Novemberlotte
Hallo zusammen, Am morgigen Dienstag wird ja in Deutschland beraten bzw. entschieden, mit welchen Maßnahmen es weiter gehen wird, ob der Lockdown verschärft, modifiziert, beendet wird. Was ich mich wirklich frage: Warum morgen? Die Medien und das RKI werden nicht müde darüber zu informieren, dass die Fallzahlen seit Weihnachten wegen der Feiertage wohl nicht den tatsächlichen Stand darstellen, da weniger getestet und weniger Daten übermittelt werden Und das war vor den Feiertagen gar nicht abzusehen, von keinem Experten oder Politiker, keinem Virologen? Weihnachten kommt aber auch immer so unerwartet... Auf welcher Datenbasis werden dann morgen solch schwerwiegende und folgenreiche Entscheidungen getroffen? Warum entscheidet man nicht erst, wenn man verlässliche Zahlen hat, um überhaupt beurteilen zu können, ob und wie der Lockdown wirkt?
Rechtliche Gründe. So einen Lockdown kann man nach meinen Informationen maximal 4 Wochen verfügen. Dieser endet offiziell Sonntag, also müssen sie jetzt entscheiden und haben sich für morgen terminiert. Realistische Zahlen sollen wohl ab Mitte Januar da sein.
Genau, da der Lockdown nur bis nächste Woche Montag andauert ist es so schon spät genug, morgen zu entscheiden wie es danach weitergehen soll. Soviel ich weiß soll aber alles wie gehabt im Einzelhandel und in der Kultur länger andauern und für Schulen/Kitas noch entschieden werden.
Ich frage mich eher, warum man es nicht schafft eine vernünftige Datenbasis zu haben. Es kann doch nicht so schwer sein , dass ALLE Gesundheitsämter verpflichtet werden Daten auch an Feiertagen und am Wochenende zeitnah zu ermittelten und weiterzuleiten. Das ist für mich der eigentliche Skandal, was sich da einige Ämter herausnehmen und scheinbar die Brisanz der Sache nicht begreifen
Klar. Die Leute da haben ja in genletzten Tagen und Wochen nichts gemacht und können am Wochenende und an Feiertagen arbeiten. Personal gibt es ja auch massig, da findet sich schon jemand. Nein...halt....warte. Doch nicht.
Wenn man wollte und sich geschickter anstellen würde, gäbe es garantiert Personal. Die Impfzentren haben es auch geschafft, innerhalb von kürzester Zeit qualifiziertes Personal zu gewinnen. Geht also, wenn man will und flexibel ist. Warum das in Behörden nicht geht? Kann ich als Außenstehender nicht nachvollziehen. Genug Menschen arbeiten ja in der öffentlichen Verwaltung, man könnte ja mal jemanden aus anderen Bereichen abziehen, die Azubis teilweise mithelfen lassen usw. Einfach mal kreative Lösungen suchen. Geht in der Wirtschaft auch, weil ein "wir können das nicht" da einfach ein no-go ist.
Da machst Du es Dir aber zu leicht. Vielleicht hat "Zahlen weiterleiten" einfach keine Priorität. Vielleicht ist es ja wichtiger, Infektionsketten zu unterbrechen und Kontakte . Und selbst dafür wird schon die Hilfe der BW in Anspruch genommen. Mir ist keine Behörde oder öffentliche Stelle bekannt, die über zu viel Personal verfügt, dass einfach mal abgestellt werden kann. Wenn alles so einfach wäre, dann gäbe es jetzt wohl kaum Personalengpässe. Vielleicht solltest Du Tipps geben.
Es hängt nicht nur an den GA. Viele Arztpraxen hatten zu, daher weniger Abstriche (niedergelassene Ärzte sind keine Staatsangestellten, die kann man nicht so einfach verpflichten), viele Labore haben nicht mit voller Kapazität gearbeitet, daher weniger Auswertungen der Tests (Labore sind Privatunternehmen, die kann man auch nicht so einfach verpflichten).
Was niemand erwähnt ist, dass es zum 1.2.2021 eine Umstellung des Meldesystems gegeben hat auf Veranlassung des RKI. Gab es sonst Meldungen über die Labore, so kommt es jetzt über Demis. Da hat man dann oft keine vollständigen Angaben und muss erst mühsam recherchieren. Bei Labormeldungen stand wenigstens der einsendene Arzt, den man bei Bedarf für Telefonnummern kontaktieren konnte. Am 01.01. waren fast die Hälfte unserer Indexe ohne Angabe von Telefonnummern. Wir haben mittlerweile einen Mitarbeiter, der durch die Gegend fährt und klingelt. Gearbeitet wird bei uns an 7 Tagen in der Woche, auch an den Feiertagen. Wenn das RKI gescheite Zahlen haben will, sollte das Meldesystem vereinfacht werden. Die wollen nämlich nicht nur Angaben wie Alter und Geschlecht, sondern massig mehr. Zu statistischen Zwecken...
Man kann auch nicht einfach die Angestellten im ÖD verpflichten, denn die meisten sind keine Beamte, haben als Eltern auch Betreuungsprobleme, wohnen ganz wo anders etc.pp. Es gibt Arbeitsverträge. Und das wird doch schon lange gemacht, das Leute ausgeliehen sind. Da, bei denen es geht.
Die MA in den Gesundheitsämtern haben Überstunden bis zum abwinken, die in den Laboren auch, und die ehrenamtlichen Helfer in den Testzentren wollen auch mal frei haben. Davon abgesehen rennt nicht jeder gleich wegen einer Erkältung zum Arzt, wenn er eh Urlaub hat (und nicht viel machen kann), also wird auch deshalb weniger getestet. LG Inge
Ich habe eine Freundin, die jetzt freiwillig im GA arbeitet im Wechsel zu ihrer eigentlichen Tätigkeit. Sie arbeitet jetzt auch z. T. am Wochenende. Das Problem ist, dass die eigentliche Arbeit liegenbleibt, die nur z. T. andere übernehmen können, deren Arbeit wiederum liegenbleibt, weil diejenigen zu anderen Zeiten im GA arbeiten. Überbesetzt sind die Verwaltungen auch nicht, so dass man einfach mal jemanden abziehen und anders einsetzen kann. Also ob das in der freien Wirtschaft auch so einfach und problemlos ginge - da fehlt es nämlich dann auch an einer anderen Ecke, es sei denn, die Arbeit an der Stelle ist sowieso überflüssig. Weitere Schwierigkeit: die neuen Mitarbeiter im GA müssen eingearbeitet werden. Da geht man nicht einfach hin setzt sich ans Telefon und los geht's. Für die Einarbeitung braucht es wiederum Personal und Räume und Technik. Und man müsste irgendwas machen, dass die Prozesse vereinfacht werden. Sie hat mir von stapeln von Faxen erzählt (am 3.1. vom 24.12. zum Kontakte verfolgen), die abgearbeitet werden müssten. Mal abgesehen, dass Verwaltungsmühlen langsam arbeiten, gibt es auch wirkliche, sachliche Hindernisse, die es schwer machen, einfach mal so Personal bereit zu stellen.
Eben...ich bin Angestellte im ÖD; ich habe den Vertrag mit meiner Dienststelle und nicht dem Kreis oder gar dem Land. 2 ehemalige Kollegen sind im letzten Frühjahr / Sommer zur Kreisverwaltung in der Nähe gewechselt. Die haben beide ihre ursprüngliche Stelle erst gar nicht groß angetreten, sondern sind dort innerhalb der neuen Dienststelle im GA eingesetzt worden...mit Dienstplänen, die sich gewaschen haben...10-Stunden-Arbeitstage (mehr gern gesehen), WE-Arbeit, kaum freie Tage usw. Aber dort gehört das GA auch zur Dienststelle. Ich weiss nicht, ob meine Dienststelle Leute ausleihen könnte...vermutlich schon bzw. in Rücksprache mit den MA, aber ich bin mir sicher, dass sie das nicht freiwillig machen würde, denn dann fehlen die Leute bei uns - wir sind in vielen Bereichen eh chronisch unterbesetzt und da passieren ja auch wichtige Dinge...sollen dann lieber keine Rechnungen mehr bezahlt werden? Oder keine Personalvorgänge mehr bearbeitet werden? Nicht jeder im ÖD übt Tätigkeiten aus, die man mal eben länger liegenlassen kann...und die Kollegen bei uns sind auch alle damit beschäftigt, die Kollegen mit Betreuungsproblemen zu unterstützen...bei uns in der Abteilung sind gut die Hälfte Eltern mit Kinder im Kiga- oder Grundschulalter... dann sind noch 3 Kollegen innerhalb des letzten Jahres gewechselt - die Stellenbesetzung hat sich enorm verzögert mit Höherbelastung für die verbliebenen Kollegen...usw. Außerdem müssten auch ausgeliehene MA eingearbeitet werden - da könnte man doch auch befristet Leute einstellen?!
Für die Impfzentren haben sich Menschen freiwillig gemeldet, Ärzte, medizinische Fachangestellte etc., zusätzlich zu oder auf Kosten ihrer eigentlichen Arbeit. Die werden dafür auch einigermaßen angemessen bezahlt, was ja auch schon wieder in der Kritik steht ... Und natürlich wird von anderen Behörden Personal abgestellt, was aber dann natürlich dort fehlt und die Bearveitung der Angelegenheiten dort verzögert, was dann auch wieder nicht recht ist und zu Gemeckere des Bürgers führt. Hätten Behörden so viel Personal, dass man da reibungslos einfach abstellen könnte, wäre ja tatsächlich eine Überbelegung da und da wollte ich die Meckerer zu "normalen" Zeiten auch wieder nicht hören.
Es scheint ja Gesundheitsämter zu geben, die ihre Zahlen melden können. Wie machen die das denn? Ansonsten sind die Zahlen immens wichtig, um sehr weitreichende Entscheidungen zu treffen. Dann müssen diese aber auch zuverlässig erhoben werden. Wir befinden uns in einer Pandemie. Bei einer Naturkatastrophe, kann nun mal kein Dienst nach Vorschrift gemacht werden, sondern die Themen müssen unabhängig von Überstunden angegangen werden. Was machen denn die Krankenschwestern und Ärzte auf den Intensivstationen. Oder um beim Beispiel Naturkatastrophe zu bleiben, bei einer Überschwemmung oder einem Erdbeben kann man auch nicht Wochenende oder pünktlich Feierabend machen.
Aber trotzdem brauchen auch die Mitarbeiter mal Pausen, freie Tage, auch dort werden Mitarbeiter krank, auch dort haben Mitarbeiter Familien und wollen berechtigterweise zumindest einen Weihnachtsfeiertag mit diesen verbringen etc.. Und es sind ja nicht nur die Gesundheitsämter, gleiches gilt ja auch für die Labore, die Teststationen, niedergelassene Ärzte und Mitarbeiter. Eine Freundin von uns ist gar nicht so lange vor Corona ins Gesundheitsamt gewechselt in der Hoffnung, es dort deutlich ruhiger zu haben als vorher im Klinikbetrieb. War anfangs auch so, sie war begeistert ... Bis Corona kam... In der 1. Welle hat sie monatelang durchgearbeitet mit genau EINEM freien Wochenende... Jetzt sieht es nicht viel anders aus...
Klar geht das in der Wirtschaft. Da wirst du nämlich gar nciht gefragt, sondern einfach woanders eingesetzt und wenn du nicht möchtest, und dich weigerst, weil dein Vertag ja was ganz anderes sagt, dann hattest du ganz schnell einen Job.
Der Rest ist mir egal - soll sie doch kommen, die hier so oft sehr gewünschte Ausgeh-Sperre mit nur noch 1 km 1 Stunde ums Haus herum. Mir egal. Ich halte mich an alles - es bestraft so oder so nur die, die sich bisher gut gehalten haben. Die anderen wird es weiterhin nicht scheren... Die Schulen bleiben sicher zu. Vielleicht erst für "nur 14 Tage", aber im Endeffekt wird das bis Ostern sicherlich nicht normal laufen. Blätter daheim bearbeiten - ich hab meine Kinder schon darauf vorbereitet. Das Material dazu haben sie bereits im Dezember verteilt bekommen. Und bei uns an der Schule wurde auch schon gesagt, dass KEINE Notbetreuung angenommen werden soll - man soll sich selbst organisieren. Also: so oder so - beste Aussichten und wir freuen uns auf die nächsten vier Monate !! Auf dass die schnell vorbei gehen und danach hoffentlich mehr Normalität eintritt. Glaubt eigentlich irgendjemand hier noch, dass 2021 besser werden wird ? Mein Bauch gefühl sagt genau das Gegenteil: es wird mehr Maßnahmen, härtere Maßnahmen mit deutlich mehr Einschränkungen geben. Auch mein näheres Umfeld empfindet das so... Lg, Lore
Ja, so ähnlich denke ich auch. Maßmahmentechnisch ist ja noch viel Luft nach oben. In Schottland ist wieder "bleib zuhause" angesagt - rausgehen nur für essentiellen Einkauf, Sport, essentielle Arbeit. Andere Haushalte treffen: max. 2 Personen dürfen sich treffen und das draußen.
Wir hatten in Sommer einiges an Krisensitzungen und die waren ziemlich düster. Wir gingen davon aus, dass es vor dem 'harten' Winter keine Inpfung geben wird. Dass zu wenig Daten für kurative Therapienöglichkeiten vorliegen. Die Infektionszahlen explodieren, sich aber trotz überquellender Intensiv sich ein LD politisch nicht durchsetzen lassen wird. Und klar sterben erstmal va die 'Alten', aber sobald die Situation kippt, trifft es eben jeden, der med. Hilfe benötigt. Also eher eine Situation wie in Teilen der USA und in Großbritannien. So wie es aktuell aussieht, macht die Politik zwar spät, aber hoffentlich nicht zu spät doch das Unpopuläre. Und zur Zeit kann man zum Zahnarzt gehen, Krebspatienten können behandelt werden, hier laufen z.B. Herz-OPs. Es weiß keiner, was noch kommt, aber wie gesagt, wir hatten eher mit mehr Kollateralschaden gerechnet. Im August hatte Frankreich schon die Kontrolle über die Infektionszahlen verloren.
Letztendlich ist es doch egal, ob sich 30000 oder 500 am Tag anstecken. Solange die Intensivstationen voll sind, viele Menschen an dem Virus sterben (oder Langzeitschäden haben) und einfach das medizinische Personal am Limit ist, kann man einfach nicht so tun, als ob wir nun den 05.01.2020 haben... Das sollte unterdessen jedem klar sein. LG, Leonessa
Hallo na weil die Ferien vorbei ist u. man entscheiden muss - können die Schüler wieder in die Schule oder lieber doch erst in 3 Wochen (o. noch später)?`??? In Rhl.Pfalz wäre ab gestern schon Schule gewesen, mein Sohn (Berufsschule, 1. LJ) hat über Handy erfahren, dass die 1. drei Wochen auf jeden Fall nur Online-Unterricht stattfinden wird. Finde ich sinnvoll. viele Grüße
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