kevome*
In diesem Artikel werden ein paar Themen angesprochen, die ich in den letzten Wochen auch schon einige Mal angemerkt habe https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/homeoffice-corona-diskussion-101.html Da gibt es offensichtlich noch viel Spielraum um die Zahlen runter zu bekommen. Hier ein paar Zitate: *...Der Anteil der Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, sei seit dem vergangenen Frühjahr wieder drastisch gesunken, heißt es in einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Im ersten Lockdown im April 2020 stieg der Anteil auf 27 Prozent. Doch danach sank er wieder. Im Juni waren es nur noch 16 und im November 14 Prozent - trotz steigender Infektionszahlen und des Appells der Politik an die Arbeitgeber, mobile Arbeit zu ermöglichen....* *...Experte Fadinger von der Universität Mannheim schätzt, dass es bei einer genauso hohen Homeoffice-Quote wie im Frühjahr in Deutschland aktuell nur halb so viele Infektionen gäbe. Demnach läge 7-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner - maximal bei 80 statt bei 160 wie im Moment...* und mein Lieblingsthema *...Homeoffice sei für 56 Prozent aller Jobs in Deutschland prinzipiell möglich, so die Studienergebnisse aus Mannheim - und zwar ohne große wirtschaftliche Einbußen. Deshalb sei es nicht nachvollziehbar, warum die Schulen dicht machen müssten, die Wirtschaft aber nicht angehalten werde, alle Möglichkeiten auszuschöpfen..*
Aich wenn ich nicht gern im Homeoffice arbeite: Ich kann das nur unterschreiben. Unten hatte ich es schon erwähnt: Kurz vor Weihnachten hatte mein Bruder ein Kundengespräch. Hätte alles remote stattfinden können. Auftraggeber bestand auf große Runde vor Ort. Ergebnis: 9 Personen Covid19 positiv getestet.
*...Homeoffice sei für 56 Prozent aller Jobs in Deutschland prinzipiell möglich, so die Studienergebnisse aus Mannheim - und zwar ohne große wirtschaftliche Einbußen. Deshalb sei es nicht nachvollziehbar, warum die Schulen dicht machen müssten, die Wirtschaft aber nicht angehalten werde, alle Möglichkeiten auszuschöpfen..* Sehe ich auch so. Aber die Wirtschaft hat halt eine besser Lobby als Schule bzw. Schüler .
Mir auch völlig unverständlich. Home office bedeutet z.T. kaum Verlust an Qualität & Effizienz. Fernunterricht schon - zumal Schulunterricht nicht nur auf Faktenwissen angelegt ist....
Ich bin ja der Meinung, das eine der größten Ansteckungsgefahren vom ÖPNV ausgeht, was auch entzerrt werden würde, wenn der Großteil der AN im HO arbeiten würde.
Allerdings scheinen da manche AG ihren Kontrollwahn nicht im Griff zu haben.
Ich selbst arbeite bei einer großen Behörde mit 1500 Mitarbeitern,von der Führungsspitze HO wo immer möglich angeordnet. Dennoch gibt es Amtsleiter, die es für ihr gesamtes Amt nicht erlauben, obwohl es sehr wohl möglich wäre, dort im HO zu arbeiten, und das nur, weil sie die Freiheit haben wollen, jeden zu jederzeit persönlich anzutreffen und kontrollieren zu können. Und die Hausspitze spricht kein Machtwort.
Meine Freundin arbeitet in einer wissenschaftlichen Bibliothek und hatte im 1.Lockdown ebenfalls nahezu komplett HO.Im Sommer dann kam von ihrer Abteilungsleitung die Anordnung, dass man nur noch max.50% der Arbeitszeit im HO arbeiten darf, da dies sonst "unfair" denen Kollegen wäre, die aufgrund ihres Aufgabengebiete nicht im HO arbeiten können.
Gleichzeitig wurde aber "dringend empfohlen" während der Pausen das Gebäude nicht zu verlassen, damit man sich in der Mittagspause nicht in der Fußgängerzone den Virus holt
Der AG meines Nachbarn hat vorgeschrieben, dass nur noch max 50 % der Belegschaft im Betrieb sein dürfen Sein direkter Vorgesetzter hat erweitert auf "aber mindestens 49,9% . Sprich: Ist die die 50% Quote erreicht, darf mein Nachbar nicht daheim bleiben, obwohl er problemlos online arbeiten kann.
Ein anderer Bekannter hat mir gestern erzählt,dass sein AG ( IT Branche) jetzt (!) erst mit viel Mühe sich durchgerungen hat, ho zu erlauben. Und wie meinte mein Bekannter so schön"ich arbeite seit Jahren auf Vertrauensarbeitszeit, aber anscheinend hört das Vertrauen in mich auf, nur weil ich daheim arbeite"
Ich finde es auch lächerlich, dass ich um 5 nach 8 daheim sein muss, weil dann anscheinend eine immense Gefahr von mir ausgeht, aber morgens um 9 gibt's Gruppenkuscheln in Bahn und Büro
Das ist krass. Hier gibt es eine Vorgabe, zu wieviel % das Bürogebäude "gefüllt" sein darf. Dementsprechend pro Abteilung ein Anwesenheitsplan um dies zu erreichen.
Also ehrlich, ich höre ganz oft in meinem Umfeld folgende Argumente, viele wollen gar nicht ins Home-Office: - oh je, meine Frau und meine Kinder sind zu Hause, da bin ich froh wenn ich raus ins Büro komme. - wo soll ich in unserer kleinen Dreizimmerwohnung bitte in Ruhe arbeiten wenn gleichzeitig Frau und Kinder drumrum laufen? - die Stimmung ist Bombe bin froh wenn ich da wegkomme. - Ich freue mich, wenigstens meine Kollegen zu sehen, wenn man sonst schon keine Kontakte haben darf.
wil leinfach alles unter seiner Fuchtel haben und traut seinen mA´s nicht zu (oder kann es nicht verkraften), dass diese auch ohne ihn effizient arbeiten können.
Klar, das gibt es sicherlich auch. Aber ich würde nicht den Faktor unterschätzen, derer die einfach ins Büro gehen möchten. Ich glaube nicht, dass das wenig sind.
Möglich, aber wir alle verzichten derzeit auf vieles was wir "möchten".
Was ich gut verstehen kann ehrlich gesagt. 24/7 nur zusammen ... wäre nicht meins. Wir sind froh, ein Büro zu haben und uns eben entsprechend aufteilen zu können (oder auch müssen auf Grund von Arbeiten, die eben nur dort erledigt werden können).
Die Leidensgrenzen der Menschen sind aber nun mal unterschiedlich. Und bevor man sich an die Gurgel geht, weil man einfach nicht noch länger 24/7 aufeinander hocken kann...(auch für die Kids nicht so prickelnd). Ich bin mir sicher, dass in nicht wenigen Familien die Stimmung stark angespannt ist genau deswegen. Oder eben auch eskaliert. Das sind eben die sozialen Dinge, die einfach unterschätzt werden/keine Berücksichtigung in den Maßnahmen finden.
Da hast du wahrscheinlich recht. Wird in jeder Familie anders sein wie man das aushält. Auf jeden Fall sollte aber AG seitig stärker mobiles Arbeiten angeboten werden.
Ja, das sehe ich auch so. Da müsste mehr Druck seitens der Regierung kommen - wer HO machen will, der soll es auch dürfen.
Druck oder Anreize.
schon vor Corona. Andere sollen aber jetzt mitausbaden.
Naja, ich denke es kommt halt einfach auch auf die Situation an. Wenn du zu viert in einer Dreizimmerwohnung wohnst und nicht ausweichen kannst, wo sollst du denn vernünftig arbeiten? Ein Kollege meines Mannes war im Home-Office, sie hatten eine Konferenz mit einem anderen Mitarbeiter, langjähriger Mitarbeiter, hat viel Geld verdient in dieser Zeit, fettes Haus. Der meinte doch tatsächlich zu seinem Kollegen: „ hast wohl schlecht verhandelt mit dem Chef, wenn ich mir die Möbel deiner Kinder so angucke...“ Super. War zwar Spaß aber er fand es glaube ich nicht so witzig.
Frech, echt zum Kotzen so ein Spruch.
mein Mann kämpft seit Wochen darum, dass die Firma es anordnen soll. Er ist im personalbereich in leitender Funktion. Wer stellt sich quer? Die leitende Betriebsrätin. Sie fordert, wenn die Mitarbeiter dazu verdonnert werden, dann habe der Arbeitgeber auch die Pflicht, zu Hause die Arbeitsplätze entsprechend technisch und ergonomisch auszustatten. Aktuell haben sie ca eine anwesenheitsquote im Büro zwischen 20 und 30%. Er würde das gern noch drücken. (700+ Mitarbeiter)
Vielleicht haben einfach viele Eltern im Frühjahr mit Kind zu Hause gearbeitet und schlechtere Ergebnisse abgegeben??? Dann hat der Chef wenig Bock auf Homeoffice. Die Idee, dass man auf den KiGa verzichten kann, wenn man im HO arbeitet ist nun mal einfach blöd und ineffektiv. Mein Chef vertraut mir leider auch nicht im HO und macht Kontrollanrufe kurz vor Dienstende. Das finde ich echt traurig. Dabei fange ich sogar extra viel eher an, damit die Arbeit erledigt wird. Aber das wird nicht gesehen - man war ja zu Hause unsichtbar.
So oft wie ich hier gelesen habe, dass Eltern in Homeoffice ja wohl keine KiTa/Notfall-Betreuung brauchen, kann ich die fehlende Begeisterung der Mitarbeiter und Vorgesetzen nachvollziehen.
Ein anderes Argument sind IT-Sicherheit und Datenschutz - Mails ´zur Kentnisnahme` von vermeintlichen Kollegen (man sieht sich ja sonst nicht), Unterlagen/Daten auf einem Computer (reiner Dienstrechner, selbstverständlich
), der am heimischen Netz hängt und im Wohnzimmer steht; dann wird doch mal ein USB-Stick eingesteckt oder Webseiten geöffnet, weil es grad so wahnsinnig dringend ist... Teure Schulungen wären fällig (gewesen) - für wieviele Menschen?
Vielleicht waren die Erfahrungen im Frühjahr nicht so positiv wie manche Politiker glauben wollen.
IT Sicherheit sollte dank Systemen wie citrix etc. nicht so das Problem sein.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Gesetzgeber sich scheut HO verpflichtend zu machen, weil das weitreichende Konsequenzen für die Arbeitgeber hätte. Sie müssten, wenn sie dann wiederum HO anordnen für die Ausstattung der Arbeitsplätze sorgen, und zwar auch unter ergonomischen Gesichtspunkten. Der AG muss sicherstellen, dass ein Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Beleuchtung usw. zur Verfügung stehen - und das alles gemäß den Vorschriften der Berufsgenossenschaft. Das würde eine wahnsinnige Kostenlawine nach sich ziehen. Wie weit man das wegen Corona außer Kraft setzen kann, weiß ich nicht. Silvia
Es gibt da einen Unterschied zw. generellem Homeoffice / Telearbeit (da muss Ergonomie etc. berücksichtigt werden) und zeitweisem mobilen Arbeiten (da muss es nicht beachtet werden).
Ja genau, dann aber nennt es sich agiles Arbeiten, und dann kann der AG das HO nicht anordnen, sondern der AN hat die Wahl, wo er arbeitet. Aber da bin ich nicht wirklich sattelfest, ich hatte nur mal gelesen, dass das der Grund ist, warum viele AG sich weigern, HO anzuordnen. Silvia
Hier gab es wohl angeblich Mitarbeiter die im letztes Jahr im HO angeblich nicht erreichbar waren. Seit dem steht Ho hier nicht mehr zur Debatte.
Ich kenne auch eine solche Firma (sehr groß in München), wo in vielen Abteilungen 100% HO möglich wäre und viele Mitarbeiter das auch möchten aber gegen ihren Willen ins Büro zitiert werden (oder zumindest bis zum Lockdown wurden) weil der jeweilige Chef seine Mitarbeiter live und in Farbe sehen wollte. Ich muss glatt mal nachfragen bei meinen Ex Kollegen ob sich das jetzt verbessert hat. DAGEGEN muss vorgegangen werden. Mal abgesehen dass dies einen eklatanten Mangel an Management/Führungsqualitäten offen legt. Eine Firma in meinem Bekanntenkreis hat schon ab März Zwangshomeoffice angeordnet und bislang immer wieder verlängert (mei, auch nicht für jeden gut und der einzeln Mensch zählt auch), eine andere hat freiwilliges Homeoffice angeraten und gefördert und dadurch gute Quoten erreicht. Letztere Variante finde ich persönlich sehr gut!
Die letzten 10 Beiträge
- RSV kurz vor Geburt
- Jetzt hat es auch meine Tochter erwischt
- Corona Impfung - Angst vor Schäden
- Wir sind ja die ganze Zeit verschont geblieben
- Hab das Gefühl es dauert jedes mal länger...
- Oh nein! Nun auch hier!
- Was tun bei Durchfall bei Corona und Kopfschmerzen
- Schaun ma mal, was noch kommt....
- Die heikelsten Themen der Pandemie sind geschwärzt
- RKI unter der Lupe - endlich!