaub - aber eben nicht auf Reisen. dennoch führen sich manche so auf, als sei es der Untergang der Welt - und hier rede ich nicht ovn denen,die in der Branche arbeiten!!! - wenn sie im Sommer, Herbst und Winter nicht an ihre Ziele kommen. Mit einer solchen Luxuserwartung (und es wird hoffentlich nicht behauptet werden, Urlaubsreisen sei ein lebensnotwendiger Grundbestand des Lebens) verliert der mensch wohl auch den Blick für die Verhältnismäßigkeit. ich finde schon, es gibt eine berechtigte existenzielle Forderung nach Bildung (also Schulen/KIGA so lange wie möglich geöffnet halten), es gibt grundsätzlich berechtigte Ansprüche wie Hilfe bei Gefahr für Leben und Existenz --- aber reisen gehört m.E. ebenso wenig dazu wie ein Restaurantbesuch, eine Kinovorstellung oder ein Fußballspiel. Das sind alles wunderbare Dinge,die ich jedem gönne - wenn, ja wenn die Zeit dafür paßt --- ich gehe auch inden Chor, ich unterrichte gerne, ich treffe mich gern mit meinem Lesekreis, alles Dinge, die fehlen, deren fehlen mir auch zusetzt und den Coronaalltag nicht leichter macht, aber Verhältnismäßigkeit heißt eben: darauf muß ich jetzt mal verzichten. Nicht nur manche Maßnahmen sind jenseits aller Verhältnismäß0igkeit gewesen; auchd ie Ansprüche sind es sehr, sehr oft. Gruß Ursel, DK

von DK-Ursel am 11.12.2020, 00:08



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

"Es war alles nur Panikmache. Es ist alles nur Panikmache. Die Regierung ist Schuld. Eigentlich ist das alles doch sogar wünschenswert, sterben halt die Alten und Kranken weg. Entlastet endlich die Renten- und Krankenkassen. Dann können andere Sozialleistungen erhöht werden, für alle und für die Gesellschaft nur positiv. ..." Das durfte ich mir gestern anhören. Das hinter jedem schwer Erkrankten oder Verstorbenen auch Familie und Freunde stehen. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass dieser Virus deutlich harmloser ist, als eine Grippe. Aber so langsam sollten die meisten aufwachen. Ich mag mir nicht vorstellen, wie die Zahlen ganz ohne Maßnahmen aussehen würden. Denn mit empfinde ich sie schon erschreckend. Hier im Landkreis steigen die Todeszahlen und es sind schon lange nicht mehr alle Ü70. Aber ich bin ja nicht objektiv und sollte meine Meinung für mich behalten, habe ich schon mehrfach zu hören bekommen. Also wer dies nicht lesen mag, einfach ignorieren.

von Luna Sophie am 10.12.2020, 11:04



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Es tut mir sehr, sehr leid, dass gerade du so angegangen wirst. Bzgl. der Sozialkassen habe ich solch menschenverachtende Äußerungen auch schon gehört. Ob diese Menschen auch noch so sprechen, wenn sie mal jemandem beim Ersticken begleitet haben? Es ist gut und es ist wirklich wichtig, dass du deine Meinung weiterhin sagst und eure Geschichte erzählst. Für mich war es wichtig - hier um mich herum sind alle nachweislich Covid19-Erkrankten wieder vollkommen genesen. Auch die Ü70. Schwere Verläufe sind für mich bislang anonym. Dass jemand deine Meinung und eure Geschichte nicht hören will, bedeutet doch nur, dass jemand es nicht wahrhaben will. Die Vernunft kennt die Gefahr, das Gefühl will das Wissen nicht annehmen. Man müsste sonst seine Gewohnheiten ändern, der eigenen Endlichkeit ins Auge sehen.

von SybilleN am 10.12.2020, 11:34



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Du Arme!

von InmeinemkleinenApfel am 10.12.2020, 14:29