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3wildehühner

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Österreich hat jetzt gerade ja seine Coronamaßnahmen verstärkt. Mich würde interessieren, ob es in Österreich auch so viele “Querdenker” gibt. Hier sind doch auch einige User aus Österreich (z.B. Lauch1).


Marielue

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

Das würde mich auch interessieren, da hört man nicht soviel davon und vor allem ob es dort auch so Ausschreitungen gibt? Die sind ja nun für 3? Wochen komplett im Lockdown. Ich finde es nur ganz schlimm was wieder in Berlin passiert ist . Jeder soll doch seine Meinung haben und es ist immer gut wenn Menschen verschiedene Ansichten vertreten, allerdings diese Ausschreitungen, die Mißachtung der Mindestabstände, keine Masken tragen, bei so geringem Abstand ... finde ich ohne Worte! Für mich traurig und erschreckend zugleich!


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Marielue

Naja, komplett: Schulen und Kindergärten sind zur Betreuung offen (dort sind ca 15 % der betroffenen Kinder). Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Optiker, Fahrradreparaturwerkstätten etc. sind offen. Und es geht um überschaubare 3 Wochen (hoffe ich zumindest).


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Generell "darf" fast jeder (Handel, Kultur- und Freizeitbranche ausgenommen) seiner Arbeit nachgehen. Auch die Wahl der persönlichen "Bezugsperson" hat den zwischenmenschlichen Abstand relativ ausgehöhlt.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Und dann noch die „nur im Store“ Rabatte von Humanic, Kleiderbauer, Douglas. Die Erkrankten kommen ja erst in ein paar Tagen.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

Frag Lilly. Die kennt sich da gut aus.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Haha! Mein Eindruck ist dass es in Österreich weniger Querdenker gibt, in meinem Umfeld dort gar keine. Von sowas wie in Berlin hat glaube ich auch keine Presse aus Österreich berichtet Es gibt aber in meinem österreichischen Umfeld mehr Leute die die Regeln nicht so streng befolgen als in meinem Deutschen. Zumindest ist das mein Eindruck als Tourist. Als solcher bin ich aber nicht qualifiziert meine Beobachtungen zu teilen. Den Erzählungen und den Artikeln der kleinen Zeitung nach ist im Moment trotz Lockdown nicht sehr wenig los in der Öffentlichkeit. Ich war aber nicht vor Ort. Lese das nur.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Siehst du Lilly. Mit solchen Antworten, die subjektive Eindrücke wiedergeben (und die will ich ja keinem nehmen), kann ich viel besser leben Wegen der Ausgangsfrage.....weiß nicht. Ich glaube, das ist ähnlich, wie in Deutschland. Allerdings neigt man bei uns wahrscheinlich eher dazu im stillen Kämmerlein zu raunzen und weniger auf die Straße zu gehen. In meinem Umfeld gibt es eigentlich niemanden, der die Maßnahmen verweigert, auch in den Supermärkten etc. wird die Maskenpflicht in meiner Wahrnehmung konsequent eingehalten. Allerdings kenne ich sehr viele, die die Verhältnismäßigkeit deutlich hinterfragen, aber das mag auch daran liegen, dass in meinem persönlichen Freundeskreis viele mittlerweile am Abgrund stehen, da sie zu den echt hart Getroffenen zählen (Veranstaltungsbranche, Künstler). Da sind die Reserven, so sie denn überhaupt da waren, mittlerweile aufgebraucht und keiner weiß, ob die Zukunft überhaupt noch was bringt. Auch die Bereitschaft der Nachbarschaftshilfe (in finanzieller Hinsicht) hat im Vergleich zum Frühjahr deutlich abgenommen, weil die Leute einfach "müde" sind, und mittlerweile sehr verunsichert. Gab es im Frühjahr noch Privatkredite und Unterstützungsspenden sind jetzt viele echt alleingelassen. Was die medizinische Versorgung betrifft gibt es die offiziellen Meldungen, dass wir die Kapazitätsgrenze erreicht haben. Im Gespräch mit Leuten, die an der "Front" arbeiten höre ich hingegen, dass der Arbeitsalltag echt hart ist, aber das ist er um diese Zeit immer. Verschärft nun allerdings eher durch die Mitarbeiter, die durch Quarantäne wegfallen, als durch die Erkrankten selbst. Das mag aber regional höchst verschieden sein. Zusammengefasst haben "die Österreicher" jedenfalls trotzdem ihre Grundhaltung à la "das geht sich schon irgendwie aus" eingenommen. Ob das nun ein fatale oder äußerst hilfreiche Einstellung ist...….man wird es sehen. Es kommt genauso, wie es kommen wird.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

In meiner Wahrnehmung ist der typische Deutsche wesentlich obrigkeitshöriger als der typische Österreicher. Das ist eigentlich keine Eigenschaft die ich mag, allerdings ist sie in dieser Pandemie natürlich hilfreich. Was die Krankenhäuser betrifft bekomme ich nur Berichte aus einem Krankenhaus im Waldviertel, da arbeitet ein sehr guter Freund von mir als Oberarzt, und er leitet dort die Corona Organisation. Was er berichtet klingt schlimm, und er schimpft extrem auf seine Landsleute, dass sie so sorglos mit der Situation umgegangen sind. Er meint schon dass die schlimme Situation am Verhalten der Österreicher liegt. Wir werden es sehen wie es weitergeht. Den Berichten nach zeigt der jetzige Lockdown kaum ein anderes Straßenbild als ohne Lockdown, Leute fahren mit der vollen Bim in die Stadt zum Spazierengehen.


Lauch1

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In meiner Wahrnehmung matschkern zwar viele, hatten sich dennoch an die Regeln. Die Zahlen sind ja auch in Italien & Slowenien immens hoch. Die hattest den Sommer über viel strengere Regeln und eine disziplinierte Bevölkerung.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Was ist denn dein Tipp weshalb es in Österreich gerade so schlimm ist? Angeblich weltweit die höchsten Neuinfektionen auf Einwohner gerechnet? Wenn es nicht am Verhalten der Bevölkerung liegt, woran liegt es dann dass sich so viele anstecken?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Ich denke, dass Österreich mehr Asymtomatische (die ohnehin in Quarantäne sind) testet und deswegen die Mortalitätsrate in Relation gering ist und die Infektionszahlen sehr hoch. Gefährlich ist die Situation wie in allen Nachbarländern mehr oder weniger, da gibt es nichts zu beschönigen. Ich hätte schon nach den Herbstferien einen Lockdown gemacht. „Die Fallsterblichkeit (Covid-Todesfälle gemessen an den gesamten Infektionszahlen) liegt in Österreich bei derzeit 0,9 Prozent, das ist einer der niedrigsten Werte in Europa. Nur die Slowakei weist hier mit 0,6 Prozent eine noch niedrigere aus. Im Vergleich zu Anfang November ist in allen Altersgruppen die Fallsterblichkeit sogar etwas gesunken. Andernfalls würde das auf eine bereits geringere Qualität der medizinischen Versorgung hinweisen.„ https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2082861-Die-Covid-Fallzahlen-sind-ruecklaeufig.html


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Es sind aber in den letzten zwei Wochen so viele Menschen in Ö an Corona gestorben wie in den 8 Monaten davor zusammen! 2.000 insgesamt, in D 13.000 insgesamt, ungefähr. Ich finde das ehrlich gesagt schon viel. Und hoffe dass das nicht so weitergeht.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Hab ich doch geschrieben, dass es nichts zu beschönigen gibt und ich schon vor 2 Wochen alles dicht gemacht hätte.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Ich weiß nicht, ob der typische Österreicher so ein Revoluzzer ist. Aber ja, vielleicht macht der "typische Österreicher" eher sein Ding, aber nur solang keiner hinschaut. Die volle Bim kann ich nicht bestätigen, obwohl ich mitten in der Stadt wohne. Vielleicht entgeht mir das aber auch, weil ich sowieso selten mit den Öffis fahren muss. Was deutlich geringer geworden ist, ist der abendliche Berufsverkehr. Und die Leute sind telefonisch wieder erreichbarer geworden. Diesen positiven Nebeneffekt habe ich aber auch im Frühling schon wahrgenommen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von lilly1211

Also ich sehe das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch nicht: Hier im Bundesland schicken nur 8 % der Eltern ihre Kinder in Schulen oder Kindergärten obwohl sie offen sind und obwohl alle 3 ! Oppositionsparteien dazu aufgerufen haben. Natürlich entlastet das auch den Öffentlichen Verkehr.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

Bei der Demo vor 2 Wochen in Wien waren 15.000 angemeldet, gekommen sind knapp 300. Und darunter auch viele Kulturschaffende, Nachtgastronomen etc, die quasi vor dem Nichts stehen (Kellertheater, kleine Kinos, etc die kommen auch mit der 80 %igen Umsatzerstattung vermutlich nicht klar) und natürlich viele FPÖ Funktionäre. Der FPÖ hat diese Corona Verniedlichung sichtlich nicht gut getan (Wien Wahl).


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Generell bin ich gespannt, wie sich das politische Feld in Zukunft entwickelt, auch wenn noch ein wenig Zeit bis zu den nächsten Nationalratswahlen ist. Dankbar können wir jedenfalls für "Ibiza" sein. Nicht auszumalen, was sich der Kickl sonst hätte einfallen lassen als Innenminister. Da wären die "Pferderln" auf der Ringstraße noch das kleinste Problem gewesen. Und auch die Hartinger Klein hätte ich in diesem Kontext als Tretmine eingestuft.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Die Verfassung gibt es ja sichtlich nicht her, dass 1 Minister alles verschärfen/verwässern kann. Anschoben & Fassmann haben sich nicht durchsetzen ( sonst würden wir noch 2 Wochen evaluieren) und auch einen Herrn Kickl wäre das nicht gelungen. Und der Neos & SPÖ Framing „Wir schicken alle in die Schule, da passiert nix“ hat auch nicht gehalten. Ich denke bei einer NR Wahl bleibe alles gleich.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Mag sein.....trotzdem tippe ich auf massiven Zulauf zu den Neos. Aber, wie gesagt, is ja noch lang hin. Da fließt noch viel Wasser die Mur runter.


Lauch1

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Das stimmt, in Wien haben sie ja die Grünen als Koalitionspartner ersetzt, das wäre dann rot/pink gegen schwarz/grün, wobei rot bundesweit bei 23.% liegt und schwarz(Türkis) bei 40 %


cube

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Antwort auf Beitrag von 3wildehühner

kann man machen, muss man aber nicht waren. Generell eher eine Haltung nach dem Motto "und Masken sollen wirklich etwas bringen? naja ..." und dann nimmt man es damit nicht so genau. Als wir dort waren, habe ich jedenfalls kaum Maskenträger gesehen und in Geschäften war das auch eher nur da angesagt, wo man "hipp" sein wollte. Ist nicht böse gemein oder abwertend - das war halt der Eindruck. Recht sorglos und skeptisch gegenüber dem Nutzen von Masken und Abstandsregeln.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von cube

Masken waren ja auch im Sommer nicht verpflichtend. Und es wurde eigentlich auch von den (zuständigen) Virologen ganz gut begründet warum nicht. Rückwirkend hätte man zusätzlich die Grenzen dicht machen müssen. Ob das dann so akzeptiert worden wäre (auch von den Nachbarn die rein oder durchwollten) ist die Frage. Eine Gegenbewegung wie in Deutschland sehe ich jedenfalls nicht, obwohl Medien und Opposition gegenschießen. Dein Eindruck, dass das in Deutschland auch so wäre habe ich eigentlich nicht (außer AfD halt).


Alexa1978

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Rückwirkend betrachtet hätte man die Grenzen dicht machen müssen. Mir sind im Sommer vor allem Touristen negativ aufgefallen. Aber die wollten halt auch ein Stück weit Normalität und ein paar unbeschwerte Tage, bevor sie der Alltag wieder einholt. Und im Urlaub lässt man halt gerne auch einmal 5 gerade sein. Verständlich. Meine ganz persönliche subjektive Wahrnehmung.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Alexa1978

Das hätte ja auch juristisch nie gehalten, die Zahlen waren niedrig, eine Grenzschließung nie gelindestes Mittel. Und zusätzlich wurden alle Maßnahmen die z Bsp in Asien gut funktioniert haben von Opposition & Medien abgelehnt: Geteilte, ausgedünnte Klassen, Maskenpflicht in Volksschulen, verpflichtende Corona App (bzw Schlüsselanhänger als Alternative), Registrierung in Restaurants, Testungen in Schulen/Kindergärten im Verdachtsfall.


WonderWoman

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Antwort auf Beitrag von Alexa1978

ich kenne deutsche, die bewußt in gewisse länder gereist sind, weil man da ja noch normal, also ohne maske und einschränkung, shoppen und herumlaufen konnte. dazu gehörte österreich, aber auch dänemark, tschechien, polen andere haben genau deswegen diese länder gemieden. fraglich also, ob mehr beschränkungen bzw. kontrollen wirklich zu weniger touristen geführt hätte. oder vielleicht nur zu anderen.


cube

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich glaube weniger an große, geordnete Gegenbewegungen in Dtl als vielmehr daran, dass die Deutschen einfach Coronamüde werden bzw. nicht devot genug sind, sich an Appelle zuhalten. ZB sowas wie die 1-Freund-Regelung für Kinder wird nicht klappen. Ich würde es selbst nicht machen und ich kenne auch aktuell nur 1 Freundin, die das bereits seit Anfang November so macht (sie ist generell sehr ängstlich) und entsprechend natürlich weiter machen würde.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von cube

Das Problem sind ja hier eigentlich nicht die Kinder, das Virus wütet in den Heimen. Und in dem Moment in dem Maßnahmen zum Schutz unternommen werden, kommt sofort ein Patientenanwalt und mahnt Freiheitsberaubung ein. Ich weiß auch nicht wie man das löst, die Angestellten dort haben ja auch ein soziales Leben. Deswegen bin ich heilfroh wenn endlich eine Impfung da ist.